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Bei Aldi, Lidl und Co. – was sich 2022 im Supermarkt alles ändert


Das Coronavirus wird auch 2022 eine wichtige Rolle im Alltag der Menschen spielen. Die Impfung kann vor schweren Covid-19-Verläufen schützen und wird zumindest im Frühjahr eine wichtige Rolle einnehmen. Im kommenden Jahr wird erwartet, dass sich immer mehr Einzelhändler an der Impfkampagne beteiligen. Drogerie-Riese dm beispielsweise hat bereits eine Impfaktion in Karlsruhe gestartet, weitere Standorte sollen folgen.

Diesem Beispiel können andere Drogerie-, Discounter- und Supermärkte im kommenden Jahr folgen, die nach Informationen des Verbraucherportals “CHIP Online” bereits mit Arztpraxen und Kliniken zusammenarbeiten und Impfaktionen auf Parkplätzen starten wollen.

Doch was ändert sich 2022 bei Aldi Süd, Aldi Nord, Lidl, Edeka, Rewe und Co. – FOCUS Online liefert den großen Überblick und führt Sie durch die Änderungen im Laden.

Welche Änderung gilt am Eingang?

Auch im kommenden Jahr bleibt es bei Maskenpflicht, Mindestabständen und möglicherweise einer Kundenzählung. Bis wann die Regelungen gelten sollen, ist unklar. Für bestimmte Geschäfte, die keine Lebensmittel und Drogerie-Artikel verkaufen, gilt vorerst auch die 2G-Regel. Kunden müssen also entweder geimpft oder genesen sein.

In Baden-Württemberg und Berlin sind die gelben Impfausweise nicht mehr gültig, weil sie leicht zu kopieren und zu fälschen sind. Diese besondere Neuerung könnte auch in anderen Bundesländern greifen, entsprechende Vorstöße gibt es bereits. Bundesbürger müssten dann verpflichtend am Eingang ihr digitales Impfzertifikat oder den Genesungsnachweis vorzeigen. Andere Formulare werden dann nicht mehr akzeptiert. 

Supermärkte erhöhen Druck auf Blumenläden

In einigen Edeka- und Rewe-Filialen könnten Verbraucher ab 2022 ein deutlich breiteres Blumenangebot finden. Der Online-Riese “Blume2000” baut seine Präsenz im stationären Handel weiter aus. Bisher testet das Unternehmen solche Shop-In-Shop-Regale jeweils in knapp 20 Filialen. Die Geschäftsführung von Blume 2000 will das Konzept bis Ende 2022 auf 70 Filialen ausbauen. Die Idee erinnert stark an Tchibo.

Kunden finden auf der Regalfläche von “Blume 2000” beispielsweise große und kleine Blumensträuße, Orchideen und Sträucher, die sie einfach mit dem Einkaufswagen mitnehmen und an der Kasse bezahlen können. Im Fokus stehen Rewe-, Edeka- und Famila-Nordost-Märkte.

Was gilt ab 2022 in der Obst- und Gemüsetheke?

Supermärkte können ab 1. Mai 2022 unkomplizierter leicht verderbliche Ware abverkaufen. Händler wie Aldi, Lidl, Rewe und Co. waren verpflichtet, Ware kurz vor dem Verfallsdatum besonders zu kennzeichnen und immer den Alt- und Neupreis anzugeben. Diese Regelung entfällt ab 2022. Rewe, Edeka, Aldi Süd, Aldi Nord oder Lidl dürften dann beispielsweise auf solche Ware lediglich “x Prozent günstiger”-Aufkleber anbringen. Durch diese Erleichterung landen weniger Lebensmittel im Müll.

FOCUS Online rät: Bisher gab es vor Ladenschluss besondere Aktionsangebote in der Obst- und Gemüsetheke. Das könnte sich jetzt ändern. Mitarbeiter könnten auch während des Tagesgeschäfts Preise reduzieren. Achten Sie also ab Mai insgesamt auf Aufkleber und genauer auf Preisschilder.

Eine weitere wichtige Neuerung ist, dass 2022 weniger Händler kostenlose Plastiktüten für loses Obst und Gemüse anbieten werden. Der Trend geht zu Mehrwegbeuteln oder Obst- und Gemüsenetzen, die man einmal kauft und dann wiederverwendet. Vereinzelt gibt es als Alternative auch Papiertüten. Bisher noch kostenlos – das könnte sich aber ändern. 

Was ändert sich in der Fleisch- und Fischkühltheke?

Ähnlich wie bei Obst- und Gemüse dürfen leicht verderbliche Fleisch- und Fischprodukte leichter abverkauft werden. Bei Fleisch sollten Sie allerdings genauer auf die Angaben achten. Statt “mindestens haltbar bis” steht auf den Packungen “zu verbrauchen bis”. An dieses Verfallsdatum sollten Sie sich zwingend halten, andernfalls droht im schlimmsten Fall eine Lebensmittelvergiftung.

Bei Aldi Süd, Aldi Nord, Lidl und anderen Händlern gibt es ab 2022 auch kein Schweinefleisch aus der Haltungsform 1. Fleisch mit dieser Kennzeichnung stammt von Tieren, die auf engstem Raum gehalten werden.

Bis spätestens 2025 soll es größtenteils gar kein Billigfleisch mehr im Supermarkt und beim Discounter geben. Die Landwirte und Bauern rüstet ihre Stähle um. Die Kosten dafür werden auch die Verbraucher tragen müssen. Die Fleischpreise könnte auch 2022 weiter anziehen.

Bei Hackfleisch bahnt sich ebenfalls eine Änderung an. Nach unterschiedlichen Testphasen könnte 2022 auch endgültig die vakuumierte Plastikschale verschwinden. Aldi Süd, Aldi Nord, Rewe und Lidl hatten als erste Händler die Hackleischbeutel eingeführt, die Resonanz fiel offenbar positiv aus.

Was gilt 2022 bei Joghurt, Käse und Milch?

Viele Molkereiprodukte werden ab 2022 auch mit der entsprechenden Haltungsform gekennzeichnet. So können Verbraucher sehen, wie die Kühe im Stahl gehalten werden. Als erste Unternehmen führen Rewe und Penny den Aufdruck “Haltungsform” auf Joghurt und andere Milchprodukte ihrer Eigenmarken Rewe Bio und Natur Gut.

Auch Aldi, Lidl, Kaufland und Co. folgen diesem Beispiel im Jahr 2022.

Neue Pfandregel im Getränkebereich

Die Pfandpflicht für Getränke in Plastikflaschen wird ab 1. Januar 2022 ausgeweitet. Frucht- und Gemüsesäfte, die es beispielsweise in der Kühltheke gibt, waren bisher vom Einweg-Pfand ausgenommen. Das ändert sich.

Ab 1. Januar müssen Kunden zusätzlich 25 Cent an der Kasse bezahlen. Das Geld gibt es zurück, wenn sie die leere Flasche später zurückbringen.

Ohne Ausnahmen werden auch Getränkedosen pfandpflichtig.

Was ändert sich an der Kasse?

Ab dem 1. Januar dürfen an den deutschen Ladenkassen keine Einkaufstüten aus Plastik mehr verkauft oder angeboten werden.

Es geht um die sogenannten “leichten Kunststofftragetaschen” mit einer Wandstärke zwischen 15 und 50 Mikrometer. Diese Standard-Tüten, die man beim Einkaufen bekommt, gibt es noch bis Ende des Jahres an jeder Kasse.

Einige Filialen von Rewe, Aldi Süd, Aldi Nord, Lidl und andere hatten die Plastiktüten größtenteils bereits aus dem Kassenbereich entfernt.  

Ausgenommen sind besonders stabile Mehrweg-Tüten und Papier-Taschen. Auch die dünnen Plastikbeutel, die man etwa am Obst- und Gemüsestand findet, gibt es auch weiterhin.

Was ändert sich kurz vor dem Ausgang?

Discounter und Supermärkte werden ab 1. Januar 2022 auch Elektroschrott zurücknehmen müssen. Ähnlich wie bei Batterien oder Recycling-Material können Kunden dann die Elektronik-Artikel in den gekennzeichneten Boxen einwerfen. Wie Rechtsexperten erklären, orientiert sich die Vorgabe einerseits am angebotenen Sortiment und der Ladengröße.

Eine kaputte Elektrozahnbürste können Verbraucher überall zurückgeben, genau wie eine kleine Tischlampe oder eine kaputter Taschenrechner. Den Elektroschrott müssen sie auch dann annehmen, wenn Verbraucher diese Geräte anderswo gekauft haben.

Größere Geräte wie alte Fernseher oder Waschmaschinen können jedoch nur abgegeben werden, wenn dort direkt ein neues Gerät gekauft wird.

Im Video:





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