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Betreuerin ließ einen der Killer-Brüder bei sich wohnen


Von Anne Losensky

Seit dem 2. März läuft der Mordprozess gegen die afghanischen Killer-Brüder Yousuf Sayed (27) und Mahdi Seyed H. (23). Sie sollen ihre Schwester Maryam (34) getötet haben. Am Freitag sagte eine Betreuerin aus.

Petra L. (56) warfare in Bayern lange die gesetzliche Betreuerin des älteren Bruders, wohnte monatelang mit ihrem Klienten zusammen. Der Mann ist dreißig Jahre jünger als sie und steht jetzt als mutmaßlicher Mörder vor Gericht. Der Richter fragt die attraktive Frau ganz offen: „War da was zwischen Ihnen?“ Lapidare Antwort: „Wie Mutti und Sohn.“

Und weiter: „Ich betreute ihn seit 2016. Mein Auftrag warfare, ihn nach Berlin zu bringen. Weil alle Geschwister in Berlin leben. Er hatte psychische Probleme, sagte: Nur wenn ich bei meiner Familie bin, kann ich gesund sein. Aber es warfare schwierig. Er gab sämtliches Geld für Reisen nach Berlin aus. Er warfare respektvoll, höflich, verlässlich – mir gegenüber. Ich warfare für ihn die Mutti. Aber er erzählte nicht alles. Machte Lagerarbeiten, Mindestlohn. Woher das Geld für einen Führerschein kam, sagte er nicht.“

Am 13. Juli 2021 verschwand Maryam in Berlin. Später wurde ihre Leiche gefunden
Am 13. Juli 2021 verschwand Maryam in Berlin. Später wurde ihre Leiche gefunden Foto: privat

Und weiter: „Er hielt Abstand zu Landsleuten. Bei den Afghanen hieß es: Der ist daneben. Die mieden ihn. Ich nahm ihn auf bei mir, als er in einer Unterkunft rausflog. Acht Wochen etwa. Das warfare Mutti und Sohn, diese Richtung. Der tat mir wirklich leid, ganz ehrlich. Mit meiner Nachbarin unter mir hatte er dann ein Liebesverhältnis. Obwohl sie verheiratet ist und zwei Kinder hat. Ich musste immer viel arbeiten, sie hatte viel Zeit. Sie bekam ein Kind von ihm. Sohnemann ist jetzt drei Jahre alt, glaube ich. Ich glaube nicht, dass er es drauf angelegt hatte, ein Kind zu haben. Er hatte schon genug eigene Probleme.“

Petra L. berichtet: „Er warfare zwischen den Welten hin- und hergerissen. Wir redeten viel über Religion. Er wollte ein guter, anständiger Mann sein, aber gebetet hat er nicht, er ging auch nicht in die Moschee.“

Und sie sagt: „Unter den Geschwistern warfare er der Arme, der Aussätzige. Sie alle in Berlin, er alleine in Bayern. 2019 zog er um nach Berlin. Er hat hier in Berlin gewohnt. Ich beantragte beim Amtsgericht in Berlin, aus der Betreuung entlassen zu werden. November 2020 wurde sie aufgehoben. Trotzdem suchte er weiter Kontakt zu mir. Wenn er in Donauwörth warfare, stand er bei mir auf der Matte und wollte Rat und Hilfe. Am 30. Juli wollte er mich treffen, aber es kam nicht mehr dazu. Im Urlaub erfuhr ich dann das mit seiner Schwester in Berlin. Ich dachte, mich trifft der Schlag.“

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Die Betreuerin abschließend: „Ich kann mir das nur so vorstellen, dass die ihn unter Druck gesetzt haben, dass er die tote Schwester wegschafft. Sein Clan hat ihm gedroht, er muss sie verscharren. Sonst bringt ihn der Clan um. Für ihn warfare immer wichtig: Was denken die anderen von mir, wie stehe ich da. Er hat Angst vor Hunden und Katzen und Angst, das Falsche zu sagen. Dann sagt er lieber gar nichts.“

Am 13. Juli 2021 verschwand Maryam in Berlin. Videos zeigen die Brüder an diesem Tag auf dem Bahnhof Südkreuz. Sie schleppen einen Rollkoffer zum Zug nach München. Maryams Leiche wird in Bayern gefunden. Die Brüder schweigen vor Gericht. Weiter geht’s am 18. Mai. Ein Urteil soll am 10. Oktober gesprochen werden.





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