Politics

Bombenfund und -entschärfung an Eisenbahnstraße in Rheydt am 27. April 2022



Entschärfung in Mönchengladbach
:
250 Kilogramm schwere Fliegerbombe ist entschärft

Die 2,5-Zentner schwere Bombe ist entschärft. Die Evakuierung ging schnell. Aber dann tauchten Schwierigkeiten auf. Warum die Anwohner so lange warten mussten, bis sie in ihre Wohnungen zurückkehren konnten.

Auf einem Bahngelände an der Eisenbahnstraße / Platanenstraße ist eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Das teilte die Stadt am Mittwochnachmittag mit. Die 250 Kilogramm schwere Bombe ist bei Sondierungsarbeiten gefunden worden und musste nach Angaben der Stadt noch im Laufe des Tages vor Ort entschärft werden. Die Evakuierungsmaßnahmen wurden dieses Mal schneller abgeschlossen, als geplant. Die Entschärfung konnte eine halbe Stunde vorgezogen werden, aber dann tauchten Schwierigkeiten auf.

Der Bereich in einem Radius von 250 Meter rund um den Fundort der Bombe wurde evakuiert. Davon waren rund 2300 Personen betroffen. Mit der Evakuierung struggle um 17.30 Uhr begonnen worden. Die Bewohner wurden von Ordnungsamt und Feuerwehr mit Lautsprecherdurchsagen über die geplante Bombenentschärfung informiert. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf – um genau zu sein Tim Hoferichter und Martin Bartels – waren vor Ort im Einsatz.



 Die Evakuierungsradien: in 250 Metern wird evakuiert, in 500 Metern ist luftschutzmäßiges Verhalten obligatorisch.


Die Evakuierungsradien: in 250 Metern wird evakuiert, in 500 Metern ist luftschutzmäßiges Verhalten obligatorisch.
Foto: Stadt Mönchengladbach

Wie die Stadt mitteilte, durften sich im Radius von 250 bis 500 Metern um die Fundstelle während der Entschärfung keine Personen im Freien aufhalten. Außerdem sollten die Fenster geschlossen bleiben. Aus Sicherheitsgründen wurden die Straßen an und rund um die Fundstelle gesperrt. Die Sperrung, die ebenfalls gegen 17.30 Uhr begonnen hatte, musste großräumig umfahren werden über: Hubertusstraße, Dahlener Straße, Wilhelm-Schiffer-Ring, Moses-Stern-Straße, Limitenstraße, Odenkirchener Straße, Duvenstraße und Geistenbecker Ring.



 Über diese Straßen kann die Zone umfahren werden.


Über diese Straßen kann die Zone umfahren werden.
Foto: Stadt Mönchengladbach

19 Sperrposten wurden im Bereich des äußeren Radius besetzt und wurden zum Großteil durch städtische Bedienstete bewacht. Elf Stellen wurden von der Polizei begleitet. Im Einsatz waren rund 100 Kräfte des Ordnungsamtes, 90 Kräfte der Polizei und 40 Kräfte der Feuerwehr.

Wer im Evakuierungsbereich wohnt und während der Maßnahmen keinen anderen Aufenthalt hatte, konnte NEW-Busse nutzen, die ab 17.30 Uhr an der Eisenbahnstraße / Ecke Bäumchesweg und Wickrather Straße / Ecke Bahndamm bereit standen. 48 Personen nutzten den NEW-Shuttle-Bus.

Evakuierte Personen wurden zur Gemeinschaftsgrundschule Hockstein, Klusenstraße gebracht. Bis 19.50 Uhr waren nach Angaben der Stadt 29 Personen in der Schule an der Klusenstraße. Corona-infizierte Personen, die in separate Räume eingeteilt werden müssten, wurden nicht gemeldet, teilte ein Stadtsprecher auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Die Stadt richtete einen dringenden Hinweis an die Bevölkerung: Anwohner sollen sich zwingend an die Anweisungen der Ordnungskräfte, der Polizei und der Feuerwehr halten und das Gebiet verlassen, um die Entschärfung nicht unnötig zu verzögern. Die Evakuierungsmaßnahme sei intestine gelaufen, sagte der Stadtsprecher gegen 20.40 Uhr und sprach ein Lob an die Bevölkerung aus. Insgesamt seien sieben Krankentransporte angemeldet worden.



 Die Straßen in der Umgebung des Fundorts sind abgesperrt.


Die Straßen in der Umgebung des Fundorts sind abgesperrt.
Foto: Gabi Peters

Der Zugverkehr wurde 30 Minuten vor Beginn der Entschärfung gestoppt. Die Züge wurden nach Auskunft der Bahn an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten.

Um 21 Uhr begann das große Warten. Normalerweise sind die Experten vom Kampfmittelräumdienst schell, 20 bis 30 Minuten brauchen sie für eine Entschärfung in der Regel. Doch dieses Mal konnte das Fernentschärfungsgerät an der drei Meter tief liegenden Bombe nur schwer aufgeschraubt werden, wie der Stadtsprecher mitteilte. Gegen 22.30 Uhr kam dann endlich die Entwarnung. Alle Anwohner durften wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Im November 2021 hatte es bereits zwei Bombenfunde an der Eisenbahnstraße gegeben. Am Samstag, 13. November 2021, wurde eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft, die am Abend zuvor an der Eisenbahnstraße gefunden wurde. Dabei dauerte die Evakuierung aber unnötig lange, weil Menschen sich schlicht Kostenpflichtiger Inhalt weigerten, den Evakuierungsmaßnahmen nachzukommen. Keine zwei Wochen später, am Freitag, 26. November 2021, musste erneut ein Blindgänger – ebenfalls aus dem Zweiten Weltkrieg und ebenfalls etwa 250 Kilogramm schwer – entschärft werden. Auch diese Bombe wurde auf dem Bahngelände an der Eisenbahnstraße in Rheydt entdeckt – bei Gleisbauarbeiten. Um 22.30 Uhr gab der Kampfmittelbeseitigungsdienst Entwarnung. Auch dabei kam es zu Verzögerungen, weil Menschen sich weigerten, das Sperrgebiet zu verlassen.

(hole/capf)



Source hyperlink

Leave a Reply

Your email address will not be published.

close