Politics

Corona-Leugner beschmieren Kirche im Norden


Aktuelle Inzidenzwerte, Fallzahlen, Corona-Regeln und Lockerungen: In unserem Newsticker halten wir Sie über die aktuelle Corona-Entwicklung in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf dem Laufenden.

  • 1106 neue Corona-Fälle in Hamburg – Inzidenz 360,9 (Stand Donnerstag)
  • 2389  neue Corona-Fälle in Niedersachsen – Inzidenz 155,5 (Stand Donnerstag)
  • 1252 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern – Inzidenz 394,2 (Stand Mittwoch)
  • 800 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein – Inzidenz 163,2 (Stand Mittwoch)
  • Alle Corona-News aus Deutschland und der Welt finden Sie hier

„Corona ist Lüge“ – Kirchentür im Norden beschmiert

15.14 Uhr: Unbekannte haben den Eingangsbereich einer Kirche in Nienburg mit dem Satz „Corona ist Lüge“ beschmiert. Wie die Polizei mitteilte, schrieben sie die Wörter zwischen Mittwochabend und Donnerstagfrüh mit goldener Farbe auf die Tür.

Daneben malten sie unter anderem in schwarz ein Anarchiesymbol an die Wand. Die Polizei geht von einem politischen Hintergrund aus und leitete ein Strafverfahren wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung gegen Unbekannt ein. Zeugen werden um Mithilfe gebeten.

Inzidenz in Hamburg steigt weiter – sieben weitere Todesfälle

12.02 Uhr: In Hamburg ist die Corona-Inzidenz erneut gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Donnerstag mit 360,9 an (Stand: 12.03 Uhr). Am Mittwoch hatte der Wert 355,4 betragen, eine Woche zuvor 282,1. Damit liegt Hamburg weiter deutlich über dem Bundestrend: Deutschlandweit sank die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag laut Robert Koch-Institut (RKI) von 289,0 auf 280,3.

Das könnte Sie auch interessieren: Hamburgs Inzidenz explodiert – und Omikron hat wohl einen großen Anteil dran

Die Gesundheitsbehörde meldete am Donnerstag 1106 bestätigte Neuinfektionen, 105 weniger als am Mittwoch, aber 105 mehr als vor einer Woche. Damit haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 133 023 Menschen infiziert; 114.600 davon gelten nach RKI-Schätzung als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, stieg laut RKI um sieben auf 1963. Laut Gesundheitsbehörde lagen mit Stand Mittwoch 228 Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt, davon 66 auf Intensivstationen. Das waren insgesamt 12 Patienten weniger als am Vortag gemeldet, aber 5 mehr auf den Intensivstationen.

Aktuelle Angaben des RKI zur Hospitalisierungsrate lagen am Donnerstag zunächst nicht vor. Am Mittwoch hatte sie in Hamburg bei 2,27 gelegen. In ganz Deutschland wurden demnach binnen sieben Tagen 4,57 Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in ein Krankenhaus aufgenommen. Der Wert ist zentral für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

78,9 Prozent der Hamburger sind dem RKI zufolge mindestens einmal geimpft; als vollständig geimpft gelten 76,5 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten in Hamburg bisher 29,3 Prozent der Menschen.

Corona-Lage in Niedersachsen bessert sich

11.35 Uhr: Die Corona-Infektionslage in Niedersachsen hat sich leicht verbessert. Die Sieben-Tage-Inzidenz ging im Vergleich zum Vortag von 167,9 auf 155,5 zurück, wie die Landesregierung am Donnerstag mitteilte. So viele bestätigte Neuinfektionen wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts zuletzt binnen einer Woche auf
100 000 Einwohner gerechnet im Land registriert.

Die maßgebliche Kennzahl zur Bewertung der Situation, die Hospitalisierungsinzidenz, sank ebenfalls – von 5,1 am Mittwoch auf nun 4,9 Einweisungen von Covid-19-Patientinnen und -Patienten in die Krankenhäuser je 100 000 Menschen. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 6. Die Auslastung der Intensivbetten mit schwer an Covid-19 Erkrankten ging im Vergleich zum Vortag ebenfalls zurück – von 9,9 auf 9,7 Prozent. Vor einer Woche lag dieser Wert bei 10,4 Prozent.

Hamburg verlängert Corona-Hilfen für die Kultur

10.20 Uhr: Die Behörde für Kultur und Medien setzt die Überbrückungshilfen für Einrichtungen und Verbände aus dem Kulturbereich bis zum 31. Dezember 2022 fort. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit. Auch der IFB-Förderkredit Kultur wurde verlängert. Damit stehen bis Ende April insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen Hamburg die Kulturbetriebe mit zusätzlichen Liquiditätshilfen bis zu jeweils 300.000 Euro fördern kann. Zudem verlängert auch der Bund die Überbrückungshilfen vorerst bis zum 31. März.Weiter gibt es einen Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen, der bis zu 2,5 Milliarden Euro zusätzlich zu bestehenden Hilfen umfasst. Darin enthalten ist eine Option, Kosten für Absagen oder Verschiebungen von Veranstaltungen, die zwischen dem 18. November und dem 28. Februar stattfinden sollten, anteilig durch den Fonds übernehmen zu lassen.

Strengere Corona-Regeln: Das will Schleswig-Holstein beschließen

10.13 Uhr: Wegen der sich ausbreitenden Omikron-Variante will Schleswig-Holsteins Landesregierung am Donnerstag strengere Regeln für das Bundesland beschließen. Ab dem 28. Dezember dürfen überregionale Großveranstaltungen nur noch ohne Publikum stattfinden, bei privaten Treffen gilt für Geimpfte und Genese eine Obergrenze von zehn Personen. Wenn eine ungeimpfte Person dabei ist, darf sich ein Haushalt nur noch mit zwei Personen eines anderen Haushaltes treffen. Kinder bis 14 Jahre sind ausgenommen. Geplant ist auch eine Reduzierung der möglichen Personenkapazität in Clubs unter den bereits gültigen 2G-Plus-Regeln. Dabei erhalten Geimpfte und Genesene nur Zutritt, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen.

MV-Polizei registriert Anstieg bei gefälschten Impfausweisen

9.44 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es immer mehr gefälschte Impfausweise, die Corona-Impfungen nachweisen sollen. Wie eine Sprecherin des Landeskriminalamtes (LKA) in Rampe bei Schwerin am Donnerstag erklärte, wurden im Jahr 2021 bislang 119 solcher Fälle aufgenommen. Dabei wurden bis zum 20. Dezember 51 Fälschungen festgestellt, nach 48 Fake-Ausweisen im gesamten November. Insgesamt lägen diese Fallzahlen aber auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Im Nordosten gelten inzwischen in weiten Teilen des öffentlichen Lebens coronabedingt 2G- und 2G-plus-Regeln, weshalb Ungeimpfte in vielen Fällen Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, wie unter anderem in der Gastronomie.

Die meisten Fälschungen fielen (68) bisher in Apotheken auf, 32 Fälle wurden durch Privatleute angezeigt, manche auch in Impfstationen. Es bestehe der Verdacht der Urkundenfälschung. Solche Delikte seien bisher nicht extra in der Kriminalstatistik erfasst worden. Damit könne die Auflistung auch nicht ganz vollständig sein.

Krankenhaus hebt Besucherstopp auf

6.50 Uhr: Die Rendsburger Imland Klinik hat ihren vor einer Woche verhängten Besucherstopp wieder aufgehoben. Die Infektionslage habe sich etwas entspannt, teilte das Krankenhaus am Mittwoch mit. Die Maßnahme war wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Patienten und saisonal bedingter Magen-Darm-Infekte verhängt worden. Auch den Stopp für nicht dringliche Eingriffe hob die Klinik auf. Besuch ist ab Donnerstag für eine Person pro Patient am Tag für eine Stunde in der Zeit von 15 Uhr bis 19 Uhr erlaubt. Für einen Besuch ist unabhängig vom Impfstatus ein Test notwendig.

Das waren die News vom 22. Dezember

Corona-Ausbruch bei der Hamburger Polizei – Omikron nachgewiesen  

22 Uhr: Bei der Bereitschaftspolizei gibt es einen Omikron-Fall, wie Sprecher Holger Vehren der MOPO bestätigte. Demnach hätte sich ein Beamter mit der neuen Variante des Coronavirus‘ angesteckt. Der gesamte Zug der Hundertschaft – rund 25 Personen – befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Dort müssen sie die nächsten 14 Tage bleiben. Die Hamburger Polizei hat seit Anbeginn der Pandemie Notfallpläne, die bei Infektionen innerhalb der Belegschaft greifen und „ständig angepasst und überprüft werden“, so Vehren. Außerdem sei man im ständigen Austausch mit der zuständigen Gesundheitsbehörde.„Wir sind und bleiben trotz steigender Corona-Zahlen arbeits- und einsatzfähig“, erklärte Vehren.

Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt leicht auf 163,2

20.56 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Mittwoch 800 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus bekannt geworden. Das sind 153 Fälle weniger als eine Woche zuvor, als 953 Fälle ermittelt wurden. Die Inzidenzen sanken leicht, wie aus den Daten der Landesmeldestelle (Stand: 20.32 Uhr) hervorgeht. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Mittwoch bei 163,2 – nach 166,4 am Dienstag. Eine Woche zuvor hatte sie ebenfalls bei 163,2 gelegen.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100 000 Menschen in Kliniken gekommen sind, stieg leicht auf 3,68 – von 3,47 am Vortag. Im Krankenhaus lagen den Angaben zufolge 178 Covid-Patienten, also 17 weniger als am Vortag. 56 Covid-19-Schwerkranke wurden auf Intensivstationen betreut, das ist ein Patient weniger als am Vortag. Es gab fünf weitere Corona-Todesfälle, die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg auf 1867.

Im Vergleich der Kreise liegt bei der Sieben-Tage-Inzidenz Herzogtum Lauenburg weiter an der Spitze – mit 261,1. Stormarn folgt mit 230,6, danach Flensburg mit 211,3. Den niedrigsten Wert gibt es in Nordfriesland – dort lag er bei 87,9.

„Initiative Familien“ kritisiert 2G-Regel für Jugendliche scharf

18.58 Uhr: Die „Initiative Familien“ hat den Hamburger Senat heftig für die Ausweitung des 2G-Modells auf 16- bis 18-jährige Jugendliche kritisiert. Die ohne Frist und sofort eintretende Regelung habe schwerwiegende Folgen für ungeimpfte Heranwachsende, schreibt die Initiative. Sie könnten nun nicht mehr an zahlreichen Freizeitangeboten teilnehmen, der Zugang zu Bildungsangeboten wie Theater- oder Kinobesuchen, der Musikschule und zu Bibliotheken bleibe ihnen verwehrt. Auch könnten sie nun nicht mehr in Gaststätten gehen oder in Kleidungsgeschäfte.

Anna-Maria Kuricová, Sprecherin der Landesgruppe Hamburg des Vereins, sprach von mangelnder Empathie beim Senat für die Bedürfnisse der Jugend. Die Ausweitung der 2G-Regel auf 16- und 17-Jährige stelle eine Missachtung des Rechts von Kindern und Jugendlichen auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben dar. In einem offenen Brief fordert die Initiative eine dauerhafte Durchsetzung der 3G-Regel für Minderjährige, sodass auch Ungeimpfte mit einem Test am gesellschaftlichen Leben teilnehmen könnten. Nach Angaben der Initiative haben bereits mehr als 12.000 Personen den Brief unterzeichnet – darunter Eltern und Kinderärzte.

MV: Sieben-Tage-Inzidenz wieder gestiegen – Corona-Ampel weiter auf Rot

17.32 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist nach einem kurzzeitigen Rückgang am Mittwoch wieder leicht gestiegen. Nach 1252 gemeldeten Neuinfektionen errechnete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) eine Inzidenz von 394,2. Am Dienstag hatte der Wert bei 388,8 gelegen. Vor einer Woche waren im Nordosten 1417 neue Ansteckungen und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 451,6 gemeldet worden.

Die meisten Neuinfektionen wurden mit 349 erneut im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte registriert, der weiterhin mit 535,9 auch die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Land aufweist. 22 neue Fälle wurden in Schwerin ermittelt. Die Inzidenz in der Landeshauptstadt betrug 230,1, der niedrigste Wert im Nordosten.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten stieg um zwei auf 424. Laut Landesamt lagen 97 von ihnen auf einer der Intensivstationen, einer weniger als am Vortag. Die 100 für Covid-Patienten reservierten Intensivbetten in MV sind damit fast komplett belegt. Drei weitere Menschen starben an oder mit Covid-19, so dass die Gesamtzahl der Todesopfer auf 1439 stieg.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100 000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – wurde am Mittwoch für das Land mit 11,1 angegeben. Der für zusätzliche Schutzmaßnahmen wichtige Schwellenwert liegt bei 9,0. Die Corona-Warnampel stand den dritten Tag in Folge auf Rot. Die Landesregierung kündigte nach einer Änderung der Landesverordnung am Mittwoch an, dass von Montag an landesweit Kultur- und Freizeiteinrichtungen geschlossen bleiben. Bislang galt das nur für Regionen im Osten und in der Mitte des Landes.

Hamburg boostert auch an Weihnachten und zwischen den Jahren

13.48 Uhr: Auch an Heiligabend und dem zweiten Weihnachtsfeiertag gibt es in Hamburg die Chance, sich eine Booster-Impfung abzuholen. Das teilte die Sozialbehörde am Mittwoch mit. Dies sei unter anderem städtischen Impfzentrum des Instituts für Hygiene und Umwelt in Beltens Garten in Hamm möglich. Die Termine werden im Vorfeld online vergeben. Am 26. Dezember sind zudem Kinder-Impfungen eingeplant. Für Menschen ab 60 würden wegen des altersbedingt höheren Risikos Terminkontingente zum Boostern frei gehalten.Zudem weiten viele Impfzentren, die Impfwillige auch ohne Termin versorgen, ihre Öffnungszeiten am Donnerstag aus, um kurzfristige Impfungen noch vor Weihnachten anzubieten. In der Woche zwischen den Jahren sind die Impfangebote regulär geöffnet.

So hoch sind die Corona-Inzidenzen je Altersgruppe in Hamburg

13 Uhr: 6552 Corona-Infektionen zählte die Gesundheitsbehörde in der zurückliegenden Woche. Am Dienstag teilte die Behörde mit, wie sich die Fälle auf die Altersgruppen verteilen. Ganz vorne sind wieder die Kinder und Jugendlichen. Am höchsten liegt die Inzidenz bei der Gruppe der 6-14-Jährigen mit einem Wert von 718,0 (Vorwoche: 628,8). Danach folgen die 5-19-Jährigen mit einer Inzidenz von 430,9 (Vorwoche: 330,3). Bei den Kleinkindern zwischen 0 und 5 Jahren stieg die Inzidenz ebenfalls leicht an von 303 auf 307 in dieser Woche.Bei den über 70-Jährigen stieg die Inzidenz zum zweiten Mal in Folge auf 87,4 (Vorwoche 78,4), ist aber nach wie vor deutlich am niedrigsten.Die Inzidenzen nach Altersgruppen zwischen dem 13. und 19. Dezember:Bei den 0-5-Jährigen lag sie bei 307,0 (305 Infektionen).

  • Bei den 6-14-Jährigen bei 718,0 (1201 Infektionen)
  • Bei den 15-19-Jährigen bei 430,9 (344)
  • Bei den 20-29-Jährigen bei 406,9 (1039)
  • Bei den 30-39-Jährigen bei 347,6 (1040)
  • Bei den 40-49-Jährigen bei 323,8 (796)
  • Bei den 50-59-Jährigen bei 220,8 (590)
  • Bei den 60-69-Jährigen bei 150,9 (275)
  • Bei den Ü-70-Jährigen bei 87,4 (224)Die Fallzahlen je Altersgruppe hat die Hamburger Gesundheitsbehörde am Dienstag veröffentlicht. Die Inzidenzen hat die MOPO mit Bevölkerungsdaten vom Statistikamt Nord (Stichtag: 31. Dezember 2020) berechnet.

Trotz Omikron: Hamburgs neuer Uni-Präsident hofft auf Präsenzlehre

12.40 Uhr: Erst mit dem laufenden Wintersemester ist die Uni Hamburg nach fast zwei Jahren zum Präsenzbetrieb zurückgekehrt. Hauke Heekeren, designierter neuer Präsident ab März, hofft, trotz Omikron daran festhalten zu können. „Vermutlich gut über 90 Prozent“ der Studierenden seien bereits geimpft, sagte Heekeren der dpa. Bereits seit Anfang Dezember gilt an der Uni Hamburg die 2G-Regel für den Präsenzbetrieb. Auch für das Sommersemester hoffe der 50-Jährige auf „eine Situation, die weiterhin Präsenz erlaubt“. Es sei mit Blick auf die vergangenen digitalen Semester wichtig, die Studierenden als Universität gut zu unterstützen. Man trage „eine Verantwortung, dass wir tun, was wir können, um Präsenz zu gewährleisten. Immer mit der gebotenen Vorsicht“, so Heekeren.

Inzidenz in Hamburg steigt weiter

12.06 Uhr: In Hamburg ist die Corona-Inzidenz erneut gestiegen – über die Marke von 350. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Mittwoch mit 355,4 an. Am Dienstag hatte der Wert 344,0 betragen, eine Woche zuvor 283,7. Damit entwickelt sich Hamburg weiter gegen den Bundestrend: Deutschlandweit sank die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch von 306,4 auf 289,0.

Ab einem Wert von 350 sollen automatisch neue Beschränkungen gelten und müssen Clubs und Diskotheken geschlossen bleiben. Der Hamburger Senat hatte am Dienstag bereits weitere Verschärfungen beschlossen, unter anderem Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene sowie ein Tanzverbot und eine Sperrstunde, die ab Freitag gelten sollen.

Die Gesundheitsbehörde meldete am Mittwoch 1211 bestätigte Neuinfektionen, 125 weniger als am Dienstag, aber 227 mehr als vor einer Woche. Damit haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 131.917 Menschen infiziert. 113.800 davon gelten nach RKI-Schätzung als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, stieg laut RKI um drei auf bei 1956. Laut Gesundheitsbehörde lagen mit Stand Dienstag 240 Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt, davon 61 auf Intensivstationen. Das waren jeweils fünf mehr als am Vortag gemeldet.

Die Hospitalisierungsrate sank laut RKI in Hamburg von 3,13 auf 2,27 – den bundesweit niedrigsten Wert. In ganz Deutschland wurden demnach binnen sieben Tagen 4,57 Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in ein Krankenhaus aufgenommen. Der Wert ist zentral für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

78,8 Prozent der Hamburger sind dem RKI zufolge mindestens einmal geimpft, als vollständig geimpft gelten 76,4 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten in Hamburg bisher 28,3 Prozent der Menschen.

So ist die Lage auf Hamburgs Intensivstationen

11.07 Uhr: Die Auslastung der Krankenhäuser und Intensivstationen ist laut der Gesundheitsbehörde weiterhin auf stabilem Niveau. In 22 Hamburger Krankenhäusern wurden demnach mit Stand 21. Dezember aktuell 235 Corona-Patienten behandelt. Das ist einer weniger als noch vor einer Woche. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstation wurde mit 56 angegeben – auch hier ging die Zahl leicht zurück: Vergangene Woche waren es 62 Patienten gewesen. Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) werden am Mittwoch 63 Patienten intensiv behandelt, 28 davon müssen demnach beatmet werden.

Zugbegleiterin soll Impfpass gefälscht haben

9.55 Uhr: Eine Zugbegleiterin der Nordwest-Bahn (NWB) steht im Verdacht, ihren Impfpass gefälscht zu haben. Wie die “Nord-West-Zeitung” (Mittwoch) berichtete, hatte das Unternehmen nach einem anonymen Brief die Bundespolizei über den Verdacht informiert. Daraufhin kontrollierten laut Bundespolizei Beamte die Frau Anfang Dezember während der Arbeitszeit im Bahnhof Oldenburg. Der Impfpass wurde demnach bei einer zentralen Kontrollstelle, die im niedersächsischen Sozialministerium angesiedelt ist, überprüft. Dort sei herausgekommen, dass die angegebene Charge der Corona-Impfung gar nicht existiert, sagte ein Sprecher der Privatbahn der Zeitung. Der Mitarbeiterin drohe nun die fristlose Kündigung.

Ministerpräsident warnt radikale Impfgegener

9.06 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will der zunehmenden Radikalisierung von Impfgegnern und Kritikern der Corona-Politik einen Riegel vorschieben. Die Sicherheitsbehörden verfolgten die Entwicklung sehr aufmerksam, sagte der Politiker in Hannover. „Insbesondere rechtsextreme Kreise müssen wissen, dass sich das Land nicht scheuen wird, konsequent durchzugreifen. Jeder soll die Möglichkeit haben, seine Meinung zu äußern. Aber es gibt Grenzen und die werden wir in Niedersachsen aufzeigen und Verstöße sanktionieren.“Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte vergangene Woche erklärt, es gebe zwar bisher keine konkreten Anhaltspunkte für Anschläge aus dem Milieu der Corona-Verharmloser, wie bei jeder Radikalisierung seien Anschläge aber nicht auszuschließen. In Celle und Wolfsburg wurden am Montagabend zwei Polizisten von Demonstrierenden angegriffen.

Inzidenz in Stadt im Norden endlich wieder unter 1000

7.57 Uhr: Die Stadt Demmin (Mecklenburgische Seenplatte) ist nach vier Wochen mit MV-Rekordinzidenzwerten wieder deutlich unter die 1000er Corona-Inzidenzmarke gerutscht. Wie der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am Mittwoch mitteilte, liegt dieser Wert nun bei 741,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Vor einer Woche hatte Demmin, ein etwa 11 000-Einwohner-Ort, noch bei einem Wert von 1292 gelegen. Im gesamten Seenplatte-Kreis lag die Inzidenz zuletzt bei 494,0 und damit am höchsten im MV, wo der Landesdurchschnitt bei 388,0 lag.

Allerdings habe Dargun als westliches Nachbaramt von Demmin nun mit 1269,9 die höchste Wocheninzidenz im Kreis. Mit 968,0 liegt die Wocheninzidenz im Amt Gnoien im Nachbar-Landkreis-Rostock wiederum am höchsten. Sehr hohe Wocheninzidenzen wiesen zuletzt auch die Großkreise Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und Ludwigslust-Parchim auf. In Vorpommern-Greifswald lagen die Ämter Löcknitz-Penkun und Anklam-Stadt zuletzt knapp über dem Wocheninzidenzwert von 1000. In den Kreisen Ludwigslust-Parchim und Vorpommern-Rügen wurden keine Ämter-Inzidenz-Werte ausgewiesen.

Wegen Omikron: Drei Schulklassen müssen Weihnachten in Quarantäne

7.01 Uhr: Es ist die Albtraum-Nachricht für drei Schulklassen am Coppernicus-Gymnasium in Norderstedt (Schleswig-Holstein): 90 Schülerinnen und Schüler sowie 20 Lehrkräfte müssen über Weihnachten in Quarantäne. Eine Klasse müsse bis Heiligabend in Isolation bleiben, die beiden anderen bis zum 27 beziehungsweise 28. Dezember. Das berichtet das „Abendblatt“. Demnach wird das Kreisgesundheitsamt jetzt noch einmal alle Schülerinnen und Schüler der drei betroffenen Klassen und alle Lehrkräfte der Schule testen. Stellen sich dabei weitere Infektionen heraus, könnte das noch weitere Quarantäne-Anordnungen für andere Schülerinnen und Schüler nach sich ziehen.Der Grund: Bei zwei positiv getesteten Schülerinnen und Schülern gebe es den Verdacht, dass es sich um die Omikron-Variante handelt. Wenn bei einer Person ein Omikron-Verdacht besteht, müssen alle anderen Haushaltsangehörigen und Kontaktpersonen mit in die 14-tägige Quarantäne – auch Geimpfte und Genesene. Ob es sich wirklich um Omikron handelt, kann das Labor erst nach etwa zwei Wochen offiziell bestätigen. Denn erst nach einem endgültigen Befund spricht der Infektionsschutz von einem bestätigten Omikron-Fall.

Hamburger Clubkombinat fordert „Marshall-Plan“

6.22 Uhr: Das Hamburger Clubkombinat hat die verschärften Corona-Maßnahmen der Stadt als existenzbedrohend für die Branche bezeichnet. „Wir erachten es für fatal, dass der Fokus von neuerlichen Maßnahmen auf der Kultur der Nacht liegt, obwohl keine Belege vorgelegt werden, dass Clubs mit den verschärften 2G-plus-Regeln als Pandemietreibende bezeichnet werden können“, sagte Geschäftsführer Thore Debor am Dienstag. Es sei zu befürchten, dass der öffentliche Raum und private Wohnungen wieder zu Feierzonen ohne Schutzkonzept würden. „Illegale Partys werden die Polizei herausfordern. Für die Clubs zieht sich der Lockdown somit weiter in die Länge“, sagte Debor.

Er forderte einen „Marshall-Plan“ für die Veranstaltungswirtschaft, ansonsten drohe ein erneuter Aderlass an Personal- und Fachkräften. „Zudem muss im Dialog mit der Branche bereits jetzt intensiv an Exit-Strategien gearbeitet und eine Open-Air-Initiative für den Sommer 2022 auf den Weg gebracht werden“, sagte Debor.
Der Marshall-Plan war ein milliardenschweres Hilfsprogramm der USA, mit dem das vom Zweiten Weltkrieg gezeichnete Westeuropa wieder auf die Beine kam.

Angesichts der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante werden in Hamburg bereits vor Weihnachten die Kontakte auch für Geimpfte und Genesene eingeschränkt. Außerdem werden Tanzveranstaltungen untersagt. Das Tanzverbot kommt faktisch einer Schließung von Clubs und Diskotheken gleich. Für die Gastronomie wird es zudem eine Sperrstunde von 23 Uhr an geben.

Das waren die News am 21.12.

Strengere Corona-Regeln in Schleswig-Holstein ab 28. Dezember

22.12 Uhr: Vom 28. Dezember an dürfen nur noch maximal zehn Personen privat zusammentreffen. Wenn eine ungeimpfte Person dabei ist, gilt, dass sich ein Haushalt nur mit zwei Personen eines anderen Haushalts treffen darf. Kinder bis 14 Jahren sind ausgenommen. „Ich bitte um Verständnis dafür, dass wir diese Entscheidungen so treffen müssen.“ Das falle nicht leicht, sagte Günther. „Ich hoffe auch ausdrücklich, dass wir über sehr temporäre Einschränkungen sprechen, die möglichst nicht lange anhalten müssen.“

Finanzministerin Monika Heinold (Grüne), betonte, wie wichtig es sei, die Impfkampagne fortzusetzen. Die Impfung sei nach wie vor der Schlüssel zum Erfolg. Schleswig-Holstein sei gut aufgestellt und jederzeit in der Lage, nachzujustieren.

Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) wies auf die Möglichkeit hin, sich auch über die Feiertage impfen zu lassen. So seien einige Impfstellen auch am zweiten Weihnachtsfeiertag und an Silvester von 11 bis 15 Uhr geöffnet. Termine dafür seien von Donnerstag an (23.) buchbar. „Ich bitte die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner sehr herzlich auch diese Gelegenheit wahrzunehmen.“ Zwischen den Jahren seien noch mehr als 7000 Termine buchbar.

In Schleswig-Holstein gibt es nach Gargs Angaben mit Stand Montagabend 59 bestätigte Omikron-Fälle. Eine betroffene Person sei im Krankenhaus.

Die Ministerpräsidenten wollen nach Günthers Angaben das nächste Mal am 7. Januar zusammenkommen, um über weitere Maßnahmen zu beraten. „Ich kann nur zusichern, dass wir in Schleswig-Holstein immer sehr entschlossen handeln werden, so wie wir das bisher auch gemacht haben.“

Hamburgs Gastronomie enttäuscht über Sperrstunde ab Weihnachten

21.55 Uhr: Hamburgs Gastronomie reagiert enttäuscht auf die ab Weihnachten in der Hansestadt geltende Sperrstunde. „Wir bedauern sehr, dass es für die Gastronomie zu weiteren Einschränkungen kommen wird”, sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Hamburg, Ulrike von Albedyll, am Dienstag der dpa.

„Die letzten Wochen waren aufgrund der 2G-Beschränkungen und der Verunsicherung der Gäste ohnehin eine große wirtschaftliche Herausforderung für die Betriebe.” Normalerweise sei die Vorweihnachtszeit bis Silvester die umsatzstärkste Zeit für das Gastgewerbe.

Angesichts der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante müssen in Hamburg ab dem 24. Dezember Restaurants, Kneipen und Bars von 23 Uhr an schließen, wie Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag nach einer der Sitzung des rot-grünen Senats sagte. Am Neujahrsmorgen gelte die Sperrstunde erst ab 1 Uhr.

Kontaktbeschränkungen in MV schon ab 24. Dezember

20.59 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern gelten schon vom 24. Dezember an die Kontaktbeschränkungen, die bundesweit bis spätestens 28. Dezember eingeführt werden sollen. Danach dürfen sich maximal zehn geimpfte Personen privat treffen. Ungeimpfte dürfen nur mit zwei weiteren Personen zusammenkommen. Hintergrund ist die sich rasch ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus. Experten gehen von einem baldigen und drastischen Wiederanstieg der Infektionszahlen a. Etwas zeitverzögert wird dann mit vielen Krankenhauseinweisungen gerechnet. In Mecklenburg-Vorpommern sind die 100 für Covid-Patienten vorgesehenen Intensivbetten schon jetzt weitgehend ausgelastet.

953 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein – Inzidenzen sinken

20.29 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Dienstag 953 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus bekannt geworden. Das sind etwa genauso viele wie eine Woche zuvor. Die Inzidenzen sanken leicht, wie aus den Daten der Landesmeldestelle (Stand: 19.12 Uhr) hervorgeht. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Dienstag bei 166,4 – nach 167,5 am Montag. Eine Woche zuvor hatte sie noch bei 160,7 gelegen.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, sank auf 3,47 – von 3,78 am Vortag. Im Krankenhaus lagen den Angaben zufolge 195 Covid-Patienten, also 4 weniger als am Vortag. 57 Covid-19-Schwerkranke wurden auf Intensivstationen betreut, das sind ebenfalls 4 weniger. Es gab 3 weitere Corona-Todesfälle, die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg auf 1861.

Im Vergleich der Kreise liegt bei der Sieben-Tage-Inzidenz das Herzogtum Lauenburg weiter an der Spitze – mit 264,1. Stormarn folgt mit 227,4, danach Flensburg mit 222,4. Den niedrigsten Wert gibt es weiterhin in Dithmarschen – dort lag er bei 87,8.

Hamburgs Ärzte knacken den Impfrekord

19.20 Uhr: Hamburgs niedergelassene Ärztinnen und Ärzte haben in der vergangenen Woche 101.474 Menschen geimpft – trotz aller Probleme mit der Impfstoff-Lieferung. Allein am Mittwoch wurden mit mehr als 22.000 Spritzen so viel wie noch nie an einem Tag gesetzt. Rund jede fünfte Impfung war eine Erst- oder Zweitimpfung, Kinderimpfungen (die erst seit Donnerstag möglich waren) schlagen mit mehr 1200 zu Buche. 

„Diese beeindruckende Zahl belegt das hohe Engagement der Ärzte und ihrer Teams”, so Walter Plassmann, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg: „Wir wissen von vielen Impfaktionen am Wochenende, die maßgeblich zu den Rekorden beigetragen haben.”  

Neben zahlreichen Hausarztpraxen impfen auch immer mehr Fachärzte. Mittlerweile beteiligen sich über 1300 Hamburger Praxen an der Impfkampagne.

Allerdings wird sich die Impfstoff-Knappheit bei BioNTech/Pfizer in den nächsten Wochen verschärfen. „Das Bundesgesundheitsministerium hat mitgeteilt, dass die Ärzte sich darauf einstellen sollten, dass sie nur sechs Dosen pro Woche erhalten werden”, so Plassmann. Damit dürften die Erst- und Zweitimpfungen für Menschen bis 30 Jahre de facto zum Erliegen kommen.

Mehr als 1200 neue Infektionen in Niedersachsen

Das Robert Koch-Institut hat für Niedersachsen am Dienstag 1252 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug im 173,4 Fälle je 100.000 Einwohner (Montag: 177,1). Es gab 18 weitere Todesfälle. Die Zahl der Menschen, die in Niedersachsen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, liegt nun bei 6703.

Inzidenz in MV sinkt unter 400 – aber mehr Menschen in Kliniken

19.01 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag unter die Marke von 400 gesunken. Nach 1457 gemeldeten Infektionsnachweisen an einem Tag errechnete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) die Inzidenz mit 388,8. Vor einer Woche waren 1934 Neuinfektionen und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 451,1 gemeldet worden.

Allerdings stieg die Zahl der Krankenhauseinweisungen. Am Dienstag lagen 422 Covid-Patienten in den Kliniken, wie das Amt mitteilte. Das waren 7 mehr als am Vortag und 27 mehr als vor einer Woche. Auf Intensivstationen lagen 98 Patienten, zwei weniger als am Vortag und einer weniger als vor einer Woche. Die 100 für Covid-Patienten reservierten Intensivbetten in MV sind damit fast komplett belegt. Vier weitere Menschen starben an oder mit Covid-19, so dass die Gesamtzahl der Opfer auf 1436 stieg.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100 000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – wurde am Dienstag für das Land mit 10,7 angegeben. Damit ist der Nordosten den zweiten Tag in Folge auf der Warnampel rot markiert.

Laut dem Robert Koch-Institut waren am Dienstag im Nordosten wie am Vortag 71,6 Prozent der Menschen im Land mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Zweimal geimpft sind demnach 68,7 Prozent – 0,1 Prozentpunkte mehr als am Montag. Die Quote bei den Auffrischungsimpfungen liegt den Angaben zufolge bei 29,6 Prozent – ein Plus von einem Prozentpunkt zum Vortag. Die Zahlen zeigen, dass vor allem Auffrischimpfungen gegeben wurden.

Lage bei Covid-Verlegungen nach Norddeutschland entspannt sich

18.50 Uhr: Die Lage bei Verlegungen von Covid-Patienten nach Norddeutschland hat sich in den vergangenen Tagen entspannt. Bislang seien 67 Menschen aus anderen Bundesländern nach Norddeutschland gekommen, teilte das Innenministerium in Niedersachsen am Dienstag auf dpa-Anfrage mit. Vor rund zehn Tagen wurde die Zahl von 68 Covid-Verlegungen angegeben. Diese Zahlen können sich jedoch in kurzer Zeit ändern, etwa wenn Menschen kurzfristig doch in ihrem Bundesland bleiben können.

Niedersachsen hat laut Ministerium bislang 32 Menschen aufgenommen, Schleswig-Holstein 19, Hamburg sieben, Bremen fünf und Mecklenburg-Vorpommern vier. 25 Menschen kamen aus Sachsen in den Norden, 23 aus Thüringen sowie 19 aus Bayern. Derzeit komme die Nachfrage meist aus Thüringen.

Niedersachsen bildet gemeinsam mit Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern das sogenannte Kleeblatt Nord, um sich bei Engpässen unter den Bundesländern gegenseitig zu helfen. In mehreren deutschen Bundesländern sind Krankenhäuser wegen vieler Corona-Patienten stark belastet und müssen andere Regionen um Hilfe bitten.

Omikron: Erster Fall im Kreis Herzogtum Lauenburg gemeldet

18.41 Uhr: Im Kreis Herzogtum Lauenburg gibt es den ersten bestätigten Fall einer Ansteckung mit der Omikron-Variante des Coronavirus. Betroffen sei ein Mann aus dem Süden des Kreises, teilte das örtliche Gesundheitsamt am Dienstag mit. Bei ihm habe eine genetische Untersuchung die Infektion mit der neuen Virusvariante bestätigt. Insgesamt gebe es im Kreis jetzt 14 Omikron-Verdachtsfälle, sagte ein Kreissprecher.

An mehreren Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Segeberg gibt es zudem Verdachtsfälle der Omikron-Variante des Coronavirus. Betroffen seien zwei Gymnasien in Norderstedt und Kitas in Norderstedt, Kaltenkirchen und Ellerau, teilte der Kreis Segeberg am Dienstag mit. Die Eltern seien entsprechend informiert, hieß es. Die betroffenen Kinder befänden sich den Angaben zufolge in häuslicher Quarantäne. Die Verdachtsfälle müssten noch von einem Speziallabor bestätigt werden. Die Omikron-Variante gilt als besonders ansteckend. Zuvor hatten Medien über die Verdachtsfälle berichtet.

Verwaltungsgericht lehnt Eilantrag gegen 2G-Modell ab

17.40 hr: Das Hamburger Verwaltungsgericht hat den Eilantrag einer Einzelhandelskette gegen die 2G-Regel abgelehnt. Bei der Antragstellerin handelt es sich laut dem Gericht um eine bundesweit tätige Kette, die unter anderem Drogerieartikel, Schreib- und Spielwaren, Deko, Schmuck und Baumarktartikel verkauft.Das Gericht entschied, dass in den Geschäften der Anteil der lebenswichtigen Güter nicht groß genug sei, dass die 2G-Regel wegfallen könne.Darüber hinaus betonte es vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus die Notwendigkeit des 2G-Modells. Demnach würde die 3G-Regelung nicht ausreichen, um einen ausreichenden Schutz sicherzustellen.

Oberverwaltungsgericht bestätigt verschärfte Corona-Maßnahmen

16.55 Uhr: Die angeordnete Schließung von Clubs und Diskotheken sowie weitere Einschränkungen über die Feiertage in Niedersachsen sind vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie angemessen. Diese Infektionsschutzmaßnahmen sind derzeit notwendig, wie das niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg am Dienstag mitteilte. Eine entsprechende Klage eines Anwalts aus Hannover lehnte das Gericht ab (Az.: 13 MN 478/21).

Die Klage richtete sich nach Angaben eines Gerichtssprechers etwa gegen die von der Landesregierung angekündigte Schließung von Clubs und Diskotheken sowie den Einschränkungen bei Veranstaltungen. Die für die Feiertage verschärften Kontaktbeschränkungen waren demnach kein Gegenstand des Beschlusses.

Die niedersächsische Landesregierung hatte eine sogenannte Weihnachtsruhe auf den Weg gebracht. Clubs und Diskotheken müssen von Heiligabend bis zum 2. Januar schließen, Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen sind dann ebenfalls nicht erlaubt. In diesem Zeitraum dürfen sich drinnen maximal 25 Menschen treffen, das gilt auch für gegen das Coronavirus geimpfte oder von einer Covid-Infektion genesenen Menschen.

Innensenator Grote erwartet schwierigen Silvester-Einsatz für die Polizei

13.50 Uhr: Zu Silvester dürfen sich maximal zehn Menschen zu Ansammlungen in der Stadt treffen, geböllert werden darf nicht. Innensenator Andy Grote (SPD) erwartet eine schwierige Nacht für die Polizei. „Wir erwarten einen äußerst intensiven Einsatz“, sagte er. Anders als im vergangenen Jahr sei die Gastronomie geöffnet, sodass „durchaus eine Menge Menschen in der Stadt unterwegs sein“ würden. Man könne nicht flächendeckend Hamburg überwachen, aber „wo größere Gruppen zusammenkommen, werden wir das auflösen“, so Grote.

So viele Omikron-Fälle gibt es derzeit in Hamburg

13.47 Uhr: Bislang wurden in Hamburg laut Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) 28 Omikron-Fälle bestätigt. Es gibt aber Hunderte Verdachtsfälle, die derzeit untersucht werden. „Wir gehen davon aus, dass diese Zahl ganz, ganz deutlich zunehmen wird“, sagte die Senatorin mit Blick auf die kommenden Wochen. Die neue Corona-Variante breitet sich schneller aus als die bislang bekannten, außerdem ist der Impfschutz wohl verringert.

2G-Modell noch zeitgemäß? Das sagt Hamburgs Bürgermeister

13.45 Uhr: Die neue Corona-Variante Omikron infiziert deutlich mehr doppelt geimpfte Menschen als die Varianten zuvor. Die Booster-Impfung wird also immer wichtiger. Hält Bürgermeister Peter Tschentscher trotzdem am 2G-Modell auch für „nur“ doppelt Geimpfte fest? „Absolute Sicherheit kann man in so einer Pandemie nicht erwarten. Wir sind in einer Lage, wo viele Dinge unklar bleiben werden. Wir haben Einschätzungen aus der Wissenschaft, dass es jetzt riskanter ist in bestimmten Bereichen. “ Deshalb habe man erst einmal zum Beispiel die Clubs wieder geschlossen, weil dies Orte seien, wo wenig Platz sei. Man baue nun voll auf die Booster-Kampagne – Restaurants bleiben demnach erst einmal offen.

Sperrstunde, Tanzverbot: Das sind die neuen Corona-Regeln für Hamburg

12.45 Uhr: Hamburg führt neue Beschränkungen ein! Bürgermeister Peter Tschentscher verkündete soeben in der Landespressekonferenz die neuesten Beschlüsse des Senats. Demnach gelten in Hamburg ab 24. Dezember folgende Verschärfungen:

  • Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte. Es dürfen sich nur noch maximal 10 Personen, die geimpft/genesen sind treffen. Ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahre
  • Sperrstunde für die Gastronomie ab 23 Uhr; Ausnahme Silvester (1 Uhr)
  • Verbot von Tanzveranstaltungen, was eine Schließung von Clubs und Bars, wo getanzt werden kann, bedeutet
  • In der Gastronomie dürfen keine Stehplätze mehr angeboten werden
  • Silvester herrscht ein Feuerwerksverbot und es darf keine Ansammlung von mehr als 10 Personen geben

1336 neue Corona-Fälle in Hamburg – Inzidenz steigt auf 344,0

12.17 Uhr: Zuletzt sanken die Corona-Zahlen in Hamburg leicht – jetzt schlägt der Trend klar in die Gegenrichtung aus. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde gibt es 1336 Neuinfektionen. Im Vergleich zum Montag (510) hat sich die Zahl fast verdreifacht – und erreicht einen neuen Hamburger Rekord. Vor einer Woche waren es noch 659 Fälle. Die Sieben-Tages-Inzidenz stieg deutlich auf 344,0 (Montag: 308,5).

Die Zahl der Todesfälle, die mit einer Corona-Infektion in Zusammenhang stehen, blieb unverändert bei 1953 (Stand: 20. Dezember). Die Zahl der Patient:innen, die mit Covid-Symptomen in Krankenhäusern behandelt werden, stieg auf 235 (plus drei), 56 Patient:innen (plus zwei) werden intensiv behandelt. (Stand: 20. Dezember). Die Hospitalisierungsrate sank laut RKI von 3,13 auf 2,43.

1.412.391 Menschen gelten in Hamburg als vollständig gegen Corona impft (plus 1571). Mindestens einmal geimpft sind mit Stand vom 20. Dezember 1.455.641 Menschen (plus 1562). Insgesamt weist die Gesundheitsbehörde für Hamburg 130.706 bestätigte Corona-Fälle aus, 112.800 gelten als genesen.

Corona-Ausbruch in Sozialpädagogik-Schule – Verdachtsfälle von Omikron

7.04 Uhr: An der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Alten Eichen in Hamburg-Stellingen hat es einen Corona-Ausbruch gegeben – mindestens 27 Fälle sind bekannt. Das bestätigte ein Sprecher des Bezirksamts Eimsbüttel dem „Abendblatt“. Unter den gemeldeten Corona-Fällen gebe es auch Verdachtsfälle der neuen Virusvariante Omikron. Die genaue Prüfung stehe jedoch noch aus. Die Schule habe auf Online-Unterricht umgestellt. Laut dem Sprecher des Bezirksamts habe eine Person jedoch nicht nur in der Schule, sondern auch in einer Kita gearbeitet. Auch hier gab es positive Corona-Fälle. Man gehe von einem Zusammenhang aus, das Gesundheitsamt untersuche den Fall jedoch noch. Ob es sich bei den positiven Fällen in der Kita um Omikron handelt, ist derzeit unklar.

Das waren die Corona-News vom 20. Dezember

Mehr Corona-Patienten auf Intensivstationen in Schleswig-Holstein

21.35 Uhr: Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen und die Hospitalisierungs-Inzidenz sind in Schleswig-Holstein binnen einer Woche deutlich gestiegen. Am Montag lagen 61 Covid-19-Schwerkranke auf Intensivstationen und damit elf mehr als eine Woche zuvor, wie aus den Daten der Landesmeldestelle (Stand: 18.44 Uhr) hervorgeht. Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, stieg auf 3,78. Am Montag zuvor lag sie bei 2,95.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen lag am Montag bei 167,5 und damit leicht unter dem Wert des Vortages. Eine Woche zuvor hatte sie bei 160,3 gelegen. Am Montag wurden 591 Corona-Neuansteckungen gemeldet. Am Vortag waren es 229, am Montag der Vorwoche 610.

Im Krankenhaus lagen den Angaben zufolge 199 Covid-Patienten – also genausoviele wie eine Woche zuvor. 33 mussten beatmet werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie stieg um drei auf 1859.

Im Vergleich der Kreise liegt bei der Sieben-Tage-Inzidenz nun Herzogtum Lauenburg an der Spitze – mit 250,6. Stormarn folgt mit 226,5, danach Flensburg mit 220,2. Den niedrigsten Wert gibt es weiterhin in Dithmarschen – dort lag er bei 83,3.

Rund 17.000 Menschen bei Protesten in Meck-Pomm

19.40 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen und eine Impfpflicht weiter gestiegen. Wie Polizeisprecher sagten, beteiligten sich am Montagabend rund 17.000 Menschen in 20 Städten an angemeldeten Lichterspaziergängen, Kundgebungen und nicht angemeldeten Veranstaltungen. Das waren erneut mehr als doppelt so viele wie eine Woche zuvor, als laut Polizei etwa 7000 Menschen teilnahmen. Größere Proteste gab es unter anderem in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Waren an der Müritz. Die Polizei registrierte bis zum frühen Abend nur vereinzelte Verstöße gegen Auflagen.

Intensivstationen in Meck-Pomm völlig ausgelastet

18.56 Uhr: Die Intensivbetten für Covid-Patienten sind in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) vollständig ausgelastet. Am Montag lagen dort demnach 100 Covid-Patienten – vier mehr als am Vortag. Die Zahl der Patienten mit Covid-19 in den Krankenhäusern stieg auf 415, das waren 28 mehr als am Sonntag, wie es hieß.

In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag 372 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Lagus mitteilte, waren dies 192 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 418,9. Vor einer Woche betrug dieser Wert 432,5. Es wurden neun weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet, damit stieg die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie im Land auf 1432. Die höchste Inzidenz meldete der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 531,4.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – wurde am Montag für das Land mit 9,8 angegeben.

Neue Regeln für Hamburg – und was macht Schleswig-Holstein?

18.27 Uhr: Trotz der Ausbreitung der Omikron-Virus-Variante sieht Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther derzeit keine Notwendigkeit für eine Verschärfung der Corona-Vorschriften im Land noch vor Weihnachten. „Ich sehe uns mit dem Regelwerk, das wir haben, auch für die Weihnachtstage gut gerüstet“, sagte der CDU-Politiker am Montag. Am Dienstag wollen Bund und Länder erneut über die Lage in der Corona-Pandemie beraten.

Obwohl Schleswig-Holstein das Bundesland mit der niedrigsten Zahl an Corona-Fällen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ist, habe es auch die strengeren Kontaktregeln für Ungeimpfte mitgetragen, sagte Günther. Konsequente Maßnahmen trotz niedrigster Inzidenz – das sei bislang der richtige Weg gewesen. Den werde die Jamaika-Koalition weitergehen.

Schwesig will Rehakliniken bundesweit als Hilfskrankenhäuser

17.23 Uhr: Deutschland muss sich nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) gezielt für eine fünfte Corona-Welle mit der Omikron-Variante wappnen. „Ich werde den Bund bitten, dass wir die Rehakliniken weitgehend freiziehen, damit wir zusätzliche Kapazitäten gewinnen“, sagte Schwesig am Montag in Schwerin vor den für Dienstag geplanten Corona-Beratungen von Bund und Ländern.

Infolge der hohen Zahl von Neuansteckungen mit der bislang dominierenden Delta-Virusvariante sind in vielen Bundesländern die Krankenstationen stark belegt, Intensivbetten vielerorts kaum noch verfügbar. In Mecklenburg-Vorpommern waren vorsorglich sechs Rehakliniken als Hilfskrankenhäuser bestimmt worden. Sie bieten 230 Krankenbetten. „Es muss unser wichtigstes Ziel bleiben, dass alle, die schwer erkranken – ob an Corona oder einer anderen Krankheit – auch weiter die notwendige medizinische Hilfe erhalten“, betonte Schwesig.

Sie machte zudem deutlich, dass sie weitere Kontaktbeschränkungen für unausweichlich hält. „Die Empfehlung der Experten ist, dass wir alle unsere Kontakte noch stärker beschränken. Niemand muss Weihnachten allein unter dem Weihnachtsbaum sitzen. Aber wir brauchen morgen das gemeinsame Signal, dass noch mehr Vorsicht erforderlich ist“, betonte Schwesig. Feiern seien wirklich nur im kleinen Kreis möglich, am besten mit vorherigem Test.

Unbekannte beschädigen Corona-Testzelt und klauen Ausrüstung

16.04 Uhr: Unbekannte haben in Oldenburg ein Corona-Testzelt beschädigt und Teile der Ausrüstung gestohlen. Laut Polizeiangaben von Montag schnitten sie am Wochenende die Seitenwände des Zelts der Länge nach auf und beschädigten dann im Inneren mehrere Einrichtungsgegenstände. Zudem nahmen sie unter anderem Desinfektionsmittel, FFP2-Masken und Heizlüfter mit. Die Tat wurde am Sonntag bei der Polizei angezeigt.

Kein Präsenzunterricht: „Schlechteste mögliche Entscheidung“

15.23 Uhr: Die Präsenzpflicht an Niedersachsens Schulen wird zur Eindämmung des Coronavirus an diesem Montag aufgehoben. Kritik kommt vom Schulleiterverband Niedersachsen (SLVN). „Das ist die schlechteste mögliche Entscheidung“, sagte Geschäftsführer René Mounajed. Die Situation sei für Schulen nicht planbar. Die Entscheidung, die die Politiker treffen müssten, werde auf die Eltern abgewälzt. 

Klassenarbeiten werden an diesen Tagen für alle nicht geschrieben, auch nicht, wenn alle da sind, und müssen verschoben werden. „Es gibt keine Richtung, das Kuddelmuddel nutzt niemandem“, kritisierte Mounajed. Der Verband hätte sich vom Ministerpräsidenten und vom Kultusminister eine klare Entscheidung gewünscht.
Auch die Lehrergewerkschaft VBE hat das Aussetzen der Präsenzpflicht an niedersächsischen Schulen vor Weihnachten scharf kritisiert. Die jetzt beschlossene Lösung sei die schlechteste aller Möglichkeiten, hieß es. Nun kämen wieder Chaostage mit halben Klassen und nicht planbarem Unterricht auf die Schulen zu.

Vom 20. Dezember an – und damit drei Tage vor Ferienbeginn – können die Schülerinnen und Schüler auf Antrag der Eltern vom Unterricht befreit werden. Einen Anspruch auf Distanzlernen gibt es an diesen Tagen nicht. Die Ferien sollen aber wie geplant am 23. Dezember beginnen und bis zum 7. Januar dauern. Vor einem Jahr hatte Niedersachsen den Ferienbeginn coronabedingt um zwei Tage vorgezogen.

Kontaktbeschränkungen über Weihnachten: Hamburg verschärft Corona-Maßnahmen

13.55 Uhr: Zwar sind die Corona-Zahlen in den letzten Tagen wieder leicht gesunken, dennoch treibt die Angst vor Omikron die politischen Verantwortlichen in Deutschland um. So auch in Hamburg, wo Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nun angekündigt hat, die Corona-Maßnahmen noch einmal zu verschärfen. Die Regeln sollen auch schon über Weihnachten gelten. Konkret geht es dabei um Kontaktbeschränkungen, die auch Geimpfte und Genesene einschließen sollen. Tschentscher sagte im Interview mit dem NDR, dass sich über die Feiertage nur noch 10 bis 20 Personen privat treffen werden dürfen. Wie groß die Treffen genau werden können, soll am Dienstag bei den Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Lage beschlossen werden. Die Regelung soll dann bundesweit gelten.

Niedersachsen: Sieben-Tages-Inzidenz steigt wieder – Verden über 350

12.31 Uhr: Nach einigen Tagen mit einer sinkenden Sieben-Tages-Inzidenz in Niedersachsen ist der Wert zu Wochenbeginn wieder gestiegen. Das Land gab den Wert am Montag mit 177,1 an, nachdem er am Sonntag noch bei 173,8 gelegen hatte. Es gab 677 Neuinfektionen. Der Hospitalisierungsindex sank auf 5,7 nach 5,8 am Vortag. Er beschreibt, wie viele Covid-19-Patienten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen in Kliniken gekommen sind.

Die Intensivbetten-Belegung mit Covid-19-Kranken stieg indes ebenfalls wieder leicht an von 10,4 auf 10,5 Prozent. Das Infektionsgeschehen ist den Daten zufolge sehr unterschiedlich verteilt. Die mit Abstand höchste Sieben-Tages-Inzidenz verzeichnete am Montag der Landkreis Verden mit 350,4. Auf der anderen Seite gibt es auch fünf Landkreise vor allem im Nordwesten des Landes mit einer Inzidenz unter 100.

510 neue Corona-Fälle in Hamburg – Inzidenz sinkt auf 308,5

12.11 Uhr: Die Corona-Zahlen sinken in Hamburg erneut leicht. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde kamen 510 Neuinfektionen. Am Sonntag waren es noch 593 Fälle, am Samstag 908 und vor einer Woche 602 Fälle. Die Sieben-Tages-Inzidenz ging auf 308,5 zurück (Sonntag: 314,4).

Die Zahl der Todesfälle, die mit einer Corona-Infektion in Zusammenhang stehen, blieb unverändert bei 1953 (Stand: 9. Dezember). Auch die Zahl der Patient:innen, die mit Covid-Symptomen in Krankenhäusern behandelt werden (232) und der Intensiv-Patient:innen (54) blieb unverändert (Stand: 17. Dezember). Laut RKI ergibt sich daraus eine Hospitalisierungsrate von 3,13 (Sonntag: 3,83).

1.41.586 Menschen gelten in Hamburg als vollständig gegen Corona impft (plus 399). Mindestens einmal geimpft sind mit Stand vom 19. Dezember 1.454.085 Menschen (plus 1038). Insgesamt weist die Gesundheitsbehörde für Hamburg 129.370 bestätigte Corona-Fälle aus, 112.000 gelten als genesen.

Omikron auf dem Vormarsch: Senat will neue Maßnahmen beschließen

8.06 Uhr: Die neue Omikron-Mutante des Coronavirus verbreitet sich rasend schnell in Europa. Auch in Hamburg ist die Virusvariante langsam auf dem Vormarsch. Wie die MOPO aus Regierungskreisen erfuhr, kam der Senat noch am späten Sonntagabend zu einer Sondersitzung zusammen. Demnach sollen am Dienstag neue Maßnahmen beschlossen werden. So soll die Regelung, dass Discotheken und Clubs ab einer Inzidenz von 350 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner:innen binnen sieben Tagen schließen müssen, vorgezogen werden. Auch soll es neue Kontaktbeschränkungen für Geimpfte geben. Wie hoch die erlaubte Personenzahl ist, hänge vom Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag ab.

Das waren die Corona-News vom 19. Dezember

Neue Maßnahmen in Hamburg? Senat erwägt Sondersitzung

20.45 Uhr: Nachdem der Corona-Expertenrat der Bundesregierung am Sonntag wegen der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus die rasche Einführung von Kontaktbeschränkungen empfohlen hat, erwägt der Hamburger Senat eine zeitnahe Sondersitzung. Das erfuhr die MOPO am Abend aus Regierungskreisen. Bei einer solchen Sondersitzung könnten neue Corona-Maßnahmen beschlossen werden, die dann kurzfristig greifen könnten. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher soll sich angesichts der sich zuspitzenden Lage offen für ein solches Treffen zeigen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte am Sonntag einen Lockdown vor den Feiertagen ausgeschlossen. „Nein, einen Lockdown wie in den Niederlanden vor Weihnachten, den werden wir hier nicht haben“, sagte Lauterbach in der ARD.

Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt auf 168,2

20.16 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein weiter leicht gestiegen: Am Sonntag lag sie bei 168,2 je 100.000 Einwohner, nach 167,5 am Samstag. Am Sonntag vor einer Woche hatte der Wert 162,4 betragen. Wie aus den Daten der Landesmeldestelle (Stand: 17.42 Uhr) hervorgeht, wurden am Sonntag 229 Neuansteckungen gemeldet. Am Vortag waren es 557, am Sonntag der Vorwoche 220. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen meist niedriger, weil am Wochenende weniger getestet wird.

Im Krankenhaus lagen den Angaben zufolge weiterhin unverändert 210 Covid-Patienten, 56 von ihnen auf den Intensivstationen. 32 mussten beatmet werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie stieg um 1 – auf 1856. Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, verharrte weiter auf 3,64.

Im Vergleich der Kreise liegt Stormarn weiter an der Spitze – mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 244,1. Lübeck folgt mit 214,5, danach Flensburg mit 205,7. Den niedrigsten Wert gibt es in Dithmarschen – dort lag er bei 84,1.

Inzidenz in Meck-Pomm geht leicht zurück

18.02 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag 282 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte, waren dies 217 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 420,6. Vor einer Woche betrug dieser Wert 438,1. Es wurden zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. Die höchste Inzidenz meldete der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 537,4.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – wurde am Sonntag für das Land mit 8,2 angegeben.

Auf den Intensivstationen lagen am Sonntag den Angaben zufolge 96 Covid-Patienten – so viele wie am Vortag. Die Zahl der Patienten mit Covid-19 in den Krankenhäusern stieg leicht von 381 auf 387. Die Auslastung der Intensivbetten für Covid-Patienten wurde mit 96 Prozent angegeben.

68,6 Prozent der Bevölkerung im Nordosten gelten laut Robert Koch-Institut als vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 71,5 Prozent haben mindestens eine Impfung erhalten. Der Anteil der Menschen mit Auffrischungsimpfung liegt demnach bei 28,1 Prozent.

Impfaktion im Kuhstall ein voller Erfolg

14.45 Uhr: In einem Kuhstall in der Nähe von Garrel (Landkreis Cloppenburg) haben sich am Sonntag Hunderte Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. „Die Aktion wird sehr gut angenommen. Wir hätten noch mehr Termine vergeben können“, sagte Landwirt Alexander Looschen, der auf dem Hof im Oldenburger Münsterland Wagyu-Rinder züchtet. Bei der Impfung kämen die Menschen sehr nahe an die Rinder heran. „Sie können die Tiere fast direkt dabei streicheln.“ Die Rinder seien aufgrund von regelmäßigen Events auf dem Hof an Besuch gewöhnt.

Zur Verfügung steht ausschließlich das Vakzin von Moderna, das für über 30-Jährige empfohlen wird. Es wird von einem Kinderarzt und seinem Praxisteam verabreicht. Looschens Ehefrau ist ebenfalls Medizinerin. Das Paar war nach den Worten des Landwirts Anfang Dezember von der stockenden Impfkampagne enttäuscht gewesen. So sei die Idee zu Impfungen im Kuhstall entstanden.

Impfen im Stall
Ein Arzt impft am Sonntag in Garrel im Stall gegen Corona.

593 neue Corona-Fälle in Hamburg – Inzidenz steigt auf 314,4

Die Corona-Zahlen sind in Hamburg am zweiten Tag hintereinander gesunken: 593 neue Fälle sollen laut Angaben des Gesundheitsamts am Sonntag dazu gekommen sein. Gestern waren es 908, am Freitag sogar 1210 und vor einer Woche 515 Fälle. Die Sieben-Tages-Inzidenz stieg trotzdem weiter an und liegt nun bei 314,4 (Samstag: 313,4). Auch die Zahl der Toten stieg: Es wurden drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet (Gesamtzahl 1953). Gleich geblieben ist die Zahl der Patienten, die momentan in Hamburger Krankenhäusern mit Covid-Symptomen behandelt werden (232). Auch die Zahl der Intensiv-Patienten blieb mit 54 unverändert. Das RKI gibt die Hospitalisierungsrate ebenfalls weiterhin mit 3,83 an. In Hamburg gelten 1.406.940 Menschen als vollständig geimpft, 1.450.047 haben mindestens eine Spritze erhalten. Bisher sollen sich den weiteren Angaben nach 128.267 Menschen mit Covid-19 infiziert haben, davon gelten 110.800 als geheilt.

Niedersachsen will FFP2-Masken im Einzelhandel: Tragepflicht ab Dienstag

9.30 Uhr: In Niedersachsen soll ab Dienstag eine FFP2-Maskenpflicht für den gesamten Einzelhandel gelten. Die Landesregierung habe sich am Samstag darauf verständigt, am Montag eine entsprechende Änderung der Corona-Verordnung vorzunehmen und am Dienstag in Kraft zu setzen, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Eine Unterscheidung zwischen Geschäften des täglichen Bedarfs und anderen Einzelhandelsgeschäften soll es dabei nicht geben.

Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die vom Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg gekippte 2G-Regel. Diese Vorgabe für Geschäfte hatte das OVG am Donnerstag kassiert, weil sie aus Sicht der Richter zur weiteren Eindämmung des Coronavirus nicht notwendig und auch nicht mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz vereinbar sei.

Mit der FFP2-Maskenpflicht setzt die Regierung dem Ministerium zufolge das um, was an Schutzmaßnahmen für diesen Bereich nach dem OVG-Beschluss noch rechtssicher machbar ist. „Wir sind weiterhin der Überzeugung, dass die 2G-Regel hier ein noch höheres Schutzniveau geboten hätte, aber das Thema ist jetzt bis auf Weiteres vom Tisch“, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD).

Das waren die Corona-News vom 18. Dezember

680 neue Corona-Fälle in MV – Inzidenz auf 423,1 leicht gesunken

19.59 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Samstag 680 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte, waren dies 143 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 423,1. Vor einer Woche betrug dieser Wert 426,1. Es wurden 3 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. Die höchste Inzidenz meldete der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 568,3.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – wurde am Samstag für das Land mit 8,5 angegeben.

Auf den Intensivstationen lagen den Angaben zufolge 96 Covid-Patienten – 2 mehr als am Vortag. Die Zahl der Patienten mit Covid-19 in den Krankenhäusern sank von 390 auf 381. Die Auslastung der Intensivbetten für Covid-Patienten wurde mit 96 Prozent angegeben.

68,6 Prozent der Bevölkerung im Nordosten gelten laut Robert Koch-Institut als vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 71,5 Prozent haben mindestens eine Impfung erhalten. Der Anteil der Menschen mit Auffrischungsimpfung liegt demnach bei 28,1 Prozent.

Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt auf 167,5

19.32 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein leicht weiter gestiegen: Am Samstag lag sie bei 167,5 je 100.000 Einwohner, nach 166,6 am Freitag. Am Samstag vor einer Woche hatte der Wert 162,7 betragen. Wie aus den Daten der Landesmeldestelle (Stand: 18.42 Uhr) hervorgeht, wurden am Samstag 557 Neuansteckungen gemeldet. Am Vortag waren es 798, am Samstag der Vorwoche 505.

Im Krankenhaus lagen den Angaben zufolge weiterhin unverändert 210 Covid-Patienten, 56 von ihnen auf den Intensivstationen. 32 mussten beatmet werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie stieg erneut um 2 – auf 1855. Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, verharrte auf 3,64.

Im Vergleich der Kreise rückte Stormarn an die Spitze – mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 244,1. Lübeck folgt mit 214,5, danach Flensburg mit 204,6. Den niedrigsten Wert gibt es in Dithmarschen – dort lag er bei 84,8.

Piks vor Rindern: Hof lädt zu 600 Corona-Schutzimpfungen im Kuhstall

18.46 Uhr: Ob im Freizeitpark oder im Fußballstadion: An vielen ungewöhnlichen Orten wurden schon Corona-Schutzimpfungen angeboten. Nun wird im Agrarland Niedersachsen auch im Kuhstall geimpft: An diesem Sonntag (10 Uhr) sollen auf einem Bauernhof bei Garrel im Oldenburger Münsterland 600 Dosen Moderna-Impfstoff verimpft werden. Das Vakzin steht nach Voranmeldungen für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen bereit und wird von einem Kinderarzt und seinem Praxisteam verabreicht, sagte Landwirt Alexander Looschen, dessen Familien auf dem Hof Wagyu-Rinder züchten. Alle Termine seien innerhalb weniger Stunden vergeben worden.

Er und seine Frau, ebenfalls Medizinerin, seien Anfang Dezember über die stockende Impfkampagne enttäuscht gewesen, sagte der Landwirt. Deshalb sei die Idee zu Impfungen im Kuhstall entstanden. Es brauche auch solche ungewöhnlichen Orte, um mit den Impfungen voranzukommen, sagte Looschen.

Bereits am vergangenen Adventswochenende hatte der Hof eine Impfaktion im Kuhstall angeboten. Dabei ließen sich den Angaben zufolge 300 Menschen impfen, während die Wagyu-Rinder im Stroh lagen und dabei zu sahen. Die Termine seien so schnell vergeben worden, dass sich seine Familie und der Kinderarzt entschieden hätten, die Aktion schnellstmöglich zu wiederholen, sagte Looschen.

MeckPom: Schulen schließen vorzeitig – Aufgaben für zu Hause

17.15 Uhr: Die rund 155.000 Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag coronabedingt das letzte Mal in diesem Jahr in die Schule gegangen. Die Weihnachtsferien beginnen zwar erst am kommenden Mittwoch, die Kinder und Jugendlichen sollen aber am Montag und Dienstag zu Hause lernen. Dafür haben ihnen die Lehrer Hausaufgaben mitgegeben. Für Kinder der Klassen eins bis sechs, die nicht zu Hause betreut werden können, gibt es eine Notbetreuung in der Schule, wie das Bildungsministerium in Schwerin mitteilte.
Die beiden Tage ohne Präsenzpflicht vor den Ferien sollen die Lehrer und die Gesundheitsämter in der Pandemie entlasten, hatte Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) erklärt. In der derzeitigen Situation müsse alles getan werden, um das Infektionsgeschehen in den Schulen gering zu halten und so auch den Präsenzbetrieb nach den Weihnachtsferien zu gewährleisten.

Die FDP-Landtagsabgeordnete Sabine Enseleit kritisierte am Freitag im Landtag, dass das Versprechen, die Schulen offen zu halten, aufgeweicht werde. Die Schulschließung zwei Tage vor den Weihnachtsferien gehe zu Lasten der Eltern, sagte sie. «Sie müssen sich nun überlegen, wie sie die Betreuung der Kinder zu Hause hinbekommen.»
Der Landtag debattierte über eine mögliche flächendeckende Einführung von PCR-Lolli-Tests in Schulen. Bildungsministerin Oldenburg sagte, es müsse geprüft werden, ob die Labore in MV eine massenhafte schnelle Auswertung solcher Tests schaffen würden. Bisher werden sie nur in einigen wenigen Schulen ausprobiert. Der CDU-Antrag wurde zur weiteren Diskussion in den Bildungsausschuss überwiesen.

Im neuen Jahr soll es zunächst drei Corona-Schnelltests in den Schulen pro Woche geben statt bisher zwei. Dann soll auch wieder regulärer Sportunterricht stattfinden, der zuletzt ausgesetzt worden war, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Das Land habe 2,8 Millionen Tests für die ersten vier Kalenderwochen des neuen Jahres im Wert von rund 4,5 Millionen Euro beschafft, hieß es. Die letzten Lieferungen sollen demnach zu Beginn der kommenden Woche in den Schulen eintreffen.

Niedersachsen: Intensivbetten-Belegung mit Corona-Fällen steigt – Inzidenz sinkt

13.45 Uhr: Trotz einer sinkenden Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist die Intensivbetten-Belegung mit Corona-Fällen erneut gestiegen. 10,7 Prozent der Intensivbetten waren nach am Samstag veröffentlichen Zahlen mit schwer an Corona Erkrankten belegt (Vortag 10,6 Prozent). Die landesweite Inzidenz mit Neuinfizierten gab das Land mit 174,1 nach 176,4 am Vortag an. So viele Menschen pro 100.000 Einwohner steckten sich binnen einer Woche neu mit dem Erreger an. 2316 Corona-Fälle kamen demnach neu dazu.

Der sogenannte Hospitalisierungsindex sank im Vergleich zum Freitag leicht von 6,0 auf 5,9. Er beschreibt, wie viele Covid-19-Patientinnen und -Patienten pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen in Kliniken eingewiesen worden sind. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden für Niedersachsen 18 weitere Covid-19-Tote registriert.

Im Bundesland Bremen stieg die Sieben-Tages-Inzidenz nach den RKI-Zahlen vom Samstag auf 263,5, nach 253,6 am Freitag. Es wurde kein weiterer Todesfall registriert.

Hamburg meldet 908 neue Corona-Fälle – Inzidenz steigt auf 313,4

12.05 Uhr: Nach den am Freitag bekanntgewordenen Negativ-Rekordwerten sind die Corona-Zahlen am Samstag wieder leicht gesunken: Die Gesundheitsbehörde registrierte 908 neue Fälle, gestern lag der Wert noch bei 1210 neu nachgewiesenen Infektionen, vor einer Woche waren es 666. Zeitgleich stieg die Sieben-Tages-Inzidenz aber von 300,7 auf 313,4 deutlich an.

Dafür erhöhte sich die Zahl der Impfungen: Binnen eines Tages hätten den weiteren Angaben nach 4319 Menschen eine Corona-Schutzimpfung in Anspruch genommen. In Hamburg gelten 1.406.940 Menschen als vollständig geimpft, 1.450.047 haben mindestens eine Spritze erhalten.Seit Beginn der Pandemie sollen sich 128.267 Menschen mit Covid-19 infiziert haben, davon gelten 110.800 als geheilt.

Die Gesundheitsbehörde hat fünf weitere Todesfälle vermeldet, die im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung verstorben sein sollen. Momentan werden in Hamburg 232 Covid-Patienten in Krankenhäusern behandelt, 54 davon liegen davon auf Intensivstationen – das sind neun bzw. sechs weniger als gestern. Die Hospitalisierungsrate blieb laut Angaben des RKI unverändert bei 3,83.

Hamburger Gymnasium: Gesamter Jahrgang in Quarantäne geschickt

10 Uhr: In Hamburg steigen die Infektionszahlen – und immer mehr Schüler und Schülerinnen sind unmittelbar vor den Weihnachtsferien betroffen. In dem Louise-Weiss-Gymnasium im Stadtteil Hamm wurde der gesamte Jahrgang 12 in Quarantäne geschickt. Dies bestätigte die Sozialbehörde auf MOPO-Nachfrage. Wie viele Jugendliche genau betroffen sind, konnten weder Sozialbehörde noch das Gesundheitsamt in Mitte benennen

Das waren die Corona-News vom 17.12.

Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein legt weiter zu – jetzt 166,6

21.29 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein weiter auf jetzt 166,6 je 100 000 Einwohner gestiegen – nach 164,9 am Vortag und 157,8 am Freitag vor einer Woche. Wie aus den Daten der Landesmeldestelle (Stand: 18.41 Uhr) weiter hervorgeht, wurden am Freitag mit 798 erneut weniger neue Ansteckungen registriert. Am Vortag waren es 859 und am Freitag der Vorwoche 717.

Im Krankenhaus lagen zuletzt unverändert 210 Covid-Patienten, davon auf den Intensivstationen 56; von ihnen wiederum mussten 32 beatmet werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie stieg um 2 auf 1853. Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, kletterte von 3,44 am Donnerstag auf 3,64. Die Gesamtzahl der Genesenen gab die Meldestelle mit 97.500 an.

Im Vergleich der Kreise löste an der Spitze Herzogtum Lauenburg Lübeck mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 237,0 gegenüber 222,4 ab. An dritter Stelle lag der Kreis Stormarn (219,6). Den geringsten Wert wies weiterhin der Kreis Dithmarschen mit aktuell 85,6 aus.

1358 neue Corona-Fälle in MV – Inzidenz bei 440,2

17.46 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag 1358 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) berichtete, waren dies 51 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 440,2. Vor einer Woche betrug dieser Wert 423,8. Es wurden 6 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. Die Gesamtzahl im Land stieg damit auf 1418. Die höchste Inzidenz meldete der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 656,6.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – wurde am Freitag für das Land mit 9,0 angegeben. Damit sprang die landeseigene Corona-Ampel nach einem Tag auf rot wieder auf orange. Allerdings gelten in der Mitte und im Osten des Landes bereits die schärfsten vorgesehenen Corona-Regeln. In Regionen mit Rot plus bleiben Museen, Theater und Kinos geschlossen.

Auf den Intensivstationen lagen den Angaben zufolge 94 Covid-Patienten – 2 mehr als am Vortag. Die Zahl der Patienten mit Covid-19 in den Krankenhäusern sank von 409 auf 390. Die Auslastung der Intensivbetten für Covid-Patienten wurde mit 94 Prozent angegeben.

68,4 Prozent der Bevölkerung im Nordosten gelten laut Robert Koch-Institut als vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 71,4 Prozent haben mindestens eine Impfung erhalten. Der Anteil der Menschen mit Auffrischungsimpfung liegt demnach bei 26,7 Prozent.

Schwerin: Kosmetik- und Tattoostudio gehen erfolgreich gegen 2G vor

17.07 Uhr: Die Betreiberinnen eines Kosmetikstudios und eines Tattoostudios haben sich vor dem Verwaltungsgericht Schwerin weitestgehend erfolgreich gegen die 2G- und 2G-plus-Regel gewehrt. Nach Entscheidungen vom Donnerstag und Freitag sei es den Antragsstellern erlaubt, ihre Einrichtungen unter 3G-Bedingungen zu betreiben, teilte das Gericht am Freitag mit. Dazu müssten allerdings geeignete Masken getragen werden. Gesichtsbehandlungen seien dementsprechend nicht zulässig.

Das Gericht sah in der Ungleichbehandlung von Friseuren, die laut Corona-Landesverordnung unter 3G-Bedingungen arbeiten dürfen, einerseits und Tattoo- und Kosmetikstudios andererseits eine Verletzung des allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatzes.

Überdies seien die 2G-Regel und die 2G-Plus-Regel auch unverhältnismäßig. Bei den Dienstleistungen kämen typischerweise zwei Menschen in Kontakt. Durch Masken- und Testpflicht könne das Infektionsrisiko wesentlich verringert werden. Der vollständige Ausschluss von Ungeimpften sei nicht erforderlich.

2G bedeutet Zugang nur für gegen das Coronavirus geimpfte oder genesene Menschen, 2G plus, dass diese Menschen zusätzlich einen negativen Coronatest vorlegen müssen. 3G bedeutet Zugang für Genesene, Geimpfte oder negativ Getestete.

Die Entscheidungen sind noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern einlegen.

Hamburg: Zwei Patienten nach Corona-Ausbruch auf Geriatrie-Station gestorben

16.35 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch auf einer Geriatrie-Station im Agaplesion Bethesda Krankenhaus Bergedorf sind zwei Patienten gestorben. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen“, sagte Geschäftsführerin Maria Theis am Freitag. Beide Patienten seien bereits vor der Aufnahme schwer vorerkrankt gewesen. „Diese tragischen Ereignisse verdeutlichen noch einmal auf schwer erträgliche Weise, wie gefährlich das Coronavirus ist.“ Die Klinik geht nach eigenen Angaben davon aus, dass ein Mitarbeiter das Virus in die Abteilung getragen hat. Insgesamt erkrankten acht Patienten und noch ein weiterer Mitarbeiter.

„Alle anderen Patienten zeigen keine oder nur leichte Symptome“, sagte Theis weiter. Der Mitarbeiter war laut Krankenhaus doppelt geimpft und war am Tag, bevor die erste Infektion bei einem Patienten am 6. Dezember festgestellt wurde, geboostert worden. Wahrscheinlich sei der Vorfall genau in einer Lücke passiert: Der Schutz der Doppelimpfung sei vermutlich abgeklungen gewesen und die Booster-Impfung habe ihre Wirkung noch nicht entfalten können, hatte ein Sprecher kürzlich erklärt.

Tausende Verstöße gegen Corona-Regeln in niedersächsischen Öffis

14.01 Uhr: Bei Kontrollen in Bussen und Bahnen sind in Niedersachsen mehr als 3000 Verstöße gegen Corona-Regeln festgestellt worden. Das teilte das Innenministerium am Freitag in Hannover mit. Bei den großangelegten Kontrollen am Donnerstag wurden demnach rund rund 21.000 Menschen überprüft. Etwa 1000 Polizisten waren im Bundesland im Einsatz und arbeiteten gemeinsam mit den Ordnungsbehörden und Verkehrsunternehmen vor allem im Nahverkehr. Die Kontrollen dauerten laut Ministerium sieben Stunden – drei Stunden am Morgen und vier am Nachmittag bis in den Abend hinein.

Tanja Wulff-Bruhn, Referatsleiterin im Landespolizeipräsidium im Innenministerium, sagte, dass es rund 150 Verstöße gegen die 3G-Regel gegeben habe. Rund 3000 Verstöße gab es zudem gegen die Maskenpflicht, zum großen Teil, weil eine OP-, statt einer FFP2-Maske getragen wurde. Ein Großteil der Menschen müsse nun mit Strafen wegen Ordnungswidrigkeiten rechnen. Zwei Strafverfahren wurden wegen des Verdachts der Urkundenfälschung im Zusammenhang mit Impfnachweisen eingeleitet.

Im Vergleich zu den Zügen wurden in Bussen deutlich mehr Verstöße festgestellt, hieß es in der Mitteilung des Innenministeriums. In mehreren Bereichen sei beobachtet worden, dass insbesondere Schülerinnen und Schüler der Tragepflicht in vorbildlicher Weise nachgekommen seien.

Corona-Inzidenz in Hamburg knackt 300er-Marke

12.02 Uhr: In Hamburg sind die Corona-Zahlen am Freitag auf neue Höchststände geklettert. Erstmals wurde bei der Sieben-Tage-Inzidenz die 300er-Marke überschritten. Auch mit 1210 neu nachgewiesenen Infektionen an einem Tag wurde ein neuer Rekord erreicht. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 300,7 an. Am Vortag betrug der Wert 282,1, vor einer Woche noch 251,2. Damit läuft die Entwicklung hier gegen den Bundestrend: Bundesweit fiel die Inzidenz laut Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag auf 331,8.

Mit 1210 neuen Fällen meldete die Behörde 209 mehr als am Donnerstag und 353 mehr als vor einer Woche. Damit haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 127.359 Menschen infiziert. 110.100 davon gelten nach RKI-Schätzung als genesen. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, erhöhte sich um fünf auf 1945.

Laut Gesundheitsbehörde lagen mit Stand Donnerstag 241 Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt, davon 60 auf Intensivstationen – neun beziehungsweise zwei mehr als am Vortag gemeldet.

Die Hospitalisierungsrate stieg laut RKI in Hamburg von 3,62 auf 3,83, bundesweit sind demnach binnen sieben Tagen 5,10 Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in ein Krankenhaus aufgenommen worden. Der Wert ist zentral für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

78,3 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger sind dem RKI zufolge mindestens einmal geimpft, als vollständig geimpft gelten 75,9 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten in Hamburg bisher 24,0 Prozent der Menschen.

Diese neuen Corona-Regelungen gelten in Hamburg ab heute

11.38 Uhr: Die vom Senat in dieser Woche bestimmten neuen Corona-Regelungen treten bereits heute in Kraft. Auf sämtlichen Versammlungen unter freiem Himmel, unabhängig von der Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Wie der Senat schreibt, sei „diese Infektionsschutzmaßnahme erforderlich, da bei Versammlungen eine große Anzahl von Menschen für einen längeren Zeitraum zusammentrifft, was dazu führt, dass das Abstandsgebot nicht immer vollumfänglich eingehalten werden kann.“

Des weiteren habe die Versammlungsleitung ab einer Teilnehmerzahl von 100 Personen ein Schutzkonzept zu erstellen, das der zuständigen Behörde bei Bedarf vorzulegen ist.

Am Samstag werden in Hamburg knapp 8000 Impfgegner zu einer Demonstration erwartet. Sie alle werden dann mit Mund-Nasen-Schutz auflaufen müssen.

Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen in Meck-Pomm angeregt

9.10 Uhr: Angesichts der weiter großen Zahl von Impfverweigerern wird in den Reihen der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Beamtengruppen ins Gespräch gebracht. „Was für das Gesundheitspersonal schon beschlossen wurde, kann grundsätzlich auch für Beamte mit Verantwortung für andere Menschen richtig sein“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Janosch Dahmen, der „Rheinischen Post“ (Freitag). Polizisten, Lehrer und Lehrerinnen oder Feuerwehrleute könnten berufsbedingt oftmals keinen Schutzabstand halten und hätten deshalb eine Verantwortung zum Schutz anderer Menschen. Zu dieser besonderen Schutzverantwortung gehöre dort, wo möglich, auch der Eigen- und Fremdschutz durch eine Impfung.

Verschärfte Corona-Maßnahmen in zwei Regionen in Niedersachsen

7.55 Uhr: Seit Freitag gelten auch in den beiden verbleibenden Regionen Niedersachsens verschärfte Corona-Maßnahmen. Das betrifft laut Gesundheitsministerium den Landkreis Heidekreis sowie die Stadt Wilhelmshaven. Hintergrund sei, dass die Zahl der Hospitalisierungen sowie Intensivbettenbelegung die in der Corona-Verordnung festgeschriebenen Werte fünf Tage in Folge überschritten hätten. Die verschärften Maßnahmen hatte das Ministerium bereits Mittwoch angekündigt.

Somit wird der Alltag in diesen beiden Regionen komplizierter für viele Menschen. Etwa für einen Besuch in einem Restaurant oder im Kino muss zusätzlich zur vollständigen Impfung gegen das Coronavirus auch noch ein negativer Corona-Test vorgelegt werden. Diese Schnelltests sind etwa in Apotheken oder Testzentren möglich und kostenlos. Bei Bedarf kann man sich jeden Tag testen lassen.

Auf Klassenfahrt: Corona-Ausbruch unter Hamburger Schülern

7.20 Uhr: Bei einem Ausflug der Katholischen Schule Am Weiher in Eimsbüttel ist es offenbar zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Darüber berichtet das „Abendblatt“. Demnach hätten sich zwölf von 21 Schülern einer vierten Klasse infiziert, die Klasse wurde komplett in Quarantäne geschickt.

Das „Abendblatt“ schreibt weiter, dass es zwischen dem 5. und dem 14. Dezember insgesamt laut Schulbehörde 908 Infektionen an Hamburger Schulen gegeben habe, 839 bei Schülern und 69 bei Lehrern und anderem Schulpersonal.

Die Omikron-Variante sei demnach noch nicht in Schulen der Hansestadt aufgetreten.

Das waren die News vom 16. Dezember

Inzidenz in Schleswig-Holstein weiter gestiegen

20.25 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen der ist in Schleswig-Holstein weiter gestiegen. Die Zahl der registrierten neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner kletterte am Donnerstag auf 164,9, nach 163,2 am Vortag und 156,9 in der Vorwoche. Wie aus den Daten der Landesmeldestelle weiter hervorgeht, wurden am Donnerstag mit 859 neuen Fällen allerdings deutlich weniger Neuinfektionen gemeldet als an den zwei Tagen zuvor mit je über 950.

Im Krankenhaus wurden laut der Zahlen vom Donnerstag 210 Covid-Patienten behandelt, 7 mehr als am Vortag. Auf den Intensivstationen lagen 57 Patienten mit Covid-19, von ihnen mussten 35 beatmet werden. Mit einem weiteren Todesfall stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie erfassten Corona-Toten in Schleswig-Holstein auf 1851.

Der für Corona-Maßnahmen wichtige Wert der Hospitalisierungsinzidenz – wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind – stieg von 3,02 am Mittwoch wieder deutlich auf 3,44 am Donnerstag.

1350 neue Corona-Fälle in MV – Ampel springt auf rot

18.04 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag 1350 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) berichtete, waren dies 77 weniger als am Mittwoch, aber 137 mehr als am Donnerstag vergangener Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank binnen eines Tages um 2,8 auf 447,7 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Mehr als 14.500 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern gelten aktuell als infiziert. Es wurden 9 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. Die Gesamtzahl im Land stieg damit auf 1413.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – wurde am Donnerstag für das Land mit 9,2 angegeben. Damit sprang die landeseigene Corona-Ampel wieder von orange auf rot. Allerdings gelten in der Mitte und im Osten des Landes bereits die schärfsten vorgesehenen Corona-Regeln. In Regionen mit Rot plus bleiben Museen, Theater und Kinos geschlossen.

Ausreichend Impfstoff im Norden für die nächsten Wochen

16.58 Uhr: Der Vorrat an Corona-Impfstoff in Schleswig-Holstein reicht nach Angaben von Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) für die geplanten Impfungen der kommenden Wochen aus. Bis Ende Februar stünden in den Impfstellen insgesamt 720.000 Termine für Menschen über zwölf Jahren zur Verfügung, sofern dafür dann genug Impfstoff geliefert werde, sagte der Minister am Donnerstag im Landtag und bezog sich auf die Debatte der vergangenen Tage um möglicherweise zu geringe Impfstofflieferungen. 338.500 der 720.000 Impftermine seien bereits gebucht. Für Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren stünden zusätzlich mehr als 33.000 Termine zur Verfügung.

Zwei weitere Fälle: So ist die Omikron-Lage in Hamburg

16.10 Uhr: Die neue Coronavirus-Variante Omikron ist in Hamburg noch nicht dominierend, trotz 1000 gemeldeter Neuinfektionen am Donnerstag. Wie die Sozialbehörde der MOPO mitteilte, handele es sich bislang nur um Einzelfälle. „Stand heute sind sieben Fälle von Omikron bestätigt“, so Sprecher Martin Helfrich. Das sind zwei mehr als am Dienstag. Weitere, einzelne Verdachtsfälle seien in Klärung.

Die am Donnerstag gemeldeten 1000 Neuinfektionen stünden nicht im Zusammenhang mit der Omikron-Variante. „Wir betreiben eine Surveillance-Plattform, im Rahmen derer wöchentlich Stichproben aller Fälle in Hamburg analysiert werden“, erklärt Helfrich weiter. „Omikron-Infektionen sind im Rahmen dieser Zufallsstichprobe bisher nicht aufgetreten. Für eine unbemerkte Verbreitung in Hamburg gibt es also derzeit keine Anzeichen.“

Hamburg weitet ab Montag 3G aus

13.15 Uhr: Hamburg weitet die 3G-Pflicht auf alle Einrichtungen der Verwaltung mit Publikumsverkehr aus. Die neue Regelung betrifft unter anderem die Kundenzentren der Bezirke, die Standesämter und den Landesbetrieb Verkehr. Ab dem 20. Dezember bekommen nur noch Personen Zugang, die geimpft, genesen oder negativ getestet sind.

Ausnahmen gelten laut Senat in den Dienststellen der Polizei und in bestimmten Dienststellen der Bezirke. Dazu gehören:

  • der sozialpsychiatrische, schulärztliche und jugendpsychiatrische Dienst,
  • der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst,
  • die Jugend- und Familienhilfe,
  • die Tuberkulose-Fürsorge,
  • die Zahlstellen,
  • die städtischen Sportanlagen,
  • die Fachstellen für Wohnungsnotfälle und allgemeine Sozialhilfe,
  • die Wohnpflegeaufsicht,
  • die Hilfen zur Betreuung, die Straffälligen- und Gerichtshilfe,
  • das Fachamt Beratung, Erlaubnisse und Anmeldung nach dem Prostituiertenschutzgesetz.

Niedersachsen: Klinikdaten etwas besser, Inzidenz steigt wieder

12.34 Uhr: In Niedersachsen geben die aktuellen Corona-Daten ein durchwachsenes Bild ab: Die Werte aus den Kliniken haben sich etwas verbessert, doch die allgemeine Infektionsentwicklung bleibt angespannt. Nachdem die Sieben-Tages-Inzidenz am Vortag noch zurückgegangen war, nahm sie mit Stand Donnerstagmorgen wieder leicht von 178,6 auf 179,2 zu. So viele bestätigte Neuinfektionen wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts zuletzt binnen einer Woche auf 100.000 Einwohner gerechnet im Land registriert. Die maßgebliche Kennzahl zur Bewertung der Situation – der sogenannte Hospitalisierungsindex – sank hingegen von im Schnitt 6,4 auf noch 6,0 Einweisungen von Covid-19-Patientinnen und -Patienten in die Krankenhäuser je 100.000 Menschen. Laut dem Landesgesundheitsamt ging die Auslastung der Intensivbetten mit schwer Corona-Kranken in Niedersachsen minimal von 10,5 auf 10,4 Prozent zurück.

1001 Neuinfektionen und elf Tote in Hamburg

12.05 Uhr: In Hamburg sind am Donnerstag 1001 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind sieben mehr als am Mittwoch, aber 30 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist dadurch leicht gesunken und lag bei nun 282,1 (Vortag: 283,7; Vorwoche: 243,3).

Die Hospitalisierungsquote, die angibt, wie viele Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum stationär aufgenommen wurden, gab das RKI am Donnerstag mit 3,62 an (+0,92). Dieser Wert fällt aber stets zu niedrig aus, aufgrund von Nachmeldungen wird er erfahrungsgemäß vom RKI nach oben korrigiert. Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 15. Dezember 232 Corona-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 58 angegeben. Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden am Donnerstag 61 Patienten intensiv behandelt.

Laut RKI sind in Hamburg bislang 1940 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 15. Dezember). Binnen eines Tages wurde elf weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 126.149 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 109.200 als genesen.

1.447.714 Menschen haben in Hamburg bis einschließlich Mittwoch eine Impfung erhalten, 1.404.726 auch eine zweite und 418.510 eine Auffrischimpfung.

Bei Hamburg: Apotheker startet Impf-Marathon

11.10 Uhr: Ein Apotheker zündet den Impf-Turbo: Zum zweiten Wochenende in Folge findet in der Alfred-Nobel-Schule (Neuer Krug 37-39) in Geesthacht die Aktion „Gee impft“ statt. Ü30-Impfwillige können sich am Samstag und Sonntag von 9 bis 19 Uhr mit Moderna impfen lassen – egal ob Erst-, Zweit- oder Booster-Impfungen. Letztere wird nach Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) bereits vier Monate nach der Zweitimpfung gespritzt.

„Willkommen sind Impfwillige aus allen Bundesländern“, sagt Frank Techet, Initiator und Inhaber der Geesthachter Stadt Apotheke. Er betont: „Wir werden in jeder Schicht auch eine Frau haben, die Impfungen durchführt. Unsere Erfahrung ist, dass es bei unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen ein Ausschlusskriterium sein kann, wenn die Impfung durch einen Mann durchgeführt werden müsste“.

Am letzten Wochenende konnten laut Techet 1430 Impfungen durchgeführt werden. Wartezeiten habe es – anders als bei vielen Angeboten in Hamburg – kaum gegeben. Er ruft deswegen Impfwillige auf, das Angebot zu nutzen, solange genug Impfstoff da ist. Aktuell reiche es für 5000 Leute.

Am Mittwoch hatte der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bestätigt, dass in Deutschland Impfstoff für die Booster-Kampagne für das erste Quartal 2022 fehlt.

Hamburg öffnet Corona-Impfzentrum für Fünf- bis Elfjährige

8.30 Uhr: In Hamburg öffnet am Donnerstag um 10 Uhr ein zentrales Corona-Impfzentrum für Kinder von fünf bis elf Jahren. In dem in einer Sporthalle in der Nähe des Michels umgebauten Zentrum sollen künftig von Dienstag bis Donnerstag sowie samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr Corona-Schutzimpfungen verabreicht werden – bis zu 2500 Mal pro Woche. Vorrang haben laut Sozialbehörde vorerkrankte Kinder. Aber auch andere Eltern, die sich mit ihrem Kind für eine Impfung entscheiden, können einen Termin erhalten.

In der Hansestadt kommen etwa 110.000 Kinder zwischen fünf und elf Jahre für eine Corona-Impfung in Betracht. Die ersten Dosen des speziell für Kinder hergestellten Impfstoffs von Biontech/Pfizer waren für Mittwochabend erwartet worden. Insgesamt erhält Hamburg in einer ersten Tranche 30.000 Impfdosen. Ein Drittel des Impfstoffs soll an die niedergelassenen Kinderärzte ausgegeben werden.

Das Kinderimpfzentrum in der Pasmannstraße wird zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KHV) betrieben. Voraussetzung für die Impfung ist ein Termin, der im Internet gebucht werden kann. Neben dem Kinderimpfzentrum werden ab Donnerstag auch die Asklepios Klinik Nord und die Kinderklinik des UKE mit der Corona-Impfung für Kinder beginnen. Vier andere Kinderkliniken sollen sukzessive folgen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Impfungen zurzeit für Kinder, die Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder Angehörige mit hohem Risiko haben. Es können nach individueller Entscheidung und ärztlicher Aufklärung aber auch alle Kinder dieser Altersgruppe geimpft werden. Für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren laufen Impfungen bereits seit Längerem.

Das waren die Corona-News am 15. Dezember:

Mecklenburg-Vorpommern hält die Ampel auf Orange

21.03 Uhr: Die Corona-Lage hat sich laut dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Mittwoch in Mecklenburg-Vorpommern kaum verändert. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg binnen eines Tages lediglich um 0,7 auf 451,6 Corona-Neuinfektionen. Zur Vorwoche war der Anstieg mit 27,2 Punkten jedoch deutlich. Mit 1430 neuen gemeldeten Infektionen liegt die Zahl zur Wochenmitte zwar deutlich unter dem Höchstwert vom Vortag von 1934, aber weiter auf einem sehr hohen Niveau.

Das Lagus meldete zudem vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl im Land stieg demnach auf 1404. Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz wurde am Mittwoch für das Land mit 8,5 angegeben. Da der Schwellenwert von 9,0 nicht überschritten wurde, steht die landeseigene Corona-Ampel weiter auf Orange. Allerdings gelten in der Mitte und im Osten des Landes bereits die schärfsten vorgesehenen Corona-Regeln. In Regionen mit Rot plus bleiben Museen, Theater und Kinos geschlossen.

Auf den Intensivstationen lagen den Angaben zufolge 95 Covid-Patienten – vier weniger als am Vortag. Am Mittwoch wurden 389 Patienten mit Covid-19 in den Krankenhäusern gezählt. Das waren sechs weniger als am Dienstag.

Sechs weitere Todesfälle in Schleswig-Holstein

19.10 Uhr: Die Landesmeldestelle in Schleswig-Holstein gab bei der Zahl der Neuinfektionen heute (Stand: 18.41 Uhr) 953 an – zwei Fälle weniger als gestern. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg leicht auf 163,2 (Vortag 160,7). Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Patienten stieg unwesentlich von 201 auf 203; 58 Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt, von denen 38 beatmet werden mussten.

Die Hospitalisierungsinzidenz sank leicht von 3,13 auf 3,02. Sie besagt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind.

Zu den im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion Gestorbenen kamen bis Mittwoch 6 hinzu, so dass ihre Gesamtzahl auf 1850 stieg. Im Vergleich der Kreise verzeichnete nach wie vor Lübeck mit 242,8 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz, gefolgt vom Kreis Stormarn (226,1) und Herzogtum Lauenburg (209,9). Den geringsten Wert wies jetzt der Kreis Schleswig-Flensburg mit 91,8 auf.

Neue Zahlen: So viele Geimpfte infizieren sich in Hamburg mit Corona

17.10 Uhr: Auch Hamburg hat nach Bekanntwerden der Omikron-Variante den Impfturbo gezündet. Doch wie sah es mit der Zahl der Impfdurchbrüche davor aus? Unter den 1.376.146 komplettierten Impfserien bis zum 29. November gab es in Hamburg 6770 Fälle, in denen sich eine Person trotz vollständiger Schutzimpfung infiziert und Symptome entwickelt hatte, teilt die Sozialbehörde mit. Als vollständig geimpft bzw. mit dem vollständigen Impfschutz ausgestattet, gelten Personen ab 14 Tagen nach der vervollständigten Impfserie – in der Regel nach der zweiten Impfung.

Bezogen auf alle seit Anfang der Impfkampagne durchgeführten Schutzimpfungen entspricht das einem Anteil von 0,49 Prozent sogenannter Impfdurchbrüche. In insgesamt 383 Fällen wurde eine Krankenhausbehandlung erforderlich, in 43 Fällen davon eine intensivmedizinische Behandlung.

Hospitalisierung in Niedersachsen leicht gestiegen

14.30 Uhr: Trotz eines sinkenden Infektionsgeschehens haben die coronabedingten Krankenhauseinweisungen in Niedersachsen zugenommen. Der für die Bewertung der Pandemie-Situation maßgebliche Hospitalisierungsindex lag nach Angaben des Landesgesundheitsamtes am Mittwoch bei 6,4, nachdem er am Dienstag noch bei 6,3 gelegen hatte. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen auf 100.000 Einwohner gerechnet mit einer Covid-19-Erkrankung neu in eine Klinik aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten in den niedersächsischen Krankenhäusern ging leicht von 10,6 auf 10,5 zurück.

Die Sieben-Tages-Inzidenz in Niedersachsen ging von 187,1 auf 178,6 zurück. Dieser Wert bezeichnet, wie viele Menschen von 100.000 Einwohnern sich innerhalb der vergangenen sieben Tage mit dem Virus infiziert haben. An neuen Infektionsfällen kamen am Mittwoch 2684 hinzu, die Zahl der Toten stieg um 22 auf 6616 Menschen.

994 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz steigt deutlich auf 283,7

11.58 Uhr: In Hamburg sind am Mittwoch 994 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 335 mehr als am Dienstag, und 411 mehr als am Mittwoch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist dadurch deutlich gestiegen und lag bei nun 283,7 (Vortag: 262,1; Vorwoche: 236) – ein neuer Negativ-Rekord.

Die Hospitalisierungsquote, die angibt, wie viele Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum stationär aufgenommen wurden, gab das RKI am Mittwoch mit 3,83 an (+0,32). Dieser Wert fällt aber stets zu niedrig aus, aufgrund von Nachmeldungen wird er erfahrungsgemäß vom RKI nach oben korrigiert. Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 14. Dezember 236 Corona-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 62 angegeben. Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden am Mittwoch 59 Patienten intensiv behandelt.

Laut RKI sind in Hamburg bislang 1929 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 14. Dezember). Binnen eines Tages wurde drei weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 125.148 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 108.300 als genesen.

1.445.941 Menschen haben in Hamburg bis einschließlich Dienstag eine Impfung erhalten, 1.402.347 auch eine zweite und 396.694 eine Auffrischimpfung.

Intensivstationen: So ist die Lage in Hamburgs Krankenhäusern

Gesundheitsministerin: Auswirkungen von Impfstoffmangel noch unklar

10.49 Uhr: Wie stark Niedersachsen von dem angekündigten Impfstoffmangel Anfang kommenden Jahres betroffen ist, kann laut Gesundheitsministerin Daniela Behrens noch nicht gesagt werden. Das teilte die SPD-Politikerin am Mittwoch im Landtag mit. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Dienstagabend gesagt, dass für die weitere Booster-Impfkampagne gegen das Coronavirus Anfang kommenden Jahres ausreichende Mengen an Impfstoff fehlen. „Wir haben einen Impfstoffmangel für das erste Quartal», sagte Lauterbach den ARD-«Tagesthemen“.

Der Minister arbeitet nach eigenen Worten bereits daran, den Mangel zu beseitigen. „Ich hoffe, dass ich da in den nächsten Tagen eine positive Botschaft übermitteln kann.“ Bemühungen liefen über alle Kanäle, auch direkt zu den Unternehmen, es müsse aber alles EU-konform sein. „Wir müssen hier Geschwindigkeit gewinnen.“ Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Dienstag darauf verständigt, dass für geimpfte Menschen mit Booster-Auffrischimpfung zusätzliche Tests bei Corona-Zugangsregeln vorerst weitgehend wegfallen sollen. Eine solche Befreiung soll 15 Tage nach der Auffrischungsimpfung gelten.

In Niedersachsen ist eine solche Befreiung allerdings bereits direkt nach der Auffrischungsimpfung der Fall. Daran soll festgehalten werden, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der dpa am Mittwoch in Hannover sagte.

Polizei entdeckt knapp 1300 Impfausweis-Sticker in Wohnung

8.50 Uhr: Bei einer Razzia hat die Polizei knapp 1300 Impfausweis-Etiketten in der Wohnung eines 28-Jährigen in Bodenfelde (Kreis Northeim) entdeckt. Nach einem Hinweis der Polizei Stuttgart hatte das Amtsgericht Göttingen einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung erwirkt, wie die Polizei Northeim am Dienstag mitteilten. Der Beschuldigte habe den Beamten am Montag acht Bögen mit insgesamt 1296 Chargen-Etiketten überreicht. Zudem wurde ihnen ein Stempel mit der Aufschrift eines Impfzentrums im Landkreis Hildesheim ausgehändigt. Beschlagnahmt wurden außerdem ein Mobiltelefon und ein Laptop.

So hoch sind die Corona-Inzidenzen je Altersgruppe in Hamburg

7 Uhr: 4904 Corona-Infektionen zählte die Gesundheitsbehörde in der abgelaufenen 49. Kalenderwoche. Am Dienstag teilte die Behörde mit, wie sich die Fälle auf die Altersgruppen verteilten. Ganz vorne sind wieder Kinder und Jugendliche: 19,4 Prozent der gesamten Fälle gehen auf die Altersgruppe der 6- bis 14-Jährigen zurück, die Inzidenz liegt in dieser Gruppe bei 628,8 (Vorwoche: 593,1). Am zweithöchsten liegt der Wert bei den 15- bis 19-Jährigen, ging aber immerhin zurück von 345,6 auf nun 330,3. Bei Kleinkindern war der Anstieg der Fälle hingegen beachtlich: Mit 301 Neuinfektionen (rund 70 mehr als in der Vorwoche) schoss die Inzidenz von 232,6 auf nun 303.

Bei den über 70-Jährigen stieg die Inzidenz zwar zum ersten Mal seit Wochen wieder, liegt aber mit 78,4 (Vorwoche: 68,9) nach wie vor am niedrigsten.

Die Inzidenzen nach Altersgruppen in der 49. Kalenderwoche:

  • Bei den 0- bis 5-Jährigen lag sie bei 303,0 (301 Infektionen),
  • bei den 6- bis 14-Jährigen bei 628,8 (953),
  • bei den 15- bis 19-Jährigen bei 330,3 (259),
  • bei den 20- bis 29-Jährigen bei 323,3 (781),
  • bei den 30- bis 39-Jährigen bei 295,2 (892),
  • bei den 40- bis 49-Jährigen bei 281,8 (701),
  • bei den 50- bis 59-Jährigen bei 186,4 (501),
  • bei den 60- bis 69-Jährigen bei 137,1 (261)
  • und bei den über 70-Jährigen bei 78,4 (213).

Die Fallzahlen je Altersgruppe hat die Hamburger Gesundheitsbehörde am Dienstag veröffentlicht. Die Inzidenzen hat die MOPO mit Bevölkerungsdaten vom Statistikamt Nord (Stichtag: 31. Dezember 2020) berechnet.

Das waren die Corona-News am 14. Dezember:

Omikron: So viele Fälle gibt es derzeit in Hamburg

20.45 Uhr: Innerhalb der vergangenen sieben Tage wurden 4992 neue Corona-Fälle gemeldet. Das entspricht einer aktuellen Inzidenz von 262,1 in der Hansestadt. Seit Beginn der Pandemie haben sich 124.154 Hamburgerinnen und Hamburger infiziert, rund 107.500 Personen gelten als genesen. In der zurückliegenden Kalenderwoche lag die Anzahl der durchgeführten laborausgewerteten PCR-Tests pro Werktag durchschnittlich bei rund 15.700 Testungen. 9,7 Prozent von ihnen sind positiv.

Die Virusvariante B.1.1.529, Omikron, bleibt in Hamburg weiterhin wenig verbreitet und wurde bislang in fünf Fällen in Hamburg nachgewiesen, es gibt laut Sozialbehörde weitere Verdachtsfälle, die derzeit in Prüfung sind. Weiterhin werden in Hamburg Sequenzierungen zum eindeutigen Nachweis bekannter Virusvarianten im Rahmen von zufällig ausgewählten Stichproben sowie bei bestimmten Anhaltspunkten vorgenommen.

Inzidenz in Schleswig-Holstein bleibt nahezu unverändert

20.10 Uhr: Schleswig-Holstein tritt bei der Corona-Inzidenz auf der Stelle. Nach den Daten der Landesmeldestelle (Stand: 18.59 Uhr) betrug die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Dienstag 160,7 – nach 160,3 am Montag. Am Dienstag vor einer Woche lag der Wert bei 148,6. Es wurden am Dienstag 955 neue Fälle gemeldet, gegenüber 610 am Montag und 916 vor einer Woche.

Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Patienten stieg unwesentlich von 199 auf 201; 53 Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt, von denen 38 beatmet werden mussten. Die Hospitalisierungsinzidenz legte wieder von 2,95 am Montag auf 3,13 zu. Sie besagt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind. Zu den im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion Gestorbenen kamen bis Dienstag 4 hinzu, so dass ihre Gesamtzahl auf 1844 stieg. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie Genesenen betrug zuletzt 95.500.

Im Vergleich der Kreise verzeichnete nach wie vor Lübeck mit 262,2 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz, gefolgt vom Kreis Stormarn (231,8) und Herzogtum Lauenburg (213,4). Den geringsten Wert wies jetzt der Kreis Dithmarschen mit 81,1 aus, der das bisherige Schlusslicht Nordfriesland (105,9) ablöste.

Polizei entdeckt 1300 Impfausweis-Sticker in Wohnung

19.52 Uhr: Bei einer Razzia hat die Polizei knapp 1300 Impfausweis-Etiketten in der Wohnung eines 28-Jährigen in Bodenfelde (Kreis Northeim) entdeckt. Nach einem Hinweis der Polizei Stuttgart hatte das Amtsgericht Göttingen einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung erwirkt, wie die Polizei Northeim am Dienstag mitteilten. Der Beschuldigte habe den Beamten am Montag acht Bögen mit insgesamt 1296 Chargen-Etiketten überreicht. Zudem wurde ihnen ein Stempel mit der Aufschrift eines Impfzentrums im Landkreis Hildesheim ausgehändigt. Beschlagnahmt wurden außerdem ein Mobiltelefon und ein Laptop.

Lage in Hamburgs Kliniken entspannt sich

19.30 Uhr: Im Vergleich zur Vorwoche verbessert sich die Lage in Hamburgs Kliniken – die Auslastung sinkt leicht ab. 236 Patient:innen mit einer Coronavirus-Infektion werden derzeit stationär in 20 Hamburger Krankenhäusern behandelt, darunter werden 63 Personen eine intensivmedizinisch behandelt. 19 Prozent der aktuell in Behandlung befindlichen Corona-Patient:innen haben ihren Wohnsitz außerhalb Hamburgs (Datenstand der letzten Erhebung 8.12.2021). 21 Prozent der auf den Intensivstationen behandelten Fälle sind auswärtige Patient:innen. In den stationären Pflegeeinrichtungen sind in 15 Einrichtungen insgesamt 37 Bewohner:innen mit dem Coronavirus infiziert. 

Laut Berechnungen des RKI liegt die Sieben-Tages-Inzidenz bei Hospitalisierungen von Hamburgerinnen und Hamburgern aktuell bei 3,4.

Hamburg zündet den Impfturbo

18.20 Uhr: In der vergangenen Woche wurden in Hamburg  insgesamt 117.567 Impfungen durchgeführt – 75 Prozent davon in den Arztpraxen, 20 Prozent über die städtischen Impfangebote und fünf Prozent über betriebsmedizinische Angebote, heißt es von der Gesundheitsbehörde. Bei 84 Prozent der durchgeführten Impfungen handele es sich um Auffrischungsimpfungen, teilt die Sozialbehörde mit.

Die Behörde verweist auf die Möglichkeit für Booster-Impfungen in zahlreichen Arztpraxen und zusätzlichen 15 Krankenhausstandorten, an denen Impfstellen eingerichtet wurden. Zudem wurde in jedem Bezirk ein Impfzentrum in Betrieb genommen, und weiterhin machen mobile Impfteams der Stadt Hamburg dezentrale Impfangebote an Standorten im gesamten Stadtgebiet. Die aktuelle Übersicht ist online unter www.hamburg.de/corona-impfung aufrufbar. Derzeit ist das Buchen von Terminen für die Impfung für Kinder ab 12 Jahren über das Terminbuchungstool der Freien und Hansestadt Hamburg möglich. Es sollen dort auch Termine an den Krankenhausstandorten für die Altersgruppe der fünf- bis elfjährigen Kinder eingestellt werden. In dieser Woche soll ein eigens eingerichtetes Kinderimpfzentrum zum Angebot hinzukommen.

Neue Regeln in Schleswig-Holstein

17.45 Uhr: Menschen mit Auffrischungsimpfung werden in Schleswig-Holstein von geplanten zusätzlichen Testpflichten befreit. Wo ab Mittwoch Zugangsregeln nach dem Modell 2G plus gelten (gegen Corona geimpft oder genesen und zusätzlich getestet) wie beispielsweise beim Einchecken ins Hotel, werden Menschen nach einem sogenannten Booster von der Testpflicht befreit, wie aus der am Dienstag vom Kabinett beschlossenen neuen Corona-Verordnung hervorgeht. Die Auffrischungsimpfung muss dafür aber bereits 14 Tage zurückliegen. Die neuen Regeln gelten ab Mittwoch.

Die Jamaika-Koalition verschärft die bestehenden Corona-Regeln im Norden erneut. Ab Mittwoch gilt bei privaten Zusammenkünften von ungeimpften Personen die Regel Hausstand plus zwei. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. In Clubs und Diskotheken gilt künftig ebenfalls 2G plus. Bei größeren Sportveranstaltungen wie Handball- und Fußballspielen darf höchstens die Hälfte aller Plätze besetzt werden.

Negativrekord in Mecklenburg-Vorpommern

17.35 Uhr: Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) hat am Dienstag 1934 Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Das ist die bisher höchste an einem Tag registrierte Zahl. Am Dienstag der Vorwoche waren es 1433. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg laut Lagus binnen eines Tages um 18,7 auf 451,1 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche und lag somit 9,2 Punkte höher als am Dienstag vor einer Woche.

Das Lagus meldete elf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl im Land stieg demnach auf 1400.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – wurde am Dienstag für das Land mit 8,6 angegeben. Da der Schwellenwert von 9,0 nicht überschritten wurde, steht die landeseigene Corona-Ampel weiter auf Orange. Allerdings gelten in der Mitte und im Osten des Landes bereits die schärfsten vorgesehenen Corona-Regeln. In Regionen mit Rot bleiben Museen, Theater und Kinos geschlossen.

Keine strengeren Corona-Regeln für Feiertage zu erwarten

16.45 Uhr: Der Senat bewertet die Corona-Lage in Hamburg weiter als angespannt. Inzidenz, Hospitalisierungsrate und der R-Wert sind im Vergleich zur vergangenen Woche gestiegen. „Die Infektionsdynamik nimmt stetig zu“, erklärte Senatssprecher Marcel Schweitzer bei der Landespressekonferenz am Dienstag. Sollte die Corona-Lage aber so bleiben oder sich entspannen, seien keine zusätzlichen Kontaktbeschränkungen für Weihnachten und Silvester zu erwarten. Auch 2G Plus auszuweiten, sei zunächst nicht geplant.

Schweitzer betonte allerdings, dass keine verbindlichen Versprechungen gemacht werden könnten, sondern auf die Entwicklungen in der Pandemie reagiert werden müsse. Auch, wenn auf Bundesebene weitere Beschränkungen beschlossen werden sollten, werden diese in Hamburg umgesetzt.

Für Silvester waren zudem auf Bundesebene bereits An- und Versammlungsverbote, ein Böllerverbot auf publikumsträchtigen Plätzen und ein Verkaufsverbot von Pyrotechnik vor Silvester beschlossen worden, die auch in Hamburg realisiert werden.

Ausnahmen für Jugendliche und Schwangere von 2G verlängert

15.57 Uhr: Jugendliche und Schwangere in Mecklenburg-Vorpommern können ungeimpft auch nach dem Jahreswechsel an sozialen Aktivitäten teilnehmen, für die 2G oder 2G plus vorgeschrieben sind. Die Landesregierung verlängerte die Ausnahme für 12- bis unter 18-Jährige sowie für Schwangere am Dienstag bis Ende April, wie Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) nach der Kabinettssitzung in Schwerin sagte. Nötig sei weiterhin ein tagesaktueller Corona-Test.

„Wir möchten, dass Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrem Impfstatus an sozialen Aktivitäten teilnehmen können“, erklärte Drese. Für Schwangere sei die Impfempfehlung vergleichsweise spät gekommen, deshalb sei für sie die Ausnahme von der 2G-Regel nun „angemessen“ verlängert worden.

Schleswig-Holstein: Impfkampagne für fünf- bis elfjährige startet

15.34 Uhr: Am Dienstag hat in Schleswig-Holstein mit zwei Familien-Impfaktionen die Impfkampagne für fünf- bis elfjährige Kinder begonnen. Bei den offenen Aktionen im Citti-Park in Lübeck sowie in Schenefeld bei Hamburg im dortigen Einkaufszentrum konnten sich nicht nur Erwachsene ihren Piks gegen Corona abholen, sondern auch Mädchen und Jungen in der genannten Altersgruppe.

Sie erhalten den Impfstoff von Biontech/Pfizer in einer geringeren Dosierung. Die ersten Kinderimpfungen bei den offenen Impfaktionen seien nach den bisherigen Rückmeldungen sehr gut angenommen worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Maskenpflicht bei Demos beschlossen

13.55 Uhr: Der Senat hat eine Maskenpflicht bei Demonstrationen in Hamburg beschlossen, die ab morgen in Kraft tritt, so Senatssprecher Marcel Schweitzer bei der Landespressekonferenz am Dienstag. Zudem soll die Verordnung so angepasst werden, dass Sicherheit, Ordnung und Infektionsschutz auch bei großen Aufzügen sichergestellt werden könne. Die konkreten Maßnahmen werden derzeit juristisch geprüft und sollen in den kommenden Tagen ausgearbeitet werden.

Am Wochenende hatten etwa 10.000 Menschen gegen die Corona-Politik demonstriert und dabei keine Masken getragen, da noch keine entsprechende Maskenpflicht galt.

659 Neuinfektionen – Inzidenz steigt weiter

12.00 Uhr: In Hamburg sind am Dienstag 659 neue Corona-Infektionen gemeldet worden – das sind 45 mehr als noch am Dienstag vergangener Woche, und 37 Fälle mehr als gestern (622). Die Sieben-Tages-Inzidenz stieg weiter auf nun 262,1 (Vortag: 259,8) – der nächste neue Negativ-Rekord in der Hansestadt. Vor einer Woche lag sie bei 244,2.

Insgesamt haben sich seit Ausbruch der Pandemie 124.154 Menschen mit Covid-19 infiziert, 107.500 davon werden als geheilt eingestuft.

In Hamburger Krankenhäusern werden den weiteren Angaben der Gesundheitsbehörde nach zurzeit 236 Corona-Patienten behandelt, 63 liegen auf Intensivstationen. Nachweislich an Corona gestorben sind in Hamburg 1926 Menschen. Binnen eines Tages wurde kein weiterer Todesfall erfasst (Stand 13.12.). Die Hospitalisierungsquote, die angibt, wie viele Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum stationär aufgenommen wurden, ist in Hamburg wieder gesunken: Das RKI gab sie am Dienstag mit 3,4.

Mit Stand Dienstag sind in Hamburg bisher 1.444.501 Menschen geimpft worden; 1.400.264 haben auch ihre zweite Impfdosis erhalten.

Hospitalisierungsrate weiter hoch – Inzidenz bei 187,1

9.14 Uhr: Das Corona-Geschehen in Niedersachsen ist am Dienstag auf einem hohen Niveau geblieben. Der für die Bewertung der Pandemie-Situation maßgebliche Hospitalisierungsindex lag nach Angaben des Landesgesundheitsamtes wie am Vortag bei 6,3. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen auf 100.000 Einwohner gerechnet mit einer Covid-19-Erkrankung neu in eine Klinik aufgenommen wurden.

In Niedersachsen lag die Sieben-Tages-Inzidenz bei 187,1. Wegen eines technischen Problems war die Inzidenz des Vortages nicht bekannt. Der Wert gibt an, wie viele Menschen von 100 000 Einwohner sich innerhalb der vergangenen sieben Tage mit dem Virus infiziert haben. An neuen Infektionsfällen kamen am Dienstag 3748 hinzu, die Zahl der Toten stieg um 34 auf 6594 Menschen.

Landesregierung will neue Corona-Regeln beschließen

7.10 Uhr : Schleswig-Holsteins Landesregierung will heute verschärfte Corona-Regeln auf den Weg bringen. Bereits angekündigt ist eine Einschränkung privater Zusammenkünfte von ungeimpften Personen. Für sie gilt künftig die Regel Hausstand plus zwei. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Derzeit können sich laut Corona-Landesverordnung bis zu zehn Ungeimpfte treffen.Die neue Corona-Landesverordnung soll am Mittwoch in Kraft treten.

Zudem plant die Jamaika-Koalition eine verschärfte 2G-Regel in Clubs, Diskotheken und Beherbergungsbetrieben. Bei größeren Sportveranstaltungen wie Handball- und Fußballspielen darf höchstens die Hälfte aller Plätze besetzt werden. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte Ende November nach Beratungen von Bund und Ländern angekündigt, denkbar seien bei Großveranstaltungen beispielsweise neben 2G auch eine Masken- und Testpflicht.



Source link

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *