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DAS müssen Spanien-Urlauber jetzt beim Flirten beachten


Von B.Z. Redaktion

Sonne, Strand und ein heißer Flirt auf Mallorca? Dafür könnten Spanien-Urlauber künftig im Knast landen!

Der Grund: In Spanien wird das Sexualstrafrecht durch das „Nur-Ja-heißt-Ja-Gesetz“ verschärft. Vor dem Sex müssen alle Beteiligten dem Sex zustimmen. Erfolgt die Zustimmung nicht, kann der Sex als Vergewaltigung angezeigt werden. Das Strafmaß: bis zu 15 Jahren Haft! Die neuen Regelungen gelten auch für Touristen, die miteinander in Spanien Sex haben.

Brisant: Das neue Gesetz hebt auch die Unterscheidung zwischen sexuellen Übergriffen und Vergewaltigung (in Spanien: sexuelle Aggression) auf. Alle Handlungen, die „die sexuelle Freiheit einer anderen Person ohne deren Zustimmung verletzen“, gehen – mit unterschiedlichen Strafmaß – als Vergewaltigung durch.


▶︎ Das bedeutet: Selbst ein Kuss oder eine Berührung am Oberschenkel muss zuerst mit einem „Ja“ erlaubt werden. Ansonsten könnte die Frau den Flirt-Partner anzeigen.

Sexualstrafrechts-Expertin Sarah Stolle (Kanzlei Stevens & Partner) zeigt sich auf BILD-Anfrage besorgt: „Es ist äußerst lebensfremd, wenn um ausdrückliche Zustimmung gebeten werden muss, ob nun Po, Brust oder Oberschenkel während eines Flirts berührt werden dürfen, zumal viele Personen auch gar nicht darüber sprechen möchten, erst recht nicht vor dem Geschlechtsverkehr, um die Stimmung nicht zu ‚killen‘.“

Abgesehen davon könne es dazu kommen, dass man die Zustimmung im Eifer des Gefechts vergesse. Ein gekränkter Sexualpartner könne somit leicht zu Unrecht Anzeige erstatten, was bereits in zwei Drittel der Vergewaltigungsfälle vorkomme, so Stolle.

Anzeige für „einschüchterndes Kompliment“

Mit dem „Nur-Ja-heißt-Ja-Gesetz“ gehen aber noch andere Verschärfungen einher:

Um „Straßenbelästigungen“ (sogenanntes „Cat Calling“) zu bekämpfen, stehen zukünftig auch „Handlungen, Komplimenten und Verhaltensweisen“ unter Strafe, die „für das Opfer eine objektiv erniedrigende, feindselige oder einschüchternde Situation schaffen“.

▶︎ Bedeutet: Wer in Spanien einer Frau hinterherpfeift oder sie zu forsch anredet, könnte angezeigt werden.

Anlass für das Gesetz waren mehrere Fälle von Gruppenvergewaltigungen in Spanien, bei denen die Täter mit milden Strafen davongekommen waren, weil die Opfer aus Angst oder „Schock“ die Tat über sich ergehen ließen.

Das spanische Parlament stimmte mehrheitlich für den Gesetzesentwurf. Jetzt muss der Entwurf noch vom Senat gebilligt werden, was aber als Formsache gilt.





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