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Deutschland gewinnt gegen Finnland 3:0



Die Bundestrainerin hatte es sichtlich eilig, mit ihrem Team schnell ins Quartier nach Brentford im Londoner Westen zurückzukehren – und das Unterfangen Viertelfinale anzugehen.

„Wir tun wirklich gut daran, uns ab 23.00 Uhr ganz seriös auf den Gegner vorzubereiten“, erklärte Martina Voss-Tecklenburg kurz nach dem 3:0 (1:0) des deutschen Teams gegen Finnland. Die bedeutungslose letzte Gruppenpartie bei der Europameisterschaft hakten die DFB-Frauen rasch ab, alle Konzentration gilt nun dem ersten K.o.-Spiel gegen Österreich am Donnerstag.

„Nicht super brillant“

„Ich fand, das war heute nicht super brillant, aber es war sehr, sehr seriös. Es war wieder leidenschaftlich“, bilanzierte Voss-Tecklenburg am Samstagabend in Milton Keynes. „Es ist nicht alles gelungen heute, aber am Ende stehen wir in dieser Gruppe mit neun Punkten und 9:0 Toren da.“

So applaudierte sie nach dem Abpfiff am Spielfeldrand ihrem Team, das sich zeitweise allerdings etwas schwer tat gegen die bereits ausgeschiedenen, aber eifrig verteidigenden Finninnen. Dennoch gab es viele zufriedene Gesichter auf deutscher Seite – vor allem bei Nicole Anyomi, Laura Freigang und Sara Doorsoun.

Das Trio von Eintracht Frankfurt durfte sein EM-Debüt geben. Und Klubkollegin Sophia Kleinherne überzeugte als Linksverteidigerin bei ihrem ersten Startelfeinsatz dieses Turniers. Damit hat die Bundestrainerin alle 20 Feldspielerinnen eingesetzt, was dem Binnenklima nicht schadet.

„Mein Bauchgefühl sagt, du schießt ein Tor“

Kleinherne brach mit ihrem ersten Länderspieltreffer den Bann (40. Minute). Popp mit ihrem dritten Tor im dritten Spiel (48.) und Joker Anyomi (63.) trafen dann noch vor 20.721 Zuschauern. „Ich habe lange auf die Spielzeit gewartet. Jetzt habe ich endlich die Chance bekommen“, sagte Flügelstürmerin Anyomi, die in der DFB-Auswahl aber hinten rechts gefordert ist.

„Ich habe zu Nici heute Morgen gesagt: Mein Bauchgefühl sagt mir, du schießt ein Tor“, berichtete Voss-Tecklenburg lächelnd. Am Ende war es für den Rekord-Europameister „ein hartes Stück Arbeit“, sagte Popp, die nun in jedem der drei ersten Spiele getroffen hat. Wie schon beim 4:0 gegen Dänemark und 2:0 gegen Spanien blieben die DFB-Frauen ohne Gegentreffer.

Am Donnerstag geht es für Deutschland nun im Brentford Community Stadion um den Halbfinal-Einzug. „Dass Österreich der nächste Gegner ist, finde ich gut, finde ich spannend, weil da viele aus der Bundesliga kommen“, sagte Mittelfeldspielerin Linda Dallmann vom FC Bayern, die ebenfalls erstmals bei der EM von Anfang an spielte.

Das Austria-Team hat gleich 13 Spielerinnen aufzubieten, die bei einem deutschen Erstligaklub unter Vertrag stehen. „Wir freuen uns auf dieses Nachbarschaftsduell. Das wird kein Spaziergang in irgendeine Richtung“, sagte Voss-Tecklenburg. „Ich glaube trotzdem, dass wir leichter Favorit sind.“



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