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Digitaler Impfpass läuft jetzt ab! Prüfen Sie hier, wann Sie handeln müssen


Der frühere Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte es bereits angekündigt. Nun geht die Europäische Union den wichtigen Schritt. Die Impfzertifikate sollen nach neun Monaten (oder 270 Tage) ab der Zweitimpfung auslaufen.  Das kündigte die EU-Kommission an.

Die Mitgliedstaaten können zwar noch gegen den Beschluss stimmen, doch es ist unwahrscheinlich, dass es dazu kommt. In vielen Ländern gilt bereits ein Ablaufdatum auf den Impfstatus. Darunter etwa in Frankreich, Österreich und Kroatien.

Eine einheitliche EU-Regelung war zwingend nötig, denn in Österreich laufen beispielsweise Impfzertifikate nach neun Monaten aus, in Kroatien nach sieben Monaten. Die unterschiedlichen Regeln könnten den Reiseverkehr und die Reisefreiheit innerhalb der EU negativ beeinflussen.

Warum sollen Impfungen nach neun Monaten auslaufen?

Hintergrund ist die nachlassende Wirkung der Impfstoffe, die nach bisherigem wissenschaftlichen Stand nach einigen Monaten eintritt.

Deutschland hatte bereits bei der vergangenen Ministerpräsidentenkonferenz Anfang Dezember beschlossen: “Weil der Schutz der Corona-Impfung vor den aktuell vorherrschenden Virusvarianten bei den derzeit verfügbaren Impfstoffen etwa ab dem fünften Monat kontinuierlich nachlässt, wird der Impfstatus zu verändern sein, sofern keine Auffrischimpfung erfolgt.”

Und weiter: “Bund und Länder werden sich unter Berücksichtigung der Impfkampagne und der zur Verfügung stehenden Impfstoffe bis zum Jahresende verständigen, ab wann und wie eine entsprechende Regelung in Deutschland Anwendung finden soll.”

Bis Ende des Jahres will Deutschland über 30 Millionen Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen durchführen. 

Die 9-Monats-Frist scheint ein Richtwert zu sein, auf den sich immer mehr EU-Länder und deren Gesundheitsbehörden berufen. Die Bundesregierung schließt sich dieser Vorgabe an, plädiert offenbar ebenfalls auf eine 9-Monats-Frist. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte auch eine sechs-monatige Obergrenze ins Spiel gebracht. Doch offenbar scheint das logistisch nicht umsetzbar.

Muss ich mir jetzt Sorgen machen, wenn ich keinen Impftermin bekomme?

Nein. Der Übergang ist so koordiniert, dass praktisch jeder Bundesbürger eine Chance bekommt, seinen Impfstatus zu erneuern.

In allen EU-Ländern, die bereits eine Auslauffrist festgelegt haben, galt zumindest eine mehrwöchige Übergangsfrist. Auch Deutschland wird sich diesem Konzept anschließen. Anfang 2022 sollen Zahnärzte und Apotheker verstärkt Booster-Impfungen anbieten. Möglicherweise geht es schon in den nächsten Tagen los. Wer sich also um eine Impfung bemüht, bekommt auch eine.

Auf welches Datum muss ich achten?

Das Datum der Zweitimpfung ist ausschlaggebend. Zwei Wochen nach diesem Termin haben Sie in der Regel den Status „vollständig geimpft“ erhalten.

Ausnahmen gelten für Bundesbürger, die jüngst mit “Johnson & Johnson” geimpft wurden. Sie erhalten grundsätzlich nach vier Wochen die Booster-Impfung.

Um herauszufinden, wann Ihr Impfstatus auslaufen könnte, bietet FOCUS Online einen Rechner an. Geben Sie einfach das Datum Ihrer Zweitimpfung an. Das System zeigt Ihnen, wann Ihr Impfstatus, laut der geplanten 9-Monats-Regel, auslaufen könnte und was Sie tun können.

Den Rechner finden Sie hier:





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