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Eisenbichler gewinnt Quali in Garmisch – Geiger Dritter



Vierschanzentournee 21/22
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Eisenbichler gewinnt Quali in Garmisch – Geiger Dritter

Markus Eisenbichler springt in der Qualifikation für das Neujahrsspringen am weitesten, Karl Geiger wird Dritter. Gegen wen die deutschen Skispringer jetzt im ersten Durchgang in ihren K.o.-Duellen ran müssen. In unserem Skisprung-Telegramm verpassen Sie nichts.

Mit einer sehr guten Leistung hat sich Skispringer Karl Geiger wie erwartet souverän für das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee qualifiziert. Der 28-Jährige sprang am Freitag in Garmisch-Partenkirchen 135,5 Meter weit und belegte damit den dritten Platz in der Qualifikation. Teamkollege Markus Eisenbichler kam eineinhalb Meter weiter und gewann.

Geiger ist der größte deutsche Hoffnungsträger auf den ersten Gesamtsieg bei der Tournee seit Sven Hannawalds Triumph vor 20 Jahren. Nach seinem fünften Rang beim Auftakt in Oberstdorf liegt er umgerechnet rund 3,40 Meter hinter dem führenden Japaner Ryoyu Kobayashi, der in der Qualifikation Zweiter wurde.

Neben Geiger und Eisenbichler sind sieben weitere deutsche Springer bei dem Traditionswettkampf an diesem Samstag ab 14.00 Uhr (ZDF und Eurosport) dabei. In den 25 K.o.-Duellen des ersten Durchgangs, in denen sich die Sieger und die fünf besten Verlierer für den zweiten Durchgang qualifizieren, kommt es zu folgenden Paarungen mit deutscher Beteiligung (in Klammern die Position in der Qualifikation):

  • Junshiro Kobayashi (50./Japan) – Markus Eisenbichler (1./Siegsdorf)
  • Roman Trofimow (48./Russland) – Karl Geiger (3./Oberstdorf)
  • Andreas Wellinger (47./Ruhpolding) – Jan Hörl (4./Österreich)
  • Felix Hoffmann (46./Goldlauter) – Piotr Zyla (5./Polen)
  • Peter Prevc (42./Slowenien) – Stephan Leyhe (9./Willingen)
  • Justin Lisso (40./Schmiedefeld) – Daniel Andre Tande (11./Norwegen)
  • Timi Zajc (34./Slowenien) – Severin Freund (17./Rastbüchl)
  • Ulrich Wohlgenannt (31./Österreich) – Constantin Schmid (20./Oberaudorf)
  • Pius Paschke (29./Kiefersfelden) – Lovro Kos (22./Slowenien)

Kobayashi gewinnt Auftaktspringen – Geiger in Schlagdistanz

Karl Geiger fluchte kurz, ließ die Schultern hängen, doch dann klatschte Deutschlands bester Skispringer kämpferisch mit seinen Teamkollegen ab: In einem packenden Auftaktwettbewerb der 70. Vierschanzentournee ist Geiger bei strömendem Regen in seiner Oberstdorfer Heimat zwar am Podest vorbeigeflogen, hat sich mit Platz fünf beim Sieg des Japaners Ryoyu Kobayashi aber eine gute Ausgangsposition erkämpft. Der Traum vom ersten deutschen Gesamtsieg beim Skisprung-Spektakel seit Sven Hannawald vor 20 Jahren lebt damit weiter.

“Im ersten Moment war ich ein bisschen enttäuscht. Es ist aber insgesamt in Ordnung”, sagte Geiger nach einem harten Kampf vor wegen der Corona-Pandemie erneut leeren Ränge in der 27.000-Zuschauer-Arena: “Die Spannung war größer als gedacht. Die Sprünge waren gut, aber nicht so gut, wie ich es kann.”

Nach dem ersten Durchgang hatte der Vorjahressieger vom Schattenberg noch auf Platz drei gelegen. “Das war das erste von vier Springen, da ist noch alles drin”, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher.

Kobayashi, Tourneesieger von 2018/19, stürmte mit einem Traumflug auf 141,0 m im zweiten Durchgang von Rang fünf zu seinem 23. Weltcupsieg, er setzte sich mit 302,0 Punkten vor den Norwegern Halvor Egner Granerud (299,2) und Robert Johansson (298,6) durch.

Geiger sprang 131,5 und 131,0 m (295,9 Punkte). Bei umgerechnet knapp dreieinhalb Metern Rückstand auf Kobayashi liegt er vor dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen in Schlagdistanz. “Die Ausgangsposition ist immer noch gut”, sagte Geiger.

Allerdings zeichnet sich bereits nach der ersten Tourneestation ab, dass Geiger der deutsche Alleinunterhalter im Kampf um eine absolute Spitzenplatzierung werden wird. Neben der Nummer eins schafften in Oberstdorf nur drei weitere DSV-Adler den Sprung in den zweiten Durchgang – sieben deutsche Springer waren am Dienstag zur Qualifikation angetreten.

Der sechsmalige Weltmeister Markus Eisenbichler sprang im Wettkampf mit einem starken zweiten Durchgang noch auf Platz sieben, liegt aber bereits mehr als 20 Punkte hinter Kobayashi zurück. “Der zweite Sprung stimmt mich positiv, es geht in die richtige Richtung”, sagte Eisenbichler. Stephan Leyhe wurde Neunter, Pius Paschke kam auf Platz 26.

Ein ganz bitteres Comeback im Weltcup erlebte Team-Weltmeister Severin Freund. Der Routinier, der sich über den Continental Cup sein Tournee-Ticket erkämpft hatte, zeigte im ersten Durchgang zwar starke 124,5 m und lag auf Platz neun, wurde aber wegen eines irregulären Anzugs disqualifiziert. “Es ist sehr schade, denn der Sprung war wirklich etwas wert”, sagte der 33-Jährige, der 2015 am Schattenberg triumphiert hatte.

+++ 28. Dezember +++

Die Duelle der Deutschen in Oberstdorf

Bei der 70. Vierschanzentournee kämpfen die Skispringer seit dem 29. Dezember wieder um den begehrten Goldenen Adler. Wer holt sich 2021/22 den Gesamtsieg? Karl Geiger ist einer der Topfavoriten und Deutschlands Hoffnung auf den ersten Tournee-Titel seit 20 Jahren. Doch in dem Japaner Ryoyu Kobayashi und den starken Norwegern hat er hochkarätige Konkurrenz. In unserem Ticker halten wir Sie über das erste Springen in Oberstdorf (ab 16.30 Uhr) auf dem Laufenden.

Das sind die K.-o.-Duelle der Deutschen um Karl Geiger

Sechs deutsche Skispringer haben sich für das Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf qualifiziert. Nur Olympiasieger Andreas Wellinger verpasste die Qualifikation als 51. ganz knapp. Am Mittwoch (16.30 Uhr/ARD und Eurosport) treten die deutschen Athleten wie gewohnt in K.o.-Duellen an. Wer springt gegen wen? Ein Überblick:

Karl Geiger (2/Oberstdorf) – Viktor Polasek (49/Tschechien)

Markus Eisenbichler (6/Siegsdorf) – Mackenzie Boyd-Clowes (45/Kanada)

Severin Freund (9/Rastbüchl) – Roman Trofimow (42/Russland)

Pius Paschke (17/Kiefersfelden) – Philipp Aschenwald (34/Österreich)

Constantin Schmid (20/Oberaudorf) – Yukiya Sato (31/Japan)

Stephan Leyhe (38/Willingen) – Jakub Wolny (13/Polen)

Die Redaktion hat die Duelle getippt – und setzt darauf, dass alle sechs Deutschen weiterkommen.

Hier finden Sie den vollständigen Zeitplan der Vierschanzentournee 2021/22.

Freitag fehlt in der Nationalen Gruppe

Der frühere Skisprung-Weltmeister Richard Freitag (Aue) fehlt auch im erweiterten deutschen Aufgebot für den zweiten Wettbewerb der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen. Der 30 Jahre alte Sachse schaffte nicht den Sprung in die sechsköpfige Nationale Gruppe, die zusätzlich zu den sieben deutschen Weltcup-Springern um Karl Geiger an den Start geht.

Freitag, 2019 noch Teamweltmeister und in seiner Karriere Gewinner von acht Weltcup-Wettbewerben, sucht seit langem nach seiner Form und war zuletzt nur im drittklassigen FIS-Cup am Start. In der Vorsaison hatte er beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen über die Nationale Gruppe seinen letzten Einsatz im Weltcup verbucht. In der Saison 2017/18 war Freitag als Weltcup-Spitzenreiter und Favorit zur Tournee gekommen, musste aber nach einem Sturz in Innsbruck aufgeben.

Für die Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen am Silvestertag berief der Deutsche Skiverband (DSV) den früheren Junioren-Weltmeister David Siegel (Baiersbronn), der nach langwierigen Verletzungsproblemen um den Anschluss kämpft, sowie Martin Hammann (Aue), Philipp Raimund (Oberstdorf), Justin Lisso (Schmiedefeld), Kilian Märkl (Partenkirchen) und Felix Hoffmann (Goldlauter) in die Nationale Gruppe.

Bei den folgenden Springen in Österreich wird das deutsche Aufgebot wieder auf sieben Springer reduziert. In den vergangenen Jahren war die Nationale Gruppe, die bei zwei Springen pro Saison eingesetzt werden kann, stets in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen am Start. Diesmal spart sich der DSV eine Einsatzmöglichkeit für die weiteren Weltcups in Titisee-Neustadt, Willingen und Oberstdorf (Skifliegen) auf.

Das ist das deutsche Team für die Tournee.

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zur Vierschanzentournee.

+++++28. Dezember+++++

Geiger Zweiter in der Quali – Wellinger raus

Deutschlands große Vierschanzentournee-Hoffnung Karl Geiger hat in der ersten Qualifikation in Oberstdorf den zweiten Platz belegt. Der 28 Jahre alte Lokalmatador sprang am Dienstag bei starkem Regen und extrem schwierigen Windbedingungen 127,5 Meter weit und musste sich nur Ryoyu Kobayashi aus Japan geschlagen geben. Schlecht lief es für Olympiasieger Andreas Wellinger, der nach einem Sprung auf 108 Meter nur 51. wurde und beim Auftakt der 70. Ausgabe am Mittwoch (16.30 Uhr/ARD und Eurosport) nicht dabei sein wird. Ihm fehlte umgerechnet weniger als ein Meter zur Qualifikation.

Das Springen war geprägt vom Wetter. Nach den ersten 15 Springern gab es gar eine Pause von 30 Minuten, bis sich der starke Wind wieder beruhigte. Auch Markus Eisenbichler (6.), Pius Paschke (17.), Constantin Schmid (20.) und Stephan Leyhe (38.) schafften die erste Qualifikation. Überraschend stark war Rückkehrer Severin Freund, der lange Zeit führte und am Ende Rang neun belegte.

Die Favoriten bei der Vierschanzentournee.

Top-Leute dominieren die Quali

Die Top-Leute zeigen jetzt, warum sie als letzte Springer die Schanze runter dürfen. Halvor Egner Granerud und Ryoyu Kobayashi überflügeln die anderen deutlich. Und auch Karl Geiger gehört als Weltcupführender zu den Besten der Qualifikation und wird hinter Kobayashi Zweiter.

Eisenbichler mit tollem Sprung

Ein starker Sprung vom deutschen Sorgenkind Markus Eisenbichler. Die 132 Meter sollten ihm wieder Selbstbewusstsein geben, dass er mit der Weltspitze mithalten kann. Auch wenn es wegen einer schlechten Landung nicht zur Führung reicht.

Auch der Schweizer Kilian Peier untermauert mit einem weiten Sprung seine tollen Leistungen von Engelberg.

Andreas Wellinger ist derweil sicher ausgeschieden.

Schmid und Paschke sicher qualifiziert

Constantin Schmid schafft es als nächster Deutscher mit 122,5 Metern in den Wettkampf. Keine überragende Leistung, aber ein sicherer Sprung bei diesen Bedingungen. Auch Pius Paschke ist mit 122 Metern sicher im ersten Durchgang.

Timi Zajc, slowenische Hoffnung auf eine Tournee-Überraschung, scheidet hingegen mit einem sehr schwachen Sprung aus.

Andreas Wellinger mit schwachem Sprung

Andreas Wellinger landet schon bei 108 Metern. Damit ist er vorerst nur 31. Das wird wahrscheinlich nichts mit der Qualifikation für den Wettkampf für den Olympiasieger. Dafür kommen noch zu viele Topspringer. Nur die besten 50 der Qualifikation kommen weiter.

Teamkollege Stephan Leyhe macht es besser. Der Sauerländer kommt auf 118 Meter und ist morgen dabei.

Schweizer Ammann rettet missglückten Sprung noch

Simon Ammann bringt einen wackeligen Sprung noch gut nach unten. Der Schweizer Routinier ist mit 113 Metern und 25,6 Pluspunkte für den schlechten Wind beim ersten Springen dabei.

Schwierige Rückenwind-Bedingungen für die Skispringer

Auf richtig Weite kommen die Springer aktuell nicht. Das liegt zum einen daran, dass aktuell ohnehin schwächere Springer an der Reihe sind, zum anderen am Rückenwind und dem relativ langsamen Anlauf.

Auch Roman Koudelka aus Tschechien, der schon mal zur Weltspitze gehörte, kommt so nicht auf eine gute Weite.

Es geht weiter in Oberstdorf. Die Jury hat entschieden, die kleine Windpause zu nutzen, die bis 18 Uhr angekündigt ist.

Unterbrechung wegen zu viel Aufwind

Zu viel Aufwind an der Schattenbergschanze. Erst mal geht es für die Skispringer so nicht weiter. Die Qualifikation ist unterbrochen. Die Anlaufspur wird abgedeckt, um sie vor dem Regen zu schützen. Jetzt heißt es für Springer und Zuschauer warten. Um 17.15 Uhr will die Jury entscheiden, wie es weiter geht.

Guter Sprung von Severin Freund

Severin Freund hat sich über den Continental Cup für die Vierschanzentournee qualifiziert und dem deutschen Team den siebten Startplatz gesichert. Der einstige Weltmeister ist als erster Deutscher dran. Er zeigt bei viel Rückenwind einen soliden Sprung auf 126 Meter. Damit dürfte er es in den Wettbewerb am Mittwoch schaffen.

+++++28. Dezember+++++

Titelverteidiger Kamil Stoch geht zuversichtlich in die Tournee

Titelverteidiger Kamil Stoch geht trotz der Formkrise im polnischen Team zuversichtlich in die 70. Vierschanzentournee der Skispringer. “Es werden ziemlich harte zehn Tage für alle”, sagte der 34-Jährige vor der Qualifikation zum ersten Springen am Dienstag (16.30 Uhr/ARD und Eurosport) in Oberstdorf, “aber es ist immer ein ganz besonderes Event, und deshalb trete ich auch diesmal mit einem Lächeln an.”

Stoch, der die Tournee im Vorjahr zum dritten Mal gewann, hatte in Klingenthal als Dritter für die einzige Podestplatzierung der Polen in der laufenden Weltcup-Saison gesorgt. Als Elfter ist er der einzige polnische Springer unter den besten 25 der Gesamtwertung. “Jede Tournee ist immer ein weißes Blatt Papier, das jetzt wieder neu beschrieben wird”, sagte Stoch.

Sein Landsmann Dawid Kubacki, Tourneesieger 2019/20, liegt im Gesamtweltcup nur auf Platz 39 und war nur einmal besser als Rang 25 (13. in Nischni Tagil). “Das Wichtigste ist, zurück zum guten Springen zu finden. Das klappt offensichtlich nicht im Moment”, sagte Kubacki: “Aber alles geht in die richtige Richtung, deshalb glaube ich, dass ich eine gute Tournee springen kann.”

Lediglich zweimal holte bislang ein Land bei der Vierschanzentournee dreimal in Folge den Sieg. Norwegen war von 1967 bis 1969 dreimal durch Björn Wirkola erfolgreich, Österreich siegte von 2009 bis 2015 sieben Mal durch sechs verschiedene Springer. Mit einem weiteren Gesamtsieg würde Stoch der dritte Athlet mit mindestens vier Erfolgen werden. Der bereits verstorbene Finne Matti Nykänen hat fünfmal, der Oberwiesenthaler Jens Weißflog viermal gewonnen.

Mit sieben Tagessiegen bei der Tournee liegt Stoch auf Rang fünf der “ewigen” Bestenliste. Diese wird von Wirkola und Weißflog angeführt, die jeweils zehn Springen gewinnen konnten.

+++++27. Dezember+++++

Karl Geiger will den Sieg bei der Tournee – keine nationale Gruppe

Weltklasse-Skispringer Karl Geiger nimmt seine Rolle als Favorit bei der Vierschanzentournee gelassen hin. „Der Druck war die letzten Jahre auch nicht unbedingt weniger. Ich fühle mich der ganzen Sache gewachsen, ich fühle mich bereit. Ich freue mich auf die Wettkämpfe. Was dann rauskommt, kann im Vorfeld keiner sagen“, sagte der 28 Jahre alte Geiger am Montag bei der Auftaktpressekonferenz in Oberstdorf. Dort findet am Mittwoch (16.30 Uhr/ARD und Eurosport) das erste Springen zur 70. Tournee statt.

Der Allgäuer Geiger kommt im Gelben Trikot des Gesamtführenden in seinen Heimatort. Dass es schon seit Sven Hannawald im Jahr 2002 keinen deutschen Gesamtsieger beim Traditionsevent gab, spielt für Geiger keine Rolle. „Ob es 20 Jahre her ist oder 27 oder zwölf, das macht eigentlich keinen Unterschied. Die Tournee geht mit der Quali los, dann geht die zehn Tage. Man muss seine sieben Sachen beieinander haben“, sagte Geiger und fügte an: „Ich will gewinnen.“

Bundestrainer Stefan Horngacher traut seinen Skispringern ohnehin den ersten deutschen Tourneesieg seit 20 Jahren zu. “Wir sind heiß und wollen um den Sieg mitkämpfen. Man geht immer an den Start, um das Ding zu gewinnen”, sagte Horngacher vor dem Auftakt der 70. Vierschanzentournee.

Sein Team habe dieses Jahr “sehr, sehr gute Voraussetzungen”, betonte der Österreicher, “wir haben uns im Sommer extrem auf die Tournee vorbereitet”. Besonders Geiger habe derzeit ein sehr gutes Gesamtpaket.

Am Dienstag (16.30 Uhr) steht auf der Schattenbergschanze in Oberstdorf die Qualifikation für das Auftakt-Springen am Mittwoch (16.30 Uhr/beide ARD und Eurosport) auf dem Programm. Anders als gewohnt wird keine nationale Gruppe beim Tournee-Auftakt dabei sein, das sei “der höchste Druck, den man haben kann”, sagte Horngacher.

Die “zweite Reihe” wird beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen an den Start gehen, voraussichtlich auch beim Skiflug-Weltcup in Oberstdorf im März. Wie schon in der vergangenen Saison finden alle vier Tournee-Wettbewerbe aufgrund der Corona-Pandemie ohne Zuschauer statt.

+++ 23. Dezember +++

Vierschanzentournee ohne Fans

Wie Österreichs Skiverband (ÖSV) am Donnerstag mitteilte, werden aufgrund der Coronalage auch bei den Springen in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) sowie den jeweiligen Qualifikationen keine Fans zugelassen.

In der vergangenen Woche hatten die Organisatoren der beiden Stationen in Österreich noch mit 4000 (Innsbruck) sowie 3500 Zuschauern (Bischofshofen) geplant und den Ticketverkauf gestartet. Die deutschen Wettbewerbe in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen hatten bereits zuvor Zuschauer ausgeschlossen.

“Wir bedauern diese Entscheidung für die Fans und Aktiven, wollen aber die Regierung bei ihren Bemühungen bestmöglich unterstützen”, sagte ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober.

Skisprung-Weltcup in Willingen ohne Zuschauer

Die Olympia-Generalprobe der Skispringer und Skispringerinnen in Willingen wird coronabedingt ohne Zuschauer stattfinden. Dies teilten die Veranstalter am Donnerstag mit. „Wir hatten ab Sommer gleich mit der 2G-Regel geplant und alles perfekt vorbereitet. Aber wegen der neuen Virusvariante lässt sich das leider nicht umsetzen“, sagte Skiclub-Präsident Jürgen Hensel. Man sei sehr enttäuscht und hoffe, dass man für den Weltcup 2023 wieder Fans zulassen könne. Die Wettkämpfe in Willingen finden vom 28. bis 30. Januar statt. Auf ein Mixed am Freitag folgen am Samstag und Sonntag jeweils Einzel der Frauen und Männer.

+++++23. Dezember 2021+++++
Früherer Tournee-Sieger Diethart hört auf und wird Skisprungtrainer

Der frühere Vierschanzentournee-Sieger Thomas Diethart beendet seine Karriere und wird künftig Skisprungtrainer. Dies teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Donnerstag mit. Der 29 Jahre alte Diethart, der 2013/14 die Tournee gewonnen hatte, kehrte nach einem schweren Sturz und rund vier Jahren Pause erst im Sommer auf die Schanze zurück. Nun wird der ehemalige Profi Co-Trainer von Harald Rodlauer bei Österreichs Skisprung-Frauen. „Für mich war mein Comeback im Sommer wichtig, um mit dem Skispringen als Aktiver wirklich abschließen zu können“, sagte Diethart, der damals bei seinem Sturz heftige Verletzungen davongetragen hatte.

+++++19. Dezember 2021+++++

Geiger fliegt in Engelberg erneut auf das Podest – Kobayashi siegt

Weltcup-Spitzenreiter Karl Geiger ist auch im zweiten Springen in Engelberg auf das Podest geflogen und hat damit eine nahezu perfekte Generalprobe für die Vierschanzentournee abgeliefert. 24 Stunden nach seinem Sieg im ersten Wettbewerb musste sich der Skiflug-Weltmeister aus Oberstdorf am Sonntag nur dem Japaner Ryoyu Kobayashi geschlagen geben.

Mit Sprüngen auf 135,0 und 131,5 m (293,8 Punkte) lag Geiger knapp sieben Meter hinter Kobayashi (306,0/132,5+136,5) zurück, der souverän seinen 22. Karrieresieg und den dritten in diesem Winter feierte. Platz drei ging an den Norweger Marius Lindvik (293,5). Im Gesamtweltcup führt Geiger vor dem Tourneestart am 29. Dezember in Oberstdorf mit 594 Punkten weiter deutlich vor Kobayashi (496), der am Samstag Platz zwei belegt hatte.

Zweitbester DSV-Adler war Pius Paschke (Kiefersfelden) auf einem starken achten Platz, Constantin Schmid (Oberaudorf) schrammte als Elfter an den Top 10 vorbei. Ein Wochenende zum Vergessen erlebte hingegen Markus Eisenbichler (Siegsdorf). Nach Platz 27 am Vortag und starkem Qualifikationssprung am Sonntag kam der sechsmalige Weltmeister auf der von ihm ungeliebten Schanze wieder überhaupt nicht zurecht und schied mit 116,0 m auf Platz 35 aus.

Andreas Wellinger (Ruhpolding) erreichte am Sonntag immerhin den zweiten Durchgang und wurde 18., am Samstag war er als 43. ausgeschieden. Stephan Leyhe (Willingen) fiel nach einem mäßigen zweiten Sprung noch von Platz zwölf auf 25 zurück.

+++++19. Dezember 2021+++++

Freund erspringt Quotenplatz für Vierschanzentournee

Ex-Weltmeister Severin Freund hat den deutschen Skispringern einen zusätzlichen Startplatz für die komplette Vierschanzentournee erkämpft und kann damit auch selbst beim ersten Saisonhöhepunkt an den Start gehen. Der 33-Jährige belegte am Wochenende bei den beiden Wettbewerben im zweitklassigen Continental Cup im finnischen Ruka die Plätze vier und acht, damit sicherte er dem Deutschen Skiverband (DSV) über die COC-Gesamtwertung einen Quotenplatz.

Der DSV darf sein Weltcupteam für die Springen der Tournee (29. Dezember bis 6. Januar) sowie die beiden anschließenden Wettbewerbe in Bischofshofen (8./9. Januar) damit auf sieben Athleten aufstocken. Der Startplatz ist zwar nicht personengebunden, wie der DSV dem SID aber bestätigte, wird er an Freund gehen.

Der Routinier, der im November nicht den Sprung in die deutsche Weltcup-Auswahl geschafft hatte, zeigte zuletzt starke Leistungen und verbuchte bei den COC-Wettbewerben in Vikersund/Norwegen einen Sieg sowie einen dritten Rang.

Bei den ersten beiden Tourneespringen in Oberstdorf (29. Dezember) und Garmisch-Partenkirchen (1. Januar) darf der DSV sogar 13 Athleten nominieren. Zu den sieben Weltcup-Springern können sechs Starter der sogenannten Nationalen Gruppe kommen, die dem Verband bei zwei Heimspringen pro Saison zusätzlich gestattet sind.

Die Nationale Gruppe könnte somit statt bei der Tournee auch bei den Weltcups in Titisee-Neustadt und Willingen im Januar oder beim Skifliegen im März in Oberstdorf zum Einsatz kommen. Zuletzt entschied sich der DSV aber stets für eine Nominierung bei den deutschen Tourneespringen.

+++18. Dezember +++

Geiger gewinnt in Engelberg

Der 28 Jahre alte Skiflug-Weltmeister aus Oberstdorf setzte sich bei der Generalprobe für die Vierschanzentournee auf der Gross-Titlis-Schanze mit Sprüngen auf 137,0 und 140,0 m (287,4 Punkte) vor dem Japaner Ryoyu Kobayashi (286,6) durch. Dritter wurde der Slowene Timi Zajc (282,4).

Mit seinem elften Karrieresieg baute Geiger, der im Dezember 2018 in Engelberg seinen ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, die Führung im Gesamtweltcup aus und wird auf jeden Fall im Gelben Trikot zur Vierschanzentournee reisen. Mit 514 Punkten liegt die deutsche Nummer eins deutlich vor Kobayashi (396).

Zweitbester Deutscher war Constantin Schmid (Oberaudorf) als Zwölfter, nach dem ersten Durchgang hatte der 22-Jährige noch auf Platz acht gelegen. Die weiteren deutschen Springer blieben am Samstag hinter ihren Möglichkeiten zurück. Pius Paschke (Kiefersfelden) belegte Platz 21. Der sechsmalige Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf), der mit der Schanze im idyllischen Bergort oberhalb des Vierwaldstättersees traditionell Probleme hat, und Stephan Leyhe (Willingen) kamen punktgleich auf Rang 27.

Der zuletzt verbesserte, aber noch nicht konstante Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) verpasste nach einem missglückten Sprung als 43. das Finale der besten 30 klar. Am Sonntag (16.00 Uhr/ZDF und Eurosport) steht in Engelberg ein weiteres Einzelspringen an, die Vierschanzentournee beginnt am 28. Dezember mit der Qualifikation in Oberstdorf.

+++++17. Dezember 2021+++++

Innsbruck und Bischofshofen planen bei Vierschanzentournee mit Zuschauern

Für die Skisprung-Entscheidung am Bergisel in Innsbruck am 4. Januar planen die Veranstalter mit 4000 Fans auf Sitzplätzen, die Qualifikation tags zuvor findet dagegen vor leeren Rängen statt. Beim Finale in Bischofshofen am 6. Januar sind 3500 Zuschauerinnen und Zuschauer (Qualifikation: 1000) zugelassen.

Die Entscheidung sei “in enger Abstimmung zwischen dem ÖSV, den lokalen Organisationskomitees und den zuständigen Behörden” gefallen, teilte der Österreichische Skiverband mit. Für alle Fans gilt die 2G-Regelung, der Vorverkauf beginnt am 21. Dezember. Personen, die bereits Tickets gekauft haben, erhalten ein Vorkaufsrecht.

Auf den deutschen Stationen in Oberstdorf (29. Dezember) und Garmisch-Partenkirchen (1. Januar) wird es dagegen zum zweiten Mal in Folge Geisterveranstaltungen geben.

+++++17. Dezember 2021+++++

Skispringerin Althaus wird Zweite in Österreich – Kramer siegt

Katharina Althaus hat den deutschen Skispringerinnen den nächsten Podestplatz beschert. Die 25-Jährige musste sich am Freitag im österreichischen Ramsau nur der überragenden Lokalmatadorin Marita Kramer geschlagen geben. Dritte wurde Ursa Bogataj aus Slowenien. Althaus sprang 88,5 und 90 Meter weit und erreichte damit bereits zum fünften Mal in diesem Winter einen Platz auf dem Podium. Die Oberstdorferin ist derzeit die mit Abstand beste Springerin im Team von Bundestrainer Maximilian Mechler. Als zweitbeste Deutsche landete Selina Freitag auf dem 18. Platz. Pauline Heßler wurde 19., Juliane Seyfarth belegte den 26. Rang.

+++++17. Dezember 2021+++++

Weltcup aus Japan nach Titisee-Neustadt verlegt

Deutschland bekommt kurz vor den Olympischen Winterspielen ein zusätzliches Weltcup-Wochenende der Skispringer. Das ursprünglich im japanischen Sapporo geplante Event wird nun am 22./23. Januar 2022 in Titisee-Neustadt ausgetragen, das teilte der internationale Ski-Verband FIS am Freitag mit. Allerdings werden dort nur zwei der drei in Sapporo angesetzten Springen stattfinden. Für das dritte wird weiterhin ein Ersatztermin gesucht.

Der Skisprung-Weltcup war in diesem Jahr bereits in Klingenthal zu Gast, im Rahmen der Vierschanzentournee wird rund um den Jahreswechsel in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen gesprungen. Der letzte Weltcup vor den Winterspielen (4. bis 20. Februar) ist zudem in Willingen (29./30. Januar) angesetzt. Im März steht noch das Skifliegen in Oberstdorf auf dem Programm.

Wie schon im vergangenen Winter mussten die Wettbewerbe in Japan wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden. Betroffen sind neben den Männer-Wettbewerben in Sapporo auch die Weltcups der Frauen an gleicher Stelle (8./9. Januar) und in Zao (14./15. Januar).

+++++15. Dezember 2021+++++

DSV-Adler unverändert zur Tournee-Generalprobe in Engelberg

Bundestrainer Stefan Horngacher und die deutschen Skispringer gehen mit Zuversicht in die Generalprobe für die Vierschanzentournee. “Unsere Formkurve zeigt nach oben, wir sind auf einem guten Weg zum ersten Großereignis in dieser Saison”, sagte Horngacher vor dem Weltcup am Wochenende in Engelberg/Schweiz, wo er auf bewährtes Personal setzen wird.

Wie zuletzt gehen Markus Eisenbichler (Siegsdorf), Karl Geiger (Oberstdorf), Stephan Leyhe (Willingen), Pius Paschke (Kiefersfelden), Constantin Schmid (Oberaudorf) und Andreas Wellinger (Ruhpolding) auf den Bakken. Severin Freund ist weiterhin nicht dabei.

“Severin wird in Ruka beim Continental Cup versuchen, einen zusätzlichen Quotenplatz für die Weltcup-Mannschaft und damit den siebten Startplatz für die Tournee einzuspringen”, sagte Horngacher. Freund, dreimaliger Weltmeister und Team-Olympiasieger von Sotschi 2014, hatte zuletzt in Vikersund/Norwegen mit einem Sieg und einem dritten Platz überzeugt.

Für Horngacher ist in Engelberg vor allem “der meist starke und wechselhafte Rückenwind” eine Herausforderung. Am Samstag und am Sonntag (beide 16.00 Uhr) stehen zwei Einzelspringen auf dem Programm. Zuletzt hatten Geiger und Eisenbichler beim ersten Heimweltcup der Saison in Klingenthal als Vierte das Podest knapp verpasst. Das erste Springen der 70. Vierschanzentournee findet am 29. Dezember in Oberstdorf statt.

+++++13. Dezember 2021+++++

Geiger enttäuscht – Desaster für Eisenbichler in Klingenthal

Das Skisprung-Heimspiel in Klingenthal ist für das deutsche Team ohne Podestplatz zu Ende gegangen. Am Sonntag belegte der Weltcup-Gesamtführende Karl Geiger nach Sprüngen auf 115,5 und 134 Meter den 22. Rang und landete damit deutlich hinter der Elite. Bei dem stark vom Nebel und Schneeregen beeinflussten Wettbewerb setzte sich der Japaner Ryoyu Kobayashi (129,5 und 139 Meter) durch. Das Podium komplettierten die beiden Norweger Daniel-André Tande und Marius Lindvik.

Vor der Vierschanzentournee-Generalprobe in Engelberg behält Geiger aber weiter das Gelbe Trikot des Führenden, weil er ein deutliches Polster hatte. Bester Deutscher zum Abschluss des Wochenendes in Sachsen wurde Constantin Schmid als Achter. Markus Eisenbichler flog als 40. deutlich am zweiten Durchgang vorbei. Es war das dritte Einzel in Serie, bei dem das Team von Bundestrainer Stefan Horngacher die Podiumsplätze verpasste.

+++++10. Dezember 2021+++++

Geiger und Eisenbichler in Klingenthal punktgleich auf Rang vier

Die deutschen Skispringer um Gelb-Träger Karl Geiger haben einen Podestplatz beim Heimspiel in Klingenthal knapp verpasst. Der 28 Jahre alte Oberstdorfer belegte am Samstag nach Sprüngen auf 132 und 135 Meter den vierten Rang, auf die besten Drei fehlten ihm etwas mehr als zwei Meter. Auch für Markus Eisenbichler (132,5 und 137 Meter) reichte es nicht für ganz oben, er war punktgleich mit seinem Zimmerkollegen Geiger. Dieser verteidigte wegen seines großen Vorsprungs aber sein Trikot als Gesamtführender. Andreas Wellinger überraschte als Sechster.

Den Tagessieg sicherte sich der Österreicher Stefan Kraft, der nach Sprüngen auf 138 und 130 Meter vorne lag und gut zwei Wochen vor Beginn der Vierschanzentournee seine Bestform unter Beweis stellte. Halvor Egner Granerud aus Norwegen und der Pole Kamil Stoch komplettierten das Podest. Am Sonntag (16.00 Uhr/ARD und Eurosport) steht in der Vogtland-Arena ein weiteres Einzel auf dem Programm.

Weltcups in Japan coronabedingt abgesagt

Die japanischen Skisprung-Weltcups in Sapporo und Zao sind wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Entsprechende Berichte des Fachportals „skispringen.com“ unter Berufung auf nationale japanische Medien bestätigte der Ski-Weltverband Fis am Samstagmorgen. „Die Fis sieht sich derzeit nach Ersatzorten für die ausgefallenen Wettbewerbe um“, hieß es von einem Sprecher.

Bei den Frauen waren am 8. und 9. Januar (Sapporo) sowie am 14. und 15. Januar (Zao) Wettbewerbe angesetzt. Die Männer sollten zwischen 20. und 23. Januar in Sapporo starten. Bei Karl Geiger und Co. geht es dabei um das vorletzte Wochenende vor den Olympischen Winterspielen in Peking. Die Generalprobe findet eine Woche später im hessischen Willingen statt.

Althaus in Klingenthal auf dem Podest – Kramer gewinnt

Skisprung-Weltmeisterin Katharina Althaus hat am zweiten Tag des Heimspiel-Wochenendes in Klingenthal den Sprung auf das Podest geschafft. Die 25 Jahre alte Oberstdorferin musste sich am Samstag in der Vogtland-Arena nach Versuchen auf 129,5 und 127 Meter nur der Österreicherin Marita Kramer (137 und 134 Meter) und Silje Opseth aus Norwegen (130 und 130 Meter) geschlagen geben. Am Vortag hatte Althaus noch den siebten Platz belegt und danach von Sprüngen gesprochen, die „nicht ganz optimal“ waren.

Am Samstag lief es für Althaus deutlich besser. Allerdings ist die Olympia-Silbergewinnerin von 2018 derzeit die einzige deutsche Topspringerin. Juliane Seyfarth (24.) und Pauline Heßler (28.) schafften es zwar in den zweiten Durchgang, sind aber weit von der Weltspitze entfernt. Das eigentlich angepeilte Comeback von Carina Vogt wurde aus Gründen der Trainingssteuerung kurzfristig verschoben.

+++++10. Dezember 2021+++++

Katharina Althaus in Klingenthal auf Platz sieben

Skispringerin Katharina Althaus hat beim Heimspiel in Klingenthal ihr viertes Weltcup-Podest in Folge verpasst. Die Olympiazweite aus Oberstdorf, die in der Vorwoche in Lillehammer ihren ersten Sieg seit drei Jahren gefeiert hatte, musste sich beim Sieg der Österreicherin Marita Kramer mit Rang sieben begnügen. In der Vogtland Arena hat noch nie ein Deutscher oder eine Deutsche einen Einzelweltcup gewonnen. “Heute hat ein bisschen was gefehlt, ich bin trotzdem zufrieden”, sagte Althaus in der ARD. Die 25-Jährige sprang auf 120,5 und 115,0 m, zum Treppchen fehlten ihr umgerechnet gut 17 Meter.

Ihren dritten Sieg im fünften Springen des Olympiawinters feierte die in den Niederlanden geborene Kramer, die sich vor Silje Opseth (Norwegen) und Ursa Bogataj (Slowenien) durchsetzte. Im Gesamtweltcup baute Kramer mit 430 Punkten ihre Führung auf Althaus (321) weiter aus.

Die übrigen deutschen Springerinnen im Team des neuen Bundestrainers Maximilian Mechler schafften es nicht nach ganz vorne. Selina Freitag (Aue/24.), Juliane Seyfarth (Ruhla/26.), Anna Rupprecht (Degenfeld/27.), Luisa Görlich (Lauscha/28.) und Pauline Heßler (Lauscha/30.) sammelten aber zumindest Punkte. Sotschi-Olympiasiegerin Carina Vogt (Degenfeld) hatte sich nach der Rückreise vom Continental Cup im chinesischen Zhangjiakou kurzfristig gegen einen Start entschieden.

Rekordpreisgeld bei Vierschanzentournee

Bei der 70. Ausgabe der Vierschanzentournee (29. Dezember bis 6. Januar) winkt dem Sieger ein Rekordpreisgeld. Die Organisatoren des Traditionsevents verfünffachen die Siegprämie auf knapp 96.000 Euro. Zuvor hatte es für den Gewinner “nur” circa 20.000 Euro gegeben. Insgesamt werden bei den vier Springen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen 384.000 Euro an die Springer ausgeschüttet.

“Toll, dass wir mit der 70. Tournee in eine neue Preisgeld-Dimension starten und den Tourneesieger für seine grandiose Leistung deutlich besser entlohnen können als bisher. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, die das möglich gemacht haben”, sagte Tournee-Präsident Peter Kruijer. Die Preisgelderhöhung sei “eine Gemeinschaftsleistung der vier Organisationskomitees in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen sowie des Deutschen und Österreichischen Ski-Verbandes. Hier haben wirklich alle an einem Strang gezogen.”

+++++9. Dezember 2021+++++

Carina Vogt geht beim Weltcup in Klingenthal doch nicht an den Start

Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt wird anders als angekündigt doch nicht beim Weltcup in Klingenthal an den Start gehen. Dies teilte der Deutsche Skiverband (DSV) am Donnerstag mit. „Es käme jetzt zu schnell nach dem China-Wettkampf. Soweit ist alles im Lot, ihr geht es gut“, sagte Bundestrainer Maximilian Mechler. Danach könne man weiter sehen, „was kommt“. Nach Angaben des DSV geht es nur um Trainingssteuerung, nicht um eine Erkrankung oder Verletzung. Die 29-Jährige hat wegen diverser Verletzungen und des Wiederaufbaus seit Februar 2021 keinen Weltcup mehr bestritten.

+++++5. Dezember 2021+++++

Geiger wird Vierter und verteidigt Gelb

Skisprung-Weltmeister Karl Geiger hat einen weiteren Podestplatz beim Weltcup im polnischen Wisla zwar verpasst, sein Gelbes Trikot als Gesamtführender aber verteidigt. Nach Sprüngen auf 117 und 123 Meter landete der 28 Jahre Oberstdorfer am Sonntag auf Rang vier. Geiger musste sich dem Österreicher Jan Hörl, Marius Lindvik aus Norwegen und Stefan Kraft aus Österreich geschlagen geben. Markus Eisenbichler (120,5 und 119,5 Meter) als Fünfter und Pius Paschke (119 und 120,5 Meter) auf dem siebten Rang komplettierten ein gutes deutsches Teamergebnis. Es war der erste Wettbewerb des Winters ohne deutschen Springer auf dem Podest.

Am Samstag hatten die deutschen Skispringer angeführt von Geiger und Eisenbichler Platz zwei im Teamwettbewerb belegt. Nach einem schwachen ersten Durchgang fehlten weniger als 20 Zentimeter auf die siegreichen Österreicher. Am nächsten Wochenende steht für das deutsche Team das Heimspiel in Klingenthal auf dem Programm.

Beide Tournee-Skispringen in Deutschland ohne Fans im Stadion

Die beiden Wettkämpfe der 70. Vierschanzentournee an den deutschen Skisprung-Standorten Oberstdorf (29. Dezember) und Garmisch-Partenkirchen (1. Januar 2022) müssen nun doch ohne Zuschauer stattfinden. Zu den Hintergründen.

Althaus beendet deutsche Durststrecke – DSV-Adler im Team auf Rang zwei

Katharina Althaus hat den deutschen Skispringerinnen den ersten Weltcup-Sieg seit März 2019 beschert. Die 25-Jährige sprang am Samstag im norwegischen Lillehammer 96 und 95,5 Meter weit. Damit verwies sie die Österreicherin Marita Kramer und die Slowenin Ursa Bogataj auf die Plätze zwei und drei.

„Es war richtig, richtig cool“, sagte Althaus. „Ich freue mich mega über den Sieg. Es hat richtig Bock gemacht.“ Bundestrainer Maximilian Mechler kommentierte den Erfolg so: „Saustark!“

Für Althaus war es im dritten Wettkampf des Olympia-Winters der zweite Podestplatz. Am vergangenen Wochenende war die Oberstdorferin im russischen Nischni Tagil Dritte geworden. Den zuvor letzten deutschen Einzelsieg hatte Juliane Seyfarth am 23. März 2019 in Russland gefeiert.

Neben Althaus sprangen auch Selina Freitag als 21., Juliane Seyfarth als 22., Pauline Hessler als 23. und Luisa Görlich auf Rang 24 aus dem deutschen Team noch in die Punkteränge.

+++++4. Dezember 2021+++++

Nur 0,3 Punkte fehlen – DSV-Adler im Team auf Rang zwei

Die deutschen Skispringer um Weltcup-Spitzenreiter Karl Geiger sind beim ersten Teamwettbewerb der Olympia-Saison nach einer starken Aufholjagd noch auf das Podest geflogen. Die DSV-Adler, die im März ihren WM-Titel erfolgreich verteidigt hatten, mussten sich auf der Malinka-Schanze bei ganz schwierigen Windbedingungen um die Winzigkeit von 0,3 Punkten nur Österreich geschlagen geben.

Die Österreicher um Weltmeister Stefan Kraft, die zur Halbzeit noch 31 Punkte vor den viertplatzierten Deutschen gelegen hatten, siegten mit 843,0 Punkten vor den DSV-Adlern (842,7). Dritter wurde Slowenien (834,4), das vor der letzten Sprungrunde noch in Führung gelegen hatte.

In den letzten beiden Finalrunden hätten die starken letzten Sprünge von Geiger mit 125,0 und des sechsmaligen Weltmeisters Markus Eisenbichler (Siegsdorf) mit 130,0 m fast noch zum Sieg gereicht. Doch letztlich war die Hypothek von Eisenbichlers verunglücktem ersten Versuch (107,0 m) eine Idee zu groß.

Routinier Pius Paschke (Kiefersfelden), schon am Freitag in der Qualifikation für das Einzelspringen am Sonntag (16.00 Uhr/ARD und Eurosport) bärenstark, überzeugte am Samstag mit zwei blitzsauberen Sprüngen auf 121,5 und 122,5 m. Auch Stephan Leyhe (Willingen/118,0+120,5) zeigte im ersten ersten Team-Wettkampf nach seinem Kreuzbandriss eine gute Leistung.

Vor den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) stehen noch Teamwettbewerbe in Bischofshofen (9. Januar) und Zakopane (15. Januar) an.

Siegel gewinnt erstes Skispringen auf Olympia-Schanze in Peking

David Siegel hat das erste Skispringen auf der großen Olympia-Schanze von Peking gewonnen. Der Junioren-Weltmeister von 2016 aus Baiersbronn entschied den Wettkampf im zweitklassigen Continental Cup mit Sprüngen auf 131 und 129,5 m für sich. Auf der im Dezember 2020 fertiggestellten, futuristischen Schanze in Zhangjiakou rund 200 Kilometer nordwestlich von Peking fallen im Februar bei den Winterspielen vier Entscheidungen, davon zwei in der Nordischen Kombination.

Auch die benachbarte kleine Schanze wurde am Samstag offiziell eingeweiht. Im Continental Cup der Frauen belegte Carina Vogt, die 2014 in Sotschi erste Olympiasiegerin der Geschichte geworden war, den dritten Rang. Der Sieg ging an die Russin Marija Jakowlewa.

+++++3. Dezember 2021+++++

Geiger wird Zweiter in der Quali in Wisla

Skispringer Karl Geiger hat seine Topform auch in der Qualifikation für den Weltcup im polnischen Wisla unter Beweis gestellt. Der Führende im Gesamtweltcup flog auf 134,0 m und belegte den zweiten Platz. Sieger in dem Vorausscheid für den Wettkampf am Sonntag (16 Uhr/ARD und Eurosport) wurde der Österreicher Jan Hörl.

Neben Geiger (Oberstdorf) überzeugten auch Pius Paschke (Kiefersfelden) auf Rang vier sowie Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding), der 2014 in Wisla seinen ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, als Achter. Markus Eisenbichler (Siegsdorf), der im vergangenen Jahr auf der Adam-Malysz-Schanze vor Geiger gewonnen hatte, musste sich dagegen mit Rang 39 begnügen.

Am Sonntag mit dabei sind auch Constantin Schmid (Oberaudorf/16.) und Stephan Leyhe (Willingen/17.). Am Samstag (16.30 Uhr/ARD und Eurosport) steht in Wisla zunächst der erste Teamwettbewerb der Saison auf dem Programm.

+++ 28. November +++

Geiger und Eisenbichler auf dem Podest

Karl Geiger und Markus Eisenbichler haben die deutsche Podestserie im Skisprung-Weltcup eindrucksvoll fortgesetzt. Beim ersten Karriere-Sieg des Slowenen Anze Lanisek landeten der im Gesamtweltcup weiter führende Geiger und der sechsmalige Weltmeister Eisenbichler auf den Rängen zwei und drei.

“Das hat Laune gemacht, ich freue mich riesig. Der zweite Sprung war mein bester des gesamten Wochenendes”, sagte Geiger, am Samstag noch Fünfter, im ZDF. Mit 305 Punkten verteidigte der Skiflug-Weltmeister seine Führung im Gesamtweltcup erfolgreich vor Lanisek (252), der nach fünf zweiten Plätzen endlich ganz oben auf dem Podest stand.

Teamkollege Eisenbichler (192), am Samstag ebenfalls Dritter, liegt nun auch in der Gesamtwertung auf Rang drei vor Ryoyu Kobayashi (180) und Titelverteidiger Halvor Egner Granerud (160). Der Japaner Kobayashi (Corona) und der Norweger Granerud (Aus in der Qualifikation) gingen am Sonntag leer aus.

Eisenbichler hatte vor dem Wochenende auf der Rukatunturi-Schanze noch berichtet, nicht gerade “vor Selbstvertrauen zu strahlen”. Das änderte sich aber schnell. “Mit dem Sprung auf das Podest bin ich echt glücklich, die Form zeigt leicht nach oben”, sagte der Bayer. Vier deutsche Podestplätze in den ersten vier Springen hatte es zuletzt 2013 gegeben, saisonübergreifend stand sogar bei acht Wettkämpfen in Folge ein DSV-Adler auf dem Podest.

Der lange verletzte Stephan Leyhe (Willingen) überzeugte als Neunter ebenso wie Andreas Wellinger (Ruhpolding). Der Olympiasieger präsentierte sich stark verbessert und erzielte als Zehnter sein erstes Top-Ten-Ergebnis seit drei Jahren. “Andi ist ein super Wettkämpfer. Er wird uns noch viel Freude bereiten”, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher.

Constantin Schmid (Oberaudorf) musste sich einen Tag nach seinem 22. Geburtstag mit Rang 24 begnügen. Pius Paschke (Kiefersfelden) verpasste dagegen ebenso wie der dreimalige Olympiasieger Kamil Stoch (Polen) den zweiten Durchgang.

Geigers ärgste Rivalen im Kampf um das Gelbe Trikot waren nicht am Start: Granerud scheiterte zum zweiten Mal in Folge überraschend schon in der Qualifikation. Kobayashi, der am Samstag auf der Rukatunturi-Schanze noch überlegen gewonnen hatte, wurde positiv auf Corona getestet und muss für zehn Tage in Quarantäne.

Topspringer Kobayashi positiv auf Corona getestet

Der japanische Skisprungstar Ryoyu Kobayashi ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Gewinner der Vierschanzentournee 2018/19 einen Tag nach seinen Weltcupsieg im finnischen Ruka auf Twitter bekannt. “Mir geht es gut. Wir sehen uns in Klingenthal”, schrieb Kobayashi, der nach eigenen Angaben zweimal geimpft ist. Der 25 Jährige nahm daher am Sonntag nicht an der Qualifikation in Ruka teil. Der Weltcup in Sachsen findet am 11./12. Dezember statt.

Der Weltverband FIS hatte zuvor von einem Coronafall im japanischen Team berichtet, ohne den Namen zu nennen. Der betreffende Athlet zeige “keine Symptome”, werde aber in Isolation bleiben. Andere Teammitglieder seien nicht betroffen.

Für Kobayashi setzt sich damit ein bislang verkorkster Winter fort: Beim Auftakt im russischen Nischni Tagil war er wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert worden.

+++ 27. November +++

Eisenbichler auf dem Podest – Geiger bleibt in Gelb

Markus Eisenbichler hat die Podest-Serie der deutschen Skispringer fortgesetzt. Der sechsmalige Weltmeister landete im finnischen Ruka auf dem starken dritten Platz. Zweitbester DSV-Adler beim ersten Saisonsieg des Japaners Ryoyu Kobayashi war Karl Geiger, der als Fünfter das Gelbe Trikot des Führenden im Gesamtweltcup behielt.

Eisenbichler (Siegsdorf), der auf der Rukatunturi-Schanze im Vorjahr Erster und Zweiter geworden war, lag zur Halbzeit noch auf Rang fünf. Bei schwierigen Bedingungen im zweiten Durchgang machte der Bayer noch Boden gut und verbuchte sein bestes Saisonergebnis.

Bei Geiger riss derweil die Podest-Serie. Der Skiflug-Weltmeister musste sich nach saisonübergreifend sechs Podien in Folge mit Rang fünf begnügen. Der Oberstdorfer, der beim Auftakt in Nischni Tagil Erster und Zweiter geworden war, behielt dennoch das Gelbe Trikot, da sein ärgster Verfolger Halvor Egner Granerud bereits in der Qualifikation gescheitert war. Mit 225 Punkten liegt Geiger nun vor Kobayashi (180) und Granerud (160).

Kobayashi gewann derweil nach einem starken zweiten Sprung auf 143,0 m vor dem Slowenen Anze Lanisek, der nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte. Drei verschiedene Sieger in den ersten drei Springen hatte es zuletzt 2017/18 gegeben.

Althaus fliegt auf das Podest

Katharina Althaus hat für den ersten Podestplatz einer deutschen Skispringerin seit fast zwei Jahren gesorgt. Die Olympia-Zweite musste sich beim Weltcup-Auftakt im russischen Nischni Tagil als Dritte einzig den Sloweninnen Ema Klinec und Ursa Bogataj geschlagen geben und verhalf Bundestrainer Maximilian Mechler zu einem gelungenen Debüt.

“Das ist großartig und fühlt sich sehr, sehr gut an. Es ist lange her, dass ich auf dem Podest gestanden habe. Ich war sehr nervös, auch nach so vielen Jahren”, sagte Althaus. Unter Mechlers Vorgänger Andreas Bauer war das DSV-Team im vergangenen Winter ohne Einzel-Podium geblieben.

Althaus, die tags zuvor zum Saisonstart noch Fünfte geworden war, flog auf 91,0 und 92,0 m, nach dem ersten Durchgang hatte die Oberstdorferin sogar auf Rang zwei gelegen. Die 25-Jährige hatte im Januar 2020 als Zweite in Rasnov auch für das bislang letzte Treppchen einer deutschen Springerin gesorgt.

Die Österreicherin Marita Kramer, die am Freitag mit dem Schanzenrekord von 104,5 m noch einen haushohen Sieg gefeiert hatte, musste sich diesmal mit Rang vier begnügen.

Stark präsentierte sich auch Pauline Heßler (Lauscha), die als Elfte das zweitbeste Ergebnis ihrer Karriere verbuchte. Ebenfalls in die Punkte sprangen Selina Freitag (Aue/15.) und Anna Rupprecht (Degenfeld/19.).

Ex-Weltmeisterin Carina Vogt (Degenfeld) war nicht am Start, die 29-Jährige testet am kommenden Wochenende im zweitklassigen Continental Cup die Olympia-Schanzen in Peking.

Die Norwegerin Maren Lundby, Olympiasiegerin 2018 und Weltmeisterin 2021, lässt nach derzeitigem Stand den kompletten Winter aus.

+++++26. November 2021+++++

Granerud verpasst überraschend Skisprung-Qualifikation

Skispringer Karl Geiger hat in der Qualifikation für das Weltcup-Skispringen im finnischen Ruka erneut überzeugt. Der Führende im Gesamtweltcup flog auf 138,0 m und erreichte als Sechster locker den Wettkampf am Samstag (16.30 Uhr/ZDF und Eurosport). Nicht mit dabei sein wird überraschend Geigers ärgster Verfolger Halvor Egner Granerud. Der Norweger landete schon bei 111,5 m und verpasste als 53. die besten 50 knapp.

Bester DSV-Adler war überraschend Pius Paschke (Kiefersfelden), der mit 138,5 m Dritter wurde. Platz eins ging überlegen an Ryoyu Kobayashi. Der Japaner blieb mit 147,0 m nur einen halben Meter unter dem Schanzenrekord, den unter anderem Geiger hält.

Markus Eisenbichler (Siegsdorf), der auf der Rukatunturi-Schanze im Vorjahr Erster und Zweiter geworden war, belegte den achten Rang. Auch Constantin Schmid (Oberaudorf/17.), Stephan Leyhe (Willingen/21.) und Andreas Wellinger (Ruhpolding/29.) sind am Samstag dabei.

Althaus verpasst Podest

Die Olympia-Zweite Katharina Althaus hat den erhofften Podestplatz zum Einstand von Skisprung-Bundestrainer Maximilian Mechler knapp verpasst. Beim haushohen Sieg der Österreicherin Marita Kramer landete die Oberstdorferin im russischen Nischni Tagil auf dem fünften Platz.

Althaus, in der Qualifikation noch Dritte, flog auf dem Tramplin Stork auf 80,0 m und 92,0 m, zum Podium fehlte umgerechnet nur etwa ein Meter. Weil Juliane Seyfarth (Ruhla/9.) und Pauline Heßler (Lauscha/10.) ebenfalls in den Top Ten landeten, durfte Mechler mit seinem Einstand dennoch zufrieden sein. Der ehemalige Springer hatte nach der vergangenen Saison den zurückgetretenen Andreas Bauer abgelöst.

In einer eigenen Welt flog derweil die in den Niederlanden geborene Kramer. Die 20-Jährige pulverisierte zunächst mit 104,5 m den bisherige Schanzenrekord von Sara Takanashi (102,0) aus dem Jahr 2016. Auch im zweiten Durchgang gelang Kramer die klare Bestweite und lag am Ende umgerechnet mehr als 20 Meter vor der Normalschanzen-Weltmeisterin Ema Klinec (Slowenien). Dritte wurde Ex-Weltmeisterin Daniela Iraschko-Stolz aus Österreich.

Aus dem deutschen Team landeten Anna Rupprecht (Degenfeld/18.), Selina Freitag (Aue/21.) und Luisa Görlich (Lauscha/30.) ebenfalls in den Punkten. Ex-Weltmeisterin Carina Vogt (Degenfeld) war nicht am Start, die 29-Jährige testet am kommenden Wochenende im zweitklassigen Continental Cup die Olympia-Schanzen in Peking.

Die Norwegerin Maren Lundby, Olympiasiegerin 2018 und Weltmeisterin 2021, lässt nach derzeitigem Stand den kompletten Winter aus.

+++ 21. November 2021 +++

Geiger behauptet Gelbes Trikot

Skisprung-Ass Karl Geiger (Oberstdorf) hat ein fast perfektes Auftaktwochenende im Weltcup mit einem Podestplatz abgerundet und nimmt das Gelbe Trikot des Gesamtführenden aus dem russischen Nischni Tagil mit. Nach seinem souveränen Sieg am Samstag musste sich der 28 Jahre alte Skiflug-Weltmeister im zweiten Springen nur dem Norweger Halvor Egner Granerud geschlagen geben.

Weltcup-Titelverteidiger Granerud, am Vortag Dritter, setzte sich mit Flügen auf 134,5 und 122,0 m sowie 235,3 Punkten bei im Finale starkem Schneetreiben vor Geiger (226,5/126,0+122,5) durch und feierte seinen zwölften Karrieresieg. Geiger landete saisonübergreifend zum sechsten Mal in Folge auf dem Podium. Dritter wurde Österreichs Weltmeister Stefan Kraft (223,8).

Zweitbester Deutscher war erneut Markus Eisenbichler (Siegsdorf). Der sechsmalige Weltmeister, der zuvor die Qualifikation gewonnen hatte, belegte Platz acht. Stephan Leyhe (Willingen) präsentierte sich bei der Rückkehr in den Weltcup nach seinem Kreuzbandriss erneut stark und glänzte mit einem noch nicht erwarteten zehnten Rang.

Zwei große Favoriten gingen indes leer aus: Der japanische Topstar Ryoyu Kobayashi, am Samstag noch Zweiter, wurde wegen eines irregulären Anzugs in der Qualifikation disqualifiziert. Polens Spitzenmann Kamil Stoch schied als 33. überraschend aus.

Routinier Pius Paschke (Kiefersfelden) arbeitete sich mit einem starken zweiten Sprung noch auf Platz 15 vor. Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding), der nach seinem Kreuzbandriss vor zwei Jahren noch nach seiner alten Form sucht, kam auf Platz 17 und holte damit erstmals seit März 2019 Weltcup-Punkte. Auch Youngster Constantin Schmid (Oberaudorf) kam als 29. noch in die Punkteränge.

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zur Skisprung-Saison 2021/22.

+++++20. November 2021+++++

Geiger gewinnt Weltcup-Auftakt und holt Gelbes Trikot

Skispringer Karl Geiger hat den Auftaktwettbewerb im russischen Nischni Tagil gewonnen und direkt das Gelbe Trikot des Gesamtführenden erobert. Der 28 Jahre alte Oberstdorfer sprang am Samstag 134,5 und 133 Meter und setzte sich damit deutlich vor dem Japaner Ryoyu Kobayashi (128 und 131 Meter) und dem Norweger Halvor Egner Granerud (133 und 125 Meter) durch. Für Geiger ist es ein Traumstart in die neue Saison, in der unter anderem Olympia und die Skiflug-WM anstehen.

Auch Team-Weltmeister Markus Eisenbichler (6.), Rückkehrer Stephan Leyhe (14.), Constantin Schmid (22.) und Pius Paschke (26.) holten zum Auftakt Weltcup-Punkte. Andreas Wellinger verpasste den zweiten Durchgang der besten 30 Springer als 31. ganz knapp. Der Olympiasieger von 2018 war trotzdem zufrieden. „Es war definitiv der beste Sprung hier. Ich bin ganz happy und konnte das umsetzen, was ich mir vorgenommen habe“, sagte Wellinger in der ARD. Am Sonntag (16.00 Uhr/ARD und Eurosport) steht ein weiteres Einzel an.

Hier stellen wir Ihnen den Kader der deutschen Skispringer vor.

Neue Corona-Regeln: Weltcup in Skispringen in Klingenthal ohne Zuschauer

Der erste deutsche Skisprung-Weltcup der Olympia-Saison findet ohne Zuschauer statt. Wegen der neuen Corona-Regeln in Sachsen sind keine Fans zugelassen. Zum Bericht

+++++16. November 2021+++++

Karl Geiger ist „voll motiviert“ für den Super-Winter

Die kleine Luisa spielt bei Karl Geigers großen Plänen schon voll mit. “Sie schläft ziemlich gut – ich bin also ganz ausgeruht”, sagt der stolze Papa vor dem Start in den prall gefüllten Olympia-Winter, in dem er wie im Vorjahr die Schanzen rocken will. Und das dank Luisa mit voller Kraft. “Wenn ich mich ein wenig umhöre, habe ich da ziemlich Glück”, sagt der Oberstdorfer und lächelt.

Die Geburt der heute elf Monate alte Luisa ist Geigers wohl schönste Erinnerung an einen Skisprung-Winter voller Emotionen. Hochzeit, Nachwuchs, Corona-Erkrankung, Heim-WM mit vier Medaillen und zum krönenden Abschluss der Titel bei der Skiflug-WM. “Manchmal wäre es mir etwas lieber gewesen, es wäre etwas ruhiger verlaufen”, sagt der 28-Jährige im Rückblick: “Aber heute kann ich nur sagen: Besser geht’s nicht.”

Oder vielleicht doch? Denn wenn Geiger am Wochenende im russischen Nischni Tagil als deutscher Hoffnungsträger Nummer eins in die Weltcup-Saison startet, sind am Horizont schon neue Ziele zu sehen. Ende Dezember beginnt die Vierschanzentournee. “Irgendwann wird Skisprung-Deutschland hoffentlich wieder einen Gesamtsieger haben”, sagt Geiger über jenen Klassiker, den seit Sven Hannawalds legendärem “Grand Slam” 2001/02 kein DSV-Adler mehr gewonnen hat.

Und dann sind da ja auch noch die Olympischen Spiele in Peking und die Skiflug-WM auf dem “Monster-Bakken” im norwegischen Vikersund. Geiger steckt schon jetzt voller Tatendrang. “Ich bin voll motiviert und werde alles geben. Wenn es ansatzweise so wird wie zuletzt, kann ich nur sagen: Habe die Ehre, das war genial.”

Abschied nehmen hieß es für Geiger dagegen beim Material. Zwei Jahre lang sprang er unfreiwillig mit denselben Schuhen, im Skispringen eine halbe Ewigkeit. Zuletzt riss sogar die Lasche ab und musste notdürftig geflickt werden. Aber: “Das war der beste Schuh, den ich hatte”, so Geiger: “Jetzt kann ich ihn in den Ruhestand schicken.”

Hier finden Sie die Termine der Skispringer 2021/22.

Dass es auch mit neuem Schuhwerk klappt, bewies Geiger Ende Oktober, als er den DM-Titel holte. “Karls aktueller Stand ist besser als der im letzten Jahr”, sagt Bundestrainer Stefan Horngacher: “Er hat sich sein Familienleben gut zurechtgelegt, er trainiert super, ist auf einem sehr guten Weg. Ich glaube, dass er wieder gereift ist. Wenn er gesund bleibt, hat er richtig große Chancen.”

Vielleicht schon am ersten Wochenende? Vor einem Jahr hatten Markus Eisenbichler und Geiger zum Weltcup-Auftakt für einen deutschen Doppelsieg gesorgt, allerdings im polnischen Wisla. Doch auch in Nischni Tagil, wo erstmals der Winter eröffnet wird, haben die DSV-Adler mit Siegen 2014 und 2015 (jeweils Severin Freund) sowie zweimal 2017 (Andreas Wellinger und Richard Freitag) eine starke Bilanz vorzuweisen.

Geiger wiederum hat auf dem “Trampolin Stork” bislang einen zweiten Platz (2019) als bestes Resultat stehen. Vergangenen Winter verzichtete er auf die Reise nach Russland, weil der Nachwuchs auf dem Weg war. Nun ist Töchterchen Luisa zumindest als Edelfan am Fernseher dabei.

+++++15. November 2021+++++

Andreas Wellinger: Gold verteidigen „nicht explizit mein Ziel“

Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger hat die Erwartungen an ihn vor dem anstehenden Winter gedämpft. In einem „Kicker“-Interview (Montag) sagte der 26 Jahre alte Bayer zu seinem Olympiasieg von 2018: „Es war der größte Erfolg, den ich bislang feiern durfte. Das hat mich geprägt als Mensch, als Sportler. Gleichzeitig ist es ein Ergebnis, an dem ich künftig gemessen werde. Natürlich würde ich den Titel gerne verteidigen, aber es ist jetzt nicht explizit mein Ziel.“

Wellinger hat sich im Sommer 2019 das Kreuzband gerissen und nach der Rückkehr im Winter 2020/21 sportlich enttäuscht. „Mein Ziel ist erst einmal, in die Mannschaft zu kommen, mir über die Wettkämpfe Stabilität zu erarbeiten und dabei Weltcuppunkte zu sammeln“, sagte Wellinger. Er ist einer von acht Kader-Kandidaten für sechs Plätze im deutschen Weltcup-Team. Die Weltmeister Markus Eisenbichler und Karl Geiger gelten als gesetzt. „Das nächste Ziel ist dann, nach Peking zu fahren. Was das Ziel für Olympia ist, darüber können wir uns Anfang Februar unterhalten“, erklärte Wellinger.

Hier finden Sie die Termine der Skispringerinnen 2021/22.

+++++27. Oktober 2021+++++

Früherer Skisprung-Rennleiter Hofer wird Schirmherr in Willingen

Der langjährige Skisprung-Rennleiter Walter Hofer feiert eine kleine Rückkehr ins Weltcup-Business. Der 66-Jährige, der sein Amt 2020 an den Italiener Sandro Pertile abgab, soll die Schirmherrschaft für die Wettbewerbe in Willingen übernehmen, wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten. „Hier wird Skispringen gelebt. Willingen und seine ‘Free Willis’ haben sich als Veranstalter der A-Kategorie bewährt, unsere Anregungen immer wieder spontan aufgenommen und umgesetzt und sich in bald drei Jahrzehnten den Kultstatus im Skispringen erworben“, erklärte Hofer.

Beim Weltcup in diesem Winter (28. bis 30. Januar 2022) stehen fünf Wettbewerbe auf dem Programm – neben einem Mixed auch je zwei Springen von Frauen und Männern. Hofers Abschied fiel 2020 mitten in den Beginn der Corona-Pandemie. Statt einen großen Abschied bei seinen letzten Wettbewerben zu bekommen, musste der Österreicher irgendwann in einem schmucklosen Raum mitteilen, dass die Weltcup-Saison nun coronabedingt beendet sei.

Hier stellen wir Ihnen den Kader der deutschen Skispringerinnen vor.

+++++23. Oktober 2021++++

Karl Geiger und Katharina Althaus holen deutsche Meisterschaft

Doppel-Weltmeister Karl Geiger und die Olympiazweite Katharina Althaus haben bei den deutschen Skisprung-Meisterschaften Favoritensiege gefeiert. Der 28 Jahre alte Geiger (Oberstdorf) setzte sich auf der Normalschanze im Kanzlersgrund in Oberhof mit Sprüngen auf 105,0 und 107,5 m (303,6 Punkte) deutlich vor dem nach seinem Kreuzbandriss wiederhergestellten Stephan Leyhe (Willingen/290,3) durch.

Dritter wurde Constantin Schmid (Oberaudorf/277,4). Markus Eisenbichler (Siegsdorf) kam auf Rang sechs, Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) wurde Siebter. Altmeister Severin Freund (Rastbüchl) kam nicht über Platz zwölf hinaus. Weit von alter Form entfernt sind der einstige Topspringer Richard Freitag (Aue/15.) und Sotschi-Teamolympiasieger Marinus Kraus (Oberaudorf/19.).

Während es für Geiger der nach 2019 zweite Einzeltitel war, triumphierte seine Oberstdorfer Vereinskollegin Althaus zum sechsten Mal. Die 25-Jährige vom SC Oberstdorf siegte mit 100,5 und 95,5 m (364,8 Punkte) vor Juliane Seyfarth (Ruhla/327,2) und Selina Freitag (Aue/312,5).

+++++21. September 2021+++++

Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer beendet Skisprung-Karriere

Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer beendet seine erfolgreiche Skisprung-Laufbahn. Dies gab der 31 Jahre alte Österreicher am Dienstag bekannt. „Meine aktive Karriere zu beenden ist mir nach all dem, was ich als Spitzensportler erleben durfte, nicht leicht gefallen – aber die Entscheidung fühlt sich ebenso wie der Zeitpunkt richtig an“, sagte Schlierenzauer.

Der 53-malige Weltcupsieger gewann in seiner Laufbahn insgesamt zwölf WM-Medaillen – sechs davon aus Gold. 2010 wurde er in Vancouver zudem Team-Olympiasieger. Die Vierschanzentournee konnte der langjährige Dominator der Szene, der insgesamt viermal Skiflug-Weltmeister im Einzel und mit der Mannschaft wurde, zweimal in den Jahren 2012 und 2013 für sich entscheiden.

„Gregor hat für das Skispringen Großartiges geleistet. Seine außergewöhnliche Karriere ist gespickt mit Superlativen. Er hat im Grunde alles erreicht, was es zu erreichen gibt, fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt, und es ist auch ihm zu verdanken, dass der Sport heute da steht, wo er ist“, sagte Mario Stecher, Sportlicher Leiter Ski nordisch des österreichischen Verbandes. Was der Skispringer künftig macht, blieb zunächst offen.

„Die letzten Monate waren für mich herausfordernd. In positiver Hinsicht. Durch die Verletzungspause, hatte ich ausreichend Zeit und den nötigen Abstand, um Vergangenes aufzuarbeiten und zu schauen, wo ich jetzt stehe, erklärte Schlierenzauer selbst. Die Karriere des Tirolers teilt sich in zwei höchst unterschiedlich erfolgreiche Hälften: Als Teenager reihte er Sieg an Sieg, schon mit 24 Jahren hatte er seine 53 Weltcup-Siege beisammen.

Danach folgten ein mentales Tief, zahlreiche Verletzungen und der wiederholte Versuch, in die Weltspitze zurückzukehren. Das gelang selbst mit Unterstützung von Ex-Bundestrainer Werner Schuster nicht mehr.

Hier lesen Sie unseren Kommentar zum Abschied von Gregor Schlierenzauer.



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