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EM-Sieg gegen Finnland: Deutschland ohne Gegentor im Viertelfinale


Stand: 16.07.2022 22:50 Uhr

Die deutschen Fußballerinnen haben die Gruppenphase bei der EM in England mit einem 3:0 (1:0)-Erfolg gegen den krassen Außenseiter Finnland abgeschlossen. Die Qualifikation der DFB-Auswahl für das Viertelfinale hatte bereits zuvor festgestanden.

Sara Doorsoun (r.) jubelt zusammen mit Sophia Kleinherne über das 1:0.

Bild: IMAGO/Michael Zemanek/Shutterstock

Dort trifft der Rekordeuropameister am kommenden Donnerstag (21.07.22, 21 Uhr, MESZ / live im Ersten und bei sportschau.de) auf Österreich und wird dabei aller Voraussicht nach nicht die Dominanz an den Tag legen können, wie dies gegen die fußballerisch überforderten Finninnen am Samstagabend (16.07.22) in Milton Keynes der Fall war. Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, das zuvor in Dänemark (4:0) und Spanien (2:0) zwei Fußball-Schwergewichte bezwungen hatte, war über die gesamte Distanz drückend überlegen. Einziges Manko der erfrischend aufspielenden Deutschen: Sie betrieben Chancenwucher.

Deutschland von Beginn an dominant

Exakt 31 Sekunden waren absolviert, als der Ball bereits im finnischen Gehäuse hätte liegen können. Svenja Huth hatte ihrer Wolfsburger Mannschaftskameradin Alexandra Popp eine schöne Flanke serviert, die DFB-Kapitänin aber nicht präzise genug gezielt. Ihr Kopfball verfehlte das Ziel. Nach diesem Muster verfuhr der haushohe Favorit auch in der Folge: Flanke von außen – Abschluss im Zentrum. Das war gegen die sehr massiv in der eigenen Hälfte stehenden (und zuweilen etwas hüftsteif wirkenden) Nordeuropäerinnen genau das richtige Rezept.

Kleinherne bringt DFB-Team in Führung

Doch weil der Equipe von Voss-Tecklenburg im Strafraum vorerst die nötige Entschlossenheit fehlte, stand es bis zur 40. Minute 0:0. Dann lief Giulia Gwinn bis zur Grundlinie, flankte den Ball gefühlvoll in die Mitte zu Sophia Kleinherne, die per Kopf zur überfälligen deutschen Führung traf. Es war das erste Länderspieltor der Verteidigerin von Eintracht Frankfurt. Die 23-Jährige war wie Sara Doorsoun, Lena Lattwein und Linda Dallmann neu in die Anfangsformation des Rekordchampions gerückt.

Dass es trotz der personellen Veränderungen im Vergleich zur Spanien-Partie keinen Bruch im deutschen Spiel gab, war gewiss eine beruhigende Erkenntnis für Voss-Tecklenburg. Denn dieser Umstand zeigte: Ihr Aufgebot besitzt Tiefe.

Popp sorgt für die Vorentscheidung

Zur zweiten Hälfte wechselte die Bundestrainerin Nicole Anyomi für Giulia Gwinn und Kathrin Hendrich für Martina Hegering ein, die im Falle einer Gelben Karte im Viertelfinale gesperrt gewesen wäre. Eine Vorsichtsmaßnahme also. Und eine, die einen netten Nebeneffekt hatte. Denn Hendrich führte sich gleich mal mit einer butterweichen Flanke auf Popp ein, die diesmal ein paar Meter vor dem Tor ganz cool blieb und per Kopf auf 2:0 erhöhte (48.). Damit war die Vorentscheidung im Stadium MK bereits gefallen, auch wenn noch beinahe die gesamte zweite Hälfte zu absolvieren war.

Denn Finnland war zwar bemüht, aber in seinen fußballerischen Möglichkeiten zu limitiert, um die DFB-Auswahl vor größere Probleme stellen zu können.

Auch Anyomi mit Debüt-Tor

Übrigens nicht nur im Vorwärtsgang. Beispiel gefällig? Gerne! Verteidigerin Elli Pikkujämsä wehrte eine eigentlich harmlose Hereingabe direkt vor die Füße von Anyomi ab, die mit einem Flachschuss zum 3:0 erfolgreich war (63.). Auch für die 22-Jährige war es wie für ihre Frankfurter Mannschaftskameradin Kleinherne das erste Länderspieltor. Nicht auszuschließen also, dass sich das Eintracht-Duo einen Äppelwoi auf diesen tollen Tag gönnen wird – natürlich nur mit Genehmigung der Bundestrainerin.

Anstoßen kann auch das gesamte DFB-Team auf eine perfekte Gruppenphase. Erstmals seit der EM 2005 zog der Rekordchampion wieder ohne Gegentreffer ins Viertelfinale ein. Das Turnier damals fand übrigens in England statt. Und der Sieger hieß: Deutschland.

Quelle: sportschau.de



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