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ESC 2022 im Liveticker: Ukraine siegt mit 631 Punkten haushoch


Die Ukraine gewinnt den 66. Eurovision Song Contest (ESC) dank der Zuschauerstimmen. Deutschland belegt im internationalen Wettbewerb wieder den letzten Platz. Eine Situation zwischen Moderator Mika und der ukrainischen Band gestaltet sich derweil merkwürdig.

01.09 Uhr: Inmitten von so viel Epik und dem Gefühl, dass die Guten gewonnen haben, verabschiede ich mich von ihnen: Kommen Sie intestine ins Bett. Schönes Wochenende. Tschüßing!

01.07 Uhr: Noch einmal treten die Gewinner auf die Bühne, um ihren Siegersong zu performen. Wo der ESC im kommenden Jahr stattfinden wird, ist noch unklar. Aber in dem Moment dürften Kalush daran noch nicht denken: Sie genießen den Sieg für ihr Land.

01.04 Uhr: Gerührt fassen sich die ukrainischen Künstler ans Herz, auch ihre Mitstreiter wedeln mit Ukraine-Flaggen umher. Triumphale Musik im Hintergrund, alle sind ergriffen.

01.02 Uhr: „Ukraina, Ukraina!“, rufen die Gewinnner. „Slawa Ukraini!“

Die Ukraine gewinnt den ESC 2022

01.01 Uhr: Der Sieger des ESC 2022 ist die Ukraine! Großbritannien konnte nicht mehr vorbeiziehen und wird Zweiter.

01.00 Uhr: Wer wird gewinnen? Großbritannien oder die Ukraine? Die Entscheidung fällt jetzt! Was für ein Herzschlagfinale.

00.58 Uhr: Schweden kriegt 180 Punkte – ebenfalls zu wenig für den Sieg! Cornelia Jakobs ist somit Dritte aktuell.

00.57 Uhr: Spanien bekommt 228 Punkte – 401 Punkte hätte das Land gebraucht, um an der Ukraine vorbeizuziehen. Jetzt ist Sängerin Chanel auf Platz 2.

Ukraine rauscht im Zuschauervoting an allen vorbei und setzt sich an die Spitze ab

00.56 Uhr: Kalush Orchestra rangiert mit 631 Punkten somit weitab auf dem 1. Platz. Drei Länder, Spanien, Schweden und Großbritannien, bekommen ihre Punkte noch.

00.55 Uhr: Jetzt die Ukraine! Wie viele Punkte sie wohl von den europäischen Zuschauern bekommt? 439! Der absolute Wahnsinn!!

00.52 Uhr: Italien kriegt 110 Punkte – gewinnen können wird der Gastgeber damit nicht mehr, trotzdem ein respektables Ergebnis. Griechenland bekommt derweil 57 Punkte. Der Sieg ist nicht mehr drin, aber eine Top10-Platzierung.

00.50 Uhr: Aserbaidschan fährt ebenfalls nur drei Punkte ein, der Sänger fasst sich überrascht an den Kopf. Auch Australien wird mit zwei Punkten abgestraft.

00.49 Uhr: Serbien bekommt 225 Punkte! Noch so ein Brett. Konstrakta ist somit Erste.

00.47 Uhr: Deutschland ist als einziges Land im Ranking einstellig – was für eine Schmach. Die Schweiz bekommt derweil 0 Punkte, wie traurig. Das Publikum und die Mitstreiter muntern Marius Bear jedoch mit Jubelrufen und Applaus auf.

00.46 Uhr: Tschechien bekommt von den Zuschauern nur fünf Punkte – sogar noch weniger als Deutschland. Damit ist das Land insgesamt 22. Auch Belgien bekommt nur mickrige fünf Punkte.

00.45 Uhr: Moldawien bekommt 239 Punkte von den Zuschauern in Europa – was für ein Kracher! Das Land schießt somit an die Spitze des Rankings.

Deutschland wird beim ESC 2022 wieder Letzter

00.43 Uhr: Deutschland bekommt von den Zuschauern sechs Punkte und ist somit Letzter.

00.42 Uhr: Die Spannung steigt langsam: Die Zuschauerpunkte werden für jedes Land, das im Finale antrat, kummuliert verteilt. Es ist noch alles drin.

00.39 Uhr: Tschechien gibt Großbritannien 12 Punkte, Gastgeber Italien beschenkt die Niederländerin mit der Höchstpunktzahl. Die Jury-Punktevergabe ist somit beendet. Großbritannien, Schweden und Spanien führen nach wie vor das Feld an. Jetzt kommen die Punkte des Publikums.

00.35 Uhr: Finnland sowie Großbritannien überhäufen Schweden mit 12 Punkten. Das Astrid-Lindgren-Land wiederum schenkt seinen Zwölfer an Spanien, Australien schließt sich dem an.

00.32 Uhr: Serbien bekommt 12 Punkte von Kroatien, Litauen hat sie für die Ukraine übrig. Auch Nachbar Österreich straft Deutschland mit 0 Punkten ab, Großbritannien räumt auch hier ab.

00.29 Uhr: Auch Irland gibt Spanien 12 Punkte, Slowenien schenkt sie Italien. 12 Punkte aus Georgien – wieder ein Verbindungsproblem – huschen dennoch nach Großbritannien.

00.26 Uhr: Armenien hat 12 Punkte für Spanien in petto, Montenegro beglückt Serbien mit einem Zwölfer. Auch in Rumänien hapert es mit der Verbindung, die zwölf Punkte bekommt aber die Ukraine.

00.25 Uhr: Nicht mal Frankreich hat einen Punkt für Deutschland übrig – jetzt reicht’s aber! Dafür gehen 12 Punkte an Großbritannien.

00.22 Uhr: Auch bei der dänischen Jury kam Griechenland am besten an. Aktuell führt Großbritannien noch das Ranking an, gefolgt von Schweden und Spanien.

00.21 Uhr: Lettland vergibt seine 12 Punkte auch an die Ukraine, Spanien beglückt Aserbaidschan. Belgien gibt 12 Punkte an Griechenland.

 

00.18 Uhr: 12 Punkte aus Island gehen nach Schweden, Zypern schiebt sie nach Griecheland – natürlich, im Publikum gibt’s ein paar Buhrufe. Deutschland hat nach der Hälfte der Punktevergabe durch die Jury immer noch 0 Punkte. Wie unfair und ungerechtfertigt für Malik Harris. Allerdings zählen die jetzt vergebenen Punkte ja auch nur 50 Prozent.

00.16 Uhr: Auch Moldawien gibt der Ukraine 12 Punkte, Bulgarien schenkt sie Griechenland. Die serbische Moderatorin hat sich derweil wie die serbische Künstlerin verkleidet und wäscht sich die Hände. Dabei verkündet sie: „12 Points go to Azerbaijan“.

Polnische Moderatorin ruft nach Punktevergabe „Slava Ukraini“

00.14 Uhr: Polen gibt 12 Punkte an die Ukraine. „Slava Ukraini“, ruft die polnische Moderatorin, Ruhm der Ukraine. Griechenland schiebt den Zwölfer nach Aserbaidschan.

00.12 Uhr: Großbritannien bekommt auch aus Belgien 12 Punkte, Norwegen gibt Griechenland die Höchstpunktzahl, Israel schenkt Schweden douze factors.

00.10 Uhr: 12 Punkte aus Portugal gehen an den Nachbarn Spanien; Sängerin Chanel ist vollkommen aus dem Häuschen. Barbara Schöneberger verkündet die Punkte der deutschen Jury: 12 Punkte gehen an Boris Johnsons Einflussgebiet.

00.09 Uhr: Die Leitung nach Aserbaidschan hängt, die 12 Punkte gehen trotzdem an Großbritannnien. In Deutschland steht bislang übrigens die Null.

00.07 Uhr: Albanien schiebt 12 Punkte nach Italien, Estland wirft den Zwölfer nach Schweden rüber (Finnland grummelt, vielleicht). Aktuell führt übrigens Großbritannien gefolgt von Schweden und Spanien, das ist bislang aber eher wenig aussagekräftig.

00.05 Uhr: Auch Malta hat 12 Punkte für Spanien übrig. Die Dame, die die Punkte aus der Ukraine verkündet, bedankt sich zunächst für die Unterstützung: „Ich wünsche jedem Liebe und Frieden“. Dann verkündet sie die 12 Punkte, die an Großbritannien gehen.

00.04 Uhr: San Marino und Nordmazedonien schenken Spanien 12 Punkte.

00.02 Uhr: Jetzt schaltet der ESC zu den Jurys der jeweiligen Länder. Die ersten 12 Punkte bekommt Griechenland von der niederländischen Jury. Echt?

00.00 Uhr: Zunächst werden die Punkte der musikalischen Jurys aller 40 Länder, die im Halbfinale antraten, verkündet. Sie zählen 50 Prozent. Die Stimmen der Zuschauer bilden die anderen 50 Prozent.

Moderator Mika und Gigliola Cinquetti erobern die Bühne

23.58 Uhr: Ein Gruß aus dem All: Astronautin Samanta Kristoferetti von der internationalen Raumstation winkt einmal durch. Ihr stehen die Haare zu Berge, hihi.

23.57 Uhr: Russland ist auf Grund von Putins Angriffskrieg in diesem Jahr bekanntlich vom ESC ausgeschlossen worden. Wird später bei der Punktevergabe eigentlich trotzdem nach Russland geschaltet, dürfen russische Zuschauer additionally für ihren Favoriten anrufen? Wir werden sehen. Die Abstimmung ist jetzt übrigens beendet.

23.53 Uhr: Wo wir gerade den fünften Schnelldurchlauf sehen: Haben Sie eigentlich einen Favoriten? Also ich fand Island toll, der ukrainische Beitrag hat auch sehr mitgerissen. Und ich oute mich jetzt einfach mal schamlos als Moldawien-Anhängerin.

23.52 Uhr: Das Publikum ist ganz angetan von Mika; mit seiner guten Laune und seinem durchsichtigen Schmetterling-Oberteil bringt er die Stimmung in Turin nochmal auf den Siedepunkt.

23.43 Uhr: Moderator Mika lässt sich nicht lumpen – jetzt erobert er die Bühne. Er schwenkt eine riesige Fahne mit einem Herzen drauf und schreit „ITALIA“. Dann brettert er alte Hits wie „Grace Kelly“ raus. Es fühlt sich an wie 2007 – dem Jahr, als Pali-Tücher noch in waren und Angela Merkel beim G8 im riesigen Strandkorb zwischen Wladimir Putin und George W. Bush saß.

23.38 Uhr: Die populäre Sängerin Gigliola Cinquetti, die 1964 erstmals den ESC-Sieg für Italien holte, sorgt während des Votings für musikalische Unterhaltung. In schlichtem schwarzem Kleid steht sie wie eine Grande Dame auf der Bühne und schmettert mit einer Grazie Lieder wie „Non ho l’eta“, dass man kaum glauben kann, dass dort eine 74-Jährige performt.

ESC-Vorjahressieger Måneskin performt Gewinnlied nicht dwell

23.27 Uhr: Zum ersten Mal seit 20 Jahren wird der Siegersong vom Vorjahr nicht dwell gesungen (buh!). Dafür plauscht Moderator Alessandro Cattelan mit der Band über ihren Erfolg seit dem Sieg in Rotterdam. Mittlerweile sind sie vor allem in den USA unterwegs. Zum Schluss scherzt Cattelan: „Kommt nicht zu nah an den Tisch“ – eine Anspielung auf einen Vorfall beim vergangenen ESC. Da hatte sich Sänger David im Green Room dicht über seinen Tisch gebeugt – was für einige Zuschauer so aussah, als würde er gerade koksen.

23.24 Uhr: “Supermodel” heißt der brandneue Song, den die Band den Zuschauern präsentiert. Sänger Damiano David groovet relativ behäbig – nicht, weil er das neue Lied nicht fühlt, sondern weil er sich am Bein verletzt hat und bis gestern noch mit Krücken ging. Trotzdem stabile Performance.

23.22 Uhr: So, jetzt aber: Der italienische Vorjahressieger Måneskin tritt auf. Jetzt sogar wirklich – bei der Generalprobe heute Nachmittag blieb die Band der Bühne ja fern, sehr zum Unmut der Fans.

23.16 Uhr: Ach, den rumänischen Torero hatte ich ja schon quick vergessen! Hier ist er nochmal:

 

23.15 Uhr: Was für ein Ritt – das waren alle musikalischen Beiträge! Ab jetzt kann gevotet werden. Sind Sie bereit für den ersten von 38495734 Schnelldurchläufen? Los geht’s.

23.12 Uhr: Estland beschließt den Wettbewerb: Stefan – ach, Moin Stefan! Und, wie is’? – singt „Hope“. Der Musiker bringt ein bisschen Dynamik in den letzten Beitrag und hüpft mit seiner Gitarre auf dem Rücken um die ewige Wasserfall-Bühne herum. Er genießt seine Performance sichtlich, zwinkert, animiert die Zuschauer. Gute Laune zum Schluss.

23.07 Uhr: Konstrakta geht mit „in corpore sano“ für Serbien an den Start. Makabere Performance irgendwie: Die Sängerin sitzt auf einem Stuhl, vor ihr steht ein kleiner Tisch mit einer Schüssel. Sie trägt ein blütenweißes Outfit, singt mit aufgerissenen Augen, wäscht sich die Hände in der Schale, um sie herum stehen wie Mönche gekleidete Background-Sänger. Gelegentlich werden Passagen des serbischen Liedes übersetzt: „Ist mein Körper jetzt gesund?“

Komischer Moment mit den ukrainischen Künstlern im Green Room

23.04 Uhr: Für Polen singt Ochman den Song „River“. Man merkt richtig, wie er gegen die unschmeichelhafte Startnummer (23, zwei vor Ende) ansingt. Schöne Stimme aber, und tolle grüne Augen. Ich hab’ auch ein bisschen Schmetterlinge im Bauch (kann aber auch am Sprudelwasser liegen).

23.02 Uhr: Merkwürdige Situation im Green Room eben: Moderator Mika plauscht mit den Künstlern, die bereits dran waren. Auch bei den Musikern aus der Ukraine schaut er kurz vorbei und bedankt sich, dass sie da sind. Oleg Psiuk, Rapper der Band, greift nach dem Mikrofon, um etwas zu sagen. Mika gibt es ihm aber nicht und leitet zurück auf die Bühne.

22.58 Uhr: ARD-Kommentator Peter Urban schätzt den Beitrag aber als intestine ein. Urbans Wort ist bekanntlich Gesetz.

22.56 Uhr: Großbritannien – ihr Abtrünnigen, immer noch! – ist an der Reihe. Sam Ryder trägt, eingangs mit Kopfstimme, seinen Song „Space Man“ vor. Kennen Sie das Gefühl, wenn man einfach schon zu viele musikalische Beiträge gesehen hat und jetzt gar nicht mehr einschätzen kann, ob das Lied gerade cool ist oder nicht? So geht’s mir gerade. Ist ein bisschen so, als hätte man in der Parfümerie an zu vielen Parfums gerochen.

22.54 Uhr: Vier Länder haben wir noch vor uns. Die Moderatoren bremsen den ESC-Fiat jetzt aber erstmal und bringen die gesamte Halle mit „Volare“ zum Singen. Es trällern tatsächlich alle inbrünstig mit.

22.51 Uhr: Wissen Sie, wo in Europa Australien liegt? Auf jeden Fall macht Down Under wie in den letzten Jahren auch beim ESC mit – in diesem Jahr von Sheldon Riley mit „Not The Same“ vertreten. Mit einem Schleier aus Glitzersteinen und einer Feder-Schleppe schreit sich der Australier die Seele aus dem Leib, erklimmt dann eine Treppe und reißt sich den Schleier vom Gesicht. Balladen-Theatralik pur.

Moldawien macht dem ESC mit Gute-Laune-Trash-Nummer alle Ehre

22.45 Uhr: Die barfüßige Cornelia Jakobs startet mit „Hold me nearer“ für Schweden. Eine poppige Ballade, ganz okay anzuhören, manchmal nervig, manchmal mit italienischem Vibe.

22.41 Uhr: Moldawien mit Zdob und Zdub und Fratii Advahov legen mit „Trenuletul“ los. Was haben wir nach so einer hemmungslosen Gute-Laune-Obertrash-Nummer inklusive wild gemusterter Anzügen, hässlicher Mützen und Röcken gelechzt. Einfach nur stark. So lieben wir den ESC!

22.36 Uhr: Island geht an den Start mit dem Song „Med haekkandi sol“ von dem Trio Systu. Die drei Damen in 70s-Boho-Style sind auch im tatsächlichen Leben Schwestern. Bei den knapp 370.000 Einwohnern, die Island hat, struggle die Wahrscheinlichkeit auch gar nicht mal so niedrig. Der Song ist typisch skandinavisch (ja, Island zählt im engeren Sinne nicht zu Skandinavien): unaufgeregt, melodiös, atmosphärisch. Toll!

22.33 Uhr: Amanda Tenfjord vertritt Griechenland mit „Die Together“. In einem weißen Gewand steht die Hellenin mit norwegischen Wurzeln allein auf der Bühne, um sie herum stehen kreuz und quer halbumgekippte Stühle. Wie Titel und Szenenbild unschwer implizieren, handelt es sich bei dem Song um eine Ballade. War aber irgendwie anstrengend.

22.30 Uhr: Kurze Pause. Die Moderatoren versuchen, den Zuschauern die CD und DVD des diesjährigen ESC anzudrehen. Wer kauft denn heute noch DVDs? (Livetickerin hat sich letztens erst die DVD-Collection von Sex and The City bestellt.)

Mehr zum ESC 2022 finden Sieauf der nächsten Seite.

pn/mit Material der dpa





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