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Familienministerin Spiegel: Bezahlter Urlaub nach Geburt


Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) hat für Eltern bezahlten Urlaub direkt nach der Geburt eines Kindes angekündigt. „Neu einführen werden wir, dass ein Elternteil – zumeist die Väter – für die ersten zwei Wochen nach der Geburt bei vollem Gehalt bei der Familie bleiben kann. Bisher hat man dafür oft mühsam Tage zusammengespart“, sagte Spiegel der Zeitung „Rheinische Post“.

Zudem sollen mehr Elterngeldmonate für Paare ermöglicht werden, die sich die Elternzeit aufteilen. „Wir wollen es stärker unterstützen, wenn Paare die Kinderbetreuung als gleichberechtigte Aufgabe begreifen“, sagte Spiegel.

Spiegel kündigte zudem Erleichterungen für pflegende Angehörige an. „Über eine Familienpflegezeit wollen wir außerdem Menschen, die Angehörige pflegen, eine berufliche Auszeit ermöglichen“, sagte sie weiter. „Dafür wollen wir eine ähnliche Leistung wie das Elterngeld schaffen“, sagte die Grünen-Politikerin.

Kindern mehr Anerkennung in der Pandemie zeigen

In der Corona-Krise will Spiegel sich dafür einsetzen, dass Kinder mehr Anerkennung bekommen. „Das Bundesfamilienministerium hat ja bereits ein Corona-Aufholpaket von einer Milliarde Euro geschnürt, damit Kinder wieder mehr Sport, Kultur und Freizeit erleben können. Aber ich bin offen dafür, dass es auch eine weitere Anerkennung für das solidarische Verhalten der Kinder in der Pandemie gibt. Beispielsweise in Form eines Zoogutscheins oder ähnlichem“, sagte sie der Zeitung.

„Was mich ärgert, sind voreilige Vorstöße für eine Kinderimpfpflicht“, sagte Spiegel. Solche Diskussionen dürften „nicht auf dem Rücken der Kinder“ geführt werden. „Kinder zeigen viel Verständnis und Solidarität. Sie sind nicht die Treiber der Pandemie“, sagte die Bundesfamilienministerin. Was die Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen bringe, seien ungeimpfte Erwachsene. „Daran gibt es nichts herumzudeuten“, so die Grünen-Politikerin.

Sie habe den Eindruck, dass Impfgegner auch Kindern gegenüber radikaler werden. „Ich habe bereits mehrfach gehört, dass Kinder auf dem Weg zur Schule bedrängt wurden, weil sie ihre Maske trugen. Bei einer Impfaktion an einem Gymnasium in meiner Heimatstadt musste die Polizei Schutz bieten, weil Impfgegner vor Ort dagegen protestiert haben. Ein solcher Druck auf Kinder und ihre Familien ist absolut inakzeptabel“, sagte Spiegel.

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