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Katastrophe beim Afrika-Cup: Viele Tote in Kamerun


Der Tod von mindestens acht Menschen bei einer Massenpanik hat den Einzug von Gastgeber Kamerun ins Viertelfinale des Afrika-Cups überschattet. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen vorläufigen Bericht des kamerunischen Gesundheitsministeriums. Demnach seien auch mindestens 50 Menschen bei dem Gedränge vor dem Stadion in der Hauptstadt Yaoundé am Montagabend verletzt worden.

Die Panik soll vor dem Südeingang des Olembe-Stadions vor dem Achtelfinale des Gastgebers gegen die Komoren (2:1) ausgelöst worden sein. Aufgrund von Corona-Vorgaben war die Kapazität des Stadions von eigentlich 60.000 auf 48.000 Besucher herabgesetzt worden.

Starker Verkehr verhindert schnellen Transport der Verletzten

Das Ministerium erklärte, die Opfer seien „sofort“ in Krankenwagen abtransportiert worden, aber „starker Verkehr verlangsamte den Transport“. Der afrikanische Kontinentalverband CAF teilte mit, er untersuche die Situation und versuche, mehr Details über die Geschehnisse zu erfahren. Am Dienstagmorgen will der Verband eine Krisensitzung mit dem Organisationskomitee abhalten.

2019 war Kamerun der Afrika-Cup entzogen worden

Kamerun sollte bereits 2019 den afrikanischen Nationen-Pokal ausrichten, die Veranstaltung wurde jedoch kurzfristig nach Ägypten verlegt. Die CAF hatte dies mit Verzögerungen beim Bau von Stadien und Infrastrukturprojekten sowie mit Sicherheitsmängeln begründet.

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In der Vergangenheit hat es im Fußball bereits mehrfach Tragödien dieser Art gegeben. 2015 kamen in Kairo bei einer Massenpanik 19 Menschen ums Leben. 2001 starben 43 Personen im Johannesburger Ellis-Park-Stadion während eines Spiels zwischen den Orlando Pirates und den Kaizer Chiefs. Im Oktober 1996 hatte es bei einem WM-Qualifikationsspiel von Gastgeber Guatemala gegen Costa Rica gar 90 Tote gegeben. (mp/sid)



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