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Mindestens ein Toter nach Schüssen in Kirche in Kalifornien



Ein Toter, fünf Verletzte
:
Mann schießt in Kirche in Südkalifornien um sich

Die Serie tödlicher Schusswaffenvorfälle in den USA reißt nicht ab. Nach dem mutmaßlich rassistisch motivierten Angriff auf Kunden eines Supermarkts im Staat New York fallen Schüsse in einer Kirche im Süden Kaliforniens. Und in Houston endet ein Streit mit tödlichem Schusswaffengebrauch.

Ein Mann hat in einer Kirche in Südkalifornien das Feuer eröffnet und einen Menschen getötet. Fünf weitere wurden verletzt, davon vier schwer, wie das Sheriffbüro im Bezirk Orange County mitteilte. Gläubige überwältigten den Tatverdächtigen demnach und verhinderten damit wohl Schlimmeres. Das Tatmotiv battle zunächst unklar. Nach vorläufigen Erkenntnissen kam der mutmaßliche Schütze nicht aus der Kleinstadt Laguna Woods, wo sich der Vorfall am Sonntag ereignete.

Zwischen 30 und 40 Menschen kamen nach dem Morgengottesdienst in der Geneva Presbyterian Church zum Mittagessen zusammen, als kurz vor 13.30 Uhr (Ortszeit) plötzlich Schüsse fielen. Als Hilfssheriffs in der Kirche eintrafen, hatten Gläubige den Schützen gefesselt und festgesetzt.

„Diese Gruppe von Kirchgängern hat außerordentlichen Heldenmut und Tapferkeit gezeigt, indem sie einschritt, um den Verdächtigen zu stoppen“, sagte Vize-Sheriff Jeff Hallock. „Sie verhinderten ohne jeden Zweifel weitere Verletzungen und Todesfälle.“ Man könne wohl mit Gewissheit sagen, dass es noch viel schlimmer hätte ausgehen können, wenn die Leute nicht eingegriffen hätten.

Agenten des FBI und der Bundespolizeibehörde zur Bekämpfung des illegalen Besitzes von Drogen, Tabak, Waffen und Sprengstoffen (ATF) unterstützten den Sheriff vor Ort. Bei dem Todesopfer handelte es sich den Angaben zufolge um einen Mann.

Ausgerichtet worden battle das Kirchenessen zu Ehren eines früheren Pastors der taiwanischstämmigen Gemeinde, wie das Presbytery of Los Ranchos mitteilte, das Leitungsgremiums des Kirchenverbands. Bei dem Tatverdächtigen mit asiatischen Wurzeln handele es sich um einen Mann in seinen Sechszigern, ergänzte Vize-Sheriff Hallock.

Der Schusswaffenvorfall trug sich in einer Gegend mit einer Reihe weiterer Gotteshäuser zu. Das rund 80 Kilometer südöstlich von Los Angeles gelegene Laguna Woods wurde einst als Siedlung für Senioren errichtet und später zur Stadt. Mehr als 80 Prozent ihrer 18 000 Einwohnerinnen und Einwohner sind mindestens 65 Jahre alt.

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom verurteilte die Tat. Niemand sollte Furcht davor haben müssen, zu einem Gotteshaus zu gehen, teilte er über Twitter mit. Man sei mit den Gedanken bei den Opfern, der Gemeinde und all jenen, die von diesem tragischen Ereignis betroffen seien.

Am Sonntag kam es auf einem belebten Flohmarkt in Houston zu einem weiteren tödlichen Schusswaffenvorfall. Zwei Menschen starben und drei weitere wurden verletzt, als eine Auseinandersetzung zwischen den fünf Beteiligten eskalierte, wie der Sheriff von Harris County, Ed Gonzalez, auf Twitter schrieb. Arglose Passanten kamen nicht zu schaden.

Erst am Samstag erschoss ein 18-Jähriger aus mutmaßlich rassistischen Motiven in einem Supermarkt in Buffalo im Staat New York zehn Menschen. Die Kongressabgeordnete Katie Porter, deren Wahlkreis Laguna Woods umfasst, sprach mit Blick auf die tödlichen Schüsse in der Kirche von „erschütternden und verstörenden Nachrichten – vor allem weniger als einen Tag nach einer Massenerschießung in Buffalo“. Dies sollte nicht zur neuen Normalität in Amerika werden.

(jma/dpa)



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