Politics

Nach Schulstart in Hamburg: Behörde kann keine Infektionszahlen von Schülern nennen


Aktuelle Inzidenzwerte, Fallzahlen, Corona-Regeln und Lockerungen: In unserem Newsticker halten wir Sie über die aktuelle Corona-Entwicklung in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf dem Laufenden.

  • 1898 neue Corona-Fälle in Hamburg – Inzidenz 659,7 (Stand Montag)
  • 1552 neue Corona-Fälle in Niedersachsen – Inzidenz 308,6 (Stand Montag)
  • 486 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern – Inzidenz 419,4 (Stand Montag)
  • 3440 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein – Inzidenz 587,3 (Stand Montag)
  • Alle Corona-News aus Deutschland und der Welt finden Sie hier

Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt auf 587,3 – 3440 Neuinfektionen

22.05 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Montag auf 587,3 gestiegen – von 529,5 am Vortag. In Lübeck kletterte sie über den Wert 1000. Binnen 24 Stunden wurden in Schleswig-Holstein weitere 3440 Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie aus den Daten der Landesmeldestelle weiter hervorgeht. Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken gekommen sind, sank von 3,13 auf 2,89.

Allerdings wurden seit Sonntag fünf weitere Corona-Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 1903.

Die Zahl der gemeldeten Covid-Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, lag bei 237. Von Freitag bis Sonntag waren je 212 Patienten gemeldet worden. Auf Intensivstationen wurden 57 Covid-19-Schwerkranke betreut (+4), 43 von ihnen werden beatmet.

Nach Schulstart: Behörde kann keine Infektionszahlen von Schülern nennen

20.47 Uhr: Zum Schulstart mussten sich Hamburger Schüler:innen in der vergangenen Woche an allen drei Schultagen testen. Wie die Ergebnisse ausgefallen sind, weiß die zuständige Schulbehörde aber nicht.

Auf Nachfrage der MOPO bei der Behörde, wie die aktuellen Infektionszahlen an den Schulen aussehen, gab es folgende Antwort: „Aufgrund der Weihnachtsferien und des späten Schulbeginns liegen zum jetzigen Zeitpunkt keine auswertbaren Daten vor“, sagte Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde am Montag. Eine eher vage Aussage, konkret ist wohl gemeint: Es dauert aktuell in Hamburg einfach zu lange, bis bestätigte PCR-Ergebnisse vorliegen. Es gelingt derzeit kaum noch, alle Corona-Fälle in der Stadt zu erfassen.

Genannt wurden lediglich die allgemeinen Zahlen für Hamburg: In der Woche vom 27. Dezember 2021 bis zum 2. Januar 2022 wurden vom Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt (HU) bei den 5–9-Jährigen 445 Infektionen und in der Altersgruppe von 10–19 Jahren 1.058 Infektionen gemeldet.

Landtag beschließt epidemische Lage in Schleswig-Holstein

18.20 Uhr: Der Landtag in Kiel hat am Montag weitere Schritte gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Das Parlament stellte in einer Sondersitzung die epidemische Lage im Land fest, um etwa rechtssicher Diskotheken schließen zu können. Gaststätten sollen von 23.00 bis 5.00 Uhr dichtmachen. Dies ist ab Mittwoch vorgesehen. Die Koalitionsfraktionen von CDU, Grüne und FDP hatten sich mit SPD und SSW auf einen Antrag verständigt. Um den Plenarsaal nicht zu sehr zu füllen, tagte das Parlament geteilt in drei Sälen.

Das Infektionsgeschehen sei wegen der Dominanz der ansteckenderen Omikron-Variante sehr dynamisch, sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) in einer Regierungserklärung. „Wir müssen uns auch in den kommenden Tagen – möglicherweise Wochen – auf weiter steigende Zahlen einstellen.“ Die Lage sei ernst. „Uns allen stehen erneut schwierige und herausfordernde Wochen bevor.“ Garg befürwortete klar die zügige Einführung einer zumindest temporären allgemeinen Impfpflicht.

Garg vertrat Regierungschef Daniel Günther (CDU), der wegen Kontakts zu einer infizierten Person aus seinem Arbeitsumfeld im Hotel in Quarantäne ist. Der Norden gehört jetzt zu den Bundesländern mit den höchsten Corona-Zahlen, nachdem er lange die niedrigsten hatte. Weihnachtspartys in Diskotheken und Clubs trugen wesentlich zur Verbreitung des Virus bei. Inzwischen nannte Günther den Verzicht auf Schließungen schon zu Weihnachten einen Fehler. Erst ab 28. Dezember galt in Discos Maskenpflicht. Außerdem wurde die Kapazität begrenzt.

20 weitere Corona-Todesfälle in Meck-Pomm registriert

18.03 Uhr: Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) hat am Montag deutlich mehr Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet als in den Tagen zuvor. Den Angaben zufolge wurden 20 neue Fälle für Mecklenburg-Vorpommern registriert. Der bisherige Höchststand der binnen eines Tages neu gemeldeten Todesfälle liegt laut Lagus bei 27 am 8. Februar des vergangenen Jahres. Bei den täglich veröffentlichten Zahlen können Nachmeldungen eine Rolle spielen. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wurde mit 1535 angegeben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen sank zum Wochenanfang minimal um 0,2 auf 419,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 284,3. Das Lagus meldete 486 Neuinfektionen; am Montag vor einer Woche waren es den Angaben zufolge 464.

Hamburger Schulbehörde: „Aufhebung der Präsenzpflicht kann sinnvoll sein“

17.30 Uhr: Die Hamburger Schulbehörde schließt eine Aufhebung der Präsenzpflicht offensichtlich nicht aus. „Wenn sich Inzidenz, R-Wert & Hospitalisierungsrate besorgniserregend verändern, kann die erneute Aufhebung der Präsenzpflicht sinnvoll sein“, heißt es in einem aktuellen Tweet der Behörde.

Nur, was gilt als „besorgniserregend“? Auf MOPO-Nachfrage sagt Behördensprecher Peter Albrecht: „Die Schulbehörde beobachtet die Lage an Hamburgs Schulen fortlaufend, bewertet die Wirksamkeit der aktuellen Maßnahmen und prüft, ob weitere Maßnahmen sinnvoll erscheinen.“

Wann dies genau passieren soll, bleibt vage. An bestimmte Inzidenzen, R-Werte oder Hospitalisierungsraten sei die Entscheidung nicht gebunden. Falls es zu Anpassungen komme, werde man unmittelbar informieren.

16.33 Uhr: Die Sondersitzung des Landtags in Kiel zur Corona-Lage ist am Montagnachmittag um eine Stunde verschoben worden. Als Grund gab eine Sprecherin an, die Auswertung der PCR-Tests durch ein Labor dauere noch an. Vor Parlamentssitzungen können sich im Landeshaus Politiker, Mitarbeiter und auch Journalisten auf das Virus testen lassen. Als neue Startzeit wurde 15 Uhr angegeben. Der Landtag will die epidemische Lage für das Land feststellen, um zum Beispiel Clubs und Diskotheken schließen zu können. Gaststätten sollen von 23 bis 5 Uhr dichtmachen.

Uni Hamburg stellt wieder von 2G auf 3G um

15.40 Uhr: Die Universität Hamburg stellt ab sofort wieder auf das „3G“-Modell um. Wer gegen Corona geimpft, vom Virus genesen oder negativ getestet ist, kann an Präsenzveranstaltungen teilnehmen. Am 6. Dezember hatte die Uni eigentlich auf 2G umgestellt, den Campus also nur für Geimpfte und Genesene ermöglicht. Jetzt kehre man zu 3G zurück, erklärte Uni-Präsident Dieter Lenzen in einem Rundschreiben.

Grund sei die neue Eindämmungsverordnung des Hamburger Senats. „Auf diese Weise werden die Hochschulen gezwungen, sich zwischen dem 3G-Modell für den Zugang sowie künftig nur noch dem 2G+-Zugangsmodell zu entscheiden“, heißt es in dem Schreiben. „Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass die meisten Studierenden bereits eine Boosterimpfung erhalten haben, hat sich die erweiterte Hochschulleitung vorerst gegen das 2G+-Zugangsmodell entschieden.“

Kontrolliert werden die jeweiligen Nachweise mit Hilfe des „Campus Pass“, alle Informationen dazu finden Studierende auch hier.

1898 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz steigt auf 659,7

11.55 Uhr: Nach einem Rückgang am Sonntag sind die Corona-Zahlen in Hamburg zu Beginn der neuen Woche wieder kräftig gestiegen: Am Montag sind 1898 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 1196 mehr als am Sonntag, und 916 mehr als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg dadurch wieder deutlich: Der Wert lag bei nun 659,7 (Vortag: 611,6; Vorwoche: 440,3) – das ist ein neuer Negativ-Rekord.

Die Behörde hatte darauf hingewiesen, dass die gemeldeten Fälle der bislang verarbeiteten Fallanzahl entsprechen. Dementsprechend müsse weiter von einer höheren Fallzahl ausgegangen werden. „Der Grund hierfür ist der schnelle Anstieg und das hohe Fallaufkommen, welches zu einer teilweise späteren Meldung von Befunden durch die Labore sowie zu einer teilweise verzögerten Bearbeitung an den übermittelnden Stellen führt“, hieß es.

Die Hospitalisierungsquote, die angibt, wie viele Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum stationär aufgenommen wurden, gab das RKI am Montag mit 5,34 (+1,62) an. Bundesweit stieg sie von 3,15 auf 3,37. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 7. Januar 328 Corona-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 73 angegeben. Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden am Montag 85 Patienten intensiv behandelt.

Laut RKI sind in Hamburg bislang 2030 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 9. Januar). Binnen eines Tages wurde ein weiterer Todesfall erfasst. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 156.906 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 126.900 als genesen.

1.478.811 Menschen (79,8 Prozent) haben in Hamburg bis einschließlich Sonntag eine Impfung erhalten, 1.436.320 auch eine zweite (77,5 Prozent) und 712.480 eine Auffrischimpfung (38,5 Prozent).

Corona-Zahlen in Niedersachsen steigen weiter

10.52 Uhr: Nach wie vor gibt es keine Entspannung bei der Corona-Lage in Niedersachsen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag betrug die Sieben-Tage-Inzidenz 308,6. Sie gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet wurden. Am Sonntag lag der Wert bei 296,0. Die Zahl der registrierten neuen Ansteckungen stieg um 1552. Weitere Todesfälle mit oder an einer Corona-Infektion gab es aber nicht.

Auch der Indikator für die Krankenhausaufnahmen stieg weiter an – er kletterte nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums von 4,5 am Wochenende auf 4,6 am Montag. Dieser Wert zeigt, wie viele Covid-19-Patienten innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten nahm ebenfalls von 6,8 auf 6,9 Prozent zu.

Derzeit gilt in Niedersachsen landesweit die Warnstufe 3. Im Alltag greift damit vorrangig die 2G-Plus-Regel, die den Zugang auf Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test beschränkt. Bei privaten Treffen dürfen maximal zehn Menschen, die geimpft oder genesen sind, zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Wer nicht geimpft ist, darf sich nur mit zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen.

Im Bundesland Bremen ging die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen am Montag auf 1028,0 zurück, nachdem sie am Sonntag den Wert von 1032,6 erreicht hatte. Nach wie vor ist Bremen damit Spitzenreiter bei den Inzidenzen unter den Bundesländern. Im Vergleich zum Vortag wurden dort 465 neue Ansteckungen gemeldet. Weitere Todesfälle gab es nicht.

Verband: Corona-Einschränkungen sorgen für mehr Mieter-Konflikte

9.45 Uhr: Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie führen inzwischen zu mehr und schärferen Konflikten unter Mietern. Das hat eine Umfrage des Verbandes Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) unter seinen Wohnungsgesellschaften ergeben, wie der Verband am Montag mitteilte. Wurden früher vor allem kleine Alltagsprobleme gemeldet, so spielten inzwischen Lärmprobleme mit Nachbarn eine deutlich größere Rolle. Vermieter sähen unter anderem das „deutlich häufigere Zuhause sein“ als einen Grund dafür an.

„Die Menschen haben genug von Lockdown, Quarantäne und Einschränkungen und fühlen sich frustriert“, erläuterte VNW-Direktor Andreas Breitner. Den Mietern scheine die Decke auf den Kopf zu fallen. Die Unzufriedenheit bekämen zuerst Nachbarn und dann Vermieter zu spüren. Der VNW vertritt nach eigenen Angaben rund 400 Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein. Sie verwalten laut Verband mehr als 680.000 Wohnungen, in denen rund 1,5 Millionen Menschen leben. An der Umfrage waren mehr als 60 Firmen beteiligt.

Einige berichteten von „zunehmend verhärteten Fronten“ zwischen Nachbarn oder Mietern. Die Pandemie verschärfe bestehende Konflikte und steigere Unzufriedenheit und Ungeduld bei den Bewohnern. Hinzu komme, dass wegen der Beschränkungen auch Schlichtungsgespräche schwieriger möglich sind.

In Hamburg gilt bei den Corona-Regeln nun weitgehend 2G-Plus

7.55 Uhr: Weite Teile des gesellschaftlichen Lebens in Hamburg unterliegen angesichts weiter rasant steigender Corona-Zahlen jetzt den 2G-Plus-Regeln. Damit dürfen seit Montag Menschen mit einer Grundimmunisierung sowie Genesene zahlreiche Bereiche nur noch dann betreten, wenn sie zusätzlich einen negativen Corona-Test vorlegen. Davon ausgenommen sind nur Hamburger, die bereits eine Auffrischungsimpfung oder einen gleichwertigen Schutz vor der Pandemie haben. Ungeimpfte sind schon seit dem 20. November 2021 fast vollständig vom öffentlichen Leben ausgeschlossen.

Die 2G-Plus-Regeln gelten laut einem Senatsbeschluss vom 4. Januar unter anderem in der Gastronomie, in Freizeiteinrichtungen, bei allgemeinen Veranstaltungen, touristischen Stadt- und Hafenrundfahrten sowie in kulturellen Einrichtungen wie Theatern, Konzerthäusern, Kinos und der Oper. Ebenfalls betroffen sind Messen, Volksfeste, Spielhallen, Schwimmbäder, Fitnessstudios, Seniorentreffs sowie körpernahe Dienstleistungen. Ausgenommen sind Friseure, Angebote der Fußpflege, Museen, Bücherhallen, Ausstellungshäuser, Gedenkstätten sowie der gesamte Einzelhandel.

Einschnitte gibt es auch im Sport. So müssen im Profisport die Begegnungen etwa in der Fußballbundesliga wieder als Geisterspiele ohne Publikum abgehalten werden. Bislang hatte es eine vom Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz abweichende Ausnahmeregelung gegeben. Im Amateurbereich dürfen Sportveranstaltungen im Freien künftig wie alle anderen Großveranstaltungen nur noch vor maximal 1000 Zuschauern stattfinden. In Sporthallen gilt – wie bei anderen Indoor-Veranstaltungen auch – eine Obergrenze von 200 Zuschauern.

Die Gesundheitsbehörde hatte Ende vergangener Woche noch einmal präzisiert, wer von der Testpflicht befreit ist.

Im Nordosten gilt jetzt Corona-Ampelstufe Rot

7.30 Uhr: Von Montag gilt in ganz Mecklenburg-Vorpommern die Corona-Ampelstufe Rot. Laut Gesundheitsministerium müssen dann unter anderem Clubs, Discos, Kinos, Schwimm- und Spaßbäder sowie Innenbereiche von Zoos und botanischen Gärten geschlossen bleiben. Es dürfen auch keine Veranstaltungen mehr mit Zuschauern stattfinden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen je 100.000 Einwohner und Woche hatte am Samstag den dritten Tag in Folge über dem Schwellenwert von 9 gelegen. Da spielt es laut Corona-Verordnung auch keine Rolle, dass am Sonntag wieder ein Wert von 8,9 ermittelt wurde. Erst wenn der Wert fünf Tage unter die Marke 9 rutscht, werden die Beschränkungen wieder aufgehoben.

Wie Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) sagte, sie gehe davon aus, dass spätestens am Dienstag, wenn die Testroutine und die Auswertung nach dem Wochenende einsetze, der Wert voraussichtlich wieder stark ansteigen werde.

Weiterhin bleiben Zusammenkünfte für Geimpfte und Genesene nur mit maximal zehn Personen erlaubt. Das gelte für innen und außen. Dabei zählen Kinder bis 14 Jahre nicht mit. Auch die Beschränkung für Zusammenkünfte, an denen Ungeimpfte beteiligt sind, bleibt bestehen. Es dürfen sich nur ein Haushalt und zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen, maximal jedoch 10 Personen.

Das waren die Corona-News am 9. Januar:

Binnen einer Woche: Inzidenz im Norden hat sich mehr als verdoppelt

21.28 Uhr: Schleswig-Holstein hat heute 764 neue Corona-Fälle gemeldet – weniger als am Samstag (1200 neue Fälle), aber mehr als am vergangenen Sonntag (633 Neuinfektionen). Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt im Vergleich zum Vortag leicht auf 529,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen binnen sieben Tagen (Samstag: 536,8). Im Vergleich zur Vorwoche (Inzidenz: 244,3) hat sich der Wert allerdings mehr als verdoppelt.

212 Menschen mit Covid19-Erkrankung liegen derzeit in Schleswig-Holsteins Krankenhäusern, 53 davon auf einer Intensivstation. 39 Patient:innen müssen beatmet werden.

Noch eine Million Euro für den Hamburger Sport?

19.44 Uhr: SPD und Grüne wollen gemeinnützigen Sportvereine und bestimmte Lizenzspielerabteilungen mit einer weiteren Million Euro dabei fördern, Schutz- und Hygienemaßnahmen gegen das Coronavirus umzusetzen. Seit November 2020 hatte die Regierung den Hamburger Sport bereits mit einer Million Euro für die Corona-Maßnahmen unterstützt. Diese Mittel sind den Angaben zufolge seit Dezember 2021 aufgebraucht.

„Corona breitet sich jedoch nach wie vor rasant aus, durch die neue Omikron-Variante sogar in bisher unbekanntem Ausmaß“, sagte dazu Maryam Blumenthal (Grüne). „Dadurch hat sich der Bedarf an Schutz- und Hygienemaßnahmen ebenso erhöht wie der Aufwand für ihre Einhaltung.“ Die Lage im Sport sei weiterhin angespannt. „Unser Ziel ist es, den Sport auch künftig so zu unterstützen, dass er den Betrieb unter Einhaltung aller notwendiger Regeln aufrechterhalten kann.“ Auch Juliane Timmermann (SPD) erklärte, die Hilfen für Hygiene- und Schutzbedarf seien passgenau und werden gebraucht.

Seit Pandemiebeginn sei der Sport in Hamburg mit zusätzlichen 30 Millionen Euro unterstützt worden, so Timmermann. Über zehn Millionen Euro wurden explizit für direkte Pandemie-Hilfen bereitgestellt. „Dieses Geld ist gut investiert, denn es trägt dazu bei, dass wir gemeinsam aus der Krise kommen und der Sport in Hamburg leistungsfähig und attraktiv bleibt“, sagt sie. Am 19. Januar wird die Bürgerschaft über den Antrag der Regierungsfraktionen abstimmen.

MeckPomm: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 420

17.53 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist am Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern weiter gestiegen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock gab die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen einer Woche am Sonntag mit 420,0 an, am Freitag lag der Wert noch bei 389,4, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Sonntag mitteilte. Am Samstag waren 655 und am Sonntag 392 Neuinfektionen hinzugekommen.

Die Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – sank auf 8,9 und damit wieder unter die kritische 9,0-Marke. Diese Marke ist maßgeblich dafür, dass die Corona-Ampelstufe auf rot springt. Da am Samstag der Schwellenwert den dritten Tag in Folge über 9 gelegen hatte, wird das im gesamten Land Auswirkungen haben. Clubs, Discos, Kinos, Schwimm- und Spaßbäder oder Innenbereiche von Zoos und botanischen Gärten müssen schließen.

Den Angaben zufolge befanden sich am Sonntag 317 Covid-Patienten in Kliniken. Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen sank auf 88. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorbenen Menschen wurde unverändert mit 1515 angegeben.

Omikron: Krankenhäuser bereiten sich auf mehr Corona-Patienten vor

16.01 Uhr: Aufgrund der Ausbreitung der Omikron-Variante bereiten sich die Krankenhäuser sicherheitshalber auf einen Anstieg von Corona-Erkrankten vor. „Vorrangiges Ziel ist es, während der bevorstehenden Omikron-Welle jederzeit ausreichende Kapazitäten und Personal zur Patientenversorgung vorhalten zu können”, teilte der Sprecher der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft mit. „Es ist aktuell schwer einzuschätzen, welche konkreten Auswirkungen die Ausbreitung der Omikron-Variante in den kommenden Wochen auf die Belastung der Krankenhäuser haben wird.”

Demnach sind verschiedene Szenarien möglich: So könnte die hohe Verbreitungsgeschwindigkeit von Omikron zu einer steigenden Zahl von Corona-Patienten in den Kliniken führen und den Druck auf das Gesundheitssystem deutlich erhöhen. Bestenfalls könnte die neue Variante aber auch dazu führen, dass die Belastung der Intensivstationen sinkt – etwa, wenn die neue Variante insgesamt zu milderen Krankheitsverläufen als bei der Delta-Variante führt.

Die Arbeitsbelastung der Beschäftigten in den Kliniken ist dem Sprecher zufolge derzeit hoch. Das Personal müsse schnellstmöglich von bürokratischen Aufgaben entlastet werden, so der Sprecher.

Corona-Lage in Niedersachsen weiter angespannt – Höchstwert in Bremen

13.30 Uhr: Die Corona-Zahlen steigen in Niedersachsen weiter. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen lag am Sonntag nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 296 – so viele Corona-Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wurden gemeldet. Am Samstag hatte der Wert bei 269,3 gelegen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen erhöhte sich um 3115. Ein weiterer Mensch starb mit oder an einer Corona-Infektion.

Der Indikator für die Krankenhausaufnahmen lag wie am Samstag bei 4,5. Dieser Wert gibt an, wie viele Covid-19-Patienten und -Patientinnen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten stieg in Niedersachsen von 6,6 Prozent auf 6,8 Prozent, wie das niedersächsische Gesundheitsministerium auf seiner Internetseite mitteilte.

Derzeit gilt in Niedersachsen landesweit die Warnstufe 3. Im Alltag greift damit vorrangig die 2G-Plus-Regel, die den Zugang auf Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test beschränkt. Bei privaten Treffen dürfen maximal zehn Menschen, die geimpft oder genesen sind, zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Wer nicht geimpft ist, darf sich nur mit zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen.

Im Bundesland Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen am Sonntag bei 1032,6 – nach RKI-Angaben hat kein anderes Bundesland solch einen hohen Wert. Im Vergleich zum Vortag wurden dort 746 neue Ansteckungen gemeldet, weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona wurden nicht registriert.

Behörde: Corona-Inzidenz in Hamburg wohl höher als angegeben

12.10 Uhr: In Hamburg sind am Sonntag nach Angaben der Gesundheitsbehörde 702 neu nachgewiesene Corona-Infektionen hinzugekommen. Erstmals versah die Behörde die Angabe aber mit dem Hinweis, dass von einer höheren Fallzahl ausgegangen werden müsse. „Der Grund hierfür ist der schnelle Anstieg und das hohe Fallaufkommen, welches zu einer teilweise späteren Meldung von Befunden durch die Labore sowie zu einer teilweise verzögerten Bearbeitung an den übermittelnden Stellen führt.“ Deshalb sei auch von einer höheren Sieben-Tage-Inzidenz auszugehen als angegeben.

Die Zahl neu registrierter Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche sank am Sonntag auf 611,6. Am Samstag lag sie bei 629,1, vor einer Woche noch bei 406,9. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen in der Hansestadt stieg laut Robert Koch-Institut (RKI) um 4 auf 2029. Insgesamt haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 155.008 Menschen infiziert; 126.200 davon gelten nach RKI-Schätzung als genesen.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz liegt Hamburg weiter deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auf Basis einer anderen Berechnungsmethode gab das RKI am Sonntag für Hamburg eine Sieben-Tage-Inzidenz von 575,2 an, für ganz Deutschland einen Wert von 362,7.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden Sonntagvormittag (Stand 11.45 Uhr) laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 80 Covid-19-Patienten behandelt, einer mehr als am Vortag; 45 von ihnen mussten invasiv beatmet werden, 2 mehr als am Samstag. Die Gesundheitsbehörde hatte die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt zuletzt mit Stand Freitag mit 328 angegeben.

Zahlen zur Hospitalisierungsinzidenz werden vom RKI an Wochenenden nicht gemeldet. Am Freitag lag die Zahl der in Krankenhäusern aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner und Woche in Hamburg bei 3,40, bundesweit bei 3,15. Bei Überschreiten der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

Ärzte-Chef mit dringendem Appell an Hamburger

10.08 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie zögern viele Menschen nach Worten der Ärztekammer Hamburg Untersuchungen möglichst lange hinaus. Das sei beunruhigend, sagte Kammerpräsident Pedram Emami der Deutschen Presse-Agentur. „Erstsymptome werden von manchen Patientinnen oder Patienten länger toleriert. Kollegen sind häufiger mit Fällen konfrontiert, die in einem fortgeschrittenen Stadium sind.” Auch Vorsorgeuntersuchungen würden oft verschoben. Werde beispielsweise eine Krebserkrankung später erkannt, sei die Prognose schlechter.

Konkrete Zahlen, wie viele Untersuchungen in der Hansestadt wegen der Pandemie nicht wahrgenommen werden, liegen der Ärztekammer Hamburg zwar nicht vor, sagte der 51-Jährige. Untersuchungen verschiedener Krankenkassen scheinen seinen Worten zufolge diese Beobachtung aber zu bestätigen.

Emami appellierte an die Hamburgerinnen und Hamburger, nicht aus Angst vor einer Corona-Infektion auf wichtige Untersuchungen zu verzichten. „Immer wenn man unsicher ist, ob man eine Untersuchung dringend machen muss oder nicht, sollte man lieber eine Ärztin oder einen Arzt fragen, bevor man für sich entscheidet, das nicht zu machen”, sagte der Neurochirurg im Universitätsklinikum-Eppendorf (UKE). „Alle Praxen und alle Krankenhäuser halten hygienische Regeln ein. Man muss nicht die Sorge haben, dass man am Ende mit einer Covid-Erkrankung nach Hause kommt.”

Die Ärztekammer Hamburg hat den Angaben zufolge mehr als 18.000 Mitglieder.

Inzidenz in Schleswig-Holstein bei 536,8 – 1200 Neuinfektionen

9.45 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Samstag auf 536,8 geklettert – nach 526,5 am Vortag. Binnen 24 Stunden wurden weitere 1200 Corona-Neuinfektionen gemeldet, also 2263 weniger als am Vortag, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken gekommen sind, wurde unverändert mit 3,13 angegeben. Auch die Zahl der gemeldeten Covid-Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, lag weiterhin bei 212. Auf Intensivstationen wurden 53 Covid-19-Schwerkranke betreut, 39 von ihnen werden beatmet. Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie lag laut Robert Koch-Institut unverändert bei 1898.

Im Vergleich der Städte und Kreise wurde bei der Sieben-Tage-Inzidenz für Lübeck der Spitzenwert mit 891,8 angegeben. In Dithmarschen sank er leicht von 796,2 am Vortag auf 722,7, danach folgt Kiel mit 695,9. Den niedrigsten Wert gibt es weiter in Schleswig-Flensburg (237,4).

Das waren die Corona-News am 8. Januar:

Zweite Bürgermeisterin Fegebank meldet sich aus der Corona-Quarantäne

21.51 Uhr: Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) befindet sich wegen ihrer Corona-Infektion derzeit in häuslicher Quarantäne. Am Samstag meldete sich Fegebank via Twitter und bedankte sich für die vielen Genesungswünsche, die sie seit Bekanntwerden ihrer Erkrankung am Mittwoch erreicht haben.

Fegebank schrieb auf Twitter: „Wir schlagen uns bisher ganz wacker, auch wenn Quarantäne mit quietschfidelen 3-jährigen Zwillingen nicht nur ein Vergnügen ist.“

Poletto über Mitarbeiter: „Impfung ist Grundvoraussetzung”

20.21 Uhr: Für Starköchin Cornelia Poletto ist klar: Die Corona-Impfung ist ein Muss. „Impfung ist für uns schon eine Grundvoraussetzung“, sagt sie im Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). „Ich kann das anders nicht gegenüber meinen Mitarbeitern verantworten und auch nicht gegenüber meinen Gästen.“

Es sei ein großes Thema in ihrem Restaurant gewesen. Doch zum Glück war nur ein Mitarbeiter gegen die Impfung – aus Glaubensgründen. Der habe sich jedoch mit dem Coronavirus infiziert und gehöre nun zu den Genesenen.

Am Freitag wurde auf dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern 2G-Plus für die Gastronomie beschlossen. „Eine Katastrophe“, findet Poletto. Testen sei extrem wichtig, geboosterte Personen davon auszunehmen, sei nicht die richtige Entscheidung. In ihrem Laden gab es ebenfalls einen Corona-Ausbruch – obwohl alle Kollegen geboostert waren.

Generell müsste man in der Gastronomie schauen, wie die Sicherheit am besten gewährleistet werden könne. „Wir tragen zwar eine medizinische Maske, aber die Gäste müssen am Platz ja keine tragen – also bleibt da einfach schon ein gewisses Risiko.“ Derzeit ist ihr Restaurant geschlossen. Am 17. Januar soll der Betrieb jedoch wieder aufgenommen werden. „Ich bin gerade sehr froh, dass wir noch etwas Zeit haben, uns zu überlegen, wie wir mit Omikron umgehen“, sagt die Hamburgerin dem „RND“.

Demo in Hamburg beendet: 13.700 Teilnehmer

18.44 Uhr: Unter dem Motto „Das Maß ist voll. Hände weg von unseren Kindern“ zogen am Samstag Tausende Gegner der Corona-Politik durch die Innenstadt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Nach abschließender Zählung sprach die Hamburger Polizei von 13.700 Teilnehmern. Zwischenzeitlich war die Zahl auf 16.000 geschätzt worden, wurde aber am Abend nach unten korrigiert. Erwartet worden waren 11.000 Menschen.

Die MOPO begleitete die Demonstration: Die ersten Teilnehmer versammelten sich um kurz nach 14 Uhr bei der Ernst-Merck-Brücke vor der Hamburger Kunsthalle. Um 15 Uhr setzte sich der Protestzug in Bewegung. Der Zug führte vom Glockengießerwall über die Lombardsbrücke zur Esplanade und von dort über Stephansplatz und Jungfernstieg. „Das Freiheitsvirus hat Hamburg erreicht“, hieß es unter anderem in einer Durchsage.

Unter den Demonstrierenden waren erneut einige Schwurbler und Holocaust-Verharmloser: Gegen eine Person mit „Ungeimpft“-Stern wurde nach Polizei-Angaben ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet. Zu Versammlungsbeginn kam auch Heiko Schönling von „Ärzte für Aufklärung“ zu Wort, sprach von einer „kriminellen Plandemie“. Auch gegen Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) wurden Parolen skandiert.

Vereinzelt gab es Gegendemonstranten, vor allem aus dem linken und antifaschistischen Spektrum. Sie zeigten Schilder wie „Impfen = Solidarität“. Als der Demonstrationszug am Gängeviertel vorbeikam, ertönten „Nazis raus“-Rufe. Eine Gruppe von Gegendemonstranten stellte sich auf die Straße, zeigte ein Banner mit „Zero Covid“. Die Gruppe wurde von Polizisten beiseitegeschoben, um den Zug passieren zu lassen.

Polizisten schieben eine Gruppe Demonstrierender beiseite
Gegendemonstranten versperren am Gängeviertel mit einem Banner den Weg, Polizisten räumen die Straße frei.

Zu größeren Zwischenfällen kam es laut Polizei nicht. Obwohl der Veranstalter die Teilnehmer über Lautsprecher aufforderte, die Masken- und Abstandspflicht einzuhalten, waren in der Menge viele Menschen ohne Masken und Abstand unterwegs. Es wurden laut Polizei mehrere Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet. Die genaue Zahl war zunächst unklar. Die Versammlung wurde um 18.40 Uhr von den Veranstaltern beendet.

Wegen der Demonstration kam es in der Innenstadt zu Verkehrsbehinderungen. Bereits an mehreren Samstagen im Dezember waren Tausende Impfgegner in der Hansestadt auf die Straße gegangen. Bei Versammlungen unter freiem Himmel ist der aktuellen Corona-Eindämmungsverordnung zufolge das Tragen einer Maske verpflichtend. Ab 100 Teilnehmern müssen die Verantwortlichen zudem ein Hygienekonzept vorlegen.

Pflegekräfte zeigen den Schriftzug „Impfpflicht? Nein Danke“
Pflegekräfte zeigen den Schriftzug „Impfpflicht? Nein Danke“

Inzidenz in Meck-Pomm steigt auf 413,3

17.39 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist am Samstag in Mecklenburg-Vorpommern erneut gestiegen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Samstag mit 413,3 an. Am Freitag hatte der Wert 389,4 betragen, vor einer Woche 263,9. 655 Neuinfektionen kamen laut Landesamt am Samstag hinzu, 398 weniger als am Freitag, aber 373 mehr als vor einer Woche.

Den Angaben zufolge befanden sich am Samstag 314 Covid-Patienten in Kliniken – 17 weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen stieg um einen auf 91. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorbenen Menschen wurde unverändert mit 1515 angegeben.

2256 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz steigt auf 629,1

11.50 Uhr: In Hamburg sind am Samstag 2256 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 245 mehr als am Freitag, und 1383 mehr als am Samstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist dadurch den elften Tag in Folge steil gestiegen: Der Wert lag bei nun 629,1 (Vortag: 556,5; Vorwoche: 389,9).

Die Hospitalisierungsquote, die angibt, wie viele Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum stationär aufgenommen wurden, gab das RKI am Freitag mit 3,4 (-0,11) an. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 7. Januar 328 (+12) Corona-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 73 (+2) angegeben. Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden am Samstag 79 Patienten intensiv behandelt.

Laut RKI sind in Hamburg bislang 2025 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 7. Januar). Binnen eines Tages wurde drei weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 154.306 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 125.700 als genesen.

1.475.449 Menschen haben in Hamburg bis einschließlich Donnerstag eine Impfung erhalten, 1.432.983 auch eine zweite und 672.773 eine Auffrischimpfung.

Coronavirus breitet sich weiter aus – Bremen mit Höchstwert

11.34 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Niedersachsen weiter aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen stieg am Samstag nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) auf 269,3 – so viele Corona-Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wurden gemeldet. Am Freitag hatte der Wert bei 239,8 gelegen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen stieg um 4605. Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona starben, erhöhte sich um 25.

Der Indikator für die Krankenhausaufnahmen stieg von Freitag auf Samstag von 4,3 auf 4,5. Dieser Wert gibt an, wie viele Covid-19-Patienten und -Patientinnen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten sank in Niedersachsen von 6,9 Prozent auf 6,6 Prozent, wie das niedersächsische Gesundheitsministerium auf seiner Internetseite mitteilte.

Derzeit gilt in Niedersachsen landesweit die Warnstufe 3. Im Alltag greift damit vorrangig die 2G-Plus-Regel, die den Zugang auf Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test beschränkt. Bei privaten Treffen dürfen maximal zehn Menschen, die geimpft oder genesen sind, zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Wer nicht geimpft ist, darf sich nur mit zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen.

Im Bundesland Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen am Samstag bei 983,3 – im Vergleich der Länder war das der höchste Wert. Im Vergleich zum Vortag wurden dort 1859 neue Ansteckungen gemeldet, ein weiterer Mensch starb an oder mit einer Corona-Infektion.

Darum ist bei einem Besuch bei Hagenbeck kein Corona-Test nötig

9.45 Uhr: Dank einer Sonderregelung in der neuen Hamburger Corona-Verordnung brauchen geimpfte und genesene Besucher im Tierpark Hagenbeck weiterhin keinen zusätzlichen Corona-Test oder eine Booster-Impfung. „Damit können die Besucher den Tierpark und das Tropen-Aquarium weiterhin ohne den Aufwand eines zusätzlichen Schnelltests besuchen und gerade zum kalten Jahresauftakt die wohlige Wärme in Hagenbecks Tropen-Aquarium genießen“, teilte der Zoo am Freitag mit.

Die Gesundheitsbehörde bestätigte, dass für die geschlossenen Räume von zoologischen und botanischen Gärten sowie Museen, Gedenkstätten, Archiven, Ausstellungshäusern und die Bücherhallen weiterhin nur 2G gilt. Wer allerdings in ein Theater, einen Konzertsaal, ein Kino oder einen Musikclub gehen wolle, müsse sich ab Montag an die 2G-Plus-Regel halten. Den Angaben zufolge muss laut Verordnung in den Innenräumen bei Hagenbeck und im Botanischen Garten eine medizinische Maske getragen werden. Tierpark-Geschäftsführer Dirk Albrecht sprach allerdings von „freiwillig getroffenen Sicherheitsmaßnahmen“ Die neue Verordnung ist noch nicht veröffentlicht worden.

Mehrere Corona-Impfaktionen am Wochenende in Hamburg 

8.25 Uhr: Die Menschen in Hamburg können sich am Wochenende auch an besonderen Orten in der Stadt gegen Corona impfen lassen. Am Samstag wird etwa in „Susis Show Bar“ geimpft. Auch der Kiez wolle einen Beitrag leisten, sagte Geschäftsführer Christian Schnell. In dem Striplokal auf der Reeperbahn können bis zu 250 Menschen geimpft werden. Außerdem gibt es am Samstag eine Impfaktion der Deutschen Seemannsmission für die Besatzung des Kreuzfahrtschiffes „Aidaprima“.

Am verkaufsoffenen Sonntag können sich Impfwillige zudem in einem Zelt auf dem Gänsemarkt in der Innenstadt eine Spritze geben lassen. Ein weiteres Angebot gib es am Sonntag im Maritimen Museum. Meist werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfung angeboten. Anmeldungen sind nicht nötig.

79,6 Prozent der Hamburger sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen mindestens einmal gegen das Virus geimpft. Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach 77,4 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten bisher 36,3 Prozent der Menschen in der Hansestadt

Das waren die Corona-News am 7. Januar:

Inzidenz in Schleswig-Holstein deutlich gestiegen

21.26 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Freitag auf 526,5 geklettert – nach 458,0 am Vortag. Binnen 24 Stunden wurden weitere 3463 Corona-Neuinfektionen gemeldet, also etwas weniger als am Vortag, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht. Auch die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken gekommen sind, sank von 3,30 auf 3,13.

Die Zahl der gemeldeten Covid-Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, sank binnen eines Tages um 5 auf 212. Auf Intensivstationen wurden 53 Covid-19-Schwerkranke betreut (+3), 39 von ihnen werden beatmet (+4). Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg erneut um 2 auf 1898.

Im Vergleich der Städte und Kreise steht bei der Sieben-Tage-Inzidenz nicht mehr Dithmarschen an der Spitze, sondern Lübeck mit einem Wert von 839,0. In Dithmarschen sank er auf 796,2, danach folgt Kiel mit 693,0. Den niedrigsten Wert gibt es weiter in Schleswig-Flensburg (220,1). 

Hamburg weiterhin größter Omikron-Hotspot

19.55 Uhr: Es bleibt dabei: In keinem Bundesland ist die Omikron-Variante so verbreitet wie in Hamburg. 243 Infektionen mit der Virusvariante pro 100.000 Einwohner verzeichnet die Hansestadt bislang, das geht aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Das sind fast genauso viele wie Schleswig-Holstein (123 Omikron-Fälle pro 100.000 Einwohner) und Bremen (122) zusammen.

Seit gestern sind laut RKI in Hamburg 405 Omikron-Infektionen hinzugekommen, die Gesamtzahl liegt damit bei 4631. 4132 Fälle wurden mittels variantenspezifischer PCR erkannt (sog. „Verdachtsfälle“), bei 499 wurde Omikron bereits durch eine Sequenzierung bestätigt.

Bundesweit werden seit der 46. Kalenderwoche, in der die Variante erstmals in Deutschland auftrat, 62.974 Infektionen Omikron zugeordnet. Dies entspricht 76 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Bremer Inzidenz erstmals höher als 1000

19.38 Uhr: Die Hansestadt Bremen hat bei den Inzidenzzahlen für Corona-Neuinfektionen erstmals die Grenze von 1000 übersprungen. Wie Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Freitag mitteilte, liegt der Wert aktuell bei 1052 Fällen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. „Das ist eine hohe Inzidenz, die macht uns auch Sorgen“, sagte Bovenschulte nach den Bund-Länder-Gesprächen zur Corona-Pandemie. Das relativ hohe Niveau liege auch an dem inzwischen starken Anteil der Omikron-Variante bei den Neuinfektionen.

Es gebe aber auch die mutmachende Botschaft, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die Krankheitsverläufe nach einer Omikron-Infektion weniger schwer ausfielen. Angesichts der hohen Zahlen sei Bremen bereits deutlich über die Bund-Länder- Beschlüsse hinausgegangen, sagte er auch mit Blick auf die in Bremen von Montag an geltende neu eingeführte Warnstufe vier.

Damit wird eine 2G-plus-Regelung für die Gastronomie und zusätzlich auch für Kultureinrichtungen eingeführt. Damit haben nur vollständig Geimpfte und Genesene Zutritt, die zusätzlich noch negativ getestet sein müssen. Ausnahmen von der Testpflicht gelten dabei für alle, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben und in den ersten drei Monaten nach der zweiten Impfung.

Flüchtlingsunterkunft bei Hamburg: Corona-Zahlen steigen weiter

19.01 Uhr: Zuvor waren es noch 14, jetzt sind es schon 17 Fälle: In der Landesunterkunft Neumünster ist die Zahl der Corona-Infektionen gestiegen, wie das zuständige Landesamt am Freitag mitteilte. Bei drei Infizierten sei die Omikron-Variante bestätigt worden, sagte ein Sprecher. Deshalb sollen neu ankommende Schutzsuchende vorläufig in der Landesunterkunft Rendsburg untergebracht werden.

In der Landesunterkunft Neumünster sind derzeit zwei Wohngebäude und mehrere Wohncontainer ausschließlich für die Unterbringung von Infizierten, Kontaktpersonen und Menschen in der Ankunftsquarantäne vorgesehen. Betroffen sind insgesamt 109 afghanische Ortskräfte, die mindestens bis zum 17. Januar das isolierte Containerfeld nicht verlassen dürfen.

Auch in den anderen Landesunterkünften stehen Gebäude und Containerbereiche für die Quarantäne und Isolation zur Verfügung. Die Zahl der Infektionsfälle sei dort aktuell jedoch niedriger, sagte ein Sprecher des Landesamtes. In Boostedt im Kreis Segeberg gab es am Freitag fünf Erkrankte, in Rendsburg sieben und in Bad Segeberg zwei.

Tschentscher äußert sich zum Bund-Länder-Gipfel – Kritik an Kubicki

17.59 Uhr: Die Beschlüsse der Regierungschefs von Bund und Ländern haben keine Auswirkungen auf die vom Hamburger Senat bereits beschlossene Verschärfung der Corona-Regeln. Er sehe die Linie des rot-grünen Senats in der Pandemiebekämpfung bestätigt, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher am Freitag nach Beratungen mit seinen Länderkollegen und Bundeskanzler Olaf Scholz (beide SPD). „An bestimmten Stellen sind wir aber darüber hinausgegangen.“

Tschentscher sagte außerdem, dass die Runde bekräftigt habe, eine Impfpflicht einführen zu wollen. In Richtung des FDP-Politikers Wolfgang Kubicki äußerte Tschentscher Kritik: „Es gibt eine große Empörung darüber, dass ein Vizepräsident des Deutschen Bundestages diese Impfpflicht qualifiziert hat als eine ‚Rache der Geimpften‘. Das ist eine abwegige Sichtweise aus der Sicht aller, die über diese Frage nachdenken.“ Eine Impfpflicht sei eine weitreichende Entscheidung, aber aus Sicht der Ministerpräsidentenkonferenz erforderlich.

Am 24. Januar wolle die Runde erneut beraten, sagte Tschentscher. Hier können Sie das komplette Statement des Bürgermeisters nachhören:

Inzidenz in Meck-Pomm steigt auf 389,4

17.37 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist am Freitag in Mecklenburg-Vorpommern erneut gestiegen. Nach 1053 gemeldeten Infektionsnachweisen betrug der Wert 389,4, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mitteilte. Am Donnerstag war die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche mit 367,3 angegeben worden. Vor einer Woche hatte der Wert bei 261,9 gelegen. Am letzten Tag des alten Jahres waren 640 Infektionsnachweise registriert worden. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist aber darauf hin, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben könnten.

Den Angaben zufolge befanden sich am Freitag 331 Covid-Patienten in Kliniken – 5 mehr als am Vortag. Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen sank um einen. Damit waren 90 der 100 im Land für solche Fälle vorgesehenen Betten belegt. Es wurden 7 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gemeldet, womit die Gesamtzahl im Land auf 1515 stieg.

Die Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – stieg weiter auf 9,8. Damit wurde der für weitere Corona-Schutzmaßnahmen maßgebliche Schwellenwert von 9,0 den zweiten Tag in Folge überschritten. Landesweit treten Verschärfungen in Kraft, wenn die Ampel drei Tage auf Rot steht.

Corona-Sonderausschuss: Das lief an Schulen schlecht

16.04 Uhr: Der Schulbetrieb in Niedersachsen war schlecht auf den Unterricht unter Pandemiebedingungen vorbereitet – sagt der Corona-Sonderausschuss des Landtags, dessen Einrichtung im Herbst 2020 beschlossen wurde, um die Maßnahmen zu analysieren. In einem Berichtsentwurf des Ausschusses heißt es, viele Schulen seien „vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt, mit den vorzufindenden baulichen Gegebenheiten den gewünschten Infektionsschutz zu gewährleisten“. Mit Blick auf den Distanzunterricht hätten sich zudem „digitale Einschränkungen (…) nicht nur am Wohnort der Schülerinnen und Schüler, sondern auch in den Schulen“ gezeigt. Die „Braunschweiger Zeitung“ berichtete zuerst.

Dem Sonderausschuss, dem alle vier Landtagsfraktionen angehören, zufolge konnten auch Mindestabstände in den Schulbussen oft nicht eingehalten werden. Unterschiedliche Corona-Regeln in den Schulen und in der Freizeit hätten zudem zu einer geringeren Überzeugungskraft der Maßnahmen geführt.

Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Christian Grascha, kritisierte die Landesregierung für eine nach seiner Einschätzung zu geringen Beteiligung des Landtags. „Auch nach fast zwei Jahren Pandemie werden massive Freiheitseinschränkungen immer noch allein durch die Verordnung einer Ministerin vorgenommen“, sagte er.

Städte mit den höchsten Inzidenzen liegen alle im Norden

15.18 Uhr: Die fünf Städte mit den bundesweit höchsten Corona-Inzidenzen liegen momentan alle in Norddeutschland: Bremen führt das Ranking mit 850,6 Infektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen an, wie aus dem Dashboard des Robert-Koch-Instituts hervorgeht.

Auf Platz zwei folgt der Landkreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) mit einer Inzidenz von 806,0. Die Städte Lübeck (717,2; Schleswig-Holstein) und Delmenhorst (664,5; Niedersachsen) sowie der Landkreis Rendsburg-Eckernförde (639,8; Schleswig-Holstein) vervollständigen das Hotspot-Quintett der Bundesrepublik. Erst danach folgen mit Berlin-Neukölln (637,7) und Berlin-Mitte (636,7) zwei Gebiete, die nicht zu Norddeutschland gehören.

Der Norden ist bisher offenbar stärker von der Omikron-Variante betroffen, was an der Nähe zu Dänemark und der Niederlande liegen könnte. Dort ist die Mutation ebenfalls stark verbreitet. Die hohe Bevölkerungsdichte in den Städten gilt ebenfalls als eine mögliche Ursache für die enorme Verbreitung.

Inzidenz in Hamburg steigt auf mehr als 550

11.58 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg steigt weiter kräftig an. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Freitag mit 556,5 (Stand: ca. 12 Uhr) an. Am Donnerstag betrug der Wert 533,1, vor einer Woche noch 383,4. Zugleich erhöhte sich die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen um sieben auf 2022.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz liegt Hamburg weiter deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auf Basis einer anderen Berechnungsmethode gab das Robert Koch-Institut am Freitag für Hamburg eine Sieben-Tage-Inzidenz von 444,1 an, für ganz Deutschland einen Wert von 303,4. Das RKI wies jedoch darauf hin, dass sich aufgrund einer geringeren Test- und Meldeaktivität während der Feiertage noch immer ein unvollständiges Zahlenbild ergeben könnte.

Laut Gesundheitsbehörde kamen am Freitag in Hamburg 2011 bestätigte neue Ansteckungen hinzu. Das sind zwar 253 weniger als am Vortag, aber 456 mehr als am Freitag vor einer Woche. Insgesamt haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 152.050 Menschen infiziert; 125.100 davon gelten nach RKI-Schätzung als genesen.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden Freitagvormittag (Stand 11.15 Uhr) laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 77 Covid-19-Patienten behandelt, drei mehr als am Vortag; 38 Intensivpatienten mussten demnach invasiv beatmet werden, einer mehr als am Donnerstag. Die Gesundheitsbehörde gab die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt (Stand Donnerstag) mit 316 an; von ihnen lagen 71 auf Intensivstationen – das sind 28 beziehungsweise drei mehr als am Vortag gemeldet.

Die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der in Krankenhäusern aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner und Woche, stieg am Freitag in Hamburg von 3,08 auf 3,40. Bundesweit sank sie laut RKI von 3,26 am Vortag auf 3,15. Bei Überschreiten der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

79,6 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger sind dem RKI zufolge inzwischen mindestens einmal geimpft; den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach 77,4 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten bisher 36,3 Prozent der Hansestädter. Bei den Erst- und Zweitimpfungen liegt Hamburg im Ländervergleich weiter auf dem dritten Platz hinter Bremen und dem Saarland, bei den „Booster“-Impfungen zur Auffrischung zusammen mit Thüringen jedoch nur auf dem drittletzten Platz vor Brandenburg und Sachsen.

Weniger Intensivpatienten werden nach Niedersachsen verlegt

10.02 Uhr: Trotz bundesweit steigender Corona-Fallzahlen sind zuletzt kaum noch Intensivpatienten aus anderen Ländern nach Niedersachsen verlegt worden. „Es gab in den letzten Tagen sehr wenige Verlegungen“, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover am Freitag. Insgesamt habe es seit Mitte November 74 Verlegungen in das sogenannte Kleeblatt Nord gegeben, davon 40 nach Niedersachsen. 67 dieser Verlegungen hätten aber schon bis Mitte Dezember stattgefunden. Zum Kleeblatt Nord gehören auch Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen.

Das Kleeblatt-System war während der ersten Corona-Welle 2020 eingeführt worden und besteht aus den fünf Regionen Nord, Ost, West, Südwest und Süd. Es soll Überforderungen einzelner Krankenhäuser verhindern, indem Intensivpatienten innerhalb einer Region oder, wenn das nicht mehr möglich ist, bundesweit verlegt werden.

Immer mehr Corona-Fälle bei Hamburger Polizei und Feuerwehr

9.10 Uhr: Die Corona-Fälle bei der Hamburger Polizei und der Feuerwehr nehmen nach Angaben der Innenbehörde zu. Inzwischen gebe es bei der Polizei rund 180 Fälle, was bei einer Gesamtpersonalstärke von rund 11.300 Frauen und Männern rund 1,5 Prozent ausmache, sagte ein Behördensprecher. „Bei der Feuerwehr sind derzeit circa 1 Prozent der rund 5600 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr von Corona betroffen.“

Angesichts rasant steigenden Corona-Zahlen und der Omikron-Verbreitung  steigt auch der Druck auf die kritische Infrastruktur. „Hamburg nimmt die Einschätzung des Corona-Expertenrats sehr ernst und stellt sich bereits seit Längerem auf mögliche schnell steigende Infektionszahlen ein, indem wir die bestehenden Notfallpläne überprüfen und anpassen, um auf steigende Infektionszahlen reagieren zu können“, betonte der Behördensprecher.

Feuerwehr und Polizei täten alles, damit alle Bereiche der kritischen Infrastruktur auch bei hohen Infektionszahlen arbeits- und einsatzfähig seien, betonte er. Konkret seien zum Beispiel in vielen Bereichen feste Teams gebildet worden, die sich nicht untereinander begegnen und sich damit nicht gegenseitig infizieren könnten. „Auch wurden Schichtpläne entsprechend umgestellt“, sagte der Sprecher.

Nur ein Drittel der infizierten Schüler steckte sich in Schulen an

7.30 Uhr: Nur rund ein Drittel der in Hamburg mit Corona infizierten Schülerinnen und Schüler hat sich einer Studie zufolge auch in der Schule angesteckt. Das hat eine Auswertung von 7165 zwischen August 2020 und Oktober 2021 von den Schulen an die Schulbehörde gemeldeten Infektionsfälle durch das Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung ergeben, wie das Robert Koch-Institut in seinem am Donnerstag veröffentlichen Epidemiologischen Bulletin berichtete. „Größere schulische Ausbruchsgeschehen wurden nur selten beobachtet. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Infektionen im Schulkontext vermutlich in geringerem Umfang vorkommen als außerhalb des Schulsettings”, heißt es darin.

Zwar zeigten die Ergebnisse, dass im Beobachtungszeitraum Übertragungen in Schulen stattfanden, diese in der Regel jedoch keine Ausgangspunkte für umfangreiche schulische Ausbrüche gewesen seien. Schülerinnen und Schüler in höheren Jahrgangsstufen seien häufiger von einer Infektion betroffen gewesen als in niedrigeren Jahrgangsstufen. Insgesamt wurden im Beobachtungszeitraum 656 Ausbrüche an 276 Schulen beobachtet. Bei der überwiegenden Zahl der Ausbrüche seien neben dem ersten Infizierten, dem sogenannten Indexfall, lediglich ein oder zwei weitere Infektionen von der Schule an die Schulbehörde gemeldet worden.

Das waren die News vom 6. Januar

Nach Veranstaltung der Handelskammer: Ein weiterer Corona-Fall

22.12 Uhr: Neben der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) soll auch eine weitere Person mit dem Coronavirus infiziert worden sein, die eine Silvester-Veranstaltung der Handelskammer besucht hatte. Dies bestätigte die Kammer gegenüber dem „Abendblatt“. Demnach sei die Kammer über den positiven PCR-Test der Person schon zwei Tage nach der Zusammenkunft informiert worden.

Zu der Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns (VEEK) trafen sich am 31. Dezember rund 130 Prominente aus Politik und Wirtschaft – auch die danach an Corona erkrankte Fegebank. „Meine Familie und ich haben uns mit Corona infiziert und sind zu Hause in Isolation”, hatte die Politikerin am Mittwoch auf Instagram geschrieben. Sie ist bislang zweimal geimpft.

Das Treffen war trotz der sich rasch verbreitenden und hochansteckenden Omikron-Variante in Präsenz ausgerichtet worden – allerdings unter 2G-Plus-Bedingungen. Jeder Bezug zwischen der Infektionsursache und der Teilnahme an der Veranstaltung sei „spekulativ“, saget Kammersprecherin Kendra Schmidt dem „Abendblatt“.

Inzidenz in Schleswig-Holstein bei 458,0 – 3470 Neuinfektionen

20.58 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Donnerstag auf 458,0 geklettert – nach 405,4 am Vortag. Binnen 24 Stunden wurden weitere 3470 Corona-Neuinfektionen gemeldet, also erneut mehr als am Vortag, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht. Auch die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken gekommen sind, stieg: von 3,13 am Mittwoch auf nun 3,30. Laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen war Schleswig-Holstein das Bundesland mit der fünfthöchsten Inzidenz – nach Bremen, Brandenburg, Berlin und Hamburg.

Der starke Anstieg könnte weiterhin durch Nachmeldungen zustande gekommen sein: Experten und Politik hatten darauf hingewiesen, dass die amtlichen Corona-Zahlen rund um die Feiertage am Jahresende nur bedingt aussagekräftig und eher zu niedrig sind – etwa weil wegen des Personalmangels in den Gesundheitsämtern in jenem Zeitraum weniger Testergebnisse weitergemeldet werden. Die Zahl der gemeldeten Covid-Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, sank binnen eines Tages um 4 auf 217. Auf Intensivstationen wurden 50 Covid-19-Schwerkranke betreut (-2), 35 von ihnen werden beatmet (+2). Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg um 2 auf 1896.

Im Vergleich der Städte und Kreise steht bei der Sieben-Tage-Inzidenz weiter der Kreis Dithmarschen ganz vorn: Der Wert kletterte dort auf 806,0 (Vortag: 671,7). Nach den Zahlen des RKI vom frühen Donnerstagmorgen war Dithmarschen – mit Blick auf die Zahlen vom Mittwoch – der Kreis mit der zweithöchsten Inzidenz in Deutschland – nach Bremen. Die zweithöchste Inzidenz in Schleswig-Holstein hatte laut Landesmeldestelle am Donnerstag Lübeck (717,2), gefolgt von Rendsburg-Eckernförde (639,8). Den niedrigsten Wert gibt es weiter in Schleswig-Flensburg (207,8).

In Tanzlokalen in Lübeck und den Kreisen Segeberg, Dithmarschen, Nordfriesland und in der Stadt Kiel hatten sich bei Weihnachtspartys zahlreiche Gäste mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus infiziert. Tausende Menschen befinden sich deshalb zurzeit in Quarantäne.

Schleswig-Holstein will Corona-Regeln erneut verschärfen

20.35 Uhr: Vor dem Hintergrund gestiegener Infektionszahlen will die Landesregierung die Corona-Regeln in Schleswig-Holstein erneut verschärfen. Geplant ist ab der kommenden Woche eine Beschränkung der Teilnehmerzahl etwa im Theater, im Kino oder bei Konzerten auf 500 Personen. Das gilt für Sitzveranstaltungen, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Die Maskenpflicht im Land wird ausgeweitet: Sie gilt künftig auch für Beschäftigte im Einzelhandel unabhängig von physischen Barrieren wie Trennwänden an den Kassen. Beim organisierten Sport und im Fitnessstudio gilt für alle ab 18 Jahren künftig 2G plus, also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene mit aktuellem Test – Ausnahme sind Menschen mit Auffrischungsimpfung (Booster).

„Wir sehen im Moment einen Anstieg der Infektionen – auch nach Diskothekenbesuchen sind Fälle aufgetreten“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Die Höhe der Neuinfektionen habe mittlerweile aber eine andere Bedeutung. Die hohe Impfquote reduziere die Zahl schwerer Verläufe. Wenn der Landtag in seiner Sondersitzung am Montag wie geplant eine epidemische Lage für den Norden feststellt, sollen alle Diskotheken und ähnliche Einrichtungen geschlossen werden. Außerdem will die Regierung eine Sperrstunde von 23 bis 5 Uhr einführen.

1700 Menschen demonstrieren in Kiel gegen Corona-Politik

20.15 Uhr: In Kiel sind am Donnerstagabend abermals Menschen gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen. Die Polizei gab die Zahl der Teilnehmenden mit 1700 an, nachdem sie zu Beginn zunächst nur von 800 gesprochen hatte. Ein dpa-Reporter berichtete, viele hätten sich Lichterketten um Kopf und Hals gelegt. Andere hielten beleuchtete „Peace“-Symbole oder Sterne in die Luft. Eine Polizeisprecherin sagte, es werde kontrolliert, ob die Teilnehmenden Masken tragen. Menschen, die von der Maskenpflicht befreit sind, müssten dies nachweisen und abgetrennt von den übrigen Teilnehmern demonstrieren.

Nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes ist bei Versammlungen unter freiem Himmel mit mehr als 100 Personen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung Pflicht. Die Stadt Kiel hatte daher bereits am Vortag alle Teilnehmenden aufgefordert, dieser Vorgabe nachzukommen. „Wer Rechte einfordert, muss sich auch an Recht halten“, hatte Ordnungsdezernent Christian Zierau betont.

Hamburger Impfarzt Dirk Heinrich erhält Morddrohung

19.44 Uhr: Dr. Dirk Heinrich, der Arzt und ehemaliger Leiter des Hamburger Impfzentrums in den Messehallen ist offenbar mit dem Tod bedroht worden. Wie der Mediziner auf Twitter mitteilte, er habe den Vorfall bereits bei der Polizei Berlin zur Anzeige gebracht. Dazu schrieb er: „Konsequente Verfolgung solcher Straftaten muss sein. Bitte zeigen Sie alle so etwas immer an. Impfen rettet Leben. Impfen schützt. Wir impfen weiter.“

Heinrich ist HNO-Arzt und Bundesvorsitzender der niedergelassenen Ärzte in Deutschland. Er ist außerdem der Vorsitzende der Vertreterversammlung in der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg.

Sieben-Tage-Inzidenz zieht weiter an – MV-Warnampel wieder Rot

19.10 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag erneut mehr Corona-Neuinfektionen registriert worden als genau eine Woche zuvor. Die Sieben-Tage-Inzidenz ging weiter in die Höhe. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, gab es landesweit 367,3 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. In der Vorwoche hatte der Wert bei 254 gelegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist aber darauf hin, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben könnten.

Das Lagus meldete 1191 neue bestätigte Corona-Fälle innerhalb eines Tages und damit 336 mehr als am Donnerstag der Vorwoche. Den Angaben zufolge befanden sich 326 Covid-Patienten in Kliniken – 13 weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen blieb seit Mittwoch gleich. Damit waren 91 der 100 im Land für solche Fälle vorgesehenen Betten belegt. Es wurden 8 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gemeldet, womit die Gesamtzahl im Land auf 1508 stieg.

Die Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – stieg auf 9,2. Damit wurde der für weitere Corona-Schutzmaßnahmen maßgebliche Schwellenwert von 9,0 überschritten. Die Corona-Warnampel für das gesamte Land wechselt damit von Orange auf Rot. Landesweit treten Verschärfungen in Kraft, wenn die Ampel für mehrere Tage auf Rot steht. Bei der risikogewichteten Einstufung der Landkreise und kreisfreien Städte zeigte die Ampel am Donnerstag für Nordwestmecklenburg Gelb, für Ludwigslust-Parchim und Schwerin noch Orange.

72,3 Prozent der Menschen im Nordosten sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts mindestens einmal geimpft. Über eine Grundimmunisierung nach zwei Impfungen verfügen 70,1 Prozent. 37,4 Prozent der Bevölkerung haben demnach auch eine Auffrischungsimpfung erhalten. Mit diesen Werten liegt der Nordosten unter dem Bundesdurchschnitt.

Hamburger Staatsrat: Wird eine gewisse Zeit Geisterspiel geben

17.30 Uhr: Im Hinblick auf die nächste Bund-Länder-Runde am Freitag sagte Hamburgs Staatsrat Christoph Holstein es gebe „vorsichtige Anzeichen“, dass von Seiten des DFL Hinweise in Richtung Geisterspiele gegeben würden. „Ich vermute, dass wir uns darauf einstellen müssen, dass wir für eine gewisse Zeit wieder Geisterspiele erleben müssen.“, so Holstein am Donnerstag im Sportausschuss. Hamburg hat bereits festgelegt, dass Profispiele in der Stadt ab Montag nur noch als Geisterspiele stattfinden dürfen. Im Amateurbereich sind im Freien noch bis zu 1000 Zuschauer:innen erlaubt, in Innenräumen bis zu 200.

Hamburger Gesundheitsbehörde präzisiert Corona-Regeln

15.44 Uhr: Hamburgs Gesundheitsbehörde hat die vom kommenden Montag an in der Hansestadt geltenden 2G-Plus-Zugangsregelungen präzisiert. Dabei geht es vor allem um die Folgen der einzelnen Impfkombinationen auf die Testpflicht, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Von kommender Woche an ist angesichts rasant steigender Corona-Zahlen der Zutritt für zahlreiche Bereiche, darunter Veranstaltungen und Gastronomie, Menschen mit einem vollständigen Grundschutz sowie Genesenen nur gestattet, wenn sie zusätzlich ein negatives Testergebnis vorweisen. Von der Testpflicht ausgenommen sind Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. Ungeimpfte haben generell keinen Zutritt mehr.

Als genesen gelten Menschen, wenn deren positiver Corona-Befund mindestens 28 Tage her ist. Der Genesenen-Status ist dann den Angaben zufolge höchstens für sechs Monate gültig. Eine generell sofort von der Testpflicht befreiende Auffrischungsimpfung könne drei Monate nach Ende der Infektion erfolgen. Ein Nachweis der Boosterung erfolge über ein digitales Zertifikat, das nach der Impfung unter anderem Apotheken ausstellen.

Wer sich nach einer vollständigen Impfserie – in der Regel zwei Impfungen – infiziert und genesen ist, verfügt den Angaben zufolge über ein der Auffrischungsimpfung vergleichbares, erhöhtes Schutzniveau. Er oder sie sei damit Geboosterten gleichgestellt – allerdings ohne eine tatsächliche Auffrischungsimpfung höchstens für die Dauer von sechs Monaten. Wer sich mit dem nur einmal zu verabreichenden Vakzin von Johnson & Johnson hat impfen lassen, benötigt den Angaben zufolge möglichst nach vier Wochen nur eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff, um von der Testpflicht befreit zu sein.

Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sind von der Testpflicht befreit. Ab dem Alter von 16 Jahren müsse jedoch eine vollständige Impfung oder Genesung nachgewiesen werden. Ein zusätzlicher Test sei aber nicht nötig, da alle Jugendlichen in den Schulen regelhaft zweimal pro Woche getestet würden. Auffrischungsimpfungen für Jugendliche sollten mit dem Arzt oder der Ärztin abgesprochen werden, da es dafür noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gebe.

Schwesig über Lage auf Intensivstationen: „Wir können die Kräfte nicht überreizen“

15.18 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Lage ihre Forderung nach bundesweit einheitlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bekräftigt. Die Entwicklung im Norden zeige, wohin unterschiedliche Vorgaben führten, sagte sie am Donnerstag nach einer Sondersitzung ihres Kabinetts in Schwerin. So habe Mecklenburg-Vorpommern für Gaststättenbesuche die 2G-plus-Regelung eingeführt und frühzeitig Diskotheken und Clubs geschlossen. „Wir sehen jetzt, wie wichtig dieser Schutz ist. Wir sehen gerade in unserem Nachbarland Schleswig-Holstein, dass es eben doch gefährlich ist, wenn Diskotheken auf bleiben.“ Diese hätten sich dort als Infektionsorte erwiesen.

Besucher – auch aus dem benachbarten Mecklenburg-Vorpommern – hätten sich mit Corona angesteckt oder müssten als Kontaktpersonen in Quarantäne, erinnerte die Regierungschefin. Mit einheitlichen Regelungen lasse sich die Mobilität einschränken und damit auch die Gefahr der Virusübertragung reduzieren.

Zudem sprach sich Schwesig angesichts der sprunghaft ansteigenden Infektionen mit der Corona-Variante Omikron dafür aus, Reha-Maßnahmen für die kommenden Wochen einzuschränken, um in Reha-Kliniken notfalls Corona-Patienten unterbringen und behandeln zu können. In Mecklenburg-Vorpommern stehen dafür bereits mehrere solcher Einrichtungen zur Verfügung. Auch wenn es Anhaltspunkte dafür gebe, dass die neue Variante zu weniger schweren Krankheitsverläufen führe, so werde mit der zunehmenden Zahl von Infizierten auch die Zahl der Klinikeinweisungen steigen, prophezeite Schwesig.

Zudem bestehe die Gefahr, dass sich auch das Krankenhauspersonal häufiger infiziere. Darauf müssten sich die Einrichtungen mit Notfallplänen einstellen. Vor allem auf den Intensivstationen seien die Mitarbeiter seit nun schon zwei Jahren extrem gefordert, stellte die SPD-Politikerin fest. „Wir können die Kräfte nicht überreizen.“

Viele Sternsinger verzichten wegen Corona-Pandemie auf Hausbesuche

14.36 Uhr: Im Erzbistum Hamburg werden viele Sternsinger-Gruppen wegen der Corona-Pandemie auf klassische Hausbesuche verzichten. In früheren Jahren zogen laut Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) rund 3000 Kinder und Jugendliche in den ersten Januartagen verkleidet als die Heiligen Drei Könige durch Mecklenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein. Sie suchen den Angaben zufolge nach Alternativen und bieten stattdessen zentrale Sternsinger-Gottesdienste oder „Haltestellen“ an, bei denen sich Gläubige den Segen abholen können.

Allen Widrigkeiten zum Trotz konnten die Sternsinger im Erzbistum Hamburg im vergangenen Jahr fast 359.000 Euro an Spenden sammeln, wie der BDKJ weiter mitteilte. 2020 seien es noch gut 570.000 Euro gewesen.

„Gerade in Zeiten der Pandemie ist es wichtig, dass die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder in der Welt auf kreative Weise neue Wege findet, den Segen zu den Menschen zu bringen, um die dringend benötigten Spendengelder zu sammeln“, sagte Patrick Kirsch vom BDKJ, einem der zwei Träger der Aktion Dreikönigssingen.

Wieder neuer Rekordwert an Neuinfektionen in Hamburg

12 Uhr: Hamburg verzeichnete am Donnerstag laut Gesundheitsbehörde erneut einen Rekordwert von neuen Infektionen mit dem Coronavirus: 2264. Das sind 299 mehr als gestern und 642 mehr als vergangene Woche.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg wieder deutlich auf ein neues Hoch von 533,1 (Mittwoch: 499,4). Die Inzidenz in der vergangenen Woche lag bei 360,4.

11 weitere Personen sind laut RKI im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, die Gesamtzahl der Corona-Toten in Hamburg liegt damit bei 2015.

Laut Gesundheitsbehörde lagen mit Stand Mittwoch 288 Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt. Auf den Intensivstationen kam sieben neuen Patienten hinzu, insgesamt werden nun 68 Menschen im Zusammenhang mit Corona intensivmedizinisch versorgt.

Starker Anstieg der Inzidenz in Niedersachsen

10.23 Uhr: Die Zahl der neu erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus wächst in Niedersachsen spürbar. Die Inzidenz erreichte am Donnerstag nach Angaben der Landesregierung 214,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche – nach einem Wert von 195,3 am Vortag. Laut Robert-Koch-Institut wurden 5051 neue Covid-19-Fälle gezählt, 11 weitere Todesfälle kamen hinzu.

Der Indikator für die Krankenhausaufnahmen sank erneut leicht von 4,6 auf 4,5. Dieser Wert gibt an, wie viele Covid-19-Patienten innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten blieb im Land wie am Vortag bei 7,4 Prozent.

Kürzlich hatte das Land bekannt gegeben, dass die Omikron-Variante des Coronavirus in Niedersachsen mittlerweile dominant ist. In der vergangenen Woche sei sie bei rund 70 Prozent der untersuchten Tests nachgewiesen worden.

Hamburg öffnet zwei neue Impfzentren

8.21 Uhr: In Hamburg werden im Januar zwei neue Impfzentren für Boosterimpfungen eröffnet. In den Stadtteilen Harburg und Neugraben gibt es ab Mitte des Monats das neue städtische Angebot.

Das Impfzentrum in Harburg wird im EKZ Harburg Arcaden eingerichtet und öffnet ab dem 10. Januar. Dort wird dann immer montags, dienstags, mittwochs, freitags von jeweils 12 Uhr bis 18 Uhr geimpft. Am Sonntag kann man sich auch impfen lassen – hier muss vorher ein Termin vereinbart werden.

Das Impfzentrum in Neugraben findet sich ab dem 15. Januar im Bildungs- und Gemeinschaftzentrum Süderelbe (Am Johannisland 2-4). Hier wird jedoch nur samstags von 15 Uhr bis 21 Uhr geimpft. Donnerstags gibt es aber auch Impfungen, dann ist jedoch eine Terminvereinbarung vonnöten.

Das waren die News am 5. Januar:

Inzidenz in Schleswig-Holstein über 400 – rund 3000 Neuinfektionen

21.50 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Mittwoch über den Wert 400 geklettert. Binnen 24 Stunden wurden weitere 2976 Corona-Neuinfektionen gemeldet, also etwas mehr als am Vortag, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 405,4, (Vortag: 352,8). Der Wert steht für die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Laut der Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen war Schleswig-Holstein das Bundesland mit der fünfthöchsten Inzidenz – nach Bremen, Thüringen, Brandenburg und Hamburg. Lange hatte Schleswig-Holstein den niedrigsten Wert. Mit der im Land inzwischen dominierenden Omikron-Variante hat sich das geändert. Der starke Anstieg könnte weiterhin durch Nachmeldungen zustande gekommen sein: Experten und Politik hatten darauf hingewiesen, dass die amtlichen Corona-Zahlen rund um die Feiertage am Jahresende nur bedingt aussagekräftig und eher zu niedrig sind – etwa weil wegen des Personalmangels in den Gesundheitsämtern in jenem Zeitraum weniger Testergebnisse weitergemeldet werden.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken gekommen sind, liegt bei 3,13 und damit ebenfalls deutlich über dem Vortag (2,71). Die Zahl der gemeldeten Covid-Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, stieg binnen eines Tages um 19 auf 221. Auf Intensivstationen wurden 52 Covid-19-Schwerkranke betreut (+2), 33 von ihnen werden beatmet. Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg um 2 auf 1894.

Im Vergleich der Städte und Kreise steht bei der Sieben-Tage-Inzidenz weiter der Kreis Dithmarschen ganz vorn: Der Wert kletterte dort auf 671,7 (Vortag: 656,7). Nach den Zahlen des RKI vom frühen Mittwochmorgen war Dithmarschen – mit Blick auf die Zahlen vom Dienstag – der Kreis mit der höchsten Inzidenz in Deutschland. Die zweithöchste Inzidenz in Schleswig-Holstein hatte laut Landesmeldestelle am Mittwoch Kiel (583,9), gefolgt von Rendsburg-Eckernförde (578,7). Den niedrigsten Wert gibt es in Schleswig-Flensburg (195,4).

In Tanzlokalen in Lübeck und den Kreisen Segeberg, Dithmarschen, Nordfriesland und in der Stadt Kiel hatten sich bei Weihnachtspartys zahlreiche Gäste mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus infiziert. Tausende Menschen befinden sich deshalb zurzeit in Quarantäne.

Belastung der Krankenhäuser im Norden wächst – Klinik besonders betroffen

20.22 Uhr: Infolge der stark steigenden Corona-Zahlen nimmt die Belastung der Krankenhäuser in Schleswig-Holstein spürbar zu. Zum einen wächst, wenn auch moderat, die Zahl der Corona-Patienten, zum anderen fällt Personal aufgrund von Infektionen und Quarantäne aus. „Die Situation ist noch relativ stabil”, sagte der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein, Patrick Reimund, mit Blick auf die Patientenzahlen. „Der Trend geht aber nach oben.” Die Kliniken rechneten auch damit, dass Mitarbeiter zunehmend infiziert oder von Quarantänevorgaben betroffen sein werden. Im Moment kommt dies laut Reimund jedoch erst punktuell zum Tragen.

Stärker betroffen ist das Westküstenklinikum mit seinen Standorten Heide und Brunsbüttel. Dort sind nach einer Mitteilung vom Mittwoch aktuell 160 der rund 3000 Mitarbeitenden wegen Kontakten zu Infizierten in Quarantäne. Hinzu kommen 40 selbst Infizierte; sie hatten sich außerhalb der Kliniken angesteckt. Dithmarschen hat mit 656,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen derzeit die höchste Inzidenz aller Landkreise in Deutschland.

Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) sind nach dessen Angaben derzeit rund 60 von mehr als 15.000 Mitarbeitern in Quarantäne. Die Situation am UKSH sei stabil, sagte Sprecher Oliver Grieve. Das Klinikum sei auch gut vorbereitet auf eine mögliche Verschärfung der Lage. Derzeit würden in Kiel und Lübeck 32 Covid-19-Patienten stationär behandelt.

Krisenstab berät vor Omikron-Welle über kritische Infrastruktur

18.43 Uhr: Der Corona-Krisenstab der Landesregierung hat bei seiner zweiten Sitzung über die möglichen Folgen der Omikron-Ausbreitung für die kritische Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern gesprochen. „Klar ist: Auch bei uns im Land ist Omikron auf dem Vormarsch. Hier zitiere ich den Rostocker Infektiologen Prof. Emil Reisinger, der uns berichtete, dass 62 Prozent der Laborproben an der Rostocker Universitätsmedizin von heute positiv auf Omikron getestet wurden“, sagte Innenminister Christian Pegel (SPD) nach der Sitzung am Mittwoch in Schwerin.

Positiv wertete das Innenministerium die Aussagen des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU). „Laut einer Umfrage unter dessen Mitgliedsunternehmen halten die Energie-, Wasser- und weiteren Netzversorger bei uns im Land die Situation aktuell für unproblematisch“, hieß es. Die Versorgung mit Wasser, Strom und Wärme sei nicht in Gefahr. Sollten jedoch viele Mitarbeiter durch Infektionen oder Quarantäne ausfallen, könnte es den Angaben zufolge bei einem unvorhergesehenen Ereignis wie einem Unwetter länger dauern, bis die Schäden repariert sind.

Minister Pegel sieht die Betreiber insgesamt gut vorbereitet. Mit einem einheitlichen Erfassungssystem will er jedoch dafür sorgen, dass der Krisenstab etwaige Engpässe leichter erkennen und darauf reagieren kann.

Inzidenz zieht im Nordosten weiter an – nun 352,2

17.10 Uhr: Der kräftige Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern setzt sich zur Wochenmitte fort. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) vom Mittwoch (Stand: 16.13 Uhr) steckten sich zuletzt 352,2 Menschen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche nachweislich mit dem Coronavirus an – ein Plus von 35 gegenüber dem Vortag und 97,8 mehr als vor einer Woche. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist aber darauf hin, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben könnten.

Das Lagus meldete 1481 neue Corona-Fälle binnen eines Tages und damit über 547 mehr als vor einer Woche. Den Angaben zufolge befanden sich 339 Covid-Patienten in den Kliniken – 3 mehr als am Vortag. Die Zahl der Covid-Intensivpatienten nahm demnach um 2 zu, so dass 91 der 100 für diese Fälle vorgesehenen Intensivbetten im Land belegt waren.

Die Hospitalisierungsinzidenz – also die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – betrug am Mittwoch 8,4, sie lag damit um 1,4 niedriger als am Dienstag. Der für weitere Corona-Schutzmaßnahmen maßgebliche nächste Schwellenwert liegt bei 9,0. Damit steht die Corona-Warnampel für das gesamte Land auf Orange. Bei der risikogewichteten Einstufung der Landkreise und kreisfreien Städte sind allerdings noch alle Landkreise außer Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg und Schwerin im roten Bereich.

Es wurden sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gemeldet, womit deren Gesamtzahl auf 1500 stieg. 72,3 Prozent der Menschen im Nordosten sind nach Angaben des RKI mindestens einmal geimpft. Als vollständig geimpft gelten 69,9 Prozent. 36,5 Prozent haben in Mecklenburg-Vorpommern bisher eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Falsche Impfausweise ausgestellt? Ermittlungen gegen Hamburger Ärztin

16.15 Uhr: Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine Ärztin, die falsche Corona-Impfausweise ausgestellt haben soll. Ihre Praxis im Stadtteil Poppenbüttel hätten Beamte im vergangenen Monat durchsucht, zahlreiche Unterlagen seien sichergestellt worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über den Fall berichtet. Die Ermittlungen dauern laut Staatsanwaltschaft an. Weitere Angaben seien nicht möglich. Die Praxis ist seit Mitte Dezember geschlossen.

Knapp 15 Millionen Corona-Impfungen in Niedersachsen verabreicht

13.21 Uhr: Seit Beginn der Corona-Impfkampagne vor gut einem Jahr sind in Niedersachsen knapp 15 Millionen Impfungen gegen das Virus verabreicht worden. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervor. Demnach haben rund 5,8 Millionen Niedersachsen die Grundimmunisierung erhalten, das sind 73 Prozent der Bevölkerung.

Etwa 3,5 Millionen haben sich demnach die Auffrischungsimpfung geben lassen, was einer Booster-Quote von 44 Prozent entspricht. Rund 42.500 Impfungen entfallen auf Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bezeichnete das Impftempo im Land am Mittwoch als weiterhin hoch.

Hamburg meldet neue Rekordwerte bei Corona-Inzidenz und Neuinfektionen

12.02 Uhr: Hamburg meldet heute so viele Corona-Neuinfektionen wie nie zuvor: 1965 neue Fälle wurden registriert. Der letzte Rekordwert lag am 30. Dezember bei 1622 neuen Fällen. Zum Vergleich:  Gestern waren es 1468 neue Corona-Fälle, am vergangenen Mittwoch 1279.

Auch die Inzidenz erreicht einen neuen Rekordwert: Sie liegt jetzt bei 499,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen binnen sieben Tagen. Zum Vergleich: Gestern lag die Inzidenz bei 463,3, am vergangenen Mittwoch bei 333,3.

Sieben weitere Menschen sind laut RKI-Angaben im Zusammenhang mit Corona gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Hamburg liegt jetzt bei 2004. (Stand: 4. Januar)

293 Menschen mit Covid19-Erkrankung werden mit Stand 4. Januar in Hamburgs Krankenhäusern behandelt. 67 davon liegen auf einer Intensivstation.

Bislang gab es 1.472.220 Erstimpfungen in Hamburg. 1.429.104 Hamburger:innen sind doppelt geimpft. (Stand: 4. Januar )

Inzidenz in Niedersachsen steigt auf 195,3

10.58 Uhr: Der Anstieg der neu erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus ist in Niedersachsen ungebrochen. Die Inzidenz lag am Mittwoch nach Angaben der Landesregierung bei 195,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Vortag lag dieser Wert noch bei 183,0. Seit gestern wurden 3909 neue Fälle gemeldet.

Der Indikator für die Krankenhausaufnahmen, der von diesem Meldeverzug unbeeinflusst ist, sank unterdessen leicht von 4,8 auf 4,6. Die Auslastung der Intensivbetten im Land mit Covid-19-Patienten ging deutlich von 8,1 auf 7,4 Prozent zurück.

Am Dienstag hatte das Land bekannt gegeben, dass die Omikron-Variante des Coronavirus in Niedersachsen mittlerweile dominant ist. In der vergangenen Woche sei sie bei rund 70 Prozent der untersuchten Tests nachgewiesen worden.

Mehr als 2000 Corona-Tote in Hamburg

10.07 Uhr: Die Zahl der Menschen, die in Hamburg seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, hat die 2000er-Marke überschritten. Das Robert Koch-Institut gab am Mittwoch die Zahl für Hamburg mit 2004 Toten an, 7 mehr als noch am Dienstag. Bundesweit sind den Angaben zufolge bisher 112 925 mit Sars-CoV-2 infizierte Menschen gestorben. Bei der Erfassung der Gestorbenenzahlen ist es allerdings unerheblich, ob die Infektion auch todesursächlich war.

Trotz steigender Corona-Zahlen: Schule geht wieder in Präsenz los

7.21 Uhr: Hamburgs Schüler:innen starten heute nach zwei Wochen Weihnachtsferien trotz rasant steigender Corona-Zahlen wieder in voller Präsenz in den Schulalltag. Die steigenden Inzidenzzahlen in Hamburg seien zwar Anlass zur Sorge, doch es bestehe politischer Konsens in Deutschland, dass Schulschließungen nur das allerletzte Mittel sein dürfen, wenn alle anderen Maßnahmen vollständig ausgeschöpft seien, erklärte die Schulbehörde. Zu den Maßnahmen zählen etwa ein kompletter Lockdown, Ausgangssperren oder Einkaufsverbote.

Für die gut 200.000 Schülerinnen und Schüler sowie die Schulbeschäftigten gelten den Angaben zufolge strenge Corona-Regeln. So wird die Testfrequenz bei den Kindern und Jugendlichen in den ersten beiden Schulwochen nach Ferienende erhöht – auf drei Tests pro Woche. Vom 17. Januar sind es dann wieder zwei Tests wöchentlich. Nachdem in der Vergangenheit viele falsch positive Corona-Tests zu Ärger bei Schülern, Eltern und Lehrern geführt haben, würden nun neue Schnelltests der Firma Siemens ausgeliefert, so die Behörde.

Darüber hinaus dürfen Beschäftigte Schulen nur betreten, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind. Darüber hinaus gelte weiterhin in allen Schulgebäuden eine Maskenpflicht. Klassenräume müssen alle 20 Minuten für fünf Minuten gelüftet werden. Zudem stehen in rund 90 Prozent aller mehr als 11.000 Unterrichts- und Fachräume mehr als 21.000 mobile Luftfilter.

Diese Altersgruppe infiziert sich in Hamburg am häufigsten mit Corona

6.42 Uhr: Insgesamt 8337 Corona-Infektionen haben die Hamburger Gesundheitsämter in der Woche ab dem 27. Dezember erfasst. Mit 2026 gehen die meisten Fälle auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen zurück. Es folgen die 30- bis 39-Jährigen (1647), die 40- bis 49-Jährigen (1224), die 50- bis 59-Jährigen (962), die 6- bis 14-Jährigen (837), die 15- bis 19-Jährigen (590), die 60- bis 69-Jährigen (408) und die über 70-Jährigen (281). Auf dem letzten Platz liegen die 0- bis 5-Jährigen mit 269 Neuinfektionen.

Auch bezogen auf die Sieben-Tage-Inzidenz liegt die Gruppe der über 20-Jährigen in Hamburg mit 838,6 vorne. Es folgen die 15- bis 19-Jährigen (752,5), die 6- bis 14-Jährigen (552,2), die 30- bis 39-Jährigen (545,1), die 40- bis 49-Jährigen (492,1), die 50- bis 59-Jährigen (358,1), die 0- bis 5-Jährigen (270,8), die 60- bis 69-Jährigen (214,4) und abschließend die über 70-Jährigen (103,5).

Die Fallzahlen je Altersgruppe hat die Hamburger Gesundheitsbehörde am Dienstag veröffentlicht. Die Inzidenzen hat die MOPO mit Bevölkerungsdaten vom Statistikamt Nord (Stichtag: 31. Dezember 2020) berechnet. 

Das waren die News am 4. Januar 2022:

Corona-Todesfälle in Hamburg: Diese Altersgruppe ist besonders betroffen

22.20 Uhr: Insgesamt 1997 Menschen sind nach Angaben des RKI in Hamburg bereits an oder mit dem Coronavirus verstorben (Stand: 3. Januar). Besonders betroffen sind darunter die über 90-Jährigen. Unter ihnen liege der Anteil der Verstorbenen bei 23,8 Prozent, teilte die Gesundheitsbehörde am Dienstag mit. Unter den über 80-Jährigen liege der Anteil bei 18,1 Prozent, bei den über 70-Jährigen bei 9,1 Prozent. Unter den Corona-Patienten über 60 Jahren seien 1,9 Prozent verstorben, in allen Altersgruppen darunter „deutlich weniger“ als ein Prozent.

2897 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

20.50 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen und die Sieben-Tage-Inzidenz sind am Dienstag in Schleswig-Holstein weiter nach oben geklettert. Auch die Hospitalisierungs-Inzidenz stieg deutlich. Es wurden seit Montag 2897 Neuinfektionen gemeldet, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht (Vortag: 2209). Das ist ein Höchstwert. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg deutlich auf 352,8 (Vortag: 295,5). Der Wert steht für die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Der starke Anstieg könnte durch Nachmeldungen zustande gekommen sein: Experten und Politik hatten darauf hingewiesen, dass die amtlichen Corona-Zahlen rund um die Feiertage am Jahresende nur bedingt aussagekräftig und eher zu niedrig sind – etwa weil wegen des Personalmangels in den Gesundheitsämtern in jenem Zeitraum weniger Testergebnisse weitergemeldet werden.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, liegt bei 2,71 (Vortag: 2,27). Die Zahl der gemeldeten Covid-Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, stieg binnen eines Tages um 9 auf 202. Auf Intensivstationen wurden 54 Covid-19-Schwerkranke betreut (+5), 30 von ihnen werden beatmet. Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg um 3 auf 1892.

Im Vergleich der Städte und Kreise sticht bei der Sieben-Tage-Inzidenz weiter der Kreis Dithmarschen negativ heraus: Der Wert kletterte dort auf 656,7 (Vortag: 635,6). Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Dienstagmorgen war Dithmarschen – mit Blick auf den Inzidenzwert vom Montag – der Kreis mit der zweithöchsten Inzidenz in Deutschland nach dem Ilm-Kreis in Thüringen.

Die zweithöchste Inzidenz in Schleswig-Holstein hatte laut Landesmeldestelle am Dienstag Rendsburg-Eckernförde (501,2), gefolgt von Kiel (492,7). Den niedrigsten Wert gibt es in Schleswig-Flensburg (183,6). 

In Tanzlokalen in Lübeck und den Kreisen Segeberg, Dithmarschen, Nordfriesland und in der Stadt Kiel hatten sich bei Weihnachtspartys zahlreiche Gäste mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus infiziert. Tausende Menschen befinden sich deshalb zurzeit in Quarantäne.

CDU-Fraktionschef Thering: Hamburgs Booster-Bilanz ist „Armutszeugnis“

19.32 Uhr: Dennis Thering lässt kein gutes Haar an der Booster-Strategie des rot-grünen Senats. Die bisherige Zwischenbilanz gleiche einem „Armutszeugnis“, sagte der Fraktionsvorsitzende der CDU in der Bürgerschaft. SPD und Grüne würden es „erkennbar“ nicht schaffen, „Boostern und Impfen in Hamburg gut zu organisieren“. Der Senat sei nun „in der Pflicht, endlich für genügend niedrigschwellige Impfangebote zu sorgen und diese gerade auch auf minderjährige Impfwillige auszuweiten“ , sagte Thering weiter.

Erlebnisbad schließt wegen positiven Corona-Tests bei Mitarbeiter

18.05 Uhr: Wegen eines Corona-Falls bei einem Mitarbeiter schließt das Arriba-Erlebnisbad in Norderstedt (Kreis Segeberg) bei Hamburg bis Mitte Januar. Eine Person des Aufsichtspersonals sei positiv getestet worden, teilte das Bad am Dienstag mit. Die Leitung habe alle Mitarbeiter der Schicht als Kontaktpersonen eingestuft, die für 14 Tage in Quarantäne gehen müssten. Der Personalausfall sei nicht zu kompensieren. Darum schließe das Bad seine Pforten von Mittwoch bis zum 16. Januar. Die Gäste des Bades sollten sich keine Sorgen machen. Das Personal trage Schutzmasken und auf die Einhaltung des Hygienekonzepts sei geachtet worden. Für Gäste gilt die 2G-Regel, wonach nur Genesene und Geimpfte sowie minderjährige Schüler eingelassen werden.

Sieben-Tage-Inzidenz in Meck-Pomm steigt stark an

17.30 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Dienstag kräftig gestiegen. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) vom Dienstag steckten sich zuletzt 317,7 Menschen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche nachweislich mit dem Coronavirus an – ein Plus von 33,9 gegenüber dem Vortag und 13,3 mehr als vor einer Woche. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist aber darauf hin, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben könnten. Das Lagus meldete 1620 neue Corona-Fälle binnen eines Tages und damit über 1153 mehr als am Montag. Den Angaben zufolge befanden sich 336 Covid-Patienten in den Kliniken – 19 mehr als am Vortag. Die Zahl der Covid-Intensivpatienten nahm demnach um 4 ab, so dass 89 der 100 für diese Fälle vorgesehenen Intensivbetten im Land belegt waren.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – also die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – betrug am Montag 8,6. Der für weitere Schutzmaßnahmen maßgebliche nächste Schwellenwert liegt bei 9,0. Damit steht die Corona-Warnampel für das gesamte Land auf Orange. Bei der risikogewichteten Einstufung der Landkreise und kreisfreien Städte sind allerdings noch alle Landkreise außer Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg und Schwerin im roten Bereich. Es wurden fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gemeldet, womit deren Gesamtzahl auf 1494 stieg.

72,2 Prozent der Menschen im Nordosten sind nach Angaben des RKI mindestens einmal geimpft; als vollständig geimpft gelten 69,7 Prozent; 35,5 Prozent haben demnach in Mecklenburg-Vorpommern bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Acht Omikron-Neuinfektionen in Hamburg bestätigt – viele Verdachtsfälle

15.50 Uhr: Die Zahl der Omikron-Fälle in Deutschland steigt weiter an. Am Dienstag vermeldete das Robert-Koch-Institut (RKI) 5204 neue Infektionen mit der Variante des Coronavirus. Insgesamt verzeichnet das RKI nun 35.529 bestätigte Omikron-Fälle. In Hamburg ordnet das RKI Omikron insgesamt 3373 zu, 216 mehr als am Vortag. Bei 2992 Infektionen (plus 208) besteht noch ein Verdacht, in 381 Fällen (plus 8) bestätigte eine Sequenzierung die Omikron-Variante.

Die meisten Omikron-Infektionen gibt es laut RKI weiterhin in Nordrhein-Westfalen (10.779). Danach folgen Bayern (7537), Baden-Württemberg (4323) und Hamburg (3373). Im Verhältnis zur Einwohnerzahl führt Hamburg die Rangliste mit rund 177 Fällen pro 100.000 Einwohner an. Es folgen Schleswig-Holstein (83) und Bremen (72).

Senatssprecher Marcel Schweitzer verwies am Dienstag auf Aussagen von Wissenschaftlern, die von einer raschen Ausbreitung der Omikron-Varinate ausgehen. Es wäre daher „sehr eigenartig“, wenn dies in Hamburg nicht der Fall sein sollte. Er gehe deshalb davon aus, dass die meisten der aktuell gemeldeten Fälle von Neuinfektionen auf Omikron zurückzuführen seien. Am Dienstag waren in der Hansestadt laut Gesundheitsbehörde allein 1468 neue Infektionen hinzugekommen.

Hamburg verschärft Corona-Regeln

13.52 Uhr: Hamburgs Senat hat am Dienstag eine Verschärfung der Corona-Regeln beschlossen: 2G-Plus wird ausgeweitet, HSV und FC St. Pauli stehen vor Geisterspielen. Mehr über die neuen Regeln lesen Sie hier.

Inzidenz steigt auch in Niedersachsen weiter

13.02 Uhr: Die Zahl der neu erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist seit der gestrigen Meldung um 2070 gestiegen. Die Inzidenz lag am Dienstag nach Angaben der Landesregierung bei 183,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Vortag lag der Sieben-Tage-Wert noch bei 174,6. Zum Jahreswechsel geben die Daten laut Robert Koch-Institut aber nur ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage wider. Auch das Landesgesundheitsamt hatte zuletzt daran erinnert, dass die Meldezahlen an Wochenenden und Feiertagen erfahrungsgemäß niedriger seien.

Der Indikator für die Krankenhausaufnahmen, der von diesem Meldeverzug unbeeinflusst ist, stieg von 4,7 auf 4,8. Der Wert gibt an, wie viele Covid-19-Patienten innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten im Land mit Covid-19-Patienten sank hingegen von 8,6 auf 8,1 Prozent.

Seit Heiligabend und noch bis zum 15. Januar gilt in Niedersachsen landesweit die Warnstufe 3. Im Alltag greift damit vorrangig die 2G-plus-Regel, die den Zugang auf Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test beschränkt. Zudem dürfen maximal zehn Menschen, die geimpft oder genesen sind, bei privaten Treffen zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.

Hamburg meldet 1468 Neuinfektionen –Inzidenz steigt

11.57 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz klettert weiter: Heute liegt der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen binnen sieben Tagen bei 463,3. Zum Vergleich: Gestern lag die Inzidenz bei 440,3, am vergangenen Dienstag bei 329,8. Insgesamt wurden 1468 neue Fälle gemeldet. Gestern waren es 928, am vergangenen Dienstag 1029.

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit Corona steigt laut Robert-Koch-Institut um zwei und liegt jetzt bei insgesamt 1997 (Stand: 3. Januar).

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden am Dienstagmittag laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 68 Covid-19-Patienten behandelt – 4 mehr als am Vortag. 40 Intensivpatienten mussten demnach invasiv beatmet werden. Die Gesundheitsbehörde gab die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt Stand Montag mit 271 an, davon 63 auf Intensivstationen.

Die Hospitalisierungsrate, also die Zahl der in Krankenhäusern aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner und Woche, sank nach Angaben des RKI in Hamburg am Dienstag leicht auf 3,24; bundesweit betrug sie demnach 3,12. Bei Überschreiten der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

1.470.861 Menschen haben in Hamburg bis einschließlich Montag eine Impfung erhalten. 1.427.264 bekamen eine Zweitimpfung, rund 621.000 sind geboostert. Bei den Erst- und Zweitimpfungen liegt Hamburg im Ländervergleich weiter auf dem dritten Platz hinter Bremen und dem Saarland, bei den „Booster“-Impfungen zur Auffrischung jedoch nur auf dem drittletzten vor Brandenburg und Sachsen.

Bremer Senatorin: Weniger schwere Corona-Verläufe bei hoher Inzidenz

9.32 Uhr: Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard hat trotz hoher Corona-Fallzahlen in ihrem Land den Wert der Impfungen hervorgehoben. „Die hohe Inzidenz schlägt sich nicht in einer ähnlich hohen Hospitalisierungsquote nieder – das ist der Erfolg. Es müssen nur wenige Infizierte in die Klinik“, sagte die Linken-Politikerin in einem Interview des „Weser-Kurier“. Das zeige, wie wichtig das Impfen sei. „Es gibt dadurch viel weniger schwere Verläufe. Das zeigt auch die Lage in den Krankenhäusern.“

Das Bundesland Bremen wies zu Wochenbeginn nach Angaben des Robert Koch-Instituts die bundesweit höchste Inzidenz neuer Covid-19-Fälle aus, obwohl es das Land mit der höchsten Impfquote ist. Die Gesundheitssenatorin begründete das damit, dass die zum Jahreswechsel gemeldeten Zahlen aus Bremen vollständiger seien. „Wir haben hier in Bremen keine Bugwelle noch ausstehender Corona-Meldungen“, sagte sie.

Über 1000 Menschen bei Protesten gegen Corona-Politik in Braunschweig

8.26 Uhr: Rund 1100 Menschen haben sich am Montagabend in Braunschweig zu Protesten gegen die Corona-Maßnahmen versammelt. Nach Angaben der Polizei kam es dabei neben Beleidigungen auch zu Angriffen auf Beamte durch einzelne Teilnehmer. Die Angreifer seien in Gewahrsam genommen worden und müssten mit Strafverfahren rechnen. Zudem seien diverse Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden, da verschiedene Teilnehmer und Teilnehmerinnen keine Mund-Nase-Bedeckung trugen und sich nicht an die Abstandsregeln hielten. Bundesweit hatten am Montagabend Zehntausende Menschen in vielen Städten gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Größere Proteste gab es im Nordosten – mehr dazu lesen Sie hier.

Hunderte Verfahren wegen mutmaßlicher Impfpass-Fälschungen

7.13 Uhr: Wegen des Verdachts auf Impfpass-Fälschungen laufen in Niedersachsen hunderte Verfahren. Etwa 130 Verfahren gebe es in Osnabrück, teilte die Staatsanwaltschaft der Stadt auf Anfrage mit. In der Landeshauptstadt Hannover bewegen sich die Verfahren im Zusammenhang mit gefälschten Impfpässen laut Polizeiangaben in einem unteren dreistelligen Bereich. In Oldenburg sind es nach Angaben der Staatsanwaltschaft etwa 30 Verfahren. Vereinzelte Verfahren gebe es in Lüneburg, so die dortige Staatsanwaltschaft.

Die niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza (CDU) forderte bereits vor Weihnachten ein striktes Vorgehen gegen gefälschte Impfpässe. „Die Lage ist viel zu ernst. Wir sind darauf angewiesen, dass dieser Fälschungsirrsinn ein Ende findet“, sagte Havliza. Wer einen Impfpass fälsche oder einen gefälschten Impfpass gebrauche, mache sich strafbar. „Statt sich über dunkle Kanäle für viel Geld falsche Papiere zu beschaffen, sollten jene, die noch nicht geschützt sind, jetzt unbedingt die Gelegenheit nutzen, sich impfen zu lassen“, sagte die CDU-Politikerin.

Nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums drohen in besonders schweren Fällen der Urkundenfälschung Strafen von bis zu fünf Jahren Haft. Wer eine Impfung nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig dokumentiere, könne bis zu 2500 Euro Bußgeld zahlen. Auch die Vorlage eines gefälschten Impfausweises sei strafbar.

Impfstoff-Panne in Hannover: 42 Kinder erhalten Dosis für Erwachsene

6.44 Uhr: Im Impfzentrum am Zoo in Hannover haben 42 Jungen und Mädchen Impfstoff mit der höheren Konzentration für Erwachsene gespritzt bekommen. Für die Kinder war eigentlich der Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige vorgesehen, wie eine Sprecherin der Region Hannover mitteilte. Laut Einschätzung der leitenden Fachärztin des Gesundheitsamts, Marlene Graf, seien jedoch keine gravierenden Folgen zu erwarten.

„Mögliche Nebenwirkungen sollten sich nach unseren Erkenntnissen auf Lokalreaktionen und Fieberreaktionen beschränken. Medizinisch gesehen handelt es sich um eine nicht notwendige erhöhte Dosis des Impfstoffs, die sich nicht negativ auswirken dürften“, sagte Graf der Mitteilung zufolge. Alle Eltern der betroffenen Kinder seien von der Regionsverwaltung direkt telefonisch und per E-Mail informiert worden, hieß es weiter.

„Auch wenn keine gravierenden gesundheitlichen Folgen zu erwarten sind, so etwas hätte nicht passieren dürfen“, erklärte Regionspräsident Steffen Krach (SPD). „Das darf sich auf keinen Fall wiederholen, wir müssen alle Abläufe nochmal überprüfen.“ Die Region werde umgehend analysieren, wie es zu dem Fehler kommen konnte.

In Schleswig-Holstein gelten verschärfte Corona-Regeln

6.21 Uhr: Zur Eindämmung des Coronavirus sind in Schleswig-Holstein seit heute einige verschärfte Schutzmaßnahmen in Kraft. Dabei geht es besonders um Beschränkungen für Kontakte und Veranstaltungen. Die Landesregierung reagiert damit auf die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante, die inzwischen im Norden dominiert. Welche neuen Regeln im Detail gelten, lesen Sie hier.

Das waren die News am 3. Januar 2021:

Neue Corona-Höchstwerte in Schleswig-Holstein

21.34 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen und die Sieben-Tage-Inzidenz haben am Montag in Schleswig-Holstein Höchstwerte erreicht: Es wurden seit Sonntag 2209 Neuinfektionen gemeldet, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht. Damit wurde der bisherige Höchstwert vom 30. Dezember – 1675 – deutlich überschritten. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte auf 295,5 (Vortag: 244,3). Der Wert steht für die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Der starke Anstieg könnte durch Nachmeldungen zustande gekommen sein: Experten und Politik hatten darauf hingewiesen, dass die amtlichen Corona-Zahlen rund um die Feiertage am Jahresende nur bedingt aussagekräftig und eher zu niedrig sind – etwa weil wegen des Personalmangels in den Gesundheitsämtern in jenem Zeitraum weniger Testergebnisse weitergemeldet werden.

Hamburger Skandal-Impfzentrum: Betroffene brauchen offenbar erneute Impfung

20.26 Uhr: Nachdem das privatbetriebene Skandal-Impfzentrum im Hauptbahnhof von der Polizei geschlossen wurde, kommt für Betroffene drei Wochen später nun die nächste schlechte Nachricht. Die Hamburger Sozialbehörde weist alle im Hauptbahnhof Geimpften auf eine Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts hin – demnach brauchen sie wohl noch einmal die Spritze. Darüber berichtet das „Abendblatt“.

„Sie hatten Anfang Dezember eine Corona-Schutzimpfung in einer Einrichtung am Hamburger Hauptbahnhof erhalten. Das Amt für Gesundheit hat das Paul-Ehrlich-Institut um Beratung zu Nutzen und Risiken einer erneuten Auffrischungsimpfung gebeten. Das Paul-Ehrlich-Institut empfiehlt, alle Personen, die mit den fraglichen Dosen geimpft bzw. geboostert wurden, erneut zu impfen”, heißt es in dem Schreiben, dass das „Hamburger Abendblatt“ zitiert.

Die Zeitung berichtet außerdem von verunsicherten Betroffenen. Sie seien davon ausgegangen, dass in dem Zentrum in der Wandelhalle alles korrekt gelaufen sei. Doch laut Paul-Ehrlich-Institut sei nicht einmal nachweisbar, ob die Kühlketten der Impfstoffe eingehalten wurden. Oft sei im Impfzentrum außerdem kein Arzt anwesend gewesen und es sei nicht ausreichend aufgeklärt worden. Womöglich hätte das Impfzentrum nie öffnen dürfen.

Schleswig-Holstein verschärft Corona-Regeln

20.10 Uhr: Wegen massiv steigender Fallzahlen verschärft Schleswig-Holstein seine Corona-Maßnahmen. So gelten von Dienstag an die Kontaktbeschränkungen von maximal zehn Personen auch im öffentlichen Raum, wie die Landesregierung am Montagabend mitteilte. Bei Veranstaltungen werde die maximale Teilnehmerzahl auf 50 in Innenbereichen und 100 Menschen draußen begrenzt. Ausgenommen sind dem Beschluss zufolge Veranstaltungen, bei denen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer überwiegend passiv verhalten und feste Sitzplätze haben – etwa bei Konzerten, Vorträgen, Lesungen, Theater- und Kinovorstellungen. Allerdings gelte dort eine Maskenpflicht.

Tanzveranstaltungen müssen den zuständigen Behörden angezeigt werden – sofern mehr als zehn Menschen teilnehmen sollen. Diskotheken und Clubs dürfen weiterhin unter den 2Gplus-Regeln samt Maskenpflicht öffnen. Allerdings müsse der erforderliche Corona-Test nun ein PCR-Test sein, der nicht älter als 24 Stunden sein dürfe. Auch hier sei die Zahl der gleichzeitig anwesenden Gäste auf 50 begrenzt.

Bei rituellen Veranstaltungen von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften darf nun dem Beschluss zufolge nur dann von den vorgeschriebenen Abständen im „Schachbrettmuster“ und von der Maskenpflicht abgewichen werden, wenn in Innenräumen maximal 50 Menschen teilnehmen und diese 2G-Anforderungen erfüllen. Bei mehr Teilnehmern gelten generell 2G und eine Maskenpflicht.

Corona-Knast: Mehrere Gefangene der JVA Fuhlsbüttel positiv auf Corona getestet

19.04 Uhr: In der Justizvollzugsanstalt Hamburg-Fuhlsbüttel sind am Wochenende mehrere Gefangene positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei zwölf Gefangenen sei ein positiver Schnelltest bereits durch einen PCR-Test bestätigt worden, sagte ein Sprecher der Justizbehörde der Deutschen Presseagentur am Montag. Bei neun weiteren positiv getesteten Gefangenen stehe das PCR-Testergebnis noch aus. Auch in der JVA-Belegschaft gab es am Wochenende einen Fall – der Mitarbeiter sowie fünf weitere Beschäftigte aus derselben Schicht seien in häusliche Quarantäne geschickt worden.

„Die zwölf infizierten Gefangenen wurden auf einer gesonderten Station getrennt von den übrigen Gefangenen untergebracht, die positiv schnellgetesteten in ihren Hafträumen isoliert”, erklärte der Sprecher. Den Angaben zufolge werden nun vorsichtshalber in der gesamten Anstalt großflächig Schnelltests gemacht. Die Arbeitsbetriebe der JVA Fuhlsbüttel seien als Vorsichtsmaßnahme vorerst geschlossen worden. In den Haftanstalten gelten bereits strikte Regeln: Neben einer allgemein geltenden Maskenpflicht dürfen Besuche der Gefangenen nur an Tischen mit Trennscheiben oder als Videobesuche stattfinden. Neue Gefangene werden den Angaben zufolge über eine zentrale Aufnahmequarantänestation erst nach 14-tägiger Trennung von den übrigen Gefangenen aufgenommen.

Inzidenz in Meck-Pomm weiter gestiegen

18.48 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist zum Wochenbeginn im neuen Jahr weiter gestiegen. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) vom Montag steckten sich zuletzt 284,3 Menschen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche nachweislich mit dem Coronavirus an – ein Plus von 8 gegenüber dem Vortag und rund 16 weniger als vor einer Woche. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist aber darauf hin, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben können.

Das Lagus meldete 467 neue Corona-Fälle binnen eines Tages und damit über 100 mehr als vor einer Woche. Den Angaben zufolge befanden sich 317 Covid-Patienten in den Kliniken – 12 mehr als am Vortag. Die Zahl der Covid-Intensivpatienten nahm demnach um 6 zu, so dass 93 der 100 für diese Fälle vorgesehenen Intensivbetten im Land belegt waren.

Weitere 100 Omikron-Fälle in Hamburg bestätigt

18.07 Uhr: Über den Jahreswechsel stieg die Zahl der Omikron-Fälle in Deutschland noch einmal stark an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnete in der 52. Kalenderwoche 16.517 Infektionen mit der Virusvariante, mehr als die Hälfte aller 30.325 Fälle, die Omikron bislang zugeordnet werden.

Hamburg ist weiter Omikron-Hotspot. Insgesamt 3157 Infektionen werden laut RKI in Hamburg Omikron zugeordnet: Davon wurden 2784 mit einem variantenspezifischen PCR-Test ermittelt, müssen aber noch durch eine Sequenzierung bestätigt werden (sog. Verdachtsfälle). In 373 Fällen ist der Nachweis bereits erfolgt (+105 im Vergleich zum Vortag).

In Nordrhein-Westfalen gibt es laut RKI die meisten Infektionen (9318), es folgen Bayern (6364), Baden-Württemberg (3620) und Hamburg. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl sieht die deutschlandweite Verteilung jedoch anders aus: Mit knapp 166 Fällen pro 100.000 Einwohnern liegt Hamburg mit Abstand auf Platz 1 des Omikron-Treppchens. Es folgen Schleswig-Holstein (67) und Bremen (66). Bundesweit wurden bisher etwa 36 Omikron-Infektionen pro 100.000 Einwohnern gemeldet.

Insgesamt stieg die Corona-Inzidenz in Hamburg am Montag auf einen neuen Höchstwert (440,3), am Dienstag will der Senat deshalb über verschärfte Regeln beraten (siehe Eintrag um 12.50 Uhr).

17.16 Uhr: Mit den hohen Corona-Zahlen infolge der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante gewinnt in Schleswig-Holstein zu Jahresbeginn auch die politische Debatte an Fahrt. Die SPD warf der Landesregierung aus CDU, Grünen und FDP am Montag falsche Entscheidungen sowie zu spätes und zögerliches Handeln vor. So habe das Land seine gute Ausgangslage mit relativ wenigen Infektionen verspielt und sei ein früher Omikron-Hotspot in Deutschland geworden, erklärte SPD-Landes- und Fraktionschefin Serpil Midyatli.

Es sei absolut unverständlich, dass Clubs auch nach dem 4. Januar geöffnet bleiben. „Die Maßnahmen der Landesregierung in der vierten Corona-Welle kommen zu zaghaft und zu spät“, sagte Midyatli. Der Verweis von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) auf den Bund sei ein Ablenkungsmanöver. „Die Feststellung einer epidemischen Notlage von nationaler Tragweite ist keine Voraussetzung für einen effektiven Infektionsschutz.“ Günther habe das Virus unterschätzt und dem Gesundheitsschutz nicht den Vorrang eingeräumt.

Die SPD-Fraktion will die Feststellung der landesweiten epidemischen Notlage nach dem Infektionsschutzgesetz im Landtag beantragen. Die Nachbarländer Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg hätten das schon getan, sagte Midyatli. Der Landtag in Kiel tritt am nächsten Montag zu einer Sondersitzung zusammen.

Hamburger Breitensport: Lieber 2G Plus als Lockdown

16.24 Uhr: Der Hamburger Sportbund (HSB) befürchtet bei einer Verschärfung der Corona-Regeln in der Hansestadt keine negativen Auswirkung auf die Teilnehmerzahlen im Breitensport. „2G Plus wäre zweifellos eine weitere Hürde für den Vereinssport, aber vor dem Hintergrund der Inzidenzentwicklung verständlich. Priorität sollte weiterhin die Verhinderung eines Sport-Lockdowns haben“, sagte HSB-Vorstandsvorsitzender Daniel Knoblich. Der Hamburger Senat will am Dienstag über eine Verschärfung der Maßnahmen beraten.

Sportstaatsrat Christoph Holstein hatte sich im NDR zu möglichen Einschränkungen geäußert. Demnach könnte beim Hallensport neben einem Impf- oder Genesenen-Nachweis auch ein aktueller Corona-Test nötig werden. Vorstellbar sei aber, dass Geboosterte von der Testverpflichtung ausgenommen werden, sagte er. Möglich sei auch eine weitere Begrenzung der Zuschauerzahl beim Profisport.

Die Selbsttests sollen laut HSB größtenteils in den Vereinen vorgenommen und von zertifizierten Anleitern überwacht und protokolliert werden. „Die Kapazitäten in den vorhanden Testzentren reichen leider nicht aus“, sagte Pressesprecherin Steffi Klein. Testungen in den Sporteinrichtungen sind für die Breitensportler zudem mit geringerem Aufwand verbunden als das Aufsuchen von offiziellen Testzentren. „Die negativen Nachweise in den Sporteinrichtungen haben jedoch nur Gültigkeit für die jeweilige Sportveranstaltung“, betonte Klein.

Mehr Weihnachtsbäume in Hamburg wegen Corona

15.41 Uhr: Die Hamburger Stadtreinigung hat am Montag mit dem Einsammeln der Weihnachtsbäume begonnen. Rund 200.000 Bäume würden in den erste beiden Januarwochen zusammenkommen, sagte ein Sprecher des städtischen Unternehmens. Bei der Sammelaktion vor einem Jahr seien es mehr als in den Vorjahren gewesen, weil viele Hamburger, die wegen Corona nicht wegfahren konnten, zu Hause Weihnachten feierten.

40.000 bis 50.000 Bäume sollen ins Biogas- und Kompostwerk Bützberg in Tangstedt (Kreis Stormarn) gebracht werden. Dort liegen die Gewächse zunächst vier bis fünf Monate, bis die Nadeln abgefallen sind. Das ehemalige Weihnachtsgrün gehe an Blaubeerzüchter, die mit den Tannennadeln ihre Böden ansäuerten, damit die Beeren gut gedeihen, erklärte der Sprecher. Das Holz der Bäume werde geschreddert und als Strukturmaterial in der Kompostierung gebraucht. Es fördere die Durchlüftung des Komposts.

Der Großteil der Hamburger Weihnachtsbäume gehe jedoch an zertifizierte Vertragspartner, die die Tannen als Brennmaterial nutzten oder auch zu Heizpellets verarbeiteten. Der Sprecher appellierte an die Bürger, die Bäume nicht schon Tage vor dem Abholtermin an die Straße zu stellen. Die ausgedienten Nadelgewächse sollten den Verkehr auf Geh- und Radwegen sowie Straßen nicht behindern und komplett abgeschmückt sein.

Senat will Corona-Regeln verschärfen – Sportvereine und Profiklubs betroffen

12.50 Uhr: Hamburgs Sieben-Tage-Inzidenz schnellt immer weiter in die Höhe. Angesichts dessen überlegt der Senat nun, die geltenden Regeln zu verschärfen. Für den Breitensport könnte dies bedeuten, dass in Sporthallen statt 2G bald 2G Plus gilt. Die Überlegungen bestätigte Sport-Staatsrat Christoph Holstein (SPD) bereits am Sonntag in der NDR 90,3-Sendung „Sportplatz Hamburg“. Auch die Profivereine müssen demnach mit Verschärfungen rechnen. Dass weiterhin Tausende Fans die Heimspiele des HSV, des FC St. Pauli, des HSV Hamburg (Handball) und der Hamburg Towers (Basketball) besuchen dürfen, sei „angesichts der Entwicklung auch ein bisschen fragwürdig“. Mit den Vereinen solle es Gespräche geben, um die Regelung flexibel anpassen zu können.

982 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz steigt auf 440,3

12 Uhr: In Hamburg sind am Montag 982 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 53 weniger als am Sonntag, aber 635 mehr als am Montag vor einer Woche. Allerdings hatte das Robert Koch-Institut damals darauf hingewiesen, dass während der Feiertage mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen war. Nun steigen die Zahlen und somit auch die Sieben-Tage-Inzidenz wieder deutlich: Der Wert schnellte in die Höhe und lag bei nun 440,3 (Vortag: 406,9; Vorwoche: 345,9) – ein neuer Negativ-Rekord.

Die Hospitalisierungsquote, die angibt, wie viele Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum stationär aufgenommen wurden, gab das RKI am Montag mit 3,72 (+1,03) an. Bundesweit betrug sie demnach 3,07. Bei Überschreiten der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 30. Dezember 235 Corona-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 64 angegeben. Aktuellere Zahlen hat die Behörde noch nicht bekannt gegeben. Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden am Montag (12.15 Uhr) 65 Patienten intensiv behandelt.

Laut RKI sind in Hamburg bislang 1997 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 2. Januar). Binnen eines Tages wurde zwei weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 144.342 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 121.900 als genesen.

1.470.477 (79,4 Prozent) Menschen haben in Hamburg bis einschließlich Sonntag eine Impfung erhalten, 1.426.637 (77 Prozent) auch eine zweite und 616.807 (33,3 Prozent) eine Auffrischimpfung.

Wegen Corona: Jugendherbergen nehmen Geflüchtete auf

10.45 Uhr: Mehrere Jugendherbergen in Niedersachsen nehmen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie Geflüchtete auf. Damit sollen die bestehenden Kapazitäten (rund 4700 Unterbringungsplätze) entzerrt und Infektionen mit dem Coronavirus vermieden werden, wie eine Sprecherin der Landesaufnahmebehörde auf Anfrage mitteilte. Dies sei nicht mit einem Ausbau der Kapazitäten gleichzusetzen. In dieser Woche sollen demnach in einer Jugendherberge in Emden Geflüchtete untergebracht werden.

Die Belegung der Jugendherbergen in Bad Zwischenahn (Landkreis Ammerland) sowie Aurich haben den Angaben zufolge bereits begonnen. An den drei Standorten können demnach maximal 375 Menschen untergebracht werden – dies sei zunächst bis Ende Februar befristet. Eine komplette Auslastung werde es wegen der Pandemie aber nicht geben. Insbesondere Familien und vulnerable Menschen sollen dort Aufnahme finden.

Im bereits bestehenden Ankunftszentrum in Bad Fallingbostel im Heidekreis sollen im Januar laut Landesaufnahmebehörde zusätzliche 500 Plätze entstehen. Auch diese sollen der Entzerrung und Vermeidung von Corona-Infektionen dienen – diese Plätze sind dann für ein halbes Jahres befristet. Die Zahl der Asylanträge in Niedersachsen ist im vergangenen Jahr erheblich gestiegen. Bis Ende November registrierten die Behörden laut Innenministerium 15.800 Anträge von Geflüchteten. Das waren rund 56 Prozent mehr als im selben Zeitraum im ersten Corona-Jahr 2020 (rund 10.100 Anträge) und 18 Prozent mehr als 2019 (13.376).

Nach „Aida Nova“: Auch „Mein Schiff 6“ fällt Corona zum Opfer

9 Uhr: Zwei Kreuzfahrtschiffe haben kurz nach dem Jahreswechsel ihre Fahrten wegen Coronainfektionen abgebrochen. Nachdem die Reise für „Aida Nova“ und die mehr als 4000 Menschen an Bord wegen Corona-Fällen in der Besatzung vorzeitig in Lissabon zu Ende ging, ist nun ein weiteres Kreuzfahrtschiff Corona zum Opfer gefallen: „Mein Schiff 6“ der Reederei Tui Cruises bricht seine aktuelle Reise in Dubai ab.

„Hintergrund sind vereinzelte Fälle von Covid-19 an Bord, die im Laufe der Reise festgestellt wurden. Als reine Vorsichtsmaßnahme und zum Schutz von Gästen und Besatzung hat sich Tui Cruises jetzt zu dieser kurzen Pause entschlossen“, hieß es in der Nacht auf Montag von dem Unternehmen mit Sitz in Hamburg.

Die Reederei teilte mit, die Reise wäre für den Großteil der rund 2000 Passagiere ohnehin am Montag planmäßig zu Ende gegangen. Die unfreiwillige Pause treffe demnach sowohl diejenigen, die eine Anschlusskreuzfahrt gebucht hatten, als auch die Gäste, die in Dubai an Bord gehen wollten. Für alle Gäste, die ihre Reise hätten fortsetzen wollen, organisiert Tui Cruises den Angaben zufolge aktuell Rückflüge. „RTL.de“ hatte zunächst über die beiden Fälle berichtet.

Wie eine Sprecherin des Unternehmens erklärte, betrifft die Absage zunächst nur die aktuelle Kreuzfahrt, die bis zum 10. Januar hätte dauern sollen. Sollte sich daran noch etwas ändern, will Tui Cruises die Gäste rechtzeitig informieren. Nach Angaben der Reedereien gelten an Bord der Schiffe strenge Corona-Regeln. Demnach sind alle Gäste ab dem 12. Lebensjahr und die Besatzung vollständig geimpft. Zudem werden die Passagiere mehrfach getestet.

Das waren die Corona-News am 2. Januar:

Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter

19.47 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist weiter gestiegen. Die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen kletterte am Sonntag auf 244,3, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht. Am Samstag hatte sie bei 233,8 gelegen, am Freitag bei 224. Es wurden 633 Neuinfektionen registriert, am Sonntag zuvor waren es 403.

Experten und Politik hatten darauf hingewiesen, dass die amtlichen Corona-Zahlen über die Feiertage nur bedingt aussagekräftig und eher zu niedrig sind. Hintergrund sind weniger Tests etwa am Arbeitsplatz, wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) jüngst sagte. Zudem würden wegen des Personalmangels in den Gesundheitsämtern auch weniger Testergebnisse weitergemeldet. Schleswig-Holstein verschärft in der kommenden Woche angesichts der sich ausbreitenden Corona-Variante Omikron die Schutzregeln.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz stagniert seit Donnerstag bei 2,4. Auch die Zahl der Covid-Patienten stagniert in dem Bericht seit Donnerstag – bei 163. Auf Intensivstationen wurden demnach 46 Covid-19-Schwerkranke betreut, auch hier gab es keine Veränderung. Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie liegt wie am Vortag bei 1886.

Im Vergleich der Städte und Kreise sticht bei der Sieben-Tage-Inzidenz weiter der Kreis Dithmarschen mit 607,1 negativ heraus. Danach folgen Kiel (364,2) und Nordfriesland (356,6). Den niedrigsten Wert gibt es weiterhin in Lübeck mit 120,5.

Inzidenz steigt im Nordosten auf 277,0

18.31 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist am Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern auf 277,0 gestiegen – von 263,9 am Vortag. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete am zweiten Tag des neuen Jahres 398 Neuinfektionen. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist aber darauf hin, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben können.

87 Prozent der für Corona-Patienten reservierten Intensivbetten im Land sind dem Lagus zufolge mit Covid-Patienten belegt. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten stieg auf 305 (+1). Es wurden zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gemeldet, die Gesamtzahl der Toten stieg damit auf 1479.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – betrug am Sonntag 7,3 (Samstag: 7,9). Der für weitere Schutzmaßnahmen maßgebliche nächste Schwellenwert liegt bei 9,0. Damit steht die Corona-Warnampel für das gesamte Land auf Orange.

Niedersachsen: Wieder Proteste gegen Corona-Maßnahmen – 1800 Menschen in Osnabrück

16.47 Uhr: Erneut hat es am Sonntag in Niedersachsen Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen gegeben. In Osnabrück kamen laut Polizei rund 1800 Menschen zusammen. Sie zogen durch die Innenstadt und versammelten sich dann zu einer Abschlusskundgebung. Die angemeldete Demonstration sei überwiegend ohne Zwischenfälle verlaufen, die Maskenpflicht sei größtenteils eingehalten worden, sagte eine Polizeisprecherin. Nur vereinzelt habe es Verstöße gegeben. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.

In Hannover hatten sich rund 30 Menschen am Maschsee zu einem sogenannten Corona-Spaziergang versammelt. Die Veranstaltung war nicht angezeigt und wurde von der Polizei kurzerhand als nicht angezeigte Demonstration bewertet. Einige Teilnehmer trugen keine Mund-Nase-Bedeckung, die bei Versammlungen erforderlich ist. Die Polizei leitete Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. 

MeckPomm lockert Corona-Regeln wieder

15.33 Uhr: Aufgrund der sich entspannenden Corona-Lage gilt ab Montag in Mecklenburg-Vorpommern auf Landesebene die Warnstufe Orange der landeseigenen Corona-Warnampel. Grund für die Rückstufung aus der Warnstufe Rot plus sei, dass die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 9 lag, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in Schwerin mit. Auswirkungen hat das aber nur im Westen des Landes.

In Regionen, die auf der gewichteten Ampelkarte des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) nicht rot sind, können nun Gastronomie und Touristikbetriebe sowie Kinos, Ausstellungen und andere Kulturbetriebe wieder unter 2G- und 2G-Plus-Bedingungen, also mit zusätzlichem Test, öffnen. Die Lockerungen gelten demnach nur in den Landkreisen Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim sowie in Schwerin. Die restlichen Landesteile lagen Stand Samstag noch im roten Bereich.

Jedoch erinnert das Gesundheitsministerium die Bürgerinnen und Bürger daran, dass sich auch Geimpfte und Genesene laut der Ampelstufe Orange im Nordosten nur maximal zu zehnt treffen dürfen, wobei Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt werden. Auch die Beschränkungen für Zusammenkünfte mit Ungeimpften bleiben den Angaben zufolge bestehen. Hier darf sich ein Haushalt nur mit maximal zwei Personen eines anderen Haushalts treffen.

1035 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz springt auf 406,9

12.02 Uhr: In Hamburg sind am 2. Januar 1035 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das sind 162 mehr als am 1. Januar (873) und 325 mehr als vor einer Woche am Zweiten Weihnachtstag (710). Die Sieben-Tage-Inzidenz ist dadurch weiter gestiegen. Sie liegt nun bei 406,9 (Vortag: 389,9; Vorwoche: 354,4), ein trauriger Rekordwert.

Laut RKI sind in Hamburg bislang 1995 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 1. Januar). Es kam von gestern auf heute kein weiterer Todesfall hinzu. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 143.360 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 121.200 als genesen.

79,2 Prozent der Hamburger sind dem RKI zufolge mindestens einmal geimpft; den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach 76,9 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten in Hamburg bisher 32,2 Prozent der Menschen. (Daten vom 30.12.)

Unangemeldeter Corona-Protest in Verden – Polizisten verletzt

9.59 Uhr: Bei einer unangemeldeten Demonstration gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen sind am Neujahrstag in Verden nach Angaben der Polizei drei Beamte leicht verletzt worden. Zwei Männer im Alter von 32 und 46 Jahren hätten einen Polizisten ersten Informationen zufolge angegriffen, als er sie ansprach und stoppen wollte. Sie sollen ihn unter anderem mit einer Fahnenstange attackiert haben. Weitere Einsatzkräfte mussten die beiden Männer überwältigen, wie die Polizei am Abend mitteilte. Insgesamt seien drei Beamte leicht verletzt worden, der 32 Jahre alte Tatverdächtige ebenfalls. Es wird wegen tätlichen Angriffs und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Über die Demonstration teilte die Polizei mit, gegen 18 Uhr hätten sich rund 120 Menschen in der Innenstadt versammelt. Die Polizei habe dies als Versammlung deklariert. Den Teilnehmern wurde die Auflage erteilt, Abstand zu halten und FFP2-Masken zu tragen. Entgegen den Vorgaben des Niedersächsischen Versammlungsgesetzes sei vorher bei der zuständigen Behörde keine Versammlung angemeldet worden.

Die Polizei habe per Lautsprecher mehrfach auf die Auflagen hingewiesen – und schließlich 21 Teilnehmende ausgeschlossen, da sie diese dennoch missachteten, hieß es weiter.

Das waren die Corona-News vom 1. Januar

Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter auf 233,8

19.38 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist nach dem Jahreswechsel weiter gestiegen. Nach Angaben der Landesmeldestelle kletterte die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Samstag auf 233,8. Am Freitag hatte sie bei 224 gelegen, am Donnerstag bei 209,3. Es wurden 646 Neuinfektionen registriert, am Samstag zuvor 263.

Experten und Politik hatten allerdings darauf hingewiesen, dass die amtlichen Corona-Zahlen derzeit nur bedingt aussagekräftig und eher zu niedrig sind. Hintergrund sind weniger Tests etwa am Arbeitsplatz, wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) jüngst sagte. Zudem würden wegen des Personalmangels in den Gesundheitsämtern an den Feiertagen auch weniger Testergebnisse weitergemeldet.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, stagniert seit Donnerstag bei 2,4. Auch die Zahl der Covid-Patienten stagniert in dem Bericht seit Donnerstag – bei 163. Auf Intensivstationen wurden 46 Covid-19-Schwerkranke betreut, auch hier keine Veränderung. Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg um 1 auf nun 1886.

Im Vergleich der Städte und Kreise sticht bei der Sieben-Tage-Inzidenz weiter der Kreis Dithmarschen mit 591,4 negativ heraus. Danach folgen Kiel (345,1) und Flensburg (319,1). Den niedrigsten Wert gibt es weiterhin in Lübeck mit 120,5.

Corona-Inzidenz steigt zu Neujahr im Nordosten auf 263,9

16.47 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist am Samstag in Mecklenburg-Vorpommern um 2,2 auf 263,9 gestiegen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete am ersten Tag des neuen Jahres 282 Neuinfektionen. Das sind 165 weniger als vor einer Woche. Am ersten Weihnachtsfeiertag hatte die Inzidenz bei 305,5 gelegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist darauf hin, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben können.

89 der 100 für Corona-Patienten reservierten Intensivbetten im Land sind dem Lagus zufolge mit Covid-Patienten belegt – einer weniger als am Vortag. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten gab das Lagus unverändert mit 304 an. Dem Landesamt wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gemeldet, die Gesamtzahl der Toten stieg damit auf 1477.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100 000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – wurde am Samstag mit 7,9 angegeben. Der für weitere Schutzmaßnahmen maßgebliche nächste Schwellenwert liegt bei 9,0. Damit steht die Corona-Warnampel für das gesamte Land auf orange.

Dennoch gelten landesweit weiter die Maßnahmen der höchsten Warnstufe Rot plus. Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos, Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen müssen geschlossen bleiben. „Der Meldeverzug bei den neu gemeldeten Fällen über die Feiertage darf nicht über die tatsächliche angespannte Infektionslage im Land hinwegtäuschen“, hatte Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) erklärt. Man müsse von einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens ausgehen. Experten gehen von einem Anstieg der Infektionszahlen wegen der Verbreitung der ansteckenderen Omikron-Variante des Coronavirus aus. Die Landesregierung richtete bereits einen Krisenstab ein.

Laut Robert Koch-Institut sind 72,1 Prozent der Menschen im Land mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Die zweite Spritze erhielten demnach 69,6 Prozent. Die Quote bei den Auffrischungsimpfungen liegt bei 35,1 Prozent.

Laut Robert Koch-Institut sind 72,1 Prozent der Menschen im Land mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Die zweite Spritze erhielten demnach 69,6 Prozent. Die Quote bei den Auffrischungsimpfungen liegt bei 35,1 Prozent.

Wegen Omikron-Variante: Schwesig mit Appell an die Bevölkerung

14.45 Uhr: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zum Jahresbeginn zur Vorsicht aufgerufen angesichts der neuen Corona-Variante Omikron. „Wir werden weiter alles tun, um unser Land so gut und sicher wie möglich durch die Krise zu bringen“, sagte die SPD-Politikerin am Samstag in Schwerin. Hierzu gehöre neben dem Gesundheitsschutz auch das sichern von Arbeitsplätzen und der soziale Zusammenhalt in der Gesellschaft. Die Bürger rief sie angesichts der hohen Ansteckungsgefahr durch Omikron eindringlich dazu auf, sich impfen zu lassen und die Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten.

Für das Jahr 2022 gab Schwesig das Ziel aus, dass Land wirtschaftlich stärker, sozial gerechter und ökologisch nachhaltiger zu machen. Weitere wichtige Themen für 2022 seien die Sicherung des Fachkräftebedarfs in Kitas und Schulen und die Erarbeitung des nächsten Doppelhaushalts. Für das neue Klimaschutzgesetz soll ein breiter Dialogprozess im Land gestartet werden.

Mit Blick auf die Änderungen auf Bundesebene begrüßte die Ministerpräsidentin, dass Wohngeld und Mindestlohn zum Jahreswechsel steigen und dass für das Gastgewerbe weiter ein niedrigerer Mehrwertsteuersatz gelten soll. Besonders beim Mindestlohn betonte Schwesig, dass die Pläne der Ampel-Koalition im Bund, die Mindestvergütung auf 12 Euro die Stunde anzuheben, so schnell wie möglich umgesetzt werden müssten.

873 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz steigt auf 389,9

12.02 Uhr: In Hamburg sind an Neujahr 873 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 692 weniger als an Silvester, aber 124 mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist dadurch wieder gestiegen und lag bei nun 389,9 (Vortag: 383,4; Vorwoche: 348,3).

Die Hospitalisierungsquote, die angibt, wie viele Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum stationär aufgenommen wurden, gab das RKI zuletzt am Donnerstag mit 2,86 an. In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 30. Dezember 235 Corona-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 64 angegeben. Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden am Samstag 73 Patienten intensiv behandelt.

Laut RKI sind in Hamburg bislang 1995 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 31. Dezember). Binnen eines Tages wurden sechs weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 142.325 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 120.700 als genesen.

79,3 Prozent der Hamburger sind dem RKI zufolge mindestens einmal geimpft; den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach 77 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten in Hamburg bisher 33,1 Prozent der Menschen. Bei den Erst- und Zweitimpfungen liegt Hamburg im Ländervergleich weiter auf dem dritten Platz, bei den „Booster“-Impfungen zur Auffrischung jedoch auf dem vorvorletzten Platz.

Corona-Aktion mit Tschentscher sorgt für Mega-Schlange in der City

10.55 Uhr: Neujahrsempfang mal anders! Am frühen Neujahrsmorgen stehen Hunderte Hamburger vor dem Rathaus Schlange. Doch sie wollen nicht einfach ein paar Worte mit Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) wechseln – sondern geboostert werden. Denn: Bei der besonderen Aktion können sich Impfwillige von 11 bis 17 Uhr im Kaisersaal die dritte Spritze holen. Erst- und Zweitimpfungen werden laut Sozialbehörde nicht durchgeführt.

Als Impfarzt mit dabei ist auch Tschentscher – er wird selbst zur Nadel greifen. Termine konnten vorab nicht reserviert werden, deswegen bildete sich schon lange vor Beginn des Neujahrs-Impfens eine riesige Schlange um den Rathausmarkt bis hin zum Neuen Wall. Gegenüber der MOPO macht ein Mann seinem Frust Luft: „Im Moment ist es nicht so einfach, an eine Booster-Impfung zu kommen. Da muss man schon Einsatz zeigen. Wir haben Motivation, hier ein bisschen zu stehen“. Er hoffe, dass es schnell geht, sobald die Tore geöffnet werden. Vielen anderen Wartenden dürfte es ähnlich gehen.

Eine lange Schlange wartet in der City auf die Booster-Impfung im Rathaus.
Eine lange Schlange wartet in der City auf die Booster-Impfung im Rathaus.

Weil bedankt sich und warnt: „Virus hält uns unverändert in Atem”

9 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Corona-Pandemie als eine der größten Herausforderungen in der Geschichte des Bundeslandes bezeichnet. 2021 sei Niedersachsen 75 Jahre alt geworden und abgesehen von den ersten, schwierigen Jahren des Wiederaufbaus habe das Land noch nie eine solche Krise zu bewältigen gehabt, sagte er laut dem vorab verbreitetem Redemanuskript in seiner Neujahrsansprache. „Das Virus hält uns unverändert in Atem.”

Er bedankte sich ausdrücklich bei denen, die nun schon so lange Tag für Tag auf den Intensivstationen um das Leben ihrer Patienten kämpften. Er wolle sich aber auch bei der großen Mehrheit der Bevölkerung, bei Millionen von Bürgerinnen und Bürgern, bedanken, die Tag für Tag Vorsicht und Zurückhaltung übten, sich an die Regeln hielten und viel Gemeinsinn bewiesen. „Eine gute Portion norddeutsche Gelassenheit, eigene Einsicht und viel Gemeinsinn – das hat uns bis hierhin sehr geholfen.”

Gerade in den nächsten Wochen gehe es nun noch einmal darum, ganz besondere Vorsicht und Zurückhaltung zu üben, damit öffentliche Angebote, Schulen und Kitas und vieles andere nicht wieder eingeschränkt werden müssten, betonte Weil mit Blick auf die besonders ansteckende Omikron-Variante des Coronavirus. „Wir sind dem Virus nach wie vor nicht schutzlos ausgeliefert. Je mehr von uns geimpft sind, desto sicherer sind wir alle.”
Die Neujahrsansprache des Ministerpräsidenten wird am Samstag, dem 1. Januar 2022, um 19.55 Uhr im NDR-Fernsehen ausgestrahlt.

Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein an Silvester weiter gestiegen

8.30 Uhr: Die Corona-Lage in Schleswig-Holstein hat sich auch am letzten Tag des Jahres 2021 weiter verschlechtert. Nach Angaben der Landesmeldestelle kletterte die Inzidenz, also die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, am Freitag auf 224. Am Donnerstag betrug dieser Wert 209,3. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus lag mit 862 zwar deutlich niedriger als am Vortag mit 1675 Fällen, vor einer Woche waren es jedoch noch deutlich weniger als an diesem Freitag.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, stagnierte am Freitag bei 2,4. Im Krankenhaus lagen den Angaben nach wie am Donnerstag 163 Covid-Patienten. Es wurden 46 Covid-19-Schwerkranke auf Intensivstationen betreut, auch hier keine Veränderung. Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg um 1 auf 1885.

Im Vergleich der Städte und Kreise sticht bei der Sieben-Tage-Inzidenz der Kreis Dithmarschen mit 514,8 negativ heraus. Danach folgen Kiel (307) und Flensburg (290,2) sowie Nordfriesland (266,2). Den niedrigsten Wert gibt es – wie zuvor – in Lübeck mit 120,5.

Das waren die Corona-News an Silvester:

Weitere Clubs in Schleswig-Holstein von Omikron betroffen

20.49 Uhr: Weitere Tanzclubs in Schleswig-Holstein, die um Weihnachten geöffnet hatten, sind von der Omikron-Variante des Coronavirus betroffen. Dabei handle es sich um den „Calypso-Club“ in Henstedt-Ulzburg und den „Que-Danceclub“ in Bad Segeberg, wie der Kreis Segeberg am Freitag mitteilte. Bei mehreren Besuchern sei Omikron nachgewiesen worden. Alle Gäste müssten sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Ein Freitesten sei nicht möglich.Schon zuvor waren nach Weihnachtspartys in schleswig-holsteinischen Diskotheken mit zahlreichen Corona-Infektionen mehrere Tausend Besucher in Quarantäne geschickt worden. Betroffen waren unter anderem Clubs in Kiel, Trittau, Rendsburg und Pahlen.

UKE-Intensivmediziner warnt vor großen Silvesterpartys

17.10 Uhr: Angesichts der Pandemielage hat der Klinikdirektor für Intensivmedizin am UKE Stefan Kluge vor größeren Silvesterpartys gewarnt. „Man muss wegen der sich rasch verbreitenden Omikron-Variante von größeren Partys abraten. Auch Bar- und Clubbesuche sind aktuell mit einem großen Risiko einer Corona-Infektion verbunden. Jeder Kontakt sollte überdacht werden“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“. Auch junge Menschen ohne Vorerkrankung sollten die Krankheit nicht auf die leichte Schulter nehmen – auch sie könnten Long Covid entwickeln, welches sie noch Monate nach der Infektion einschränken könne. Zudem müsse man vermeiden, dass zu viele Menschen aus dem Bereich der kritischen Infrastruktur in Quarantäne müssen, da dies die Versorgungslage in Deutschland beeinträchtigen könne.

Norden: Tourismusverein fürchtet erneut „Lockdown bis zum Sommer”

16.31 Uhr: Der Tourismusverein MV fordert von der Landespolitik einen Richtungswechsel im Umgang mit der Corona-Pandemie. Ansonsten „droht erneut ein Lockdown bis zum Sommer”, hieß es vom Vereinsvorsitzenden Oliver Roeber am Freitag. Vielen Selbstständigen in der Tourismusbranche stehe wegen des mageren Geschäfts im Jahr 2021 das Wasser bis zum Hals.

Roeber geht davon aus, dass es selbst dann keine Lockerungen der Corona-Regeln für die Touristik geben werde, sollte sich die Omikron-Variante als relativ harmlos erweisen. Er verwies hierbei auf den Lockdown im letzten Frühjahr.

Der Verein forderte in einem 10-Punkte-Papier unter anderem Öffnungsperspektiven und statt der in der Corona-Landesverordnung vorgesehenen 2G- und 2G-plus-Regeln reine Testpflichten. Gilt die 2G-Regel, haben nur Geimpfte und Genesene Zugang, bei 2G plus ist zusätzlich noch ein tagesaktueller Test erforderlich. Der Tourismusverein MV hatte sich im Herbst 2021 gegründet, weil er die Interessen der Kleinunternehmer vom Tourismusverband des Landes nicht ausreichend vertreten sieht.

Wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante hatte die Landesregierung die Corona-Regelungen erst kürzlich nachgeschärft. Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) appellierte nach Weihnachten mit Blick auf die starke Belastung in den Krankenhäusern an die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die Situation ernst zu nehmen.

Niedersachsen:  3135 Neuinfektionen – 12 weitere Todesfälle

16 Uhr: Das RKI meldet für Niedersachsen am Freitag 3.135 neue Coronafälle – damit steigt die Inzidenz von gestern 144,8 auf 157,4. Auch 12 weitere Todesfälle kommen hinzu, die Gesamtzahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben sind, liegt nunmehr bei 6.826. Auch für Niedersachsen gilt der Hinweis des RKI, dass die Daten während der Feiertage kein vollständiges Bild abgeben dürften.

Corona-Inzidenz steigt in MV auf 261,9

14.36 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist am Freitag in Mecklenburg-Vorpommern um 8,1 auf 261,9 gestiegen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete am letzten Tag des Jahres 650 Infektionsnachweise. Das sind 274 mehr als vor einer Woche. Die Inzidenz betrug am 24. Dezember 318,7. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist generell darauf hin, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben können.

90 der 100 für Corona-Patienten reservierten Intensivbetten im Land sind dem Lagus zufolge mit Covid-Patienten belegt – drei weniger als am Vortag. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten gab das Lagus mit 304 an. Das waren 9 weniger als am Donnerstag. Dem Landesamt wurden 2 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gemeldet, die Gesamtzahl der Toten stieg damit auf 1476.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – wurde am Freitag mit 8,4 angegeben. Der für zusätzliche Schutzmaßnahmen wichtige Schwellenwert liegt bei 9,0. Damit steht die Corona-Warnampel für das gesamte Land auf orange. Dennoch gelten landesweit weiter die Maßnahmen der höchsten Warnstufe Rot plus. Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos, Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen müssen geschlossen bleiben. Der Meldeverzug bei den neu gemeldeten Fällen über die Feiertage darf nicht über die tatsächliche angespannte Infektionslage im Land hinwegtäuschen», hatte Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) erklärt. Man müsse von einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens ausgehen. Experten gehen von einem Anstieg der Infektionszahlen wegen der Verbreitung der ansteckenderen Omikron-Variante des Coronavirus aus. Die Landesregierung richtete bereits einen Krisenstab ein.

1565 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz steigt deutlich auf 383,4

12 Uhr: In Hamburg sind an Silvester 1565 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 57 weniger als am Donnerstag, aber 437 mehr als am Freitag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist dadurch deutlich gestiegen und lag bei nun 383,4 (Vortag: 360,4; Vorwoche: 356,6) – ein neuer Negativ-Rekord.

Die Hospitalisierungsquote, die angibt, wie viele Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum stationär aufgenommen wurden, gab das RKI zuletzt am Donnerstag mit 2,86 an. Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 30. Dezember 235 Corona-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 64 angegeben. Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden am Freitag 69 Patienten intensiv behandelt.

Laut RKI sind in Hamburg bislang 1989 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 30. Dezember). Binnen eines Tages wurden zwei weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 141.452 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 120.100 als genesen.

1.467.802 Menschen haben in Hamburg bis einschließlich Mittwoch eine Impfung erhalten (79,3 Prozent), 1.424.297 auch eine zweite (77 Prozent) und 597.237 eine Auffrischimpfung (32,8 Prozent).

Forscher: Spaltung der Gesellschaft durch Corona bedrohlich

10 Uhr: Der wissenschaftliche Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig, Dirk Heinz, sieht Versäumnisse bei der Kommunikation im Umgang mit der Corona-Pandemie. „Wir haben den Sommer und Frühherbst ziemlich verschlafen“, sagte er der „Braunschweiger Zeitung“ (Freitag). So sei versäumt worden, auf die eminente Bedeutung der Booster-Impfung nach spätestens sechs Monaten hinzuweisen. „Sie ist entscheidend, gerade hinsichtlich der schweren Verläufe.“ Doch im Sommer habe man davon kaum etwas gehört.

Zur Bilanz des Jahres 2021 gehöre auch „die immer stärkere Spaltung der Gesellschaft“, die mit Händen zu greifen sei und die er inzwischen als bedrohlich ansehe. Impfskeptikern müsse man vor Augen führen, wie wertvoll die Impfung sei und wie sie vor schwerwiegender Erkrankung, Hospitalisierung, Intensivstation und möglicherweise Tod schütze. „Das sind doch die Dinge, vor denen wir uns am meisten fürchten. Die Impfung kann uns davor schützen!“

Natürlich sei zuallererst deprimierend, dass inzwischen weltweit mehr als fünf Millionen Menschen der Pandemie zum Opfer gefallen seien, allein in Deutschland über 100.000. Und ein Ende sei noch nicht in Sicht. „Ich sage aber auch, dass die Bilanz aus wissenschaftlicher Sicht durchaus positiv ist vor dem Hintergrund, dass wir mehrere wirksame Impfstoffe haben, die auch schon milliardenfach verimpft wurden und weiterhin den besten Schutz gegen diese Infektion bieten.“

Corona bremste Weltluftverkehr aus – weniger tödliche Unfälle

9.30 Uhr: Die Opferzahlen im Weltluftverkehr sind in der Corona-Pandemie Unfallforschern zufolge wie die Passagierzahlen stark gesunken. „Nach aktuellem Stand sind wir bei 168 Todesopfern für das Jahr 2021, was gegenüber 2020 fast eine Halbierung der Zahlen bedeutet und sogar um 505 unterhalb des Durchschnittswertes der letzten 25 Jahre liegt“, sagte Jan-Arwed Richter vom Hamburger Flugunfallbüro Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre (JACDEC) der Deutschen Presse-Agentur.

Bei Airline-Unfällen wurden nach einer für das Luftfahrtmagazin „Aero International“ (Februar-Ausgabe) erstellten JACDEC-Analyse weltweit 30 Verkehrsmaschinen zerstört oder irreparabel beschädigt. Insgesamt zählten die Unfallforscher global 671 Unfälle und Zwischenfälle, von denen sich viele mit kleineren Propellermaschinen oder auf Fracht-, Test-, Überführungs- oder Spezialflügen ereigneten. Allein in den USA gab es vier spektakuläre Unglücke, bei denen aber keine Menschenleben zu beklagen waren. Als schlimmsten Unfall führt JACDEC den Absturz einer Boeing 737-500 vor Indonesien an, bei dem am 9. Januar 62 Menschen ums Leben kamen. Die Unfallursache wird noch untersucht.

Weltweit wurden 2021 laut des internationalen Branchenverbands IATA 2,3 Milliarden Fluggäste befördert. IATA schätzt die Verluste der Branche durch den coronabedingten Einbruch der Flugaktivität übers gesamte Jahr auf bis zu 51,8 Milliarden Dollar. Für 2022 erwartet der Verband ein Anziehen auf 3,4 Milliarden Passagiere – was etwa dem Stand von 2014 entsprechen würde. Zum Vergleich: Vor dem Einbruch durch die Corona-Restriktionen lag die Zahl der beförderten Fluggäste noch bei 4,5 Milliarden.

Das waren die Corona-News am 30. Dezember:

1675 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein – Inzidenz über 200

20.21 Uhr: Die Corona-Lage in Schleswig-Holstein verschärft sich weiter: Die Sieben-Tage-Inzidenz übersprang am Donnerstag die Marke von 200. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus stieg erneut auf nun 1675. Am Vortag lag dieser Wert bei 1451 Fällen, am Dienstag waren es 1131.

Nach Angaben der Landesmeldestelle kletterte die Inzidenz am Donnerstag auf 209,3. Am Mittwoch betrug dieser Wert 181,8. Damit haben mittlerweile mehrere Bundesländer eine geringere Inzidenz als Schleswig-Holstein, das lange die niedrigsten Zahlen hatte.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz sank am Donnerstag noch einmal leicht auf 2,4 (Mittwoch: 2,58). Im Krankenhaus lagen den Angaben nach 163 Covid-Patienten – 8 weniger als am Tag zuvor. Es wurden 46 Covid-19-Schwerkranke auf Intensivstationen betreut – ein Patient weniger als am Mittwoch. Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg um 1 auf 1884.

Im Vergleich der Städte und Kreise sticht bei der Sieben-Tage-Inzidenz der Kreis Dithmarschen mit 416,5 negativ heraus. Danach folgen Herzogtum Lauenburg (267,1) und Stormarn (258,4) sowie Segeberg (258,3). Den niedrigsten Wert gibt es – wie zuvor – in Lübeck mit 102,9. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte die Menschen vor Bekanntgabe der Zahlen aufgerufen, zurückhaltend Silvester zu feiern. Nicht ohne Grund habe die Landesregierung die Corona-Regeln nachgeschärft. „Denn wir haben jetzt auch über Weihnachten gesehen, dass die Infektionszahlen auch in Schleswig-Holstein nach oben gegangen sind.“ Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) will der Koalition aus CDU, Grünen und FDP vorschlagen, in der ersten Januarhälfte die epidemische Lage von landesweiter Tragweite festzustellen, falls der Bund das nicht kurzfristig seinerseits mache. „Mit der Omikron-Variante

MeckPomm: 855 neu bestätigte Corona-Neuinfektionen

17.41 Uhr: Die Gesundheitsämter in Mecklenburg-Vorpommern haben am Donnerstag 855 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 15 mehr als vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das Amt mit 254,0 an – nach 364,0 am Donnerstag voriger Woche. Allerdings sind die Daten nur eingeschränkt vergleichbar, weil an und zwischen den Feiertagen weniger Tests vorgenommen und Ergebnisse zum Teil mit Verzögerung weitergeleitet werden.

93 der 100 für Corona-Patienten reservierten Intensivbetten im Land sind demnach mit Covid-Patienten belegt – eines weniger als am Vortag. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten gab das Lagus mit 313 an. Das waren 8 weniger als am Mittwoch. Dem Landesamt wurden 2 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet, die Gesamtzahl der Toten stieg damit auf 1474.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz wurde am Donnerstag mit 8,6 angegeben. Der für zusätzliche Schutzmaßnahmen wichtige Schwellenwert liegt bei 9,0. Damit steht die Corona-Warnampel für das gesamte Land auf orange.

Dennoch gelten landesweit weiter die Maßnahmen der höchsten Warnstufe Rot plus. Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos, Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen müssen geschlossen bleiben. „Der Meldeverzug bei den neu gemeldeten Fällen über die Feiertage darf nicht über die tatsächliche angespannte Infektionslage im Land hinwegtäuschen“, hatte Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) erklärt. Man müsse von einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens ausgehen. Experten gehen von einem Anstieg der Infektionszahlen wegen der Verbreitung der ansteckenderen Omikron-Variante des Coronavirus aus.

Laut Robert Koch-Institut sind 72,1 Prozent der Menschen im Land mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Die zweite Spritze erhielten demnach 69,5 Prozent. Die Quote bei den Auffrischungsimpfungen liegt bei 34,5 Prozent.

Unbekannte machen „Testzentrum“ im Norden zu „Pestzentrum“

16.27 Uhr:  Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Donnerstag das Zelt eines Corona-Testzentrums in Stralsund beschmiert. Mit roter Farbe wurde ein T in ein P verändert, so dass das Wort „Pestzentrum“ auf dem Zelt zu lesen war.

Wie die Polizei mitteilte, wurde ein weiterer Schriftzug auf der Plane aufgebracht, der jedoch nicht weiter definiert werden konnte. Durch die Schmierereien sei an dem Zelt ein Schaden von rund 300 Euro entstanden. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Inzidenz in Niedersachsen steigt deutlich

14.23 Uhr: Die Zahl der neu erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist deutlich gestiegen. Die Behörden vermeldeten 3513 neue Corona-Fälle. Die Inzidenz lag am Donnerstag nach Angaben der Landesregierung bei 144,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Am Vortag lag der Sieben-Tage-Wert noch bei 128,2. Während der Feiertage und zum Jahreswechsel geben die Daten laut Robert Koch-Institut aber nur ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage wider.

Der Indikator für die Krankenhausaufnahmen stieg von 4,2 auf 4,4. Der Wert gibt an, wie viele Covid-19-Patienten innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100 000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten im Land mit Covid-19-Patienten stieg von 8,9 auf 9,1 Prozent.

Seit Heiligabend und bis einschließlich 15. Januar gilt in Niedersachsen landesweit die Warnstufe 3. Im Alltag greift damit vorrangig die 2G-plus-Regel, die den Zugang auf Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test beschränkt. Zudem dürfen maximal zehn Personen bei privaten Treffen zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.

Hamburg meldet 1622 Neuinfektionen – Inzidenz steigt

11.57 Uhr: Hamburg verzeichnete am Donnerstag laut Gesundheitsbehörde den Rekordwert von 1622 (bislang lag der Höchstwert bei 1336) neuen Infektionen mit dem Coronavirus. Das sind 343 mehr als gestern und 516 mehr als vergangene Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg wieder deutlich auf 360,4 (Mittwoch: 333,3). Die Inzidenz in der vergangenen Woche lag bei 360,9.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden 36 neue Fälle mit der Omikron-Variante nachgewiesen. Die Zahl der bestätigten Fälle liegt damit nun bei 254. Darüber hinaus gibt es aber 1627 Verdachtsfälle auf die Variante (+161 im Vergleich zum Vortag). 

14 weitere Person sind laut RKI im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, die Gesamtzahl der Corona-Toten in Hamburg liegt damit bei 1987.

Laut Gesundheitsbehörde lagen mit Stand Mittwoch 238 (+17) Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt. Auf den Intensivstationen kam sieben neuen Patienten hinzu, insgesamt werden nun 70 Menschen im Zusammenhang mit Corona intensivmedizinisch versorgt.

Zwei Polizisten bei Corona-Demo im Norden verletzt

10.21 Uhr: Bei einer Corona-Demonstration in Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sind am Mittwochabend zwei Polizisten leicht verletzt worden. Zu dem Zwischenfall sei es gekommen, als den Einsatzkräften sogenannte Schutzbewaffnung – spezielle Handschuhe – bei einem Teilnehmer aufgefallen seien. Die Polizei habe begonnen, die Identität des Verdächtigen festzustellen. Dabei habe eine größere Gruppe den Festgehaltenen befreit und zwei Beamte „durch Schläge und Tritte an Hand und Hinterkopf leicht verletzt“. Gegen den ursprünglichen Verdächtigen, bei dem zwei Messer gefunden worden seien, wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ein Teilnehmer der Versammlung habe sich zudem durch die Polizei körperlich beeinträchtigt gesehen und Anzeige gegen eine Einsatzbeamtin erstattet. Bei vielen der rund 2000 Teilnehmenden habe die Polizei außerdem Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt.

Große Silvester-Party: Wie ein Swingerclub im Norden die Corona-Regeln umgeht

6.46 Uhr: Eigentlich sind größere Partys an Silvester aufgrund der Corona-Regeln verboten. Ein Swingerclub im niedersächsischen Lehrte hat sich nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung einen Trick überlegt, um trotzdem mit bis zu 80 Leuten zu feiern. Denn: Der Club bietet ein Essensbuffet an und gilt als gastronomischer Betrieb.
Das Gesundheitsamt Hannover hat laut „Bild“ der Feier nach 2G-Plus-Regeln zugestimmt. Getanzt werden darf aber nicht, ein geplanter DJ-Act wurde gestrichen.

Das waren die Corona-News am 29. Dezember:

Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein springt auf über 180

20.29 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Fälle ist in Schleswig-Holstein am Mittwoch deutlich gestiegen: Die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag bei 181,8 – nach 158,1 am Dienstag. Auch die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus stieg erneut – auf nun 1451 Fälle. Am Vortag waren es 1131 neu erfasste Fälle gewesen.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, sank erneut auf 2,58 (Dienstag: 2,61). Im Krankenhaus lagen den Angaben der Landesmeldestelle zufolge 171 Covid-Patienten – 8 weniger als am Tag zuvor. Wie auch am Dienstag wurden weiter 47 Covid-19-Schwerkranke auf Intensivstationen betreut. Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg um 2 Menschen auf 1883.

Bei Hamburg: Mehr als 800 Disco-Besucher müssen in Quarantäne

19.44 Uhr: Rund 820 Besucher der Henstedt-Ulzburger Diskothek „Joy“ müssen in Quarantäne. Bei mindestens einem Gast sei eine Corona-Infektion mit der Omikron-Variante bestätigt worden, teilte der Kreis Segeberg am Mittwoch mit. Auch genesene und geimpfte Kontaktpersonen müssen für 14 Tage in Quarantäne. Jeder, der Heiligabend oder am 1. Weihnachtstag im „Joy“ war, gilt als enge Kontaktperson, weil die Omikron-Variante als deutlich übertragbarer als andere Varianten gilt und im „Joy“ ohne Mund-Nasen-Schutz und ohne Abstand gefeiert werden durfte, wie die Behörde mitteilte. Nach Einschätzung der Kreisverwaltung waren die 2G-plus-Regeln beim Einlass korrekt kontrolliert worden.

Geschäftsführer Joey Claussen hat nach Angaben der Kreisverwaltung 622 Besucher mit Online-Tickets am Mittwoch per Mail informiert. Rund 200 weitere Gäste hätten ihre Karten an der Abendkasse gekauft. Um diese Gäste ausfindig zu machen, bittet Claussen um Mithilfe der per Mail Angeschriebenen. „Wir haben seit September alle geltenden Vorgaben umgesetzt und unser Möglichstes getan, um eine Situation wie diese zu verhindern“, teilte der Geschäftsführer mit. „Aber wir wussten immer, dass es keine einhundertprozentige Sicherheit gibt, und nun müssen wir gemeinsam versuchen, größeren Schaden zu verhindern.“

Die Quarantäne endet den Angaben zufolge nicht automatisch, sondern erst nach einer behördlichen Aufhebung. Alle anderen Mitglieder der betroffenen Haushalte müssen zunächst nicht in Quarantäne, sollen aber freiwillig auf alle nicht notwendigen Kontakte verzichten. Sollte ein Besucher des „Joy“ Symptome entwickeln, müssen auch alle Haushaltsmitglieder unabhängig vom Impfstatus zu Hause bleiben

Braunschweig ordnet FFP2-Maskenpflicht für Corona-Proteste an

19.02 Uhr: Bei den als „Spaziergängen“ bezeichneten Protesten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen müssen in Braunschweig künftig FFP2-Masken getragen werden. Die Stadt erlässt nach eigenen Angaben dazu am Donnerstag eine Allgemeinverfügung, die schon zur nächsten Veranstaltung dieser Art gelten werde. Diese ist für Montag (3. Januar) angekündigt. Auf dieses Vorgehen verständigten sich die Stadt und Polizeidirektion Braunschweig am Mittwoch, wie die Verwaltung mitteilte. Bei Verstößen hätten die Einsatzkräfte jetzt eine klare Handhabe, Ordnungswidrigkeitenverfahren einzuleiten und Bußgelder zu veranlassen.

Bei den Montagsprotesten handele es sich eindeutig um Versammlungen und nicht um „Spaziergänge“, sagte Braunschweigs Oberbürgermeister Thorsten Kornblum (SPD). Es sei unverantwortlich und nicht hinnehmbar, wenn das Versammlungsrecht von den Veranstaltern umgangen werde. Die Teilnehmenden müssten Abstände wahren und FFP2-Masken tragen, um die Ansteckungsgefahren zu minimieren, sagte auch Braunschweigs Polizeipräsident Michael Pientka.

Bereits am Dienstag hatte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) darauf hingewiesen, dass es sich bei den angeblichen „Spaziergängen“ um Versammlungen handele, bei denen das Versammlungsrecht gilt.

Abwärtstrend der Inzidenz in Meck-Pomm hält an – Omikron breitet sich aus

18.15 Uhr: Der Abwärtstrend bei der Sieben-Tage-Inzidenz der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen im Nordosten hält an. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) vom Mittwoch wurden zuletzt 254,4 Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner gemeldet. 94 der 100 für Corona-Patienten reservierten Intensivbetten waren demnach mit Covid-Patienten belegt und damit vier mehr als am Vortag.

Das Lagus meldete 934 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es demnach 1252. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche laut Lagus bei 394,2. Allerdings sind die Daten nur eingeschränkt vergleichbar, weil an und zwischen den Feiertagen weniger Tests vorgenommen und Ergebnisse zum Teil mit Verzögerung weitergeleitet werden.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten wurde am Mittwoch mit 321 angegeben, am Dienstag waren es noch zwölf mehr. Dem Landesamt wurden acht weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet, die Gesamtzahl der Toten stieg auf 1472.

Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden bisher 47 Omikron-Fälle im Nordosten registriert. Es seien nunmehr alle Landkreise und die Stadt Rostock betroffen, allein dort gebe es 27 nachgewiesene Fälle der neuen Variante.

Vier Altersgruppen in Hamburg mit Inzidenz über 400

16.20 Uhr: 6376 Corona-Infektionen zählte die Gesundheitsbehörde in der zurückliegenden 51. Kalenderwoche. Am Dienstag teilte die Behörde mit, wie sich die Fälle auf die Altersgruppen verteilen. Ganz vorne sind wieder die Kinder und Jugendlichen.

Am höchsten liegt die Inzidenz bei der Gruppe der 6-14-Jährigen mit einem Wert von 756,1 (Vorwoche: 792,4). Danach folgen die 15-19-Jährigen mit einer Inzidenz von 575,2 (Vorwoche: 438,7). Auch bei den 20- bis 29-Jährigen (494,6; Vorwoche: 430) und den 30- bis 39-Jährigen (405,1; Vorwoche: 344,2) wurden die 400er-Marken überschritten. Bei den über 70-Jährigen ist die Inzidenz am niedrigsten, sie sank im Vergleich zur Vorwoche von 82,5 auf 69,2.

Die Inzidenzen nach Altersgruppen zwischen dem 20. und 26. Dezember:

  • Bei den 0-5-Jährigen lag sie bei 351,4 (349 Infektionen),
  • bei den 6-14-Jährigen bei 756,1 (1146)
  • bei den 15-19-Jährigen bei 575,2 (451)
  • bei den 20-29-Jährigen bei 494,6 (1195)
  • bei den 30-39-Jährigen bei 405,1 (1124)
  • bei den 40-49-Jährigen bei 366,3 (911)
  • bei den 50-59-Jährigen bei 226,6 (609)
  • bei den 60-69-Jährigen bei 132,4 (252)
  • bei den Ü-70-Jährigen bei 69,2 (188)

Die Fallzahlen je Altersgruppe hat die Hamburger Gesundheitsbehörde am Dienstag veröffentlicht. Die Inzidenzen hat die MOPO mit Bevölkerungsdaten vom Statistikamt Nord (Stichtag: 31. Dezember 2020) berechnet.

Hamburg meldet 1279 Corona-Neuinfektionen

12.01 Uhr: Hamburg verzeichnete am Mittwoch laut Gesundheitsbehörde 1279 weitere Infektionen mit dem Coronavirus. Das sind 250 mehr als gestern und 68 mehr als vergangene Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg wieder leicht auf 333,3 (Dienstag: 329,8). Die Inzidenz in der vergangenen Woche lag bei 355,4. 

Die Behörde hatte aufgrund weniger Tests und Meldungen an den Feiertagen aber wiederholt darauf hingewiesen, dass die Zahlen derzeit nur bedingt etwas über das tatsächliche Geschehen aussagen.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden 49 neue Fälle mit der Omikron-Variante nachgewiesen. Die Zahl der bestätigten Fälle liegt damit nun bei 218. Darüber hinaus gibt es aber 1466 Verdachtsfälle auf die Variante (+148 im Vergleich zum Vortag). Im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist Omikron in Hamburg bislang stärker verbreitet als in jedem anderen Bundesland.

Drei weitere Person sind laut RKI im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, die Gesamtzahl der Corona-Toten in Hamburg liegt damit bei 1973.

Laut Gesundheitsbehörde lagen mit Stand Montag 221 (+13) Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt. Auf Intensivstationen lagen wie bereits zuvor 63 Patienten.

Corona-Zahlen in Niedersachsen steigen leicht

11.19 Uhr: In Niedersachsen ist die Zahl der neu erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus wieder leicht gestiegen. Am Mittwoch wurden 2718 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz lag am Mittwoch nach Angaben der Landesregierung bei 128,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Am Vortag lag der Sieben-Tage-Wert bei 126,6. Während der Feiertage und zum Jahreswechsel geben die Daten laut Robert Koch-Institut aber nur ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage wider.

Die Auslastung der Intensivbetten im Land ging von 9,0 auf 8,9 Prozent leicht zurück.

Seit Heiligabend und bis einschließlich 15. Januar gilt in Niedersachsen landesweit die Warnstufe 3. Im Alltag greift damit vorrangig die 2G-plus-Regel, die den Zugang auf Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test beschränkt. Zudem dürfen maximal zehn Personen bei privaten Treffen zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.

Omikron ist dominante Corona-Variante in Schleswig-Holstein

6.58 Uhr: In Schleswig-Holstein ist die deutlich ansteckendere Corona-Variante Omikron mittlerweile die dominierende Variante bei den Neuinfektionen. Seit dem 23. Dezember nehmen Omikron-Fälle den überwiegenden Anteil an Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein ein. Pro Tag liege die Häufigkeit zwischen 50 und 60 Prozent, sagte Helmut Fickenscher, Leiter der Landesmeldestelle, dem NDR. Vor allem die 20- bis 30-Jährigen seien betroffen. Es sei möglich, dass die Spur hier nach Hamburg führe, wo Omikron „speziell im Bereich der Feierszene gehäuft nachgewiesen worden ist“, sagte Fickenscher weiter. Den ersten Omikron-Fall in Schleswig-Holstein gab es am 3. Dezember, am Dienstag waren der Landesmeldestelle 800 bekannt. (edited) 

Das waren die Corona-News am 28. Dezember:

Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter

23.05 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Dienstag 1131 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet geworden. Am Montag, dem ersten Tag nach der Weihnachtszeit, waren 725 neu gemeldete Ansteckungen registriert worden. Die Corona-Inzidenz, also die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, lag am Dienstag bei 158,1 (Stand: 22.11 Uhr) – nach 151,4 am Montag. Vor einer Woche betrug dieser Wert etwa 166.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, sank erneut auf 2,61 (Montag: 2,68). Im Krankenhaus lagen den Angaben zufolge 179 Covid-Patienten – 8 weniger als am Tag zuvor. 47 Covid-19-Schwerkranke wurden auf Intensivstationen betreut (6 weniger als am Vortag). Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg um einen Menschen auf 1881.

Im Vergleich der Städte und Kreise ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Dithmarschen mit 256,7 am höchsten. Stormarn folgt mit 212,7, danach Herzogtum Lauenburg (212,4). Den niedrigsten Wert gibt es erneut in Lübeck – dort lag er bei 98,7.

Rendsburger Corona-Experte: Ab Januar kommt die vierte Impfung

22.05 Uhr: Professor Stephan Ott rechnet schon im Januar mit der vierten Corona-Impfung für bestimmte Gruppen. „Die ab 60-Jährigen sowie die Menschen mit Vorerkrankungen“ sollten sich „darauf einstellen, ab Januar zum vierten Mal geimpft werden zu müssen“, sagte der Infektiologe und Leiter des Rendsburger Kreisgesundheitsamtes der „Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung“.

Ott rechne zudem damit, dass es künftig einen „Drei-Monats-Impf-Rhythmus“ gebe. Omikron werde nicht die letzte Variante des Coronavirus gewesen sein. Er könne sich aber vorstellen, dass neue Impfstoffe vor verschiedenen Varianten schützen, vergleichbar mit der Grippe-Impfung.

An diesen Orten wird in Hamburg am meisten geimpft

21.13 Uhr: In der vergangenen Woche wurden in Hamburg insgesamt 95.778 Impfungen verabreicht. Die meisten Hamburger ließen sich dabei in einer Arztpraxis impfen (72 Prozent). 25 Prozent der Impflinge besuchten ein städtisches Impfangebot und drei Prozent ließen sich vom Betriebsarzt impfen.

Der Großteil der Impfungen entfällt dabei auf Auffrischungsimpfungen (80 Prozent aller durchgeführten Impfungen).

Meck-Pomm: Inzidenz unter 300 – Stufenkarte auf Orange

18.42 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen im Nordosten ist unter 300 gesunken. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) vom Dienstag wurden zuletzt 273,5 Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner gemeldet. Neunzig der 100 für Corona-Patienten reservierten Intensivbetten waren demnach mit Covid-Patienten belegt und damit neun weniger als am Vortag.

Das Lagus meldete 1055 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es demnach 1449. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche laut Lagus bei 388,8. Allerdings sind die Daten nur eingeschränkt vergleichbar, weil an und zwischen den Feiertagen weniger Tests vorgenommen und Ergebnisse zum Teil mit Verzögerung weitergeleitet werden.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten wurde am Dienstag mit 333 angegeben, am Montag waren es noch neun mehr. Dem Landesamt wurden vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet, die Gesamtzahl der Toten stieg auf 1464.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – wurde am Dienstag mit 8,6 angegeben – mehr als ein Punkt weniger als am Vortag. Der für zusätzliche Schutzmaßnahmen wichtige Schwellenwert liegt bei 9,0. Damit steht die Corona-Warnampel für das gesamte Land nun auf orange.

Landesweit gelten seit Dienstag allerdings die Maßnahmen der höchsten Warnstufe: Rot+. „Der Meldeverzug bei den neu gemeldeten Fällen über die Feiertage darf nicht über die tatsächliche angespannte Infektionslage im Land hinwegtäuschen“, hatte Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) erklärt. Man müsse von einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens ausgehen. Bereits am Montag waren Corona-Maßnahmen verschärft worden, so dass die Anpassung der Ampelstufe kaum konkrete Folgen im Alltag der Menschen hat. Experten gehen von einem Anstieg der Infektionszahlen wegen der Verbreitung der ansteckenderen Omikron-Variante des Coronavirus aus.

Seit Montag müssen in Mecklenburg-Vorpommern Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos, Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen flächendeckend geschlossen bleiben.

Laut Robert Koch-Institut sind 72 Prozent der Menschen im Land mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Die zweite Spritze erhielten demnach 69,3 Prozent. Die Quote bei den Auffrischungsimpfungen liegt bei 33,1 Prozent.

Ausgleich für Corona-Verluste: Millionen-Spritze fürs UKE in Hamburg

18.36 Uhr: Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) erhält als Ausgleich für seine coronabedingten Einnahmeverluste von der Stadt 31 Millionen Euro. Das UKE leiste Herausragendes bei der Bewältigung der Corona-Pandemie, sagte Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) dem „Hamburger Abendblatt“ (Dienstag). „Gleichzeitig musste das UKE durch Corona unter anderem seine OP-Kapazitäten und Bettenauslastung reduzieren. Die so entstandenen finanziellen Einbußen von rund 31 Millionen Euro werden wir erneut durch Corona-Sondermittel des Senats kompensieren.“

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sagte, da das Klinikum eine öffentliche Einrichtung sei, müsse die Stadt für Verluste einstehen. „Deshalb kann sich das UKE auch darauf verlassen, dass es im Rahmen des Hamburger Corona-Schutzschirmes für unsere öffentlichen Unternehmen berücksichtigt wird.“

So viele Omikron-Fälle sind in Hamburg offiziell bestätigt

17.11 Uhr: Mittlerweile gibt es in Hamburg insgesamt 169 bestätigte Fälle der neuen, deutlich ansteckenderen Corona-Variante Omikron. „Es ist von einer erheblichen, kurzfristigen Zunahme der Fälle auszugehen“, hieß es aus der Sozialbehörde.

Tatsächlich gibt es zusätzlich noch 1318 Verdachtsfälle. In den Fällen legt ein variantenspezifischer PCR-Test die Omikron-Variante nahe. Eine endgültige Bestätigung erfolgt dann durch eine Sequenzierung. Der Datenlage zufolge ist Hamburg in Relation zu seiner Einwohnerzahl die mit Abstand am stärksten betroffene Stadt, wenn es um die Ausbreitung der neuen Variante geht.

Hamburgs Inzidenz sinkt – Hunderte weitere Omikron-Verdachtsfälle

12.02 Uhr: Hamburg verzeichnete am Dienstag laut Gesundheitsbehörde 1029 weitere Infektionen mit dem Coronavirus. Das sind 682 mehr als gestern, aber 307 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner sank auf 329,8 (Montag: 345,9). Die Behörde hatte aufgrund weniger Tests und Meldungen an den Feiertagen aber wiederholt darauf hingewiesen, dass die Zahlen nur bedingt etwas über das tatsächliche Geschehen aussagen.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden keine weiteren Infektionen mit der Omikron-Variante nachgewiesen, die Zahl der bestätigten Fälle bleibt damit bei 169. Darüber hinaus gibt es aber 1318 Verdachtsfälle auf die Variante (+268 im Vergleich zum Vortag). Im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist Omikron in Hamburg bislang stärker verbreitet als in jedem anderen Bundesland.

Eine weitere Person ist laut RKI im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, die Gesamtzahl der Corona-Toten in Hamburg liegt damit bei 1970.

Laut Gesundheitsbehörde lagen mit Stand Montag 208 Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt, 14 weniger als vergangenen Donnerstag. Auf Intensivstationen lagen wie bereits zuvor 63 Patienten.

Inzidenz in Niedersachsen sinkt leicht

11.23 Uhr: Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen hat sich leicht abgeschwächt. Nach Angaben der Landesregierung in Hannover lag die Sieben-Tages-Inzidenz am Dienstag bei 126,6 nach 129,7 am Vortag. So viele Menschen pro 100.000 Einwohner infizierten sich binnen einer Woche neu mit dem Virus. Niedersachsenweit wurden am Dienstag 1147 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag gezählt. Zudem kamen 21 weitere Covid-19-Todesfälle hinzu.

Die Daten spiegeln allerdings nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) derzeit nur ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage wider. Während der Feiertage und zwischen den Jahren werde weniger getestet, und es würden auch weniger Fälle übermittelt.

Die Hospitalisierungsinzidenz, ein maßgeblicher Indikator in Niedersachsen, wurde wie schon am Montag mit 4,1 angegeben. Dieser Wert beschreibt, wie viele Covid-19-Patientinnen und -Patienten pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage in niedersächsischen Krankenhäusern aufgenommen wurden. Am Dienstag waren 9,0 Prozent der Intensivbetten im Land mit schwer an Covid-19 Erkrankten belegt (Vortag 9,1 Prozent).

Tschentscher bittet bei Kinderimpfungen um Geduld

8.37 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat bei den Corona-Impfungen für 5- bis 11-jährige Kinder um Geduld gebeten. „Bei der großen Zahl der Kinder in diesem Alter ist es nicht möglich, alle in wenigen Tagen oder Wochen zu impfen“, sagte der SPD-Politiker. Es könnten auch nur so viele Termine vergeben werden, wie Impfstoff verfügbar sei.

Bei der Entscheidung der Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen, würde sich Tschentscher von der Ständigen Impfkommission leiten lassen. „Ich würde mich immer nach den aktuellen Empfehlungen aufgrund objektiver Daten richten.“

Tschentscher zeigte aber auch Verständnis für die Bedenken vieler Eltern. „Es sind ja auch viele Kinderärztinnen und -ärzte zurückhaltend.“ Hamburg mache hier keinen Druck und habe Kinder und Jugendliche bislang von den 2G-Regeln ausgenommen. Tschentscher betonte aber auch: „Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Eltern, denen es sehr wichtig ist, dass auch ihre Kinder durch eine Impfung vor Corona geschützt werden.“

Strengere Regeln in Schleswig-Holstein und Meck-Pomm

7.26 Uhr: Seit Dienstag gelten in Schleswig-Holstein strengere Corona-Regeln. Privat dürfen sich laut Corona-Landesverordnung nur noch maximal zehn Personen treffen – außer alle gehören einem Haushalt an. Das gilt auch für Geimpfte und betrifft nicht nur Wohnungen und Häuser, sondern auch dazugehörige Gärten. Kinder bis 14 Jahren sind ausgenommen.

Bei Veranstaltungen wie Konzerten oder beim Sport sind nur noch 1000 Zuschauer erlaubt. Diskotheken und Clubs dürfen nur mit halber Kapazität (maximal 1000 Menschen) öffnen. Auch beim Tanzen gilt Maskenpflicht. Zutritt erhalten nur Geimpfte und Genesene, wenn sie einen Corona-Test vorlegen (2G plus). Die Regeln gelten auch für Tanzpartys, Bälle oder vergleichbare Veranstaltungen in Gaststätten.

In Mecklenburg-Vorpommern gilt ab Dienstag landesweit die Ampelstufe Rot+. Das teilte das Gesundheitsministerium am Montagabend mit. Da die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bereits am Montag landesweit entsprechend verschärft wurden, hat die Anpassung der Ampelstufe kaum konkrete Folgen im Alltag der Menschen. Ab Dienstag gelte „zusätzlich das Verbot in den Bereichen: Prostitution, Glücksspiel und Busreisen“, teilte das Ministerium mit.

Seit Montag müssen in Mecklenburg-Vorpommern Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos, Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen flächendeckend geschlossen bleiben.

Das waren die News am 27. Dezember

„Impfen, Boostern & Berliner“ – Impfaktion an Asklepios-Kliniken

21.03 Uhr: Sechs Asklepios Kliniken in Hamburg bieten an Silvester zusätzlich 1000 Impftermine gegen das Coronavirus. Die Sonderaktion zum Jahrestag der ersten Corona-Impfung in einer Hamburger Asklepios-Klinik laufe unter dem Motto „Impfen, Boostern & Berliner!“, teilte der Krankenhauskonzern am Montag mit. Zwischen 9 und 13 Uhr würden Erwachsene an den Klinik-Standorten Altona, Barmbek, Nord-Heidberg, St. Georg, Wandsbek sowie im Westklinikum geimpft. Zur Stärkung gebe es für die Impflinge jeweils einen Berliner. Bis zum Jahresende werden den Angaben zufolge an den Hamburger Asklepios Kliniken mehr als 73.000 Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen verabreicht worden sein.

Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt auf 151,4

20.42 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Montag 725 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages gemeldet geworden. Das waren mehr als eine Woche zuvor, als 591 neue Fälle verzeichnet wurden. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Montag bei 151,4 – nach 146,4 am Sonntag. Vor einer Woche lag sie bei 167,5.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, sank auf 2,68 – nach 3,44 in den Tagen zuvor. Im Krankenhaus lagen den Angaben zufolge 187 Covid-Patienten – drei mehr als in den Tagen zuvor. 53 Covid-19-Schwerkranke wurden auf Intensivstationen betreut (3 weniger als am Vortag). Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg auf 1880.

Im Vergleich der Städte und Kreise ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Herzogtum Lauenburg mit 215,4 am höchsten. Dithmarschen folgt mit 213,9 und danach Stormarn mit 209,4. Den niedrigsten Wert gibt es in Lübeck – dort lag er bei 95,9.

Wieder mehr Corona-Patienten in MV auf Intensivstationen

19.21 Uhr: Trotz der zuletzt rückläufigen Zahl gemeldeter Corona-Neuinfektionen hat sich die Lage auf den Intensivstationen in Mecklenburg-Vorpommern über Weihnachten wieder verschärft. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Montag mitteilte, sind 99 der 100 für Corona-Patienten reservierten Intensivbetten belegt. Das waren 5 mehr als am Sonntag.

Die Zahl der im Land registrierten Corona-Neuinfektionen wurde mit 366 angegeben. Das waren doppelt so viele wie am Sonntag und fast genauso viele wie am Montag der Vorwoche. Die Sieben-Tage-Inzidenz änderte sich im Vergleich zum Sonntag kaum. Nach Berechnung des Lagus liegt sie aktuell bei 300,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche. Vor einer Woche hatte der Wert noch 419 betragen. Allerdings sind die Daten nur eingeschränkt vergleichbar, weil an und zwischen den Feiertagen weniger Tests vorgenommen und Ergebnisse zum Teil mit Verzögerung weitergeleitet werden.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten wurde am Montag mit 342 angegeben, am Sonntag waren es noch 13 mehr. Dem Landesamt wurden zwölf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet, die Gesamtzahl der Toten stieg auf 1460.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – wurde am Montag mit 9,7 angegeben. Der für zusätzliche Schutzmaßnahmen wichtige Schwellenwert liegt bei 9,0. Damit steht die Corona-Warnampel für das gesamte Land weiterhin auf Rot, seit Montag bleiben landesweit Kultur- und Freizeiteinrichtungen geschlossen.

Nach wie vor zeigt sich bei den Krankenhauseinweisungen ein Ost-West-Gefälle. Die höchsten Hospitalisierungsinzidenzen weisen nach wie vor die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte (16,3), Rostock Land (11,5) und Vorpommern-Greifswald (11,0) auf, die geringste Ludwigslust-Parchim (6,6), Nordwestmecklenburg (4,4) und Schwerin (4,2).

Laut Robert Koch-Institut sind 71,9 Prozent der Menschen im Land mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Die zweite Spritze erhielten demnach 69,2 Prozent. Die Quote bei den Auffrischungsimpfungen liegt bei 32,6 Prozent.

150 Menschen ohne Mund-Nasen-Schutz in Diskothek in Wilhelmshaven

17.52 Uhr: Nach der verbotenen Öffnung einer Diskothek in Wilhelmshaven mit 150 Menschen behält sich die Stadt weitere rechtliche Schritte vor. Es habe keinerlei Vereinbarung mit dem Betreiber gegeben, teilte die Stadt am Montag mit.

Nach Polizeiangaben hielten sich die Menschen am frühen Morgen des Zweiten Weihnachtsfeiertages ohne Mund-Nasen-Schutz in der Diskothek auf. Der polizeilichen Anordnung, den Betrieb einzustellen, sei sofort nachgekommen worden. Zwei 23 Jahre alte Männer leisteten nach einem erteilten Platzverweis Widerstand und wurden anschließend in Gewahrsam genommen.

Seit Heiligabend müssen Clubs und Diskotheken in Niedersachsen wegen der Corona-Pandemie landesweit geschlossen sein – dies ist zunächst bis zum 15. Januar der Fall.

Corona-Infektionslage in Niedersachsen nahezu unverändert

16.58 Uhr: Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen ist nahezu gleichbleibend. Die Hospitalisierungsinzidenz, ein maßgeblicher Indikator, sank von 4,2 am Sonntag auf 4,1 am Montag. Gezählt werden Einweisungen von Covid-19-Patientinnen und -Patienten je 100.000 Menschen in die Krankenhäuser innerhalb von einer Woche.

Während der Feiertage und zum Jahreswechsel geben die ausgewiesenen Daten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) aber nur ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage wider. Die Auslastung der Intensivbetten mit schwer an Covid-19 Erkrankten fiel im Vergleich zum Vortag von 9,4 auf 9,1 Prozent. Das teilte die Landesregierung mit.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen liegt bei 129,7. Dieser Wert bezeichnet, wie viele Menschen von 100.000 Einwohnern sich innerhalb der vergangenen sieben Tage mit dem Virus infiziert haben. An neuen Infektionsfällen kamen am Montag 2425 hinzu, die Zahl der Toten stieg um 5 auf 6768 Menschen.

Seit Heiligabend und bis zum 15. Januar 2022 gilt in Niedersachsen landesweit die Warnstufe 3. Das bedeutet, den Alltag bestimmt vorrangig die sogenannte 2G-plus-Regelung – also Zugang nur für Geimpfte oder Genesene, die einen negativen Corona-Test vorlegen können.

Für Bremen wurden am Sonntag 175 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 273,6. Die Zahl der Todesfälle durch Corona stieg in Bremen auf 593.

Hamburger Polizei verschärft Regeln für Corona-„Spaziergänge“

15.34 Uhr: So genannte „Spaziergänge“ gegen die Corona-Maßnahmen gab es zuletzt auch immer öfter in Hamburg. Anders als bei Demonstrationen notwendig, wurden die Treffen nicht im Vorfeld bei den Behörden angemeldet. Die Polizei Hamburg bewertet die „Spaziergänge“ jetzt als „Veranstaltungen mit Demonstrationscharakter“. Es handele sich dabei um „Zusammenkünfte mit entsprechenden Merkmalen einer gemeinsamen Meinungskundgabe“, teilte die Polizei mit. Somit müssen die Treffen nach der Hamburger Corona-Eindämmungsverordnung nun mit einer Frist von 48 Stunden – bei Eilversammlungen 24 Stunden – angemeldet werden. Ab 100 Demonstrierenden ist zudem ein eigenes Schutzkonzept in Absprache mit den Behörden notwendig. Wer mitläuft, muss eine medizinische Maske tragen. Dazu gelten Hygienevorhaben wie das Abstandsgebot oder die Begrenzung des Zugangs, sodass jenes eingehalten werden kann. Die Polizei wies darauf hin, dass die Leitung einer nicht angemeldeten Versammlung eine Straftat darstelle und entsprechend verfolgt werde.

Mehr als 14 Mio. Impfungen in Niedersachsen in einem Jahr

13.21 Uhr: Mehr als 14,4 Millionen Corona-Schutzimpfungen sind in einem Jahr in Niedersachsen verabreicht worden. Am 27. Dezember 2020 hatten die Impfungen im Bundesland begonnen. Darin enthalten sind rund drei Millionen Auffrischungsimpfungen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Demnach sind 75,5 Prozent der Einwohner Niedersachsens einmal geimpft, bei den Erwachsenen sind es rund 86 Prozent.

72,4 Prozent aller Menschen sind zweimal geimpft und haben somit eine Grundimmunisierung, bei den Erwachsenen sind es 83 Prozent. 37,5 Prozent der Niedersachsen erhielten eine Auffrischungsimpfung, den sogenannten Booster.

Meldeverzug? Kaum Neuinfektionen in Hamburg, Inzidenz sinkt

12.02 Uhr: Diese Zahlen sind auffällig niedrig: Hamburg meldete am Montag 347 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, das ist der niedrigste Wert im Dezember. Wahrscheinlich ist ein Meldeverzug: Das Robert-Koch-Institut hatte darauf hingewiesen, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen sei, sodass sich ein unvollständiges Bild ergeben könnte.

Zum Vergleich: In den vier Tagen vor Weihnachten wurden jeweils immer mehr als 1000 Infektionen verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz für Hamburg gab die Behörde am Montag mit 345,9 an, sie sank also von zuvor 354,4. Sie dürfte in der Realität jedoch deutlich höher liegen.

Ebenfalls auffällig niedrig ist der Wert der Impfungen gegen das Virus: Laut RKI kamen gerade einmal 19 Impfungen im Vergleich zum Vortag dazu, zuvor waren es stets vierstellige Werte.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, blieb laut RKI unverändert bei 1969. Laut Gesundheitsbehörde lagen mit Stand Donnerstag 222 Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt, davon 63 auf Intensivstationen. Das waren 6 beziehungsweise 3 weniger als am Vortag gemeldet.

Hier wird heute in Hamburg geimpft

Weil: Brauchen Impfquote von mehr als 90 Prozent

8.25 Uhr: Die Corona-Krise bereitet Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil derzeit mehr Sorgen als im vergangenen Winter. „Ich war vor einem Jahr um diese Zeit optimistischer“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Da hatte ich die Hoffnung, dass wir dem Virus mit der beginnenden Impfkampagne den Garaus machen können. Heute weiß ich, dass es sich bei Corona um einen enorm hartnäckigen Gegner handelt.“

Die Gesellschaft sei dem Virus aber auch nicht schutzlos ausgeliefert, betonte der Regierungschef. „Wenn wir es schaffen, in der ganzen Gesellschaft einen hohen Impfschutz zu erreichen, werden wir perspektivisch mit der Pandemie klarkommen. Wir brauchen eine Impfquote von deutlich über 90 Prozent bei den Erwachsenen.“

Zuletzt waren in Niedersachsen rund 83 Prozent der Über-18-Jährigen grundimmunisiert. Fast jeder zweite Erwachsene hat auch die Auffrischungsimpfung erhalten, den sogenannten Booster.

Im Nordosten gelten jetzt diese verschärften Corona-Regeln

6.53 Uhr: Trotz zuletzt sinkender Corona-Fallzahlen gelten ab heute in ganz Mecklenburg-Vorpommern verschärfte Schutzvorkehrungen. Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos, Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen müssen flächendeckend geschlossen bleiben.

Bislang galten diese Restriktionen nur in der Mitte und im Osten des Landes. Da aber die Corona-Ampel für das Land über mehrere Tage auf Rot stand und mit der Omikron-Variante eine weitere Infektionswelle erwartet wird, hatte die Landesregierung die Schließungen landesweit verfügt.

Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) appellierte an die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die Situation ernst zu nehmen. Zudem warb sie erneut dafür, die Impfangebote zu nutzen.

Das waren die News am 2. Weihnachtstag

Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt auf 146,4

21.38 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am zweiten Weihnachtstag 403 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages gemeldet geworden. Das sind deutlich mehr als eine Woche zuvor, als 229 neue Fälle ermittelt wurden. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Sonntag bei 146,4 – nach 140,9 am Samstag. Eine Woche zuvor hatte sie bei 168,2 gelegen. Die aktuellen Zahlen können feiertagsbedingt nur eingeschränkt belastbar sein.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, blieb konstant auf 3,44 – wie auch an den drei Tagen zuvor. Im Krankenhaus lagen den Angaben zufolge 184 Covid-Patienten – ebenfalls wie an den drei Tagen zuvor. 56 Covid-19-Schwerkranke wurden auf Intensivstationen betreut. Diese Anzahl blieb unverändert seit Mittwoch. Es gab keinen weiteren Todesfall, die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie liegt somit weiterhin bei 1871.

Im Vergleich der Städte und Kreise liegt bei der Sieben-Tage-Inzidenz Flensburg jetzt an der Spitze – mit 199,0. Herzogtum Lauenburg folgt mit 195,8 und danach Dithmarschen mit 193,6. Den niedrigsten Wert gibt es in Steinburg – dort lag er bei 80,3.

Fünf Corona-Fälle bei Oldenburgs Basketballern – Ligaspiel verlegt

17.37 Uhr: Das Bundesliga-Spiel zwischen den Basketball Löwen Braunschweig und den EWE Baskets Oldenburg ist coronabedingt kurzfristig verlegt worden. Das für heute (18.00 Uhr) angesetzte Spiel kann nicht stattfinden, weil fünf Oldenburger Spieler per PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

„Die Spieler wurden unverzüglich isoliert. Alle anderen Spieler und Teammitglieder wurden negativ getestet“, hieß es von der Basketball-Bundesliga (BBL). Da Oldenburg weniger als acht Spieler zur Verfügung hat, wurde die Partie verschoben. Über eine Neuansetzung soll „zur gegebenen Zeit informiert“ werden.

MeckPomm: Sieben-Tage-Inzidenz über Weihnachten gesunken

16.21 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist die Sieben-Tage-Inzidenz der registrierten Corona-Neuinfektionen über die Weihnachtstage deutlich gesunken. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) von Sonntag liegt der Wert nunmehr bei 299 – nach 364 am vergangenen Donnerstag. Insgesamt wurden in den drei Tagen gut 1000 Neuinfektionen gemeldet. Allerdings wies das Robert Koch-Institut darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen sei, so dass sich ein unvollständiges Bild ergeben könnte.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten wurde am Sonntag mit 355 angegeben, am Donnerstag waren es noch 379. Auf den Intensivstationen wurden 94 Patienten behandelt. Für Covid-Patienten sind landesweit 100 Intensivbetten reserviert. Über Weihnachten starben sieben Patienten im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, die Gesamtzahl der Toten wurde mit 1448 angegeben.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz wurde am Samstag für das Land mit 10,0 angegeben. Der für zusätzliche Schutzmaßnahmen wichtige Schwellenwert liegt bei 9,0. Damit steht die Corona-Warnampel weiterhin auf Rot, ab Montag bleiben landesweit Kultur- und Freizeiteinrichtungen geschlossen.

Die Landkreise Rostock, Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte sowie die Hansestadt Rostock liegen nach wie vor im roten Bereich. Die Landkreise Vorpommern-Rügen, Ludwigslust-Parchim und Schwerin sind orange, der Nordwestmecklenburg mit 5,1 ist weiter im gelben Bereich.

Laut Robert Koch-Institut waren am vergangenen Donnerstag 71,9 Prozent der Menschen im Land mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Die zweite Spritze erhielten demnach 69 Prozent. Die Quote bei den Auffrischungsimpfungen liegt bei 31,9 Prozent. Die Zahlen wurden über die Feiertag nicht neu erhoben. Alleine im Impfzentrum am Flughafen Rostock-Laage wurden rund 1300 Menschen geimpft, die meisten von ihnen erhielten nach Angaben von Vize-Landrat Stephan Meyer ein Auffrischimpfung.

„Widerliche Aktion“ – Empörung über Corona-Schmiererei an Uniklinik Greifswald

15.10 Uhr: Unbekannte haben ein Gebäude des Universitätsklinikums Greifswald mit dem Schriftzug „Der Jude ist Ungeimpft!“ beschmiert. Nach Angaben der Polizei war einem Zeugen die gut sichtbare Schmiererei am Samstagmorgen aufgefallen. Mitarbeiter des Klinikums hätten den Schriftzug beseitigen können. Der Bereich Staatsschutz der Kriminalpolizei habe Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung aufgenommen. Die Polizei bittet Zeugen um Mithilfe.

Innenminister Christian Pegel (SPD) kritisierte die Tat scharf. „Das ist eine widerliche Aktion. Es ist absurd, die systematische Ermordung von Millionen Juden und das unermessliche Leid der Opfer des Nationalsozialismus in einen Zusammenhang mit den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie zu bringen“, sagte er am Sonntag. Es sei auch extrem respektlos gegenüber den Mitarbeitern der Unimedizin Greifswald, die an den Feiertagen um die Gesundheit und das Leben ihrer Patienten kämpfen.

Bei Demonstrationen oder Protesten gegen Corona-Einschränkungen hat es deutschlandweit in den vergangenen Monaten wiederholt Vorfälle gegeben, bei denen antisemitische Verschwörungsmythen oder Holocaust-Verharmlosungen verbreitet wurden.

Weihnachtsimpfaktion im Flughafen Rostock-Laage „voller Erfolg“

13.52 Uhr: Die Weihnachtsimpfaktion des Landkreises Rostock im Flughafen Rostock-Laage war laut Vize-Landrat Stephan Meyer ein voller Erfolg. „An Heiligabend hatten wir 250 und am 1. Weihnachtsfeiertag 430 Impfungen“, sagte Meyer am Sonntag. Für den 2. Weihnachtsfeiertag rechnete er mit rund 600 Impfungen. „Wir müssen unkonventionelle Angebote für die diejenigen machen, die jetzt gerade zuhause sind und die Gelegenheit wahrnehmen können.“

Im Flughafengebäude gab es drei Impfkabinen. Die Menschen seien ohne Terminvereinbarung gekommen und sehr gut informiert gewesen, so Meyer. In den meisten Fällen habe es sich um Auffrischimpfungen gehandelt. Der Vize-Landrat ging nicht davon aus, dass die Aktion zu Silvester/Neujahr wiederholt wird. Die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter könnten nicht endlos ausgereizt werden. In der kommenden Woche sollen im Flughafen wieder täglich rund 1000 Menschen geimpft werden.

710 Neuinfektionen: Hamburgs Inzidenz steigt wieder

11.57 Uhr: Am 2. Weihnachtstag verzeichnet Hamburg 710 weitere Infektionen mit dem Coronavirus. 39 weniger als am Samstag und 117 mehr als am Sonntag vor einer Woche – und das, obwohl die Fallzahlen aufgrund der Feiertage niedriger ausfallen dürften. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg wieder von 348,3 auf 354,4.

Damit liegt Hamburg weiter deutlich über dem Bundesschnitt: Deutschlandweit sank die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag laut Robert Koch-Institut (RKI) von 242,9 auf 220,7. Allerdings wies das Institut darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen sei, sodass sich ein unvollständiges Bild ergeben könnte. Auch Hamburgs Zahlen sind mit Vorsicht zu betrachten.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, blieb laut RKI unverändert bei 1969. Laut Gesundheitsbehörde lagen mit Stand Donnerstag 222 Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt, davon 63 auf Intensivstationen. Das waren 6 beziehungsweise 3 weniger als am Vortag gemeldet.

Weitere RKI-Angaben, etwa zur Hospitalisierungsquote oder der Zahl der Omikron-Fälle, sind erst am Montag wieder zu erwarten.

Meck-Pomm plant kein Teilnehmerlimit für Corona-Demos

9.41 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern verhängt vorerst keine Teilnehmerbeschränkungen für Demonstrationen gegen die Corona-Schutzvorschriften und die angekündigte Impfpflicht. Doch schließt Innenminister Christian Pegel (SPD) die neuerliche Festlegung von Obergrenzen nicht aus. „Die Virusvariante Omikron macht es schwerer und wird im Januar vermutlich richtig zuschlagen. Dann wird man überlegen müssen, ob Kontakte insgesamt nicht noch einmal deutlich reduziert werden müssen. Und da sind solche großen Veranstaltungen natürlich mit auf der Agenda“, sagte Pegel. Andere Bundesländer seien bereits restriktiver.

Für Montag haben Impfgegner erneut in vielen Städten Mecklenburg-Vorpommerns zu Protestaktionen aufgerufen. Eine Woche zuvor zählte die Polizei landesweit insgesamt 17.000 Teilnehmer, etwa 10.000 allein in Rostock. Damit hatten die Corona-Demonstrationen im Nordosten ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. Wie Pegel unter Berufung auf die eingesetzten Polizeikräfte sagte, handelte es sich dabei überwiegend um friedliche Proteste, „oft getragen aus der Mitte der Gesellschaft“. Doch forderte er die Demonstranten auf, klare Kante gegen jene Teilnehmer zu zeigen, die mit extremen Positionen und falschen Aussagen nur Misstrauen und Unfrieden stiften wollten.

Hamburger Verfassungsschutz will Querdenker-Szene stärker beobachten

8.22 Uhr: Der Hamburger Verfassungsschutz befürchtet eine Radikalisierung bei den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen. „Ich sehe mit Blick auf die bundesweite Entwicklung vor allem die Gefahr, dass diese Demonstrationen auch zum Anlaufpunkt für Menschen werden könnten, die nicht unbedingt mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, sondern mit anderen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unzufrieden sind“, sagte Verfassungsschutzchef Torsten Voß der „Welt am Sonntag“. „Die Demonstrationen bieten definitiv Andockstellen, und eine solche Entwicklung birgt immer die Gefahr einer Radikalisierung bis hin zu Militanz.“

Voß kündigte an, die „Querdenker“-Szene stärker beobachten zu wollen: „Für die Zukunft bin ich mir sicher: Die Aufklärung der extremistischen Querdenker-Szene, der Szene der verfassungsfeindlichen Delegitimierer, wird ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit sein“, sagte der Verfassungsschutzchef.





Source link

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *