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Problem der Integration wird nur aus der Statistik gelöscht


B.Z.-Chefredakteurin Miriam Krekel über den Senatsplan, die Quote der Schüler mit nicht deutscher Herkunftssprache an Schulen zu verschweigen
B.Z.-Chefredakteurin Miriam Krekel über den Senatsplan, die Quote der Schüler mit nicht deutscher Herkunftssprache an Schulen zu verschweigen Foto: dpa image alliance

Von Miriam Krekel

Der Plan, die Quote der Schüler mit nicht deutscher Herkunftssprache an Schulen zu verschweigen, stammt aus dem Koalitionsvertrag. Aber was soll das?

Erst ging es darum, eine mögliche Stigmatisierung zu verhindern. Jetzt heißt es plötzlich, die Quote spiele keine Rolle und sei eh ungenau. Wenn sie aber so unwichtig ist, warum sollte sie dann zu einer Stigmatisierung führen?

Am Ende wird hier nur ein Thema unterdrückt, das seit Jahren in Berlin für Diskussionen sorgt. Anstatt die Integration voranzutreiben, Schulen zu unterstützen und zu ermöglichen, dass alle Kinder Deutsch lernen, bevor sie eingeschult werden, wird das Problem aus der Statistik gelöscht.

Übrigens: Vor Jahren erzählte Berlins heutige Schulsenatorin, wie schwierig es als Schulleiterin an einer Schule ist, in der kaum ein Kind Deutsch spricht. Heute würde ihr das die Koalition wohl übel nehmen.

Themen:

Berliner Schulen
Migration
Schüler



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