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RKI: Corona-Inzidenz fällt unter 300



Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von diesem Mittwochmorgen lag der Wert bei 289,0. Am Vortag hatte er noch bei 306,4 gelegen, vor einer Woche bei 353,0.

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 45.659 Neuinfektionen verzeichnet. Vor einer Woche waren es 51.301 gewesen.

Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle in Deutschland stieg um 510 auf 109.324.

Seit Pandemiebeginn haben die Gesundheitsämter insgesamt 6.878.709 Fälle gemeldet. Die Zahl der von einer Erkrankung durch das Coronavirus genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das Institut mit rund 5.933.400.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Von Anfang November an war der Wert rasant angestiegen. In der Folge wurden täglich neue Höchststände registriert. Seit Dezember sinkt die Zahl wieder. In der Regierung gibt es allerdings große Sorgen vor einer weiteren Infektionswelle durch die Ausbreitung der wesentlich ansteckenderen Omikron-Variante.

Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen hatten Bund und Länder im November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wieviele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen.

Ab einem Wert von drei gilt in einem Bundesland flächendeckend für Veranstaltungen die 2G-Regel – das heißt, nur gegen das Coronavirus Geimpfte und von Covid-19 Genesene sind zugelassen. Am Dienstag lag die Hospitalisierungsinzidenz laut RKI bundesweit bei 4,73.

Lauterbach schließt harten Lockdown nicht aus

Nach der Ministerpräsidentenkonferenz vom Dienstag verteidigte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde. Im Interview mit den ARD-„Tagesthemen“ sagte er am Abend: „Was wir heute beschlossen haben, zeigt schnell Wirkung.“ Er schließe allerdings nicht aus, „dass auch ein harter Lockdown diskutiert werden muss, sollten die Fallzahlen sich so entwickeln“. Es gebe keine rote Linie, nur „zum jetzigen Zeitpunkt sind wir da nicht“.

Lauterbach konzentriert sich bei der Eindämmung der zu erwartenden Infektionswelle mit der deutlich ansteckenderen Omikron-Variante des Coronavirus nach eigener Aussage auf die Auffrischung der Impfungen. „Ich würde mir wünschen, dass wir den allergrößten Teil der Bevölkerung bis Ende Januar geboostert haben“, sagte er in den „Tagesthemen“. Bund und Länder machten jetzt eine zweite Kampagne, um noch einmal 30 Millionen Impfungen „durchzubringen“.

Lauterbach: Nicht alle Forderungen umsetzen

Der Gesundheitsminister rief in der ARD dazu auf, dass an Weihnachten nur Getestete zusammenkommen und sich „die Menschen vorsichtig verhalten“. Zur Forderung des Robert-Koch-Instituts (RKI), sofort Kontaktbeschränkungen einzuführen, sagte Lauterbach: „Ich lege viel Wert auf die wissenschaftliche Beratung auch durch das RKI, wir arbeiten Hand in Hand“. Aber „im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit des RKI kann es auch schon mal eine Forderung geben, die wir nicht sofort umsetzen“.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag auf Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte und Genesene nach Weihnachten geeinigt. Demnach soll ab dem 28. Dezember bundesweit eine Obergrenze von zehn Menschen bei privaten Zusammenkünften gelten. Großveranstaltungen wie Spiele der Fußball-Bundesliga dürfen dann nur noch ohne Publikum stattfinden. Zuvor hatte das Robert-Koch-Institut für sofortige „maximale Kontaktbeschränkungen“ plädiert.

Nach dem Bund-Länder-Gipfel hatte es unter anderem Kritik an den Differenzen zwischen den RKI-Empfehlungen und den beschlossenen Maßnahmen gegeben. Dabei ging es sowohl um Umfang als auch Kommunikation der Beschlüsse.



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