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Schockierende Gruppenvergewaltigung im Stadtpark: So startet der Prozess


Prozessbeginn um ein schockierendes Verbrechen: In der Nacht vom 19. auf den 20. September 2020 ist ein 15-jähriges Mädchen im Hamburger Stadtpark von einer Gruppe Männer vergewaltigt worden. Seit Dienstag stehen elf Angeklagte vor der Jugendkammer des Landgerichts am Sievekingplatz (Neustadt), zehn wegen Vergewaltigung, einer, weil er das Geschehen mit dem Handy gefilmt haben soll. 

Nach und nach treffen die jungen Angeklagten ein, einige von schmächtiger Gestalt, andere kräftiger, quick alle mit Baseballkappe und Kapuze drüber, dazu die im Gericht noch vorgeschriebene Masken – die Gesichter sind nicht zu erkennen. Zwei der Männer sind Zwillingsbrüder. Mehrere von ihnen galten zunächst als Zeugen, bevor die Ermittlungen ergaben, dass sie zu den Peinigern des Mädchens gehört haben sollen. 

Hamburg: Prozess um Stadtpark-Vergewaltigung hat begonnen

Jeder hat zwei Verteidiger, dazu die Kammer um die Vorsitzende Anne Meier-Göring, Staatsanwaltschaft, Gutachter und Vertreter der Jugendhilfe – der Saal 300, der größte im Landgericht, ist am Ende intestine gefüllt. Die Schülerin ist Nebenklägerin in dem Verfahren, zum Prozessauftakt wird sie von ihrer Anwältin vertreten. 

Noch vor der Anklageverlesung stellen die Verteidiger und die Anwältin des Opfers Anträge auf Ausschuss der Öffentlichkeit, Richterin Meier-Göring lässt die Zuschauer daraufhin den Saal verlassen. 

Laut Staatsanwaltschaft traf die stark alkoholisierte Schülerin am späten Abend zunächst auf einen der Angeklagten, der mit ihr ins Gespräch gekommen sei und sie dann in ein Gebüsch geführt habe. Dort seien drei andere Angeklagte hinzugetreten, und es soll zu sexuellen Handlungen gekommen sein, bei denen teilweise auch Gewalt gegenüber der 15-Jährigen angewendet worden sein soll. 

Vergewaltigung wurde mit dem Handy gefilmt

Einer der vier Männer soll das Geschehen mit seinem Handy gefilmt und zudem die Handtasche mit Wertsachen des Opfers entwendet haben.

 Ein weiterer Angeklagter, der sich ebenfalls in das Gebüsch begeben habe, soll von dem Geschehen ebenfalls Handyaufnahmen gemacht haben. Die Videos sind aber nie aufgetaucht. 

Anschließend soll die Schülerin jeweils von anderen Angeklagten noch zwei weitere Male von der Festwiese aus in ein Gebüsch geführt worden sein, wo es zu sexuellen Handlungen gekommen sei.

Jüngster Angeklagter struggle zur Tatzeit erst 16 Jahre alt

Auf die Verdächtigen, von denen der Jüngste zur Tatzeit erst 16 Jahre alt struggle, struggle die Polizei unter anderem durch Videoaufnahmen von nahen U-Bahnstationen gekommen. Später wurden bei Hausdurchsuchungen DNA-Proben sichergestellt, die zu den Spermaspuren vom Tatort passten. 

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Das Gericht will bis Dezember jeden Dienstag und Donnerstag verhandeln. Zuschauer werden, wie meistens, bei Jugendverfahren nicht zugelassen. 

Als das Verbrechen öffentlich wurde, struggle es im Internet zu Aufrufen zur Selbstjustiz gekommen. Gegen die mutmaßlichen Urheber laufen Ermittlungen.  

Schockierende Gruppenvergewaltigung im Stadtpark: So startet der Prozess wurde gefunden bei mopo.de



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