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Siegen: Vater fährt bewusstlose Tochter in Klinik – nun ist der Führerschein weg


Nichtsahnend kommt ein Siegener Vater am 18. Januar von der Arbeit nach Hause, als er dort eine schlimme Entdeckung macht: Seine zwei Jahre alte Tochter ist kollabiert und nicht mehr ansprechbar.

Der 32-Jährige ist verzweifelt und weiß vor Schock nicht, was er tun soll. Weder er noch seine Frau sprechen Deutsch, daher trauen sie sich nicht, den Notruf zu wählen. Kurzerhand entscheidet der Mann deswegen, seine Tochter selbst ins Krankenhaus zu fahren.

Polizei eskortiert Vater und seine bewusstlose Tochter in die Klinik

Da er sich in der Eile im Auto nicht anschnallt, hält ihn kurze Zeit später die Polizei an. Als die Polizisten bemerken, in welcher Notsituation sich das Kind befindet, eskortieren sie die Familie zur Notaufnahme. Das geht aus einem Protokoll laut „Siegener Zeitung“ hervor.

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Verlässlicher Rückhalt bei Rechtskonflikten.

Ob das Kind rechtzeitig versorgt werden kann und es ihm mittlerweile wieder intestine geht, ist nicht bekannt. Sicher ist nur, dass sowohl die Polizisten im Zivilwagen als auch der 32-Jährige auf dem Weg in die Klinik geblitzt werden.

Im Februar flattert dem Mann dann ein Strafzettel ins Haus: 82 Kilometer professional Stunde ist er gefahren, seine notfallbedingte Raserei soll ihn 348,50 Euro kosten – und für einen Monat den Führerschein.

Bußgeld wird auf 260 Euro reduziert, Fahrverbot bleibt bestehen

Entsetzt versucht der Vater, sich gegen diese Strafe zu wehren. Doch der zuständige Richter Dr. Paul Sprenger vom Amtsgericht Siegen weist das zurück. „Er hätte einen Rettungswagen rufen müssen, wir haben da in Deutschland ein funktionierendes System“, sagt er in einer Anhörung am vergangenen Mittwoch.

Dass der Mann kein Deutsch spreche, entschuldige nicht sein Vergehen. Stattdessen hätte er eine andere Person bitten sollen, für ihn den Notruf zu wählen. Zudem hätte die Tochter in einem Rettungswagen viel schneller behandelt werden können.

Inzwischen hat der Richter das Bußgeld bereits auf 260 Euro reduziert. Das Fahrverbot wolle er jedoch nicht aufheben. Man habe zwar darüber diskutiert – in dem Falle wäre dann das Bußgeld wieder gestiegen –, sich allerdings dagegen entschieden. Schließlich habe sich der Familienvater nicht für die Raserei entschuldigt.





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