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Thüringen: Eben noch Corona-Hotspot, jetzt Inzidenz unter 200


Die einstigen Corona-Hotspots im Osten Deutschlands haben inzwischen die niedrigsten Inzidenzwerte bundesweit. Nach den Negativrekorden Ende 2021 bei den Corona-Zahlen ist Thüringen derzeit mit Abstand das Bundesland mit der niedrigsten Inzidenz, das RKI gab die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gestern mit 197,9 an.

Auch in den Nachbarländern Sachsen (248,5) und Sachsen-Anhalt (280,4) ist die Inzidenz zurzeit vergleichsweise niedrig. Bundesweit lag der Wert laut RKI am Montag bei 528,2.

Forscher sehen die niedrigen Zahlen aber nur als Atempause. „Spätestens Ende Januar erwarten wir einen Wiederanstieg“, sagte der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz. Noch Anfang November war die Entwicklung in Sachsen zum Bundestrend praktisch umgekehrt. Wie ist das zu erklären?

Thüringen hat bundesweit niedrigste Inzidenz

Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) führte die regional verschärften Corona-Regeln an: „Es waren harte Maßnahmen, das waren harte Einschnitte.“ Das sieht der Leipziger Forscher Scholz ähnlich. „Wir haben durch die Maßnahmen bei Erwachsenen eine Kontaktreduzierung von 50 Prozent erreicht“, sagte er. Damit sei die Welle von Infektionen mit der Delta-Variante früher abgeflacht.

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Aber: Die hochansteckende Omikron-Variante sei vorerst in Sachsen weniger verbreitet als in anderen Regionen, fügte Scholz hinzu. Setzt sich Omikron durch, wird sich nach seiner Einschätzung die Lage rasch ändern. „Es wird wieder Rekordzahlen geben“, prophezeite er.

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Auch in Thüringen teilt man diese Analyse. „Nach allen Prognosen und Berechnungen gehen wir davon aus, dass sich auch in Thüringen die Lage wieder verschärfen wird“, so eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Erfurt. (alp/dpa)



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