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“Verstehen Sie Spaß?”: In letzter Sendung wird Guido Cantz selbst reingelegt


TV-Kolumne “Verstehen Sie Spaß?”: In seiner letzten Sendung wird Guido Cantz selbst reingelegt – und versteht relativ wenig Spaß

Seit 2010 ist Guido Cantz das Gesicht des TV-Klassikers „Verstehen Sie Spaß?“, unter seiner Leitung wurde zahllose Promis und auch das ganz normale Volk immer wieder liebevoll reingelegt und vorgeführt. In seiner letzten Sendung ist der Chef selbst dran: Versteht er Spaß? 

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Es ist ein Abend, der ein bisschen mehr Lametta als sonst verdient hat: Es ist die 200. “Verstehen Sie Spaß?”-Sendung, außerdem die 60. Folge unter der Leitung von Moderator Guido Cantz – und seine letzte. Dem Anlass entsprechend trägt er offenes Hemd zum Glitzersacko und zu kurze Hose zu roten Socken und ist damit, wie er es ausdrückt, eine telegene “Mischung aus James Bond und Wunderkerze”.

Die Jubiläumsshow wird eröffnet mit einem Beitrag, der unsereins mit dem Wegfall der Weihnachtsmärkte im Advent 2021 ein wenig versöhnt: Lockvogel Christoph hat sich mit einem Glühwein-Stand in Offenburg niedergelassen und gestaltet den Trank extra nachhaltig: Alle Reste aus der Tasse kommen zurück in den großen Topf, beste schwäbische Resteverwertung eben. “Jeder Glühwein schmeckt anders”, wirbt er für sein flüssiges Glüh-Gut. Und nicht nur der Fisch wird im heißen Gewürzwein gegart, sondern auch die benützten Socken – etwas, das geübte Christkindlmarkt-Besucher ja schon längst vermutet haben.

Jörg Pilawa und Francine Jordi: Über Kreuz aufs Kreuz gelegt

Einen “Doppel-Prank” hat sich Cantz mit Francine Jordi und Jörg Pilawa geleistet: Während sie beim Interview zur diesjährigen Silvester-Show denkt, sie solle Moderations-Partner Pilawa reinlegt, ist in Wahrheit sie das Opfer und Jörg Pilawa der Konspirationspartner. Das allerdings ist dann doch so komplex und über Bande gespielt, dass der Witz irgendwo im Dreieck verloren geht.

 

“Die guten alten Zeiten sind jetzt”, floskelt Guido Cantz angesichts seiner vieljährigen Historie mit “Verstehen Sie Spaß?”, kramt dann aber doch noch den Klassiker “Das Wasserbett” aus dem Jahre 2004 hervor, bei dem sich beim preislich herabgesetzten Modell “Niagara” unter dem Laken tatsächlich nichts als Wasser befindet. Jörg Pilawa lacht Tränen.

Die deutsche Leidensfähigkeit: Kein Wutbürger in Sicht

Erstaunlich anzusehen ist bei “Verstehen Sie Spaß?” immer wieder, wie geduldig der deutsche Konsument ist. Mal will der Pizzabäcker und der “Unverpackt”-Pizzeria die Pizza nur auf die Hand rausgeben, notfalls noch in die Handtasche kippen. Brav spielen die Kunden mit, und wenn sie mal aufmucken, dann nur ganz höflich mit “Ganz so glücklich bin ich nicht darüber”. Beim Pseudo-Automaten an der “Stille Nacht”-Kapelle, der den Eintritt in die Kapelle unter anderem vom Vortragen einer A Capella-Version des Weihnachtslieds abhängig macht, gibt Tahnee die Automatenstimme und nervt mehrsprachig die Touristen; “die haben das alle mitgemacht”, wundert sich die Comedienne.

Eine der Neuerungen, die unter Guido Cantz eingeführt wurden, ist die “Der hat es verdient”-Rubrik, in der diesmal Möbelpacker Kevin vorgeführt wird: Ausgerechnet bei einem der herausfordernden Jobs wird ihm Praktikant Michael zur Seite gestellt wird, der nicht nur Daumen hat und auch ein wenig Rücken, sondern auch sonst wenig belastbar ist. Kaum ist alles ausgeladen, stellt Kevin fest, dass man ihm den falschen Möbelwagen mitgegeben hatte. Und dann vervielfältigen die Möbel sich auch noch unbemerkt, so dass beim Wiedereinpacken plötzlich nicht mehr alles in den Wagen passt… Selten so gelacht! 

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Bei seiner Kochkunst versteht Cantz relativ wenig Spaß

Seit 2010 steht “Verstehen Sie Spaß?” unter der Leitung von Guido Cantz, nach Erfinder Kurt Felix ist er nun derjenige, der die meisten Folgen des Familienshow moderiert hat, und das mit nahezu durchgehend guter Quote. Mehrfach versucht es der Sender an diesem Abschieds-Abend, Cantz in den Zustand der Rührung zu versetzen. Doch der ist Profi genug, um selbst einen emotionalen Rückblick wegzulächeln.

Als ein nicht ganz so rührendes Abschiedsgeschenk legt das Team den Chef dann noch rein – und trifft Cantz an einem Punkt, der wohl doch schmerzt: seiner Kochkunst. Bei “Grill den Henssler” wird sein Menü von der Jury mit vernichtenden Worten bedacht. Das ist nicht wirklich einfallsreich, und leicht fällt es Cantz auch nicht, gute Miene zum böswilligen Spiel zu machen: “Ihr Drecksäcke! Ihr seid Arschgeigen, echt!” Dennoch bedankt sich Guido Cantz am Ende der Show beim ganzen Team, aber auch am Publikum: “Es war eine tolle Zeit!” Nächstes Jahr übernimmt Barbara Schöneberger die Show. Die versteht nämlich auch Spaß.

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