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Weihnachtsrally an der Börse: DAX überspringt 16.000-Punkte-Marke




Marktbericht

Stand: 03.01.2022 12:25 Uhr

Die jahreszeittypische Weihnachtsrally beschert den Anlegern in dieser Saison hohe Gewinne. Der DAX hat gleich zu Beginn des neuen Jahres die Marke von 16.000 Punkten übersprungen.

Der DAX ist mit deutlichen Gewinnen in das neue Börsen-Jahr gestartet. Am ersten Handelstag des neuen Jahres geht es bis auf 16.049 Zähler aufwärts. Das ist ein Plus von 1,0 Prozent in der Spitze. Die Weihnachtsrally kann sich in diesem Jahr wahrlich sehen lassen.

Bei dieser statistischen Anomalie, die sich durch weit überproportionale Renditen auszeichnet, handelt es sich um ein zeitlich arg begrenztes Phänomen. Die Weihnachtsrally, im angelsächsischen Raum als “Santa Claus Rally” bezeichnet, umfasst dem “Stock Traders’ Almanac” zufolge nämlich lediglich die letzten fünf Handelstage im Dezember und die ersten zwei Handelstage im Januar.

DAX-Plus von knapp zwei Prozent in gut fünf Handelstagen

Startschuss für die Weihnachtsrally war demzufolge hierzulande am Donnerstag, den 23. Dezember. Schon morgen endet sie wieder. Die bisherige Bilanz nach gut fünf Handelstagen sieht vielversprechend aus: Seit dem 23. Dezember (Schlusskurs: 15.756 Punkte) ging es im DAX in der Spitze um 1,9 Prozent aufwärts.

Der DAX befindet sich nun in einer konstruktiven Ausgangsposition, notiert er angesichts seiner jüngsten Gewinne doch wieder in Schlagdistanz zu seinem Allzeithoch bei 16.290 Punkten von Mitte November.

US-Futures klar im Plus

Auch an der Wall Street stehen die Zeichen heute auf Gewinne. Der Future auf den Leitindex Dow Jones Industrial Average gewinnt zur Stunde 0,5 Prozent. Der Future auf den S&P 500 steht 0,6 Prozent höher, der Future auf den Nasdaq 100 verbucht ein Plus von 0,7 Prozent.

Im vergangenen Jahr hatte von den drei großen US-Indizes übrigens der marktbreite S&P 500 die Nase vorn. Der Dow stieg 2021 um 18,7 Prozent, die Nasdaq 21,4 Prozent und der S&P 26,9 Prozent. Experten trauen den US-Börsen und dem DAX 2022 zwar weitere Gewinne zu, allerdings könnte es nicht zuletzt wegen der restriktiveren Geldpolitik in den USA holprig werden.

Die Börsen in Tokio und London sind heute wegen des nachgeholten Feiertages Neujahr geschlossen.

Dollar im Aufwind

Die europäische Gemeinschaftswährung ist mit leichten Verlusten zum Dollar ins neue Jahr gestartet. Für einen Euro werden 1,1357 Dollar gezahlt. Marktbeobachter sprechen von einer allgemeinen Dollar-Stärke. Die Feinunze Gold kostet mit 1827 Dollar 0,1 Prozent weniger.

Massiver Inflationsanstieg lastet auf türkischer Lira

Der überraschend starke Anstieg der türkischen Inflation macht der Landeswährung Lira zu schaffen. Im Gegenzug werten Dollar und Euro um jeweils rund zwei Prozent auf 13,646 beziehungsweise 15,423 Lira auf. Die Teuerung in der Türkei stieg im Dezember auf 36 Prozent, den höchsten Wert seit fast 20 Jahren.

Ölpreise leicht im Minus

Die Ölpreise sind nach anfänglichen Gewinnen ins Minus gerutscht. Zur Mittagszeit kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 78,70 US-Dollar. Das sind 0,1 Prozent weniger als am Vortag.

Airbus nach Großauftrag gefragt

Im DAX gehört die Airbus-Aktie zu den großen Gewinnern. Der Flugzeugbauer hatte kurz vor Jahresschluss einen weiteren Großauftrag eingesammelt. Der Flugzeugfinanzierer Aviation Capital Group (ACG) habe 40 Maschinen aus der Modellfamilie A320neo bestellt, hatte der DAX-Konzern am Donnerstagnachmittag nach dem Handelsschluss hierzulande mitgeteilt.

Lufthansa und Fraport mit Analysten-Empfehlung

Kaufempfehlungen der Citigroup treiben Aktien von Fraport und Deutsche Lufthansa an. Citigroup-Analyst Sathish Sivakumar sieht für die Papiere der Lufthansa weiteren Spielraum: Er hob sein Kursziel deutlich von 1,43 auf 7,50 Euro an. Für die Aktien von Fraport errechnet der Experte ein Ziel von 70,50 Euro nach bislang 41,20 Euro. Daher stufte er die Papiere jeweils um gleich zwei Stufen von “Verkaufen” auf “Kaufen” hoch.

Neuer Vorstand für Deutsche Wohnen

Nach der Übernahme durch den Bochumer Konkurrenten Vonovia hat der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen seinen Vorstand neu strukturiert: Ab sofort soll eine Doppelspitze das Unternehmen leiten, das inzwischen zu 87 Prozent Vonovia gehört. Der Aufsichtsrat bestellte gestern auf seiner konstituierenden Sitzung Konstantina Kanellopoulos und Lars Urbansky zur Co-Chefin und zum Co-Chef des Berliner Konzerns.

Delivery Hero vor Mehrheitsübernahme in Spanien

Der Berliner Lieferdienst Delivery Hero will die Mehrheit an dem spanischen Konkurrenten Glovo übernehmen. Es sei eine Vereinbarung mit einer Reihe von Glovo-Aktionären unterzeichnet worden, um weitere Anteile in Höhe von 39,4 Prozent im Tausch gegen eigene Aktien zu erwerben, teilte der DAX-Konzern kurz vor dem Jahreswechsel mit. Infolge der Transaktion werde Delivey Hero mit einem Anteil von über 80 Prozent zum Mehrheitsaktionär von Glovo.

Adler Group mit Stabilisierungsversuch

Aktien der Adler Group starten mit einem abermaligen Stabilisierungsversuch ins neue Jahr. Das Unternehmen hat den Verkauf von rund 15.500 Einheiten an den Konkurrenten LEG Immobilien abgeschlossen. Adler war Anfang Oktober ins Visier des Leerverkäufers Fraser Perring geraten, dessen Vorwürfe das Unternehmen aber zurückweist. Für 2021 steht ein Kursminus von gut 62 Prozent auf dem Zettel.

Corona-Fall bei Borussia Dortmund

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund muss zum Rückrundenauftakt bei Eintracht Frankfurt auf Dan-Axel Zagadou verzichten. Der Abwehrspieler ist während seines Weihnachtsurlaubs in Dubai positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 22 Jahre alte Franzose hält sich weiterhin an seinem Urlaubsort auf.

BioNTech-Gründer als Motiv für neue Euro-Banknoten?

Auf der Suche nach Motiven für künftige Euro-Geldscheine bekommt die Europäische Zentralbank (EZB) eine Anregung aus dem EU-Parlament: Der FDP-Politiker Moritz Körner fordert, die BioNTech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci auf einem der Scheine abzubilden. Ihre Arbeit habe Millionen Europäern das Leben gerettet.

Evergrande-Aktien vom Handel ausgesetzt

Am Handelsplatz Hongkong sind heute Aktien des angeschlagenen chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande vom Handel ausgesetzt worden. Dies teilte die Börse ohne weitere Angaben von Gründen mit. Evergrande hat Schulden von mehr als 300 Milliarden US-Dollar angehäuft.

Tesla mit neuem Auslieferungsrekord

Der Elektroautobauer Tesla hat zum sechsten Mal in Folge einen Rekord bei Auslieferungen erzielt. Der US-Konzern gab gestern für das vierte Quartal die Lieferung von 308.600 E-Autos an Kunden bekannt. Anleger reagieren begeistert, die Tesla-Aktie zieht im vorbörslichen US-Handel um über sieben Prozent an.

Samsung bringt Vertikal-Modus für Fernseher

Samsung buhlt mit seinen neuen Fernsehern um die Tiktok-Generation. Der Branchenführer stellte vor dem Start der Technik-Messe CES in Las Vegas eine Wandhalterung für diesjährige TV-Modelle vor, die den Fernseher automatisch senkrecht dreht. Damit werden Smartphone-Videos, die im Vertikal-Format aufgenommen wurden, deutlich größer als bei der klassischen TV-Ausrichtung dargestellt.

AT&T und Verizon gegen 5G-Verschiebung

Die beiden US-Mobilfunker AT&T und Verizon wollen trotz Bedenken hinsichtlich der Flugsicherheit am Zeitplan für die Einführung neuer 5G-Dienste in den USA festhalten. Sie lehnten größere Einschränkungen bei der vorgesehenen Nutzung des C-Band genannten Frequenzbereiches ab, heißt es in einem Schreiben der beiden Konzerne. Sie seien allerdings bereit, auf 5G rund um Flughäfen für weitere sechs Monate zu verzichten.

Klassische Blackberry-Telefone funktionieren bald nicht mehr

Für Blackberry-Telefone mit den betagten hauseigenen Betriebssystemen des Smartphone-Pioniers schlägt bald die letzte Stunde. Geräte mit den Betriebssystemen Blackberry OS 7.1 und 10 werden ab Dienstag nicht mehr verlässlich funktionieren, wie das Unternehmen zum Jahresausklang in Erinnerung rief. Weiterhin funktionieren werden neuere Blackberry-Smartphones, die mit dem Betriebssystem Android laufen.



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