Politics

Wie Dirk Metz der Familie von Walter Lübcke hilft.


Es ist alles eine Frage der Perspektive. Nicht jeder wird es für seinen größten Fehler halten, dass er ein überzeugter Anhänger von Schalke 04 ist. Die Großväter haben im Bergbau gearbeitet. Das erklärt es vielleicht. Denn „auf Schalke“ gehört das Bergmannslied „Glückauf, der Steiger kommt“ immer noch zum festen Liedgut im Stadion. Bestimmt jedoch lässt sich an dieser Anhängerschaft die Stärke von Dirk Metz ablesen: Er bleibt sich und seinen Überzeugungen treu. Für diejenigen, die mit ihm zusammenarbeiten, ist das ein Signal der Verlässlichkeit. Sie wissen, woran sie mit dem gebürtigen Siegener sind. Und das ist dann gar keine Frage der Perspektive mehr.

Das gilt für den ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU), dessen Regierungssprecher er zwischen 1999 oder 2010 war: „Wahrscheinlich hatte kein Regierungssprecher so viel Freiheit wie ich, die Öffentlichkeitsarbeit auch aller Ministerien so abzustimmen, dass sie wie aus einem Guss wirkte“, lobt Metz seinen ehemaligen Chef und sich. Man merkt es schon: Beide sind einander bis heute verbunden. Was sie an Metz hat, weiß auch die Familie des ermordeten früheren Regierungspräsidenten Walter Lübcke, die er in den Verfahren vor dem Oberlandesgericht und nun vor dem Bundesgerichtshof begleitet, wo Ende Juli über die Revisionen verhandelt wird: „Ich weiß, was ein solch schreckliches Ereignis mit einer Familie macht.“ Die Familie Lübckes nahm als Nebenkläger der Anklage der Bundesanwaltschaft aktiv am Prozess im Strafverfahren gegen Stephan E. und Markus H. teil.



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